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Militärseilbahnen?

Standseilbahn zwischen den Festungsanlagen Savatan und Dailly (oberhalb St. Maurice, VS). Beim Stollenfuss befindet sich ein unterirdisches Wasserkraftwerk. In der Gegend Andermatt befinden sich ebenfalls noch Seilbahnanlagen, sowohl ober- wie unterirdisch. Ueber den neuen Bundesbunker darf man wohl nichts sagen...

Quelle: http://www.vevey.ch/qsPortal/Home.asp?C=33&N=3834

DaillyFuniculaire.jpg


DaillyFuniculaireTube.jpg
 
Hmpf wie sieht denn _das_ aus ???

Diese Militärs das ist unglaublich müssen die jetzt spezielle Mil. Seilbahnen bauen mit Nachtsichtgerät und Bordkanone womöglich :D

Für sowas sind einfach noch Steuergelder da, hätte man doch eine normale 0815 Serien -Kabine hinbauen können aber nein ...

t_p2120001_127.jpg
 
seilreiter schrieb:
..., hätte man doch eine normale 0815 Serien -Kabine hinbauen können aber nein ...

t_p2120001_127.jpg
Spätestens bei Materialtransporten sind Kabinen ab der Stange dann aber überfordert...
Auch andere Bahnen die Transportaufgaben erfüllen, haben ja Spezialkabinen. Die Seilbahn Fuhren-Birchlaui der KWO hatte bis zu ihrem Umbau zB. auf der einen Fahrbahn eine 4er Kabine und auf der anderen Fahrbahn eine Lastbarelle mit doppeltem Laufwerk wie auf diesem Bild. Wenn die Strecke so lang ist, dass die Fahrzeit ins gewicht fällt, oder man eh nur eine Fahrbahn hat ist so eine Kabine auf jeden Fall sinnvoll. Und viel teurer als eine "ab Stange" (was es bei PB-Kabinen eh nicht gibt) ist die auch nicht.
 
Die Bahn war ja mal ab Stange. Die Armee hat von denen bei Küpfer Steffiburg ganze Serien gekauft. La Dole war auch so eine. Das vordere Laufwerk ist ein Standart Küpfer Pendelbahnlaufwerk aus den 70er und 80er Jahren. Das hintere einfach ein Paar Räder. Die Kabine ist auch irgend von nem Concainer KA wer die gemacht hat. Hier stand vor allem die Funktion nicht das Design im Vordergrund. Gibt noch etliche andere Bahnen. Sobrio-Matro oder Scopi usw. Alles solche Küpfer Dinger. Und eben die Gipfelbahn am La Dole der Skyguide.
 
Hallo zusammen. Ich suche alles über die transportablen Zweiseil Umlaufbahnen die die Schweizer Armee früher hatte. Ich habe ein Reglement (Handbuch) der Bahn zuhause.
Könnte ihr mir über diese Bahn was erzählen?

Danke und Gruss
Danielle :wink:

Edit: Zuerst einmal willkommen im Forum! Zum Thema Militärseilbahnen haben wir bereits ein Topic. Ich habe darum deines dort integriert.

Gruss
GMD, Moderator Technisches
 
Ein paar Aktualisierungen:
GMD schrieb:
-Eine SSB bei Wolfenschiessen
Wurde inzwischen stillgelegt.

Migi schrieb:
Weiter steht in Blausee noch ne kleine PB, die wohl auch dem Militär gehört. Die Talstation liegt am südlichen Abstellgleis des Bahnhofs.
Das ist die Bahn auf die Alp Giesene. Die ist allerdings privat und sogar öffentlich!

Nichts neues gibt es von der Palfriesbahn zu berichten. Einige Anrainer zeigen sich weiterhin stur und sind partout nicht zum Rückzug ihrer Einsprache zu bewegen. Im Gegenteil, sie zeigen sich kämpferisch und wollen alle möglichen Rechtsmittel ausschöpfen. Einmal mehr bremsen Einzelne dank direkter Demokratie ein für die ganze Region interessantes Projekt auf Jahre hinaus aus! :evil:
 
also wenn man von göschenen richtung andermatt die serpentienen hoch fährt,ging auf halber höhe auch ne militär pendelbahn rechts rauf,als ich letztens diese strecke mal wieder gefahren bin,habe ich sehen können,dass die bahn abgebaut war und nur noch die talstation steht.weiß jemand mehr darüber?
 
Man kann auch mit der Strasse hochfahren, am Hauptportal Nord der militärischen Grossfestung TW (Teufelswand) vorbei, die Strasse führt an einem Lüftungsschachtkamin des Gotthard Strassentunnels vorbei. War mehrmals dort drin, bin aber nie mit der Seilbahn gefahren (hatte damals Mitte 80er einen Hand-Steuerstand une soviel ich mich errinere einen Windentrieb, also ziemlich rudimentär).

Ob die Seilbahn noch existiert weiss ich nicht, vermutlich wurde sie auch nur während der Winfersperre der Strasse betrieben.

In den 80er Jahren bestanden noch etliche militärische Seilbahnen. Mttlerweile wurden vermutlich etliche davon stillgelegt, das zahlreiche Festungsanlagen deklassifiziert worden sind und z.T. auch rückgebaut.
 
@Jungfraujoch: Könntet Ihr mir das noch mal erklären? Wo befindet sich auf dem Jungfraujoch eine weitere SSB (abgesehen von der öffentlichen Zahnradbahn) und wo ist da eine Militärfestung? Oder habe ich da was falsch verstanden?

Gruß,
lsap freak
 
^^
Folgende Beschreibung sagt doch schon alles ?
- SSB am Jungfraujoch - dürfte bekannt sein, aber weshalb Militär? Nun, dort oben gibts ziemlich schweres Geschütz (mal die Felsen genau anschauen...) Die SSB fährt zwar zur Richtstrahlanlage. Nur ist da unterwegs ne Zwischenhaltestelle wovon man nicht konkret was merkt wenn man da hochfährt. Diese Zwischenhaltestelle gehört dem Militär.

Von der SSB sieht man nichts, da sie unterirdisch verläuft ;)
 
Unterirdische Militäranlagen haben oft Verbindungen zu öffentlichen Verkehrstunnels, die in unmittelbarer Nähe verlaufen. Zugangstellen können als Art Bahnhof mit Laderampe oder auch nur als diskreter Notausstieg ausgeführt sein. Dies ist z.B. der Fall in der Gegend Andermatt oder auch in einer der "neueren streng geheimen Anlagen".

Zivile Untertagschutzbauten des Bundes, der Kantone und Gemeinden haben z.T. ebenfalls solche Verbindungen (z.B. mitten in Zürich, dient ebenfalls als Notaufstieg).


Hinzuzufügen wäre, dass in zahlreichen Schweizer Festungsanlagen Schrägaufzüge zur Munitionsbeförderung vorhanden sind, diese dienen jedoch ausschliesslich dem Materialtransport und sind sehr rudimentär gebaut (Trommelwinde und einfacher schienengeführter Wagen ohne Schienenbremse).
 
lift-master schrieb:
also wenn man von göschenen richtung andermatt die serpentienen hoch fährt,ging auf halber höhe auch ne militär pendelbahn rechts rauf,als ich letztens diese strecke mal wieder gefahren bin,habe ich sehen können,dass die bahn abgebaut war und nur noch die talstation steht.weiß jemand mehr darüber?
hier besagte talstation:
 

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lsap freak schrieb:
@Jungfraujoch: Könntet Ihr mir das noch mal erklären? Wo befindet sich auf dem Jungfraujoch eine weitere SSB (abgesehen von der öffentlichen Zahnradbahn) und wo ist da eine Militärfestung? Oder habe ich da was falsch verstanden?

Gruß,
lsap freak

Die Bahn wird übrigens heuer umgebaut.
Die Swisscom macht übrigens öffentliche führungen. Als Gruppe kann man sich da anmelden.
Wär doch mal ein Ausflug wert? Aber ziemlich teuer, da Jungfraujoch retour ohne Halbtax 150 Franken kosten.... :wink:
Um zur Bahn zu kommen, muss man zuerst etwa 500 Meter horizontal durch den Fels und Gletscher. Richtig gelesen, der Tunnel führt teilweise quer durchs Eis.
Die Standseilbahn selber ist dann aber im festen Fels. Die Bahn wird momentan komplett erneuert.
Einer von funimag.com war scheinbar mal da und hat diverse Fotos ins Netz gestellt.
Weiter Infos und Fotos unter folgenden Links:
http://www.swisscom.com/NR/rdonlyres/C04EE60E-F73C-4F9F-AE5F-1B39E9618FCF/0/FlyerJungfraujoch_d.pdf
http://www.funimag.com/photoblog/index.php/20080209/the-swisscom-railway-and-funicular-at-the-jungfrau/
 
- SSB am Jungfraujoch - dürfte bekannt sein, aber weshalb Militär? Nun, dort oben gibts ziemlich schweres Geschütz (mal die Felsen genau anschauen...) Die SSB fährt zwar zur Richtstrahlanlage. Nur ist da unterwegs ne Zwischenhaltestelle wovon man nicht konkret was merkt wenn man da hochfährt. Diese Zwischenhaltestelle gehört dem Militär.

Auf dem Jungfraujoch steht definitiv kein Geschütz!
Die Anlagen und der Stollen gehören der Swisscom und werden vom Militär mitbenutzt...
 
Eigentlich nichts unübliches. Das Militär betreibt ebenfalls Anlagen ohne Geschütze, z.B. für Kommunikation und Luftraumüberwachung. In grösseren Telefonzentralen befindet sich ebenfalls ein EMP-geschützter Teil (gewisse Räume sind da vollständig mit verschweisstem Blech abgeschirmt), das ganze als Schutzraum ausgeführt. Umsetzerlagen in den Bergen dienen oft ebenfalls der militärischen Kommunikation (da findet man ebenfalls Schutzräume).

Gewisse Untertagsanlangen, die vom Bau von Wasserkraftwerke stammen dienen ebenfalls militärischen Zwecke, sowie Wasserzuführungsstollen, die ganzährlich begehbar sind (Durchgang z.B. oberhalb der eingentlichen Rohrleitung). Das Ganze ist weder allgemein bekannt noch streng geheim. Es gibt auch Festungsanlagen, deren Zugang mit einer Kraftwerktsbahn erfolgt (z.B. wenn in Nähe eines Wasserschlosses).
 
das wär mal intressant, eine Untertage Stollen Führung, -- schon allein Pläne wo s überall unterirdische Anlagen und Stollen gibt -- irgendwie klingt das ganze nach aufregenden Abenteuern. Genauso Militäranlagen wie z.B. am Oberalbpass oder Göschenen, wie schauts da oben aus -- was iss da alles zu sehn , das wär mal was. Schon allein die Bahnstrecke wenn ma von Göschenen raufschaut, da wirds einem vom raufschaun scho schwindlig. Oder die Spezialgondel am Oberalp -- da mal mitfahrn dürfn ...
 
Die in der Schweiz vorhandenen geographisch ausgedehntesten Untertagagsanlangen (Stollensysteme und Kavernen) gehören zu Wasserkraftwerksanlagen und nicht dem Militàr. Grosse Anlagen können etwa 100 km oder mehr Stollen aufweisen. Kraftwerkskavernen, wie etwa Cleuson-Dixence haben ein beachtliches Aushuvolumen.

Die konventionellen älteren Festungsanlagen haben Stollensysteme und meist relativ kleine aber zahlreiche Kavernen (i.d. Regel 1 oder 2-Stöckig ausgeführt). Die modernen Mononlocks und Bison Schützenstellungen sind dagegen eher wie kleine unabhängige Luftschutzkeller aufgebaut.

Nur wenige Festungen sind mit LkWs befahrbar. Die meisten Festungen haben einen relativ kurzen Zugansgstollen. Der neugebaute streng geheime Bundesbunker bildet da eine Ausnahme, sowohl bzgl. Zugang wie auch Aufbau, da er gem. Zeitungsartikel auf 2 Grosskavernen basiert (der schwimmnend gelagerter Innenaufbau ist wesentlich höher als 2-stöckig, das mit den Kavernen stimmt zwar in etwa aber das wäre noch mehr zu sagen wenn es eben nicht geheim wäre).

Ein paar entmilitarisierte Festungen kann man sogar besuchen, leider meist kleinere Anlagen. Weiss nicht mehr, ob Furkels dabei ist, denn die wäre ziemlich interssant.

In gewissen Tunnels befinden sich ebenfalls Schutzräume, z.T. für zivile Nutzung (also ich spreche nicht vom Sonnenbergtunnel der ein Spezialfall ist).

Der Private Versuchsstollen Hagerbach ist ebenfalls eine interessante Anlage (http://www.amberg.ch/vsh-ag/sites/dsite1.htm). Sowie die IFA Anlage in Lungern.

Längere Stollen für Trinkwasser und Abwasser gibt es auch, in Zürich führt ein begehbares Abwassertrunnel von der Nähe des Fernsehstudios runter an die Limmat, die Trinkwasserstollen sind zum grössten teil nicht begehbar, da das Wasser direkt im Tunnel fliesst. In Genf gibt es ein langes Y-förmiges Werkleitungstunnel, das von der Nähe des Flughafens bis an das linke Rohnenufer führt. Transitgas hat auch längere Tunnels für Hochdruckgaspipelines.

Bild URL: Unterirdisches Kuriosum :)
http://www.amberg.ch/vsh-ag/pics/Grundriss_2006_Projektplan_inklLegende.jpg
 
Hier ein paar Links zu ehemaligen und noch existierenden Anlagen mit Bahnen:

Berner Oberland (Quelle http://www.festung-oberland.ch):
Noch existierend
Wimmis, Werk Burg: http://www.festung-oberland.ch/BernerOberland/Werke-Sperren/Festungsartillerie/Burg/Burg.html

Leider bereits zurückgebaut
Beatenberg, Werk Waldbrand (Verbindung Waldbrand-Legi):http://www.festung-oberland.ch/BernerOberland/Werke-Sperren/Festungsartillerie/Legi/Legi/Bilder.html

Grimsel:http://www.festung-oberland.ch/Bern...estungsartillerie/Grimsel/Grimsel/Bilder.html

Schafloch (Sigriswiler Rothorn, begehbarer Tunnel mit Seilbahnstationen): http://www.festung-oberland.ch/BernerOberland/Werke-Sperren/Anlagen/Schafloch/assets/Schafloch.pps

Uri
Bätzberg
http://www.sommerschi.com/forum/viewtopic.php?p=2331

Gütsch (Luftseilbahn Göschenen Gütsch), so sieht es dort oben aus...
http://www.festung-oberland.ch/AnlagenSchweiz/UR/UR-Festungsartillerie/Guetsch/Guetsch.html

Apropos Furggels (Kt. SG). Steht zum Verkauf und eine Verwendung als Hotel /Restaurant wird geprüft. Meiner Meinung nach nicht geeignet für diesen Zweck.
 
Der neugebaute streng geheime Bundesbunker
Ist schon interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Länder mit dieser Thematik umgehen.
In Deutschland wurden diese Anlagen nach dem Ende des kalten Kriegs außer Dienst gestellt, die Schweiz baut offenbar derartige Anlagen.
Der letztendliche Grund für die Entscheidung in Deutschland: Nach einem Krieg, der ganze Staaten ausradiert, gibt es nichts mehr zu regieren und zu verwalten. Die Leute im Bunker könnten sicher einige Wochen überleben, müssten aber dann wieder in eine Umwelt zurückkehren, die auch ihnen den sicheren Tod bringen würde.
Wenn man sich die Dokumentationen über die ehemaligen Führungsbunker der DDR und der BRD ansieht, überkommt einen zudem nur das kalte Grausen. Ziemlich primitiv, wie die Leute dort hausen sollten und zudem auch sinnlos.
Aber vielleicht sehen das die Varantwortlichen in der Schweiz auch anders - aber ob dieses Land bei einem mit nuklearen, chemischen und biologischen Waffen in Europa geführten finalen Krieg als Insel der Seeligen inmitten eines zerstörten Koninents weiterleben würde darf doch bezweifelt werden. Und wenn ja - wäre eine solche Existenz überhaupt erstrebenswert?
Dresdner
 
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