Dachstein
Mount Everest (8850m)
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Ich denke nicht, dass sich wegen dieses Volksentscheides Leute schämen müssen. Der Volksentscheid ist ein Spiegel der gesamten westlichen Kultur und ist kein schweizspezifisches Problem. Irgendwann hat die Sache halt aufkommen müssen, es war j schon in Österreich beim Bau vom Minarett von Telfs zu einer Diskussion gekommen, es hätte mich nicht gewundert, wen manche erzkonservative österreichische auf die Idee gekommen wären, einen Volksentscheid herbeizuführen. Und ich traue mich jetzt zu sagen, dass das Ergebnis ähnlich dem Schweizer gewesen wäre.
Das absolut dumme an der ganzen Sache ist nur eines: wie schon gesagt wurde, assoziieren viele den Islam mit Terror, Unterdrückung und Gewalt, was wiederum eine reine Pauschalisierung der ganzen Lage ist. Die Konservativen haben es wohl geschafft, ihre Kampagne so aufzubauen, dass die Leute geglaubt haben, dass sie mit einem Votum zugunsten des Verbotes ein Zeichen gegen diese extremistischen Tendenzen setzen (und haben gleichzeitig verschwiegen, dass die Kirche im Grunde auch nicht wirklich besser ist). Dann kommt noch das Beispiel, was ich oben gebracht habe: Kirche in einem radikalislamischen Land unmöglich aber bei uns ein Minarett? Klassisches Stammtischthema im Wirtshaus, perfekt aufgezogen die Kampagne, durchgestyled bis ind letzte Detail...
Genau darin sehe ich ein ein Problem: solange sich nicht die Eltern unserem System der Toleranz anpassen, werden auch die Kinder nicht anders werden. Ich glaube nämlich nicht, dass der Junge das glaubt, was ihm der Lehrer mit auf dem Weg gibt, sondern das, was ihm die Eltern notfalls mit gewalt eintrichtert.
Das Übel sind hier imo. nicht die Kinder, sondern die, die die Kinder erziehen. Das Kind ist immer nur in gewisser Form ein Abbild der Gesellschaft, das das Kind formt, und das ist in diesem Fall meist die eigene Familie. Also muss der Ansatzpunkt der sein, nicht auf die Kinder zuzugehen, sondern auf die Erziehenden, und denen das Prinzip der Toleranz vermitteln.
Guter Vergleich! Das Kreuz in der Schule ist auch so eine Geschichte wie der Religionsunterreicht, über die nachgedacht gehört. Fatablerweise sind die beiden Sachen an einen Vertrag mit dem Vatikan gebunden. Ich bin schlichtweg der Meinung, dass dieses Fach in der Form, wie es in meiner Schulzeit unterreichtet wurde, ein nutzloses Fach ist. Dann noch gleichzeitig Fächer wie Mathematik, Physik, Chemie zu kürzen, aber stur am Religionsunterricht festzuhalten, ist schon ein sehr kurzsichtiges Unterfangen. Hier gehört dringenst reformiert.
MFG Dachstein
Das absolut dumme an der ganzen Sache ist nur eines: wie schon gesagt wurde, assoziieren viele den Islam mit Terror, Unterdrückung und Gewalt, was wiederum eine reine Pauschalisierung der ganzen Lage ist. Die Konservativen haben es wohl geschafft, ihre Kampagne so aufzubauen, dass die Leute geglaubt haben, dass sie mit einem Votum zugunsten des Verbotes ein Zeichen gegen diese extremistischen Tendenzen setzen (und haben gleichzeitig verschwiegen, dass die Kirche im Grunde auch nicht wirklich besser ist). Dann kommt noch das Beispiel, was ich oben gebracht habe: Kirche in einem radikalislamischen Land unmöglich aber bei uns ein Minarett? Klassisches Stammtischthema im Wirtshaus, perfekt aufgezogen die Kampagne, durchgestyled bis ind letzte Detail...
gerrit schrieb:Keine Frage, ich halte jegliche Art von Unterdrückung und Zwang, wie er sicher in manchen moslemischen Familien auf die Kinder ausgeübt wird, für absolut verwerflich, wenn im Namen der Religion vor allem den Mädchen Verhaltensweisen oder Kleiderordnungen oktruiert werden. Abhilfe könnte hier m.E. ein ab der Volksschule VERPFLICHTENDER Ethik-Unterricht anstelle jeglichen Religionsunterrichts schaffen, in dem die Kinder neben allgemeinen Informationen zu Menschenrechten und Demokratie lernen, dass es VERSCHIEDENE Religionen gibt und sich jeder Mensch frei entscheiden kann, welcher er angehören will. Damit hätten alle Jugendlichen wenigstens die Möglichkeit, in diesen Dingen auf einer für alle gültigen gemeinsamen Basis aufbauen zu können, aber ein solches Vorgehen wird ja auch von den ach so toleranten christlichen Glaubensverbänden abgelehnt.
Genau darin sehe ich ein ein Problem: solange sich nicht die Eltern unserem System der Toleranz anpassen, werden auch die Kinder nicht anders werden. Ich glaube nämlich nicht, dass der Junge das glaubt, was ihm der Lehrer mit auf dem Weg gibt, sondern das, was ihm die Eltern notfalls mit gewalt eintrichtert.
Das Übel sind hier imo. nicht die Kinder, sondern die, die die Kinder erziehen. Das Kind ist immer nur in gewisser Form ein Abbild der Gesellschaft, das das Kind formt, und das ist in diesem Fall meist die eigene Familie. Also muss der Ansatzpunkt der sein, nicht auf die Kinder zuzugehen, sondern auf die Erziehenden, und denen das Prinzip der Toleranz vermitteln.
gerrit schrieb:Und m.E. ist der Anblick einer Moschee mit Minarett keine nicht duldbare Einschränkung der Freiheit eines Nicht-Moslems, eigentlich noch viel weniger, als das Aufhängen von Kreuzen in den Schulklassen. Den Anblick eines Minaretts kann man sich ev. noch ersparen, indem man einen anderen Weg wählt, aber bei der allgemeinen Schulpflicht sind die Kinder ja praktisch gezwungen, stundenlang unter einem Kreuz zu sitzen, egal, ob sie nun aus christlichen, moslemischen, jüdischen oder atheistischen Familien stammen.
Guter Vergleich! Das Kreuz in der Schule ist auch so eine Geschichte wie der Religionsunterreicht, über die nachgedacht gehört. Fatablerweise sind die beiden Sachen an einen Vertrag mit dem Vatikan gebunden. Ich bin schlichtweg der Meinung, dass dieses Fach in der Form, wie es in meiner Schulzeit unterreichtet wurde, ein nutzloses Fach ist. Dann noch gleichzeitig Fächer wie Mathematik, Physik, Chemie zu kürzen, aber stur am Religionsunterricht festzuhalten, ist schon ein sehr kurzsichtiges Unterfangen. Hier gehört dringenst reformiert.
MFG Dachstein