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Mit der Axt gegen Gipfelkreuze

Wenn man sich ansieht, was in der Welt so alles geschieht im Namen diverser Religionen/ Götter, wird es eigentlich höchste Zeit sich vom Erbe des Mittelalters zu trennen und damit auch diverseste religöse Symbole zu entfernen...!

Als Reaktion auf diverse Terroraufrufe/ Heiligsprechungen( von Personen die wieder besseres Wissen HIV-Infektionen anderer Personen In Kauf nahmen) usw finde ich es durchaus ok, wenn Atheisten uns dabei unterstützen, dass wir uns endlich von mittelalterlichen Symbolen( und den damit verbundenen Wertvorstellungen)lösen.

Solange sie keine Kirchen/Moscheen usw entfernen und nicht nur auf allen "falschen" Religionen rumhacken haben sie mein vollstes Verständnis!

Und wer sich nicht von seiner Religion verabschieden will/kann, sollte beten und im Vertrauen auf die Götter sich darauf verlassen, dass Gott eh will das alles so ist wie es sein soll bzw Gott das irgendwann schon wieder geradebiegt, und nicht mit Feuer und Schwert missionieren, oder schlimmeres!

Nur wer nicht an,egal welchen, Gott glaubt, ist so alleine auf der Welt, dass er sich selbst um Ungerechtigkeiten kümmern muß....

Leider haben die Atheisten keine Lobby...
 
Und wer sich nicht von seiner Religion verabschieden will/kann, sollte beten und im Vertrauen auf die Götter sich darauf verlassen, dass Gott eh will das alles so ist wie es sein soll bzw Gott das irgendwann schon wieder geradebiegt, und nicht mit Feuer und Schwert missionieren, oder schlimmeres!

Also wenn jemand mit einer AXT umhergeht, dann ist das wie ich finde auch schon wie missionieren mit einem Schwert.


Ich haue auch keine indische Gottheit um und schlage einer Budda Statue den Kopf ab.
:nein:
 
Für mich gehören in den Alpen Gipfelkreuze dazu in andren Bergregionen können es andre Zeichen sein.


Reinhold Messner: Kreuze haben am Gipfel nichts verloren

Der Süddeutschen Zeitung gab nun der weltweit bekannte Bergsteiger Reinhold Messner ein Interview zum Thema. Er verurteilt zwar auch den Vandalismus am Berg, sagt jedoch gleichzeitig, Gipfelkreuze hätten auf Bergen nichts verloren. Messner begründet dies mit der religiösen Symbolik. „Das Kreuz ist das christliche Symbol schlechthin, dieses gehört meiner Meinung nach aber nicht auf einen Gipfel", meint Messner. „Man sollte die Berge nicht zu religiösen Zwecken möblieren", so der Bergsteiger. Berge würden der ganzen Menschheit gehören und sollten nicht „mit einer bestimmten Weltanschauung verknüpft oder besetzt werden.

Gipfelkreuze gebe es zudem erst seit etwa 200 Jahren. Erst als Zeichen im Kampf der gläubigen Tiroler gegen die Fremdherrschaft der Bayern und Franzosen, kam es später zu einer regelrechten „Verspargelung der Alpen mit Kreuzen", erzählt Messner in dem Interview. Früher habe man hingegen Gipfel mit aufeinander geschichteten Steinen markiert. Zwar seien Berge in vielen Religionen zentral und damit Teil der Kulturgeschichte, jedoch meint Messner, man sollte trotzdem „die Berge meiner Meinung nach nicht mit religiösen, politischen und sonstigen weltanschaulichen Symbolen besetzen. Dahinter stecken meist Machtdemonstrationen." Dennoch: „wenn jemand Gipfelkreuze umhackt, ist das ein Akt von Vandalismus."
Quelle: http://www.tt.com/panorama/gesellsc...er-kreuze-haben-am-gipfel-nichts-verloren.csp


Appenzeller Gipfel der Freiheit mit Halbmond (3 m hoch)

http://www.hikr.org/gallery/photo2161608.html?post_id=111949#1

In einer Mitteilung informierte der Kanton Appenzell Innerrhoden am Dienstagnachmittag über die ungewöhnliche Aktion: Der Halbmond sei vergangene Woche montiert worden. In der Nacht leuchte die Skulptur ausserdem während rund 90 Minuten hell. Eine Bewilligung habe der Künstler für die Aktion nicht eingeholt: Er habe aber versprochen, die Installation innerhalb einer Woche zu entfernen.
Quelle: http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/a...mond-sorgt-fuer-rote-Koepfe;art159209,4744401
 
Ich bin einerseits ganz entschieden gegen eine solche Art der Sachbeschädigung weil dadurch aktuell geltendes Recht verletzt wird.
Wenn es allerdings nach meinen politischen Intentionen ginge gäbe nicht nur ein gesetzliches Verbot jeglicher Art von religiösen Symbolen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in allen Räumen öffentlicher Gebäude sondern auch alle akustischen Hinweise auf Religionen wären untersagt; also wären beispielsweise weder ein brüllender Muezin noch der Krawall von Kirchenglocken noch geduldet.
Was im Namen von Religionen in der Vergangenheit schon alles verbrochen wurde rechtfertigte meiner Ansicht nach eine solche radikale Vorgangsweise auf jeden Fall :!:
 
wenn Atheisten uns dabei unterstützen, dass wir uns endlich von mittelalterlichen Symbolen( und den damit verbundenen Wertvorstellungen)lösen
Nun, wir täten eigentlich besser daran dass sich nicht nur wir von Wertvorstellungen lösen ( was ja zu einem grossen Teil eh schon geschehen ist ) sondern dass sich auch andere Kreise von ihren Wertvorstellungen lösen, ansonsten geht die Schere in der Gesellschaft immer weiter auseinander und dass kann dann auch nicht im Sinne der Atheisten sein.
Als nächstes kann uns allen ja dann auch noch gerne jemand schlüssig beweisen dass dort wo die Gesellschaft mehrheitlich ohne Religionen lebt ( von Regierungen abgeschafft, verboten etc. ) die Gesellschaft besser, toleranter und fairer miteinander umgeht als in unseren Regionen. Wenn dieser beweis erbracht ist könne die religiösen Symbole entfernt werden, solange er nicht erbracht ist lassen wir sie lieber mal da wo sie sind.

Toleranz kann doch eigentlich nicht so schwer sein, bei uns gibt es sogar einen von einem Katholischen Priester eingeweihten Schlepplift mit Tibetischen Gebetsfahnen an den Spannseilen.
 
"Auf den schönsten Gipfeln, steht koa Gipflkreitz"
Für mich gehören die Gipfelkreuze irgendwie dazu zum Wandern/Bergsteigen, hab diese aber noch nie als religiöses Symbol gesehen, sondern einfach als Ding dass die höchste Stelle markiert.
 
Werna76 schrieb:
Für mich gehören die Gipfelkreuze irgendwie dazu zum Wandern/Bergsteigen, hab diese aber noch nie als religiöses Symbol gesehen, sondern einfach als Ding dass die höchste Stelle markiert.

Genauso gehts mir auch.
Bin zwar katholisch aber jetzt nicht so wahnsinnig religiös geprägt und eigentlich auch dafür so wenig Religion wie möglich in die Öffentlichkeit zu bringen, einfach weil das immer für Konflikte sorgt.
Aber auf einem Gipfel gehört das Kreuz für mich einfach dazu. Genauso wie bei mir im Ort das läuten der Dorfkirche weil Petz das anspricht, ohne das es mir da um was religiöses geht.
 
Ist so ne ähnliche Sache wie mit der Volksmusik. Würde ich privat niiieeee hören, aber in den Alpen auf ner Hütte gehört es einfach dazu und stört mich dann auch nicht..
 
Mag komisch klingen aber ich finde da ist stellenweise nicht viel unterschied zur ISIS. Die sprengen ja auch mit Vorliebe andere religiöse Symbole.
Klar der axtschläger bringt keinen um und macht auch sonst wahrscheinlich nichts. Aber er zwingt durch seine Tat allen anderen die kein Problem mit einem Gipfelkreuz haben seinen Willen auf.
Ich selbst seh das Kreuz am Gipfel auch nicht unbedingt als Religiös sonder halt als Markierung.
 
@David93: ...weil Du mit christlichen Werten aufgewachsen bist und Kirchenglocken und Gipfelkreuze gewöhnt bist. Trotzdem sind sie eindeutige religiöse Symbole und Du würdest Dich vermutlich eher daran stören, wenn Du in einem anderen gesellschaftlichen Umfeld aufgewachsen wärst.
Mich persönlich stören Gipfelkreuze nicht, aber dass Kirchenglocken mit zig Dezibel mitten in der Nacht rumlärmen dürfen, während der Rasenmäher des Nachbarns am Samstag Mittag zu Gerichtsakten wird oder Kühe Kuhglocken per Bundesgerichtsentscheid nicht mehr tragen dürfen, wundert mich immer wieder...
 
David93 schrieb:
Werna76 schrieb:
Für mich gehören die Gipfelkreuze irgendwie dazu zum Wandern/Bergsteigen, hab diese aber noch nie als religiöses Symbol gesehen, sondern einfach als Ding dass die höchste Stelle markiert.

Genauso gehts mir auch.
Bin zwar katholisch aber jetzt nicht so wahnsinnig religiös geprägt und eigentlich auch dafür so wenig Religion wie möglich in die Öffentlichkeit zu bringen, einfach weil das immer für Konflikte sorgt.
Aber auf einem Gipfel gehört das Kreuz für mich einfach dazu. Genauso wie bei mir im Ort das läuten der Dorfkirche weil Petz das anspricht, ohne das es mir da um was religiöses geht.
Dann müsstest du aber auch Kopftücher und Minarette verbieten, aber das ist ja dann böse intolerant und rechtsradikal.
 
Es kann doch nicht sein; daß jeder, dem etwas nicht in den Kram paßt, das einfach zerstören/entfernen kann.

Ich persönlich möchte Gipfelkreuze nicht missen; ich sehe sie aber auch nicht unbedingt als religiöses Symbol.
 
Das stimmt; aber wir sind ja auch hier in einem überwiegend christlich geprägten Land (noch).
Und warum stört das JETZT erst; die Gipfelkreuze gibt es doch schon ewig und nie hat einer daran Anstoß genommen.
 
Das Thema hatten wir ja schon mal - also von mir aus kann es ruhig unterschiedliche Symbole geben. Von mir aus auch eine Pyramide. Oder eine Pyramide mit einem Auge drin, mir egal. Oder ein 3-dimensionaler Quader. Oder eine Kugel. Oder ein X-Kreuz. Auch der oben verlinkte Mond schaut doch nett aus. Am besten überall 'was anderes, dann kann man sich die Namen der Berge leicher einprägen und hinzeigen "kuck mal, der Berg da drüben mit der lila Kuh am Gipfel, das ist der Oberwatzinger Krüppelzwölfer" ;) Ok, das war jetzt übertrieben, Symbole aus der Werbung sollte es nicht geben. Dann lieber gar nichts.
 
Religiöse Zeichen, Bevorzugung einer Religion hin oder her - es gehört sich einfach nicht, Dinge mutwillig zu zerstören :!: Zumindest wurde ich so erzogen und ist eine Sache moralischer Werte.
Und das sage ich jetzt nicht weil ich auch katholisch bin, sondern weil ich auch den "Gartenzwerg in nachbars Garten" stehe lasse auch wenn ich diesen persönlich hässlich finde oder ich sonst eine Abneigung dagegen habe (=> nur eines von vielen Beispielen).

LG
 
matterhorn48 schrieb:
Das stimmt; aber wir sind ja auch hier in einem überwiegend christlich geprägten Land (noch).
Und warum stört das JETZT erst; die Gipfelkreuze gibt es doch schon ewig und nie hat einer daran Anstoß genommen.

Wenn wir so Christlich geprägt sind, wer aus dem AF war kürzlich bei einem Gottesdienst, wann war der letzte von uns Beichten, wer hält sich an die Gebote und setzt das um, was der Papst von seinen Schäfchen gerne hätte?

Ich denke wir alle haben unsere Werte die uns wichtig sind und die sich mit den Regeln der meisten Religionen zum Umgang miteinander überschneiden, viele mögen behaupten sie wären religiös aber wer betet noch dreimal( fünfmal) am Tag?
 
matterhorn48 schrieb:
Und warum stört das JETZT erst; die Gipfelkreuze gibt es doch schon ewig und nie hat einer daran Anstoß genommen.
Wenn einer mal die Kontrolle über sich verliert müssen wir das nicht gleich auf die ganze Gesellschaft übertragen.
 
L&S schrieb:
matterhorn48 schrieb:
Das stimmt; aber wir sind ja auch hier in einem überwiegend christlich geprägten Land (noch).
Und warum stört das JETZT erst; die Gipfelkreuze gibt es doch schon ewig und nie hat einer daran Anstoß genommen.

Wenn wir so Christlich geprägt sind, wer aus dem AF war kürzlich bei einem Gottesdienst, wann war der letzte von uns Beichten, wer hält sich an die Gebote und setzt das um, was der Papst von seinen Schäfchen gerne hätte?

Ich denke wir alle haben unsere Werte die uns wichtig sind und die sich mit den Regeln der meisten Religionen zum Umgang miteinander überschneiden, viele mögen behaupten sie wären religiös aber wer betet noch dreimal( fünfmal) am Tag?
Das ist natürlich wieder ein Totschlagargument mit dem Beten und dem Kirchgang, chapeau!
Man sollte sich schon mal damit befassen wo gewisse Wertvorstellung in unserer Gesellschaft herkommen? Von selber haben die sich sicherlich nicht entwickelt im Laufe der Jahrhunderte... und auch nicht nur durch Gesetze etc.
 
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