• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Mit der Axt gegen Gipfelkreuze

Ich finde, dass die Gipfelkreuze eine schöne Tradition sind. Die meisten Leute sehen darin doch eher das Ziel der Wanderung bzw. die Markierung des Gipfels. Ein tolles Fotomotiv sind sie auch. Die Leute, die die Gipfelkreuze nicht mögen sind nach meinen Beobachtungen in der deutlichen Minderheit.
 
Ich finde, Kreuze sind aus der Zeit gefallen und beglueckwuensche jeden, der eins beseitigt.
 
Wer hier hätte das anders erwartet?
 
SkiPenguin schrieb:
Auf der einen Seite habe ich schon viele Gipfelkreuze gesehen und noch nie wahrgenommen, dass sich Menschen an diesen Symbolen stören.

dann gehst du entweder ziemlich blind durch diese Welt oder hast nur hochreligioese Kumpel. Ich führe jetzt seit 15 Jahren Touren in den Alpen und geschaetzt 50% der Teilnehmer stört sich an diesen Symbolen einer kriminellen Vereinigung.
 
Nocki schrieb:
Ich finde, dass die Gipfelkreuze eine schöne Tradition sind. Die meisten Leute sehen darin doch eher das Ziel der Wanderung bzw. die Markierung des Gipfels. Ein tolles Fotomotiv sind sie auch. Die Leute, die die Gipfelkreuze nicht mögen sind nach meinen Beobachtungen in der deutlichen Minderheit.

Natürlich sind es schöne Fotomotive und ich stelle auch die Vermutung an, dass die Menschen, die sich daran stören, deutlich in der Minderheit sind. Repräsentatives hierzu habe ich in den Weiten des Netzes leider nicht gefunden. Dennoch mag es eine Gruppe geben, die sich daran stört.

Ich finde, wenn man sich mehr für Kreativität am Berg öffnen würde, indem man Gipfelkreuze nicht als einzige Möglichkeit sieht, dann öffnet man sich wiederum vielen Ideen, die mindestens genau so schöne Bauwerke darstellen können. Warum soll auf einem Gipfel nicht ein Kunstwerk eines lokalen Künstlers stehen? Klar ist das dann auch alles Geschmackssache, aber ich fände es eine willkommene Abwechslung.
 
zumindest sollte man in einem ersten Schritt erst einmal aller bisherigen beseitigen und dann koennte man ja paritätisch Halbmonde, Kreuze, Hammer und Sichel und Nudelsiebe aufstellen.
 
Ich frag mich teilweise echt ob ich in einer Parallelwelt lebe oder manche User hier.
 
Nicht immer. Aber immer öfter.


Allerdings ist die Talibanisierung in der Diskussion schon bedenklich...
 
skifam schrieb:
Du magst an der Uni manches gelernt haben, nur das Entscheidende nicht: es gibt keine Absolutismen.

Eigentlich ist es doch Ziel der universitären Bildung den Horizont zu erweitern... das klappt eben nicht immer und zieht sich nunmal durch viele Deiner Beiträge, trotzdem Sie immer wieder mit lesenswerten Fakten gespickt sein mögen.
Zu der Art und Weise, insbesondere dem innewohnenden Charme, Deiner posts wurde ja schon genügend geschrieben ...


Selbstverständlich gibt es Absolutismen. Ich hatte oben explizit zur Untermauerung als Beispiel den Euklidschen Beweis, dass es unendlich viele Primzahlen gibt, erwähnt. Dieser Absolutismus gilt immer und ewig und auch dann, wenn das Universum nicht mehr existiert. Ja sogar mehr noch: Bereits vor der Geburt unseres Universums stand fest, dass es unendlich viele Primzahlen gibt, denn die Mathematik als abstrakte Wissenschaft ist unabhängig von unserer Existenz und von unserem Universum. Das hat bereits Platon, den ich vorher bereits erwähnt hatte, klar formuliert.

Diese Erkenntnisse der altgriechischen Philosophen, sind eindeutig als erste Säule unserer abendländischen Kultur anerkannt.

Diesen Absolutismus der analytischen Wissenschaft lernt man normalerweise schon in der Mittelstufe. Die Tatsache, dass es Dinge gibt, die nicht entscheidbar sind, wie z.B. die Kontinuumshypothese, stellt die Existenz von Absolutismen natürlich mitnichten in Frage.

Und die Bibel ist nichts anderes als eine Zusammenfassung von Märchen und Geschichten, die sich Menschen, die vor 2000 - 4000 Jahren lebten, ausgedacht haben, beeinflusst von ihrer DAMALIGEN Sozialisation und ihres DAMALIGEN Wissensstandes.

Und genau das ist der Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft. In der Wissenschaft geht es stets um NACHPRÜFBARKEIT bzw. Verifikation. Wenn jemand eine Behauptung aufstellt, dann muss er transparent zeigen, was er behauptet und wie er seine Behauptung beweist. In der analytischen Wissenschaft geschieht das streng formal über einen Beweis und in der empirischen Wissenschaft (Physik u.a.) nimmt man die Relevanz an, wenn die 5-fache Standardabweichung, also eine Wahrscheinlichkeit von 1 - 3 * 10^-7 gegeben ist. Der Absolutismus gilt für die empirische Wissenschaft nicht; der gilt nur in der analytischen Wissenschaft.

Im Übrigen: Ob jemand sympathisch ist oder nicht, interessiert mich nicht im Geringsten. Ich schaue mir seine Sachargumente an. Sachargumente beeindrucken mich. Der Rest ist irrelevant.

Vorgehensweisen wie "Der ist sympathisch, also hat er Recht" oder "Mir gefällt dessen Nase nicht, also hat er Unrecht" befinden sich auf dem Niveau der Nutellareklame und haben in einem wissenschaftlichen Diskurs nichts zu suchen.

____________________

Zum Thema selbst, noch einmal meine Ansicht explizit formuliert:

Ich sehe die Gipfelkreuze als nützliche Markierungen an, die - je nach Topographie - eine gute Orientierung bieten. Jedem steht es frei die Gipfelkreuze als religiöse Symbole anzusehen; ich sehe sie als nützliche Markierungen an, die nicht entfernt werden sollten. Man entfernt schließlich auch nicht die Wegweiser oder Wegmarkierungen.

Man kann sich jetzt darüber streiten, ob man neue Gipfelkreuze aufstellt. Ich habe mich z.B. bei meinen zahlreichen Wanderungen von Zermatt auf das Breithorn irgendwie daran gewöhnt, dass es auf dem Breithorn KEIN Gipfelkreuz gibt. Irgendwie wäre ein Gipfelkreuz auf dem Breithorn gewöhnungsbedürftig.
 
Ich bin überzeugter Atheist und finde eigentlich, dass auf einem Berg kein religiöses Symbol etwas verloren hat.

Wenn man sich jedoch darüber Gedanken macht, womit man einen Gipfel weithin sichtbar markieren kann, ohne gleich eine 3S-Bergstation zu errichten, erscheint mir ein Kreuz aus technischer Sicht als guter Kompromiss.
Ein Kreuz ist weder besonders aufdringlich und schwer; es ist erkennbar, ohne dem Wind zu viel Angriffsfläche zu bieten. Und irgendwo muss man ja auch das Gipfelbuch festmachen.

Wir brauchen auf keinen Fall neue Gipfelkreuze, ich kann aber verstehen, wenn man alte ersetzt (Ausnahme Fluchthorn).

Eine Bemerkung am Rande. Ich kenne jede Menge Berge, deren Gipfelkreuz am sichtbarsten und nicht am höchsten Punkt steht. Was sagt uns diese Priorisierung?

Andererseits:
Wenn es gar nicht um Religion ginge, warum packen dann die Fchen in Ö die Drohung mit dem Halbmond am Gipfel aus?
Solange ein paar Verblendete den religiösen Aspekt hochhalten, sollte man Gipfelkreute auch als warnende Symbole vor einer Vereiniung wahrnehmen, für die systematischer Kindesmisbrauch eines der geringeren Verbrechen war.
 
Mit Absolutismen meinte ich die Sprache...

Zum Beispiel hier:

"Selbstverständlich gibt es Absolutismen"

Das ist allerdings ein sehr starker Trend.....medialwirtschaftlich bedingt..
Der auch historisch gerade in D immerwieder gerne aufploppt mit verheerenden Folgen.

Umstecken und Abbauen von Wegmarkierungen hat eine alte Tradition nicht nur im Wilden Westen...

Auch das Sprengen von alten Kunstwerken, die Verwendung von Farbe oder gar Klebstoffen an denselben hat auch Konjunktur.

Insofern freue ich mich über Deine Haltung zum Gipfelkreuz.

Rein formal ästhetisch würde auf das Breithorn, wenn überhaupt, etwas runderes passen....

Mir gefällt es so wie es ist am besten , das ist nicht nur gut so...sondern wäre angesichts des nächsten lukrativen Medienthemas hilfreich es so zu lassen.

Vielleicht macht es Sinn dem am schlechtesten angesehensten Beruf der Welt einfach seine Machtbasis durch ignorieren desselben zu entziehen.
 
:lol: :lol: :lol:

Herzlichen Dank
 
Zurück
Oben