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nach Kitzbühel
11. Oktober 2004
HOLLERSBACH, MITTERSILL (SN-kain). Die Arbeiten für die Panoramabahn, die Mittersill und Hollersbach mit dem Skigebiet von Kitzbühel verbinden soll, laufen auf Hochtouren.
Die Idee wurde Ende 1999 auf einer Almhütte geboren. Der Hollersbacher Architekt Franz Wieser und einige Freunde träumten von einer Gondelbahn auf die Resterhöhe. Damit würden Mittersill und Hollersbach, die bis jetzt im Wintertourismus kaum eine Rolle spielten, einen direkten Anschluss an Kitzbühel haben.Jetzt steht diese Vision kurz vor der Verwirklichung. Die Lücke auf Tiroler Seite zwischen Jochberg und Kitzbühel wird noch heuer durch eine neuartige Schwebebahn geschlossen, die in 400 Metern Höhe über ein Tal führt. Die Gondeln sind teilweise mit durchsichtigen Böden ausgestattet.Bei der Panoramabahn von Hollersbach auf die Resterhöhe laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. "Der Rohbau der Bergstation ist fast fertig", berichtet Franz Wieser. Der Spatenstich für die Mittelstation ist erfolgt. Wenn es die Witterung zulässt, sollen im November die Rodungen für die Skiabfahrt beginnen. Die Fertigstellung ist für November 2005 geplant, der Betrieb ab Dezember.Die Umsetzung des Projekts erforderte Hartnäckigkeit. Wieser: "Es gab Skeptiker und Gegenwind von anderen Skigebieten. Einige konnten es bis vor ein paar Wochen nicht glauben.""Das sind Veränderungsängste", sagt der Mittersiller Tourismuschef Hannes Guggenberger. "Aber von dem Projekt profitiert die ganze Region. Es ist eine nachhaltige Verbesserung." Allein für Mittersill werden bis zu 73.000 zusätzliche Winternächtigungen im Jahr vorhergesagt. Die Werbung für die 16 Mill. Euro teure Panoramabahn beginnt noch heuer.Von Hollersbach bis Kitzbühel wird man ab 2005 mit der gleichen Liftkarte fahren können. Guggenberger wünscht sich auch einen Verbund mit Neukirchen: "Den Gast interessiert nicht, wem die Bahn gehört. Er will mit der gleichen Karte in verschiedenen Gebieten fahren."
© SN.
Ein Lkw um den anderen rollte dieser Tage nach Hollersbach im Pinzgau. Sie waren mit knallroten Kabinen beladen, die für die neue "Panoramabahn Kitzbüheler Alpen" bestimmt sind. Eine Achter-Umlaufseilbahn, die im Dezember den Betrieb aufnehmen wird. Binnen zwölf Minuten können dann bis zu 2000 Fahrgäste pro Stunde zur Bergstation befördert werden. Der Bauzeitenplan sieht im Frühjahr und Sommer die Errichtung der Stationsgebäude vor, im November sollen alle Arbeiten vollendet sein.
Der Endpunkt steht auf dem Resterkogel (auch Resterhöhe genannt). Von dort aus wird der Anschluss an den Kitzbüheler Skigroßraum geboten. Schon längst vereinbart ist ein Kartenverbund mit der Bergbahn AG Kitzbühel.
Die Idee zu der Seilbahn ist möglicherweise in einer Weinlaune entstanden. Im Internat (www.panoramabahn.at) kann nachgelesen werden, dass bei einer Silvesterfeier in einer Hütte gegenüber dem Resterkogel der Vorschlag aufgetischt wurde, den Berg zu erschließen.
Hinter dem Projekt steht eine "Panoramabahn Kitzbüheler-Alpen GmbH." Als Geschäftsführer wirkt der in Hollersbach beheimatete Franz Wieser, der auch als einziger Gesellschafter für die Stammeinlage von 100.000 Euro sorgte.
Weitere Namen scheinen im Firmenbuch nicht auf. Bei Wieser handelt es sich um einen Geschäftspartner von Kitzbühels Ex-Bürgermeister Horst Wendling, der wiederum Aufsichtsratsvorsitzender der Bergbahn AG Kitzbühel ist.
21.04.2005
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