Hollersbach: Diskussionen um Panoramabahn Projekt
Obmann der Salzburger Seilbahnunternehmen Helmut Stöckl warnt vor Zuschussbetrieb.
Das Projekt einer Seilbahn von Hollersbach auf die Resterhöhe , die eine Verbindung zum Skigebiet Kitzbühel darstellt, werde sich nicht rechnen, da die Bahn als reiner Zubringer dienen wird. Außerdem befürchtet er eine enorme Zusatzkonkurrenz für die Wildkogelbahnen in Neukirchen.
Bauherr, Architekt Ing. Franz Wieser
Projektbetreiber optimistisch
Optimistisch sieht der Projektbetreiber Baumeister Franz Wieser aus Hollersbach die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Derzeit liegen alle Behördengenehmigungen vor, die Stützenfundamente befinden sich bereits im Bau. Die neue Bahn soll zur Wintersaison 05/06 in Betrieb gehen.
Demnächst wird die untere Trasse von Grubing bis Breitmoos geschlagen. Dies wird von den Grundbesitzen selbst durchgeführt. Ebenfalls wird in den nächsten Wochen mit der Errichtung des Kreisverkehrs begonnen, sowie erste Arbeiten an der Talstation aufgenommen. Da das Gelände Hochwassergebiet ist, wird die Talstation auf Stelzen stehen. Das gesamte Gelände im Talbereich umfasst ca. 5 Hektar.
Auf welche Probleme man denken muss, weist Traude Wieser hin. Die Bahnbaufirma Doppelmayr berichtete, dass es zur Zeit massive Engpässe in der Eisenlieferung gibt. China kauft seit längerem schon die meiste Weltproduktion auf, so dass Baufirmen weltweit ein Problem mit Eisen haben. "Das bedeutet, dass Eisen sehr früh geordert werden muss um nicht in Lieferschwierigkeiten zu kommen", sagt Traude Wieser. "Doch auch dieses Problem wird zu lösen sein", ist sie sich sicher.
Insgesamt werden 98 Gondeln die Panoramabahn bestücken, wobei 70 über Werbeverträge an heimische Unternehmen und auch Private gewissermaßen verkauft werden. Der Werbepartner zahlt pro Gondel 16.800 Euro (soviel kostet eine solche im Einkauf) und kann sie dafür 15 Jahre für Werbezwecke nutzen. 60 Gondeln sind bereits verkauft. So kommt ein kleiner Teil des veranschlagten Budgets von 17 Millionen Euro in die Kasse.
Foto: c. by: Architektur Wieser, Hollersbach
Die Trasse der Panoramabahn führt von der Talstation Grubing über die Mittelstation Breitmoos zur Resterhöhe
Foto: c. by: Architektur Wieser, Hollersbach (100,3 kB, 600 x 401)
Die Fläche der Talstation. Bei der momentanen Bushaltestelle entsteht ein Kreisverkehr, von dort führt auch die Zufahrt zum Parkplatz für 400 PKW.
Foto: c. by: hollersbach.net/ehrenreich; 05/2004
Wo jetzt noch die Pinzgauer-Kühe grasen, wird nächstes Jahr um diese Zeit bereits die Talstation der Panoramabahn stehen
Am Pass Thurn und in Grubing sind Werbetafeln aufgestellt.
Folgende Eckdaten kennzeichnen das Projekt:
8 Personen Einseil-Umlaufbahn
mit 2 Sektionen
ges. Länge 4200 m
Höhenunterschied 1100 m
Talstation - Hollersbach / Grubing
(Westlich von Hollersbach))
Parkplatz für 400 PKW - Busse
Talstation mit notwendiger Infrastruktur
Schidepot, Schiverleih, ...
Babylift - mit Schischule
Mittelstation - Mittersill / Breitmoos
Schiverleih
Parkplatz
Langlaufloipe
Bergstation - Resterkogel
beschneite Abfahrt bis Mittelstation Breitmoos
Bei der Mittelstation Breitmoos wird folgende Hotelanlage errichtet.
Hotel **** (Ganzjahresbetrieb)
200 Betten
Hallenbad / Wellness
Erlebnisalm
vom Hotel mitbetrieben
auch für Abendveranstaltungen
z.B. Rodeln usw.
Chalets
Wohnungen mit Freizeitwohnsitzwidmung
Projektkosten
ca. 30 Millionen Euro