• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Nach dem Einkehrschwung: Gemütlich-rustikal essen

@ Kerker!
Du sprichst mir aus der Seele!
 
@Kerker:
Ich sehe es ja genauso wie du und ich halte es auch genauso :wink: Aber ich mache halt so meine Beobachtungen. Ich meine die breite Masse der Skitouristen die ich meine wirst du hier im Forum eher weniger antreffen, hier ist das Niveau doch schon überdurchschnittlich :biggrin:
 
Ist es wirklich, dass der Durchschnittsskifahrer keine Zeit zum Essen übrig hat? Ich hatte bisher den Eindruck, dass viele mehr in der Hütte sind als auf der Piste.
Ich bin meist auch geizig mit der Zeit- ich futter dann meinen Rucksackinhalt im Lift :mrgreen:
Aber wenn ich essen gehe, dann doch bitte auch anständig.
 
Dann will ich mal hier wieder den Durchschnitt absenken.
Beim Ski fahren will ich eigentlich die Essenspause so kurz wie möglich halten, gerade bei Sonnenschein. Deshalb gehe ich dann auch eher in die SB-Tempel egal ob 30 Sitzplätze oder 500+. Aber ich versuche dann schon auf die Qualität des Essens zu schauen. Da ist Frankreich eigentlich bisher am schlechtesten egal ob SB oder Bedienung. Aber in den Stammgebieten habe ich meine Verpflegungsstationen und mir ist auch klar das wenn ich Schnitzel mit Pommes nehm es selten frisch zubereitet wird in einem SB. Dann nimmt man halt etwas anderes wo dann der Koch/Angestellte hinter der Theke nicht nur den Schöpflöffel schwingen muss um das Gericht hinzubekommen.
 
Ich esse gerne gut.
Doch es muss doch klar sein, dass die Frittaten und Kaspressknödel nicht immer in frisch gekochter Rindsbrühe schwimmen. Wie soll man die ganzen Rinder auch in den Topf bringen?
Die Schnitzel aus der Convienience Fritteuse sind mir ebenfalls lieber als die Lappen, die der Koch mit schmierigen Pfoten in Ei und Panade wälzt.
Ski Industrie macht vor den Hütten nicht halt.
JA, es gibt da Ausnahmen. Der Topf Gulaschsuppe, der morgens ab 8 Uhr frisch gekocht wird. Das riecht und schmeckt man dann auch.
Ärgerlicher als auf den Hütten finde ich das Edel-Convienience in vielen 4 Sterne und mehr Hotels. Ihr glaubt gar nicht, was alles an Pasteten, Cremes und co. Fertig angeboten wird. Und dann noch die Semmeln aus dem Froster....
 
Um die Nobelschuppen mach ich nen gaaaanz großen Bogen denn nicht nur das ich denen nicht über den Weg traue und auch keine Lust habe mich als Versuchskaninchen für geschmackliche Experimente zur Verfügung zu stellen weil der Küchenchef mehr Künstler als Koch zu sein glaubt, sondern will ich mich mit der Klientel da drinnen erst gar nicht konfrontieren weil mir 99% derer aufgrund ihres Aussehens und Gehabes sowieso nur den Appetit verderben und mir daher gestohlen bleiben können... :ja:

Die allergrößte Mehrheit der Schifahrer bevorzugt meiner Beobachtung nach eine Schnellabfertigung beim Essen offensichtlich mit dem Ziel die Liftkarten möglichst gut auszunützen. Auch könnten sonst viele Tourismusmassenabspeisungsbetriebe gar nicht überleben denn die haben sich auf diese Klientel spezialisiert und daher sucht man auch in mittelgroßen Gebieten bessere Restaurants meist vergeblich. Meiner Beobachtung nach ist aber dort die Verpflegung besser wo die Bergbahnbetreiber selber die Restaurants führen und meine Highlights fand ich meist in ganz kleinen Gebieten die von Stammgästen frequentiert werden denn die sind darauf angewiesen das die Gäste auch wiederkommen und strengen sich daher dementsprechend an.

Convenienceprodukte werden bei der industriellen Herstellung genau kontrolliert denn nen Skandal können sich die großen Produzenten nicht leisten; da hab ich eindeutig mehr Vertrauen als zu einem Wirt der zu billig versucht Hausgemachtes anzubieten und aufgrund der wirtschaftlichen Zwänge dann unter Umständen deshalb etwas mehr "Toleranz" walten lässt... :rolleyes:

Und um paar Leute hier auch mal zu schocken; den so verpönten Glutamatgeschmacksverstärker verwende ich seit Ewigkeiten auch in meiner Küche um beispielsweise geschmacksärmeren Zutaten wie z. B. Pilzen "auf die Sprünge" zu helfen... ;D
Hab allerdings auch den Vorteil das es in meiner relativen Nähe (konkret in Zams direkt bei der AB - Ausfahrt) nen Gastromarkt gibt wo auch Privatleute Zutritt haben und wo man sowas zum Unterschied zu normalen Supermärkten zumindest auch bekommt.
 
Bei mir kommts drauf an mit wem ich unterwegs bin. Bin ich allein geh ich wenn dann in den SB-Tempel zum essen, ab und an auch nur um was zu trinken, oder ich kehre auch mal gar nicht ein. Bin ich mit ner Gruppe unterwegs wollen wir meistens schon ein bisschen länger sitzen und gemütlich essen. Da gehts dann meistens in ein bedientes Restaurant mit ordentlichem essen.
 
So, dann will ich mal.

Erstmal Gratulation an Kris, klasse Geschichte...... und auch der Grund warum ich niemals am Berg in so einem SB " Restaurant " arbeiten würde

Anderseits muss man es auch so sehen, der Gast hat es eilig und er tritt in großer Anzahl auf ,also braucht es solche Produkte ( apropo, den TK Kaiserschmarn hast du vergessen :biggrin: ), sag mal den Gast am SB Schalter er solle dort jetzt 10 ( eher 15 min ) warten....

Ein weiteres Problem , Qualifiziertes Fachpersonal ist rar und somit auch teurer. Desweiteren muss man auch sehen das es sich gerade bei den großen SB " Restaurants " zum Großteil um reine Winterbetriebe handelt, d.h. so gute 4 Monate Beschäftigungszeit, davon kann man ja auch nicht leben , also sucht sich ein guter Koch was wo er (fast ) das ganze Jahr arbeiten kann.
Ein Großteil des Personals auf solchen Hütten kommt aus Ungarn und Tschechien bzw. der Slowakei und Yugo, und nicht alle haben eine Berufsausbildung genossen ( Angefangen als Spüler / Küchenhilfe , 3 Jahre später Koch..... )
Ich kenne da einige wahre Geschichten von Kollegen aus Serfaus bzw. Ischgl......
Vor 3 Jahren hatte ich auch mal so ne lustige Bewerbung vorliegen, ein Rumänischer Schreiner ( oder wars doch a KFZ Mech.??? ) wollte sich als Koch bewerben , 24 Jahre alt und schon 2 Winter auf ner Skihütte in Bayern gearbeitet :nein: , da frag ich mich doch warum ich 3 Jahre gelernt hab...
( Ich arbeite in nem 4 S Hotel )
Und mit 5 Köchen und 3 Hilfen kannst du keine 1300 Essen in 2,5 Stunden frisch kochen, von 8-11 wird alles soweit hergerichtet das dann nur noch ausgegeben wird (sprich die Warmhaltetheken werden erstmal vollgehauen... )
Auch wenn es eine Hütte mit Bedienung ist , wenn das Essen in weniger als 5 Min da ist wars schon mehr oder weniger fertig . Es wird halt zur Stosszeit auf " Vorrat " Produziert, d.h. es sind immer fertige Schnitzel / Burgerpaddies / Würstel / Käsespätzle / Pommes / Kaiserschmarnn / Germknödel usw. da.

Viele Leute bekommen ja auch selber nichts vernünftiges zu Essen hin, die finden dann das Angebotene am ende eh noch gut
( Oft die Situation wenn ich mit Freuden / Bekannten / Familie irgendwo essen bin und diese dann anfangen wie toll das doch schmeckt usw. , wo ich mir dann denke , das hätte so bei mir dich Küche nicht verlassen.)

starli schrieb:
Frankenski schrieb:
Frisch ist billiger als dieser Fertig frass
Aber nicht unbedingt immer geschmacklich besser :)
Teilweise schon, jedoch brauchst halt mehr Personal dafür :mrgreen:

... und das einigen einfach der Mut zum Würzen fehlt kann ich auch bestätigen ( einige kennen nur Salz und Pfeffer, davon recht wenig und dann noch das gelbe " Zauberpulver "

Ich Persönlich gehe ja zum Skifahren und nicht zum gut Essen auf die Skipiste ( was es da ja eh nur selten gibt, kenn da aber einige Hütten wo es auch was frisches gibt ), wenn ich gut Essen will dann koch ich selbst :mrgreen: , da weis ich was ich habe. Heute zum Beispiel hab ich aufs Mittagessen komplett verzichtet , lag allerdings an den Skigebietswechseln.
 
CHEFKOCH schrieb:
Viele Leute bekommen ja auch selber nichts vernünftiges zu Essen hin, die finden dann das Angebotene am ende eh noch gut,
Damit triffst Du sicher des Pudel´s Kern denn in Kombination mit der vom Gast gewünschten Schnellabfertigung entwickelte sich das Angebot in den Tourismusdestinationen eben dorthin wo es heute ist.
Gute Gasthäuser findet man meiner Erfahrung nach eher abseits der Touristikzentren in kleinen Orten wo es sich durchaus lohnt, dafür mal z. B. auf der Rückfahrt etc. nen kleinen Umweg einzulegen.
 
Petz schrieb:
Für Allergiker war die Essensversorgungsmöglichkeit aufgrund des relativ geringen Kundenprozentanteils schon immer ein Problem da sich spezielle Angebote wirtschaftlich für einen privatwirtschaftlich agierenden Gastronom schlicht kaum rechnen (in größeren Destinationen vielleicht gerade noch) und er andererseits natürlich auch keine "Versorgungspflicht" aller Gäste hat.

Das ist korrekt. Allerdings hat er eine Verpflichtung zur Auszeichnung der Allergene und da machen es sich manche ganz schön einfach. Und wenn ich auf die Frage nach den Inhalten einer Suppe nur ein "weiß nicht" bekomme, habe ich es in meinen Augen nicht mehr mit Gastronomen zu tun.

Meiner Erfahrung nach haben wir in den nicht SB-Tempeln noch immer ein glutenfreies Essen bekommen - oft genug eine Zusammenstellung, die es so auf der Karte nicht gibt. Das man da dann nicht für 3.50€ Essen kann, ist auch klar. Aber jede Hütte, die etwas auf sich hält, sollte sagen können was in Ihrem Essen drin ist.
 
Petz schrieb:
Für Allergiker war die Essensversorgungsmöglichkeit aufgrund des relativ geringen Kundenprozentanteils schon immer ein Problem da sich spezielle Angebote wirtschaftlich für einen privatwirtschaftlich agierenden Gastronom schlicht kaum rechnen (in größeren Destinationen vielleicht gerade noch) und er andererseits natürlich auch keine "Versorgungspflicht" aller Gäste hat.

Das ist korrekt. Allerdings hat er eine Verpflichtung zur Auszeichnung der Allergene und da machen es sich manche ganz schön einfach. Und wenn ich auf die Frage nach den Inhalten einer Suppe nur ein "weiß nicht" bekomme, habe ich es in meinen Augen nicht mehr mit Gastronomen zu tun.

Meiner Erfahrung nach haben wir in den nicht SB-Tempeln noch immer ein glutenfreies Essen bekommen - oft genug eine Zusammenstellung, die es so auf der Karte nicht gibt. Das man da dann nicht für 3.50€ Essen kann, ist auch klar. Aber jede Hütte, die etwas auf sich hält, sollte sagen können was in Ihrem Essen drin ist.
 
simmonelli schrieb:
Und wenn ich auf die Frage nach den Inhalten einer Suppe nur ein "weiß nicht" bekomme, habe ich es in meinen Augen nicht mehr mit Gastronomen zu tun.
Sowas ist sicher indiskutabel und wiederspräche meiner Ansicht nach auch der Auszeichnungspflicht denn die Allergene nur gesammelt und vermutlich von den Lieferantenpackungen zusammengefasst abgeschrieben aufzulisten hat mit seriöser Auszeichnung nichts zu tun. Zumindest sollte eine Liste aufliegen wo das Personal im Zweifelsfall nachgucken bzw. sie dem Kunden zeigen kann wo für jedes Gericht einzeln die spezifisch zuzuordnenden Allergene aufgeführt sind.
 
Neulich gab es bei uns einen Rückruf, da uns ein großer Lieferant falsche Ware geliefert hat (und nicht nur uns!). Da waren in geriebenen Haselnüssen 13% Erdnüsse enthalten.

Jetzt stelle man sich vor ein Kunde bekommt einen Allergischen Schock - und du weist von der falschen Ware noch gar nichts. Da bist mal so richtig der Dumme.

Jetzt kann sich jeder ausrechnen warum wir alle lieber mal ein Allergen mehr angeben als eines zu wenig.
 
Das Problem mit den Allergenen ufert ja immer mehr aus wie ich finde. Es gibt Menschen die auf fast alles allergisch sind, klar solche Standardgeschichten wie Nüsse oder so kann man angeben aber was ist mit Zusatzstoffen oder Gewürzen? Wenn man heutzutage ein Menü aus mehreren Komponenten und gar Fertigprodukten zubereitet füllt die Zutatenliste ja Bücher. Und was wäre dann als potentielles Allergen auszuweisen? Da blickt ja keiner mehr durch.
 
Das Problem ist auch dahingehend das man das einmal gemachte Rezept gar nicht mehr so leicht abändern kann - ohne die ganzen Speisekarten neu zu drucken.

In größeren Gastgronomieen mit viel Convieniece und strukturierten Rezepten geht das viel einfacher als in kleineren Betrieben bei denen oftmals die wechselnden Köche (kein Koch arbeitet 7 Tage die ganze Saison durch) Gerichte nach den eigenen Rezepten Zubereiten.
 
Zurück
Oben