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"Nächste Generation wird die Piste meiden"

grosser_garland schrieb:
@oli: so ganz weit sind wir mit unseren Kosten nicht auseinander, bei dir sinds 1400 (1 Kind) gegen 2100 (mit 2 Kindern und Skikurs).
Dafür hatten wir (erstmalig) Urlaub mit HP, war auch mal ganz nett.
Keine Frage - den Skikurs kann ich mir inzwischen sparen. Gehöre inzwischen selbst zur Zunft der Skilehrer und meine Kinder können es schon. Trotzdem würde ich persönlich eher an den gut 200 Euro pro Tag für die Unterkunft und Verpflegung sparen. Aber es sei Dir gegönnt.

grosser_garland schrieb:
Nur damit mich keiner missversteht:
Ski fahren war und ist teuer und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob es ihm das wert ist und uns ist es das in der kommenden Saison eben nicht wert, bzw. führt uns (Stichwort Ansprüche herunterschrauben) ins Sauerland.
Das ist jetzt keine Klage, sondern eine ganz sachliche Feststellung.
Kann ich gut nachvollziehen, für die Kids reicht das Sauerland absolut aus. Ich hätte nur das Problem, dass in den Weihnachtsferien dort Hoch-Hoch-Hoch-Saison ist und die Wartezeiten in überhauptkeinem Verhältnis zur Abfahrtslänge stehen. Das ist in jedem Skigebiet in den Alpen besser.
Mein Tipp für das Sauerland: Freitagabend Nachtskifahren in Winterberg - keine Wartezeiten und tolle Pisten
 
oli schrieb:
Keine Frage - den Skikurs kann ich mir inzwischen sparen. Gehöre inzwischen selbst zur Zunft der Skilehrer und meine Kinder können es schon. Trotzdem würde ich persönlich eher an den gut 200 Euro pro Tag für die Unterkunft und Verpflegung sparen. Aber es sei Dir gegönnt.
....
Kann ich gut nachvollziehen, für die Kids reicht das Sauerland absolut aus. Ich hätte nur das Problem, dass in den Weihnachtsferien dort Hoch-Hoch-Hoch-Saison ist und die Wartezeiten in überhauptkeinem Verhältnis zur Abfahrtslänge stehen. Das ist in jedem Skigebiet in den Alpen besser.
Mein Tipp für das Sauerland: Freitagabend Nachtskifahren in Winterberg - keine Wartezeiten und tolle Pisten

Habe ich eingangs etwas unklar formuliert, vor dem letzten Winter waren wir mit den Kindern 3x in FeWos in Lenggries (50€/Tag) Balderschwang (55€/Tag) und Fulpmes (80€/Tag) als reine Selbstversorger und der letzte HP-Gruppenurlaub war mal ein Versuch, weil wie oben beschrieben der Unterschied zur FeWo für uns überschaubar war. Hatte oben den letzten Urlaub aufgeschlüsselt, weil ich die Kosten noch grob im Kopf hatte.

Zum Kinderskikurs habe ich folgende Meinung:
Derzeit kann ich mit den Kindern (5, 7) nur so fahren, wie es mir nicht wirklich gefällt, anderseits wollen wir die Kinder nicht ganztägig abgeben, weil es ja ein Familienurlaub ist.
Unsere Lösung dazu heißt eben Vormittagskurse (im Optimum 3 Stunden), während dieser Zeit können die Gattin & ich dann ein wenig Skifahren und den Nachmittag verbringt man gemeinsam. Ohne Skikurs wäre zumindest ein Elternteil immer mit Kinderbetreuung befasst
(und der andere fährt immer alleine).
Es gibt hierzu etwas so viele Meinungen wie es Eltern gibt, die eben beschriebene ist für uns das Optimum, d.h. derzeit können/wollen wir auf einen Kurs nicht verzichten.
In ein paar Jahren wird das sicher anders sein, dann ist Skikurs nicht mehr angesagt.

Anmerkung am Rande: ein 3h-Kinderkurs schränkt die Gebietsauswahl speziell in Österreich schon sehr ein...



Aber die ursprüngliche Frage in diesem Thread war ja:

Valentijn schrieb:
http://vorarlberg.orf.at/stories/398793/

Bereits jetzt gebe es Schulklassen, die keine Skikurse mehr abhalten, weil zu wenige Kinder Skifahren.

Ich habe das schon öfters von Einheimische in Vorarlberg gehört. Aber liegt das wohl nur an dem Geld, oder hat es auch andere Gründe, dass die Eltern nicht mehr mit den Kindern Skifahren gehen? Was meint ihr?

Es liegt für mich weniger an den absoluten Kosten, sondern an der Frage des Erholungswertes fürs Geld und da gewinnen beim derzeitigen Alter meiner Kinder eben klar andere Urlaubsformen.


Zum Schluss noch zwei einfache Fragen an Oli:
a) Hast du Erfahrungen an Karneval in Winterberg? - lt. Webcam sah es da letzten Winter ganz gut aus (glaube ich jedenfalls).
b) Warst du nicht hier im Forum dieser Stubaital-Camper und wenn ja, kennst du dich im Sauerland aus?
 
Rosenmontag bzw. Karneval liegt diese Saison mitte Februar, für gewöhnlich die Schneesicherste Zeit in den Hochlagen des Sauerlandes. Ich war im letztem Jahr zu dieser Zeit in Winterberg und hatte wirklich tolle Schneeverhältnisse. Die Wartezeiten hielten sich am Wochenende wenn man es geschickt anstellt auch in Grenzen, wobei man natürlich trotzdem mehr ansteht als fährt. Positiv ist noch anzumerken, das man ab 3 Tagen die Wintersportarenacard bekommt, welche auch in den anderen großen Skigebieten im Hochsauerland gilt, langeweile wird man also auch so schnell nicht bekommen, wenn man bereit ist 15min mit dem Auto zu fahren.

Impressionen von letzter Saison gibts hier http://alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=45&t=30319

Bevor es nun ganz OT wird was ich eh schon bin, es gibt noch ein extra Sauerlanddiskussionstopic.
 
Interessante Diskussion, da beteilige ich mich gerne dran.

Es gibt mehrere Knackpunkte um die Kosten zu beeinflussen: Das Skigebiet, die Lage der Unterkunft, Verpflegung sowie natürlich Reisezeit.

Die Reisezeit kann man als Familie kaum mehr beeinflussen, es bleiben nur noch die Ferienzeiten.

Seitdem unsere Tochter schulpflichtig ist haben wir unsere Gewohnheiten geändert. Mit kleinen Anfänger-Kindern, die vielleicht nur zwei Stunden am Tag auf Ski stehen, ist die Betreuung der Kinder ein grosses Thema, wenn die Eltern selbst Ski fahren möchten. In dieser Zeit waren wir zwei Jahre in Kinderhotels, das ist und war kein günstiges Vergnügen, ausserhalb der Ferienzeiten aber durchaus ok. Heute fahren unsere Kinder gerne den ganzen Tag Ski, dann brauche ich kein Kinderhotel mehr, eine gut ausgestattete Ferienwohnung ist genauso gut. Mittags auf der Hütte gibt es was warmes zu Essen, dann langt Abends auch häufig eine Brotzeit. Die ist schnell selbst gemacht und auch sehr lecker.

Wir suchen dann ein (kleineres) Skigebiet raus, in dem Preis/Leistung für uns passen, riesige Skigebiete braucht man mit Kindern nicht, den Kids ist es vollkommen egal. Das Preisniveau ist dann insgesamt niedriger, nicht nur die Skipässe, sondern auch Skischule, Hüttenpreise und auch die Unterkünfte. Wer dann noch bereit morgens ein paar Kilometer mit dem Auto oder auch Skibus zu fahren bekommt auch eine schöne Unterkunft zu einem vernünftigen Preis.

Eine Woche Skiurlaub (Unterkunft, Skipässe für Eltern und 2 Kinder, Skischule für beide Kinder) kostet uns dann ca. 1000 Euro. Dazu kommen noch Kosten für Mittagessen in der Hütte und mal Abends Essen gehen. Kosten für Selbstverpflegung rechne ich nicht, die haben wir zu Hause auch. Wichtig ist uns eine nette Wohnung, in der man sich auch wirklich wohl fühlt. Wir fahren dann lieber zwei mal im Jahr eine gute Woche Ski und gönnen uns zudem noch das ein oder andere Wochenende, mal mit, mal ohne Kinder, dann auch gerne in netten Hotels. Unsere Kinder kommen damit auf ca. 15 Skitage/Saison und fahren auch schon so, dass gemeinsames Fahren auch den Eltern Spass macht.

In welchen Skigebieten klappt das Ganze? Mit kleineren Südtiroler Gebieten sind wir dabei sehr zufrieden und haben mit unseren Kindern viel Spass. Wir fahren jetzt zum zweiten Mal ins Tauferer Ahrntal, an Ostern waren wir zwei mal im Vinschgau. Auf der Liste steht jetzt noch das Ultental, bekanntermassen auch in Südtirol. Die Skischule im Ahrntal war übrigens um Längen besser als alles was wir in Österreich bislang hatten.
 
grosser_garland schrieb:
Anmerkung am Rande: ein 3h-Kinderkurs schränkt die Gebietsauswahl speziell in Österreich schon sehr ein...
Reine Vormittagskurse mit 2,5 Stunden - die wir auch bevorzugen in einem Familienurlaub - habe ich eigentlich nur in Südtirol gefunden, dort gibt es das in recht vielen Gebieten. Für uns ist das ideal, die Gründe sind fast identisch mit den von dir genannten.
 
Jetzt wird es aber ganz Off-Topic. Ich will die beiden Fragen aber ganz kurz beantworten. Weiteres dann aber wohl eher per PN. Einverstanden?!

grosser_garland schrieb:
Zum Schluss noch zwei einfache Fragen an Oli:
a) Hast du Erfahrungen an Karneval in Winterberg? - lt. Webcam sah es da letzten Winter ganz gut aus (glaube ich jedenfalls).
Ganz gut, was die Pistenverhältnisse betrifft, aber sicher nicht, was die Wartezeiten angeht. Grade zu Karneval bringen uns unsere Freunde mit dem gelben Nummernschild doch die vielen Euros, die wir dann für die Schneekanonen benötigen. Man muss in und um Winterberg einfach die Hauptzeiten (Ferien und Wochenenden) meiden
grosser_garland schrieb:
b) Warst du nicht hier im Forum dieser Stubaital-Camper und wenn ja, kennst du dich im Sauerland aus?
Jup, der bin ich. Auch zum Camping in Winterberg kann ich was sagen. Gibt direkt neben dem Skiliftkarussell in Winterberg einen Campingplatz. Sieht mir aber eher danach aus, als wären das nur Dauerstellplätze. Auch in Niedersfeld an den Eschenbergliften gibt es einen. Allerdings ist das hier mit der Beschneiung nicht so dolle. Irgendwo im Alpinforum gibt es auch einen Thread zum Thema "Wintercamping".
 
Um noch einmal auf das Ausgangsstatement von Valentijn zurückzukommen, man muss bei dieser Diskussion etwas differenzieren: hier wurde in Bezug auf die Preisdiskussion meist ein Skiurlaub einer Familie mit Unterkunft, Verpflegung etc. erörtert. Der Ausgangsartikel behandelt jedoch eigentlich das Fallbeispiel Vorarlberg, für das die obige Preisdiskussion nicht wirklich treffend ist. Dort befindet man sich im Einzugsgebiet von Tagesausflügen in diverse Skigebiete, eine Unterkunft ist demnach nicht nötig. Selbst in dem schon etwas weiter von den einzelnen Gebieten entfernten Großraum München sind Tagesausflüge gängige Praxis.
Bei der Betrachtung einer anderen Zielgruppe (aus weiter entfernten Regionen) treffen die diskutierten Argumente natürlich schon zu.

Und @Schulskikurse: Also hier in München ist das durchaus noch Standard, zwar kein absolutes Schnäppchen mehr, aber dennoch um einiges billiger als ein „normaler“ Skiurlaub (finanzielle Unterstützung im Einzelfall darüberhinaus möglich). Und Lehrer gibt es – zumindest bei uns – noch genug, auch wenn es an meiner ehemaligen Schule krankheitsbedingt dieses Jahr relativ eng wurde… In den etwas weiter von den Alpen entfernten Regionen dürfte diese Problematik aber durchaus zutreffend sein.
 
Sehr schöne Diskussion, danke!

@Schulskikurse: von einigen Lehrern (auch meiner ehemaligen Schule, ich glaube Philipp23 und ich waren auf der gleichen...) habe ich gehört, dass sie wegen der immer undisziplinierteren Schüler kein "Skilager" (wie es bei uns heißt) mehr mitmachen wollten. Es musste sowieso schon jedes Jahr ein neues Quartier her (oder nur alle Jahre mal wieder aufgesucht werden), damit die dortigen Vermieter die "Untaten" der Schüler etwas verdrängen konnten. Und dann hat v.a. die Umweltdebatte der 1980er und frühen 1990er den Schulskikursen häufig den Garaus gemacht. Man braucht nur schauen wie Wintersport in den Geographie-Lehrbüchern verkauft wird: Umweltschäden en gros, akkulturisierte Einheimische die psychisch total tourismusgeschädigt sind etc. Von der großen regionalwirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus ist da wenig zu lesen...
 
Eine interessante Diskussion die hier statt findet. Die Argumente bis jetzt treffen vor allem auf Familien die weiter von den Bergen entfernt sind zu. Dazu kann ich nur sagen, dass ich sehr froh bin, dass meine Eltern es sich leisten konnten mir das Skifahren bei zu bringen und das ich es verstehen kann, dass ein Skiurlaub für viele Eltern einfach zu teuer (geworden) ist, oder nicht jedes jahr möglich ist.
Doch wie Phillip23 schon erwähnt hat finde ich es auch interessant zu wissen ob es Erklärungen gibt warum die einheimische Eltern, die wohnen ja ganz in der nähe von den Skigebieten, die Kinder nicht mehr das Skifahren lernen. Liegt es hier auch dran, dass das alles zu Teuer ist, oder gibt es hier andere Gründe?
 
Da es eben um undisziplinierte Schulgruppen ging: Im Ahrntal sind wirklich viele Schulgruppen, Vereine u.ä. in Gruppen unterwegs, es gibt dort auch entsprechende Unterkünfte. Ich kann aber nichts negatives dazu sagen, weder auf der Piste noch in Hütten ist mir was unangenehm aufgefallen, hier muss ich mal eine Lanze für die Kids brechen.

Extrem positiv habe ich eine österreichische Schulklasse in Erinnerung. Die waren mal mit uns zur gleichen Zeit ein paar Tage in einem Hotel, das früher eine einfache Pension war. Die Jungs u. Mädels waren alle so um die 10-11 Jahre alt und wirklich extrem diszipliniert und freundlich, wir waren echt verblüfft.
 
Hallo

@Lothar
Ich glaube dir ja gerne das es auch solche Schulklassen gibt. Vor allem das von dir genannte Alter wird sich meistens gut verhalten.
Aber sobald sie dann 14, 15 Jahre alt sind werden sie wilder. Tagsüber sind sie immer schön zahm, erst am Abend in der Unterkunft wenn man unter sich ist, fallen einem die unmöglichsten Dinge ein. Manche setzten dann während des kompletten Aufenthalts ein Bad unter Wasser zum Beispiel, dann nicht zu vergessen die unvermeidlichen Ruhestörungen die dann andere Gäste des Hauses betrifft und stört.
Bei meinem Bruder an der schule wurden die letzten Jahre auch die Skitage gestrichen, weil sich ein paar Schüler in der Schule daneben benahmen und so musste die komplette Schule darunter leiden.


Was evtl. ein Grund sein könnte warum es in Zukunft weniger Nachwuchs beim Skifahren gibt, ist die heutige Erziehung. Heute kann/will man ja so wenig Zeit wie nur möglich in die Erziehung der eigenen Kinder stecken. Wenn ich daran denke wie Zeit intensiv meine Geschwister und ich das Skifahren beigebracht bekamen ist es kein Wunder das es immer weniger können.

Gruß Andreas
 
Bei den Schulen kommt auch eine hoher Migrantenanteil dazu, die nicht schifahren gehen.


Wintersportler türkischer Abstammung sieht man auf den Pisten auch in Vorarlberg nur sehr selten.
 
Sofern es so käme, schrumpfte sich die Skigebietsbranche schmerzhaft zurecht, wie schon so viele Andere zuvor.
Tempora mutantur....
Wer schafft bei zurückgehenden Frequenzen die Balance auf der Rasierklinge zwischen Überschuldung durch Überinvestition und Gästeschwund durch Rückständigkeit? Wer bietet Alternativen für das Skimüde Publikum der Zukunft? Wo verbringt man die Skilosen Tage im Winter am liebsten?
 
Dass ein teid der nächsten generation keinen Wintersport mehr betreiben wird ist klar.
Gründe dafür gibt es sicher mehrere. Einer davon wurde teilweise erwähnt, die Schuhlen.
Ich will jetzt hier nicht alle Schulen, welche früher mal Skilager veranstaltet haben und jetzt keine mehr machen, in den gleichen Topf werfen, aber ein bisschen scharf schiessen tue ich trotzdem.
Dass sich aufgrund vom deutlich höheren Zuwandereranteil von Schulkindern die Situation geändert hat ist klar, dass einige der Zuwandererkinder nicht in reichen Familien leben ebenfalls.
Dies alles liesse sich aber lösen, wenn man denn wollte.

Nun aber zu einem grossen, noch nicht angesprochen Problem.
Die Mentalität von Schu8lbehörden, Direktoren, Lehrern, etc. ist in den letzten 20 Jahren wesentlich grüner geworden.
Was glaubt ihr jetzt wohl wo dies Entscheidungsträger, soweit es in ihrem Bereich liegt, am ehesten Geld einsparen?

Und sowas gibt es nicht nur im absoluten Flachland weit weg von den Bergen sondern auch in unmittelbaren Nähe zu Skigebieten selber. Hier im Wallis gibt es unten im Talgrund Lehrer, die wenn sie nicht von höherer Stelle gezwungen werden, mit ihren Klassen keinen einzigen Skitag durchführen. Wenn einer jetzt noch glaubt solche Lehrer könne man animieren Skitage durchzuführen der kann es ja probiern, er solte aber dann besser gleich den Anwalt mitnehmen weil er sonst noch das Risiko eingeht wegen Bestechung angeklagt zu werden.
 
Nun aber zu einem grossen, noch nicht angesprochen Problem.
Die Mentalität von Schu8lbehörden, Direktoren, Lehrern, etc. ist in den letzten 20 Jahren wesentlich grüner geworden.
Naja die grüne Mentalität ist aber im Normalfall sehr widersprüchlich. Einerseits zwingen diese Leute gerne ihre Ideologie den anderen Menschen auf. Aber sobald es dann um die eigenen Interessen oder Geldbeutel geht ist das sogenannten Umweltbewusstsein ein Fremdwort...

Aber ich sehe das Problem bei ganz anderen Punkte:
- Mangelnder Respekt vor der Lehrperson. Bei uns haben Drohungen "Wenn ihr euch nicht benimmt werdet ihr nach Hause geschickt" bis zu einem gewissen Grad noch ihre Wirkung gezeigt. Heute wird da nur noch gelacht oder der Lehrer muss damit rechnen dass er ein Messer in den Rücken kriegt.
- Die missglückte Klassenfahrt nach München. In der Haut von diesem Leher möchte ich auch nicht stecken. Obwohl er vermutlich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat.
- Die ganze Geschichte mit der Pädophilie. Heute wohl unvorstellbar dass eine ganze Klasse inklusive Lehrpersonen im selben Zimmer übernachtet. Während meiner Schulzeit ist dies noch öfters vorgekommen und die Eltern hatten offensichtlich kein Problem damit.

Und man könnte bestimmt noch unzählige weitere Punkte aufzählen, die für einen Lehrer ein Motivationskiller sind um ein Klassenlager zu organisieren.
 
Mhhh... in Österreich dürfte das noch gehen...in Deutschland wirds wohl meist schon an den Lehrer scheitern. Eine Ausreichende Menge an skifahrenden Lehrern zu finden dürfte heutzutage schwer werden.

Naja wenn eine SKihalle vor der türe ist, dann nicht, siehe Neuss ;)

Beim Skiurlaub kommt es auch immer drauf an wie sehr man in die Berge eingebürgert ist. Wenn ich die Rechnung vom großen Graland lese wird mir ein bissl schlecht. Soviel geb ich im Jahr für Skipass. Sprit für die Anreiße vom Außerfern aus zu 'fremden' Gebieten und die Verpflegung auf 'fremden' Hütten aus. Ist schon ein krasser Unterschied und ich komme meistens auf 40-50 Skitage in den Bergen! Dazu kommen ca. 2000 Wohnkosten für die Zeit wo ich unten bin (Öl-Strohm-Wasser-Müllpickerl). Davon würden andere hier mit ihren Familien nur 2 Wochen Urlaub machen oder wie? Sry das klingt etwas nach Teerkolonne ;) Wenn ich am Ende der Saisson dann noch das Abgeschriebene von der 'Heimhütte' sowie das was ich an Wachs/Verschleissteilen etc für die Ski / Snowboard gebraucht habe bin ich im Ganzen immernoch unter 6000€. Das ist ca ein 6tel von meinem Jahresverdienst, dafür kann ich im Prinzip jede Woche Skifahren.

Ok mein Vorteil ist schon das ich bei wem Wohnen kann und das meine Arbeitszeiten unabhängig sind, aber das eine Familie soviel ausgibt hätte ich nicht gedacht!

Also ich werd mir das gelesene hier mal etwas zu Herzen nehmen und meine Einstellung über 'Snob-Familien im Winterurlaub' und die guten alten Erdinger Busse etwas zum positiven hin überdenken!

Tante Edith sagt mir noch: In Deutschland ist auch das Problem mit den Lehrplänen. Die geben vor, was im Unterricht in den entsprechenden Klassen vorkommen soll, so auch im Sport. Ich musste in der 10 zb Volleyball spielen oder Badminton. Wir mussten das damals als Klasse abstimmen, warum auch immer. Die Lehrpläne werden m.E. vom Land vorgegeben. Wenn jetzt zb. Skifahren in Bayern auf den Stundenplan sollte. dann müsste auch alle Kinder gleich viele Skistunden in etwa haben. Egal ob sie in Garmisch oder weiss der Geier wo iwo am Weisswurstäquator wohnen. Für die Garmischer Klasser wäre das kein Thema, die würden sich einmal die Woche an der Hausbergbahn treffen und dann gib ihm. Wie das jetzt aber die Neu-Ulmer Klasse jede woche regeln soll ist eine andere Sache. Dann kommt dazu wie man das überhaupt benoten soll. Und was ist wenn die eine Hälfte Ski fährt und die andere nur Snowboard? Da muss man dann schon die Klassen 2 Teilen und unterschiedlich benote, bzw alle auf einen Stand bringen, was in der Kurzen Zeit wo man Skifahren kann und KEINE Ferien sind gar nicht hinbekommen würde. Zu guter letzt ist das noch eine Lehrerfrage, die müssen das nämlich dann drauf haben. Ich stelle mir meinen Sportlehrer von der Berufsschule vor. Eine Sportkanone, senior im Bayer Leichtathletik Team, Weltmeister und Olympiateilnehmer. Aber 20+ Kinder auf der Piste betreuen dürfte in dem Fall zu einem EpicFail werden! Das würde der wohl nicht gebacken kriegen. Und wenn ich mir dazu unsere Jugend mal betrachte... so hoch können die Unfallversicherungen der Schulen gar nicht sein! Das ist bei uns etwas komplett anderes als in der Schweiz öder im Österreich, wo eh jeder der in den Bergen lebt seinen eigenen Ski hat und fahren kann wie ein Herman Meier!
 
stavro_ schrieb:
EDIT: was wirklich schade ist, sind die reduzierungen der schulskikurse und der damit verbundenen unterstützungen
von staatlicher seite. da finde ich müßte die wirtschaft einspringen, weil die profitiert ja dann auch die nächsten jahre
von den zukünftigen "skisüchtigen" :-)

...aber nur wenn die Ski-Süchtigen im eigenen Land bleiben, was hat die Deutsche Wirtschaft davon wenn die Ski-Fahrer nach Österreich fahren :?:

Und mal ehrlich, haben die Kinder überhaupt noch lust auf's Skifahren, vor allem die die auf dem flachen Land wohnen, selbst in den Bergen direkt, wieso werden so viele einzel Lifte abgebaut :?: obwohl sie an einer guten Schneelagen stehen.

Es müsste doch schon jeder mitbekommen haben, das Ski-Fahren out ist, die Zeiten von Mittermaier und Wasmaier sind vorbei, was zur zeit richtig in ist, ist Langlaufen, hier gibt es jetzt ganz andere Möglichkeiten als noch vor 20 Jahren. Sehr beliebt sind auch Schnee-Schuh-Wandern :lol: Wer heute in den Winterurlaub fährt muß nicht unbedingt Ski-Fahren
 
Also in dem Skiverleih von meiner Verwandschaft ist es so, das Alpinski und Nordic-Ski im Verhältnis von etwa 25:2 ausgeliehen werden. Das Loipenangebot im Dorf ist in den letzten Jahren auf ein minimum geschrumpft, die meisten sind garnimmer gespurt. Ich wüsste auch nicht das iwo ein Spurgerät herumsteht! Das Skigebiet hingegen hat sich fast verdoppelt in seiner größe in der Zeit!
Langlauf boomt vlt dort wo man nicht gescheit Skifahren kann aber trozdem viel Schnee hat...

OT: Ich habe mir letztes Jahr beim sog. Skaten den Fuß gebrochen, davor bin ich unfallfrei 15 Jahre am Alpinski gestanden.

...aber nur wenn die Ski-Süchtigen im eigenen Land bleiben, was hat die Deutsche Wirtschaft davon wenn die Ski-Fahrer nach Österreich fahren :?:

Als Kinderskikurs wird das sicher nit ziehen, wenn Garmscher nach Ehrwald oder Seefeld, bzw Obersdorfer ins KWT fahren. Alle anderen Tanken ihr Auto vorher in Deutschland und buchen im Normalfall auch in Deutschland im Reisebüro. Es gibt sogar ganz kaputte die kaufen sich im SpPortcheck das Vorjahresmodell um knapp 100öre teuerer als anderswo. Reicht das nicht?
 
peppY schrieb:
Das ist bei uns etwas komplett anderes als in der Schweiz öder im Österreich, wo eh jeder der in den Bergen lebt seinen eigenen Ski hat und fahren kann wie ein Herman Meier!
Auf welchem Mond lebst Du? :versteck:
Nicht alle Leben in den Bergen. Und nicht alle haben das Geld dazu. Zu meiner Zeit war es üblich das man ab der 7-8 Klasse eine Woche ins Skilager ging. Meine Eltern konnten sich das nur leisten, weil Jugend und Sport das Lager gesponsert hat. Und die Gemeinde einen Pool hat, aus dem man gratis Schuhe + Ski leihen konnte. Ohne das hätte ich nie Skifahren gelernt. Mittlerweile hat Jugend und Sport das Sponsoring eingestellt, weil der Bund die Beteiligung massiv reduziert hat. Einkommensschwache Familien können es sich also gar nicht mehr leisten, die Kinder in ein Lager zu schicken. Und das sind in der Schweiz vor allem Familien mit Migrationshintergrund. Mich wundert es darum gar nicht das der Nachwuchs fehlt.
Aber das ist ja nur ein Teil der Geschichte.
 
peppY schrieb:
Langlauf boomt vlt dort wo man nicht gescheit Skifahren kann aber trozdem viel Schnee hat...

Deswegen hat Scheffau seine kompletten Loipen mit Lanzen zugepflastert. Die Region Hochfilzen (Steinplatte bis Fieberbrunn + Leogang) investiert extrem in ihr Loipennetz.....

peppY schrieb:
Das ist bei uns etwas komplett anderes als in der Schweiz öder im Österreich, wo eh jeder der in den Bergen lebt seinen eigenen Ski hat und fahren kann wie ein Herman Meier!

Also jetzt muss ich dich mal enttäuschen....kann jetzt aus den Regionen Kufstein+St.Johann sprechen, da fahren maximal noch 50% Ski, da zu teuer und zu viel los....Betrifft sowohl Ältere, wie auch die Jüngeren.
 
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