• 📸 Fotowettbewerb – Wir brauchen ein Stechen! ☀️⛷️

    Es war unglaublich knapp! In der Kategorie Sonnenskilauf liegen die Favoriten exakt gleich auf. Jetzt entscheidet eure Stimme über den endgültigen Sieg.

    ✔️ Jetzt im Stechen abstimmen!

nächtlicher Skiunfall am Hauser Kaibling

Es ist Euch aber schon klar, dass Ihr damit einer bestimmten Art von Freizeitbeschäftigung einfach das Existenzrecht absprecht. "Schitourengehen" am Abend (absichtlich unter Anführungszeichen, da diese sportliche Betätigung nur entfernt etwas mit dem klassischen Schitourengehen zu tun hat) funktioniert eigentlich nur auf präparierten Pisten, wobei diese nicht frisch präpariert sein müssen. (Dass sie es sind, hängt mit der Präparierlogistik der Betreiber zusammen). Es handelt sich also um eine dem Pistenschifahren gleichermaßen wie dem Tourengehen verwandte, aber doch eigenständige "Sportart". Diese aber kategorisch abzulehnen mit der Begründung "geht nicht, wollen wir nicht, können wir nicht organisieren" halte ich für etwas selbstherrlich. Wer hat festgelegt, dass Pistenpräparation überhaupt nötig ist, schließlich ist das Präparieren am Abend auch lästig und kostet Geld. - Könnte man ja ganz bleibenlassen. Und warum müssen Pisten wie Gummizellen abgesichert sein, weil ein paar Leute ihre Schi nicht unter KOntrolle haben?
Angebot und Nachfrage ändern sich mit den Jahren, und wenn es früher ausgereicht hat, einfach einen Einersessellift hinzustellen und die Leute sind halt irgendwie im Gelände runtergefahren, dann braucht es jetzt halt KSBs und beschneite sowie planierte Pisten. Dort werden halt im Moment für die paar Hanseln, die sich überschätzen, Netze und Polsterungen aufgestellt, das kostet Aufwand und Geld, warum kann man dann nicht für ein paar andere, die halt gern am Abend wo raufmarschieren und dann abfahren, auch eine Leistung anbieten. Prinzipiell müsste es ja gar nicht auf einer Schigebietspiste sein, mann könnte ihnen ja auch irgendwo anders ein- oder zweimal pro Woche eine Abfahrt raufpräparieren, nur gibt es im Bereich vieler Schigebiete einfach keine freien HÄnge mehr.
Tatsache ist, dass es sich bei diesen "Pistengehern" bisher meist um Einheimische handelt, von denen schließlich auch nicht alle von der Freizeitindustriaisierung ihrer Heimat begeistert sind. (Gilt zumindestens für den Abend, weil die ja in der REgion nicht auf Urlaub sind sondern arbeiten müssen. Allerdings findet diese Sportart tagsüber durchaus auch Freunde bei "Touristen".) Ist es legitim, die Wünsche und Ansprüche dieser Gruppe bezüglich eines alpinen Freizeitangebotes einfach zu ignorieren oder kann es auch in diesem Bereich so etwas wie Minderheitenrechte geben?
Früher war es unvorstellbar, dass für die Pistenfahrer in einem Schigebiet die halbe Nacht beschneit und präpariert wird, jetzt ist es offenbar unvorstellbar, dass man diese Tätigkeiten so planen kann, dass eine geeignete Abfahrt halt vielleicht erst nach 22 Uhr oder um 6 Uhr in der früh präpariert wird.
Ein paar Solarleuchten aufgestellt zur Kennzeichnung der Piste, Ausgabe von Saisonkarten für die Einheimischen und einen Kassenautomaten am Ausgangspunkt, von mir aus auch gerne immer wieder Kontrollen mit entsprechenden Bußgeldern, wenn jemand "schwarz" raufmarschiert, und das Problem wäre gelöst.
Noch ein Vergleich:
Mountainbiker wollen nicht auf der Straße fahren, sondern auf Forststraßen oder Single-Trails (Wanderwegen). Hier könnte man ja genauso argumentieren, diese Straßen oder Wege werden - wie die angelegten und präparierten Pisten - für andere Zwecke erbaut und gepflegt und die Radfahrer haben da nix zu suchen. Pech gehabt, sollen sie halt in der Ebene fahren oder in der Stadt. Wünsche und Vorstellungen, auf welche Art und zu welcher Zeit man sich sportlich betätigen möchte, ändern sich einfach im Lauf der Jahre.

Und was Rosinenpickerei betrifft: Sind es nicht vielleicht auch die Pistenfahrer, die ohne Anstrengung auf einen Berg raufwollen, sich dabei den A. schön wärmen lassen und das beste Schigelände der Regionen niederplanieren lassen, damit sie auch mit bescheidener Schitechnik schön runterkommen, auch in irgend einer Form Rosinenpicker?
Ist halt so, dass der alpine Kuchen mittlerweile schon ziemlich voll ist mit Rosinen dieser Art......
 
Mannomann.
Das wiederspricht sich ja ein paar mal, was da jetzt Geschrieben wurde.
 
Diese Diskussion belustigt mich wirklich!!!

Alle Jahre wieder brandet sie irgendwo auf!

Macht aber nix, so werden halt die Tarife wieder angehoben, da das doppelte Präparieren der Pisten, die erhöhten Gebühren der Rechtsschutzversicherungen, die Schmerzengeldzahlungen an die Verunfallten oder deren Hinterbliebenen natürlich in die Kartenpreise einkalkuliert werden!!
Und damit meine ich natürlich auch die Verunfallten, die sich am nächsten Tag in den hartgefrorenen Rillen der Spuren jener verletzen, die am Vortag genüßlich Entspannung gefunden haben und unbeschwert ihre Spuren in die frisch gespurten Pisten gezogen haben!!

Hiezu sei noch gesagt: Zwanzig bis dreißig Zentimeter tiefe, hartgefrorene Spuren eines Schifahrers auf einer fertig präparierten Piste (im März/April durchaus realistisch) gelten nicht immer als sogenanntes typisches Hindernis, da der Schifahrer nicht wissen muß, daß die vom Vorabend sind, somit kann es also durchaus sein, daß der Pistenbetreiber in der Haftung steht!!!

Und genau das sind die Gründe, warum österreichische Schigebietsbetreiber eine klare gesetzliche Regelung wollen, und nicht irgendwelche lächerlichen Verschwörungstheorien, nach denen man eine Sportart ausrotten will, die angeblich keinem schadet, nur weil man davon keinen finanziellen Nutzen in Form eines Tickets ziehen kann!!!
 
Ich bin keineswegs der Meinung, dass irgendjemand am Abend NACH der Pistenpräparation über eine Abfahrt fahren soll!
Ich postuliere lediglich, dass in diesem Segment offenbar ein Bedarf besteht, den man m.E. nicht einfach ingorieren sollte. Es wird so viel Aufwand und Logistik betrieben, damit alle bequem und locker über glattgebügelte Pisten carven können (das ist nicht negativ gemeint), warum kann nicht auch (viel weniger) Aufwand (nämlich die Präparation einer Talabfahrt nach einen "Pistentourengehenfenster") den Wünschen einer Gruppe entgegenkommen kann, die sich halt gerne am Abend anstrengen wollen.
Nochmal: ich bin genauso der Meinung, dass es sich nicht gehört, die frisch präparierte Piste zu ruinieren, aber deshalb muss man ja nicht der gesamte "Sportart" die Existenzberechtigung absprechen.
 
Aber genau das kapieren diese Pseudosportler ja nicht. Und die werden es auch nie verstehen. Leider.
 
Aus diversen Schigebieten in Salzburg und Tirol weiß ich, daß das mit den "Fenstern", sei es uhrzeitlich oder wochentäglich begrenzt, einfach nicht funktioniert!

Grundsätzlich muß ich Gerrit schon recht geben, denn ca. 50 - 70 Tourengeher an Vollmondnächten bei uns am Bürserberg sprechen eine deutliche Sprache!

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, daß ein Großteil der - wir nennen sie so - Mondsüchtigen extra wartet, bis die Pisten präpariert sind, und dann erst abfahren!

Halt - Während ich das hier schrieb, kam mir eine Idee:
Warum eigentlich nicht am Morgen da rauf gehen?

Momentan wird es ja schon um ca 7.00 - 7.30 hell, wenn man für 10 Euro eine Stirnlampe kauft, hat man genug Licht zum hochlaufen, bis man oben ist, ist man in der Morgendämmerung und hat dann eine ausgehärtete Piste und die Gewissheit, wirklich die erste Spur gezogen zu haben und glücklich ins Büro gehen zu können!! :lol:

Das wäre im Interesse aller, und kein Seilbahnbetreiber hätte da was dagegen!
 
Sehr Tragisch! Ich hätte ihr gewünscht, dass sie es schafft und Gelegenheit gehabt hätte, aus ihren Fehlern zu lernen!
 
Neulich auf der Hohen Salve, die Hütte hat immer echt lang offen, die Pistenraupen machen bereits ihre Arbeit, und graben den Hang so um, daß man nicht mehr gscheid auf die Abfahrt kommt ... da war auch noch recht schlechte Sicht .Ganz ehrlich, darf das sein ? -- muß ja gestehn, ich fahr auch a liebsten so spät wie möglich runter... s iss halt so schön am abend aufm Berg . Und man hat die Chance, auf frisch präparierten Pisten obi zu düsn ...
 
Was meinst ist erlaubt? Dass die Hütte nach Pistenschliessung noch offen hat?

Oder dass der Pistendienst die Piste ordentlich präpariert? Und bei den eisigen Kunstschneepisten gehört halt das Aufreissen dazu. (Hab ich in den Dolomiten jeden Abend beobachten können)
 
Im übrigen gibt es am Geigelstein genau das was gerrit gerne hätte:

Auf der alten Piste ist 1x eine Raupe gefahren und hat so eine schöne Abfahrtsspur von der Wuhrsteinalm nach unten gelegt. Somit sind Touren auch in der Nacht da rauf kein Problem.
 
@ AF, ich meinte das Zusammenspiel - Hüttenöffnungszeiten, sowie nächtliches Fahrverbot ab 17.00`` , das passt nicht zusammen. Gegen die Raupenfahrer kann ich ja nix sagen, weil die machen ja ihren Job - einerseits, andrerseits, müssen die unbedingt die ganze Linie zur Pisteneinfahrt komplett aufreissen ? das könnt ma doch vielleicht auch zu späterer Stunde machen.

Jetz wenn dann die abende länger werden, könnt ma auch die Pistensperrstunde verlängern ...

Übrigens, aufpassen an der Hohen Salve Ri Söll, neulich kamen die Raupen über die Brücke-- der enge Ziehweg vor dem Steilhang. Da wars noch gar nicht 17.00 ... wehe man fährt da zu schnell, und man steht plötzlich vor mehreren Pistenraupen, ausweichen iss da fast nicht möglich. Man braucht aber diese Brücke, wenn die Foischingabfahrt nach Söll ( die leichte Abfahrt zwischen der Salvenmoos bzw. Hexnsexa) nicht möglich iss. Oder man steigt zu Fuß zur Hauptpiste hoch. Oder man fährt den kompletten Steilhang, der iss halt manchmal recht difus und abends abgefahren.
 
Zurück
Oben