gerrit
Punta Indren (3250m)
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- 19. Dez. 2004
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Es ist Euch aber schon klar, dass Ihr damit einer bestimmten Art von Freizeitbeschäftigung einfach das Existenzrecht absprecht. "Schitourengehen" am Abend (absichtlich unter Anführungszeichen, da diese sportliche Betätigung nur entfernt etwas mit dem klassischen Schitourengehen zu tun hat) funktioniert eigentlich nur auf präparierten Pisten, wobei diese nicht frisch präpariert sein müssen. (Dass sie es sind, hängt mit der Präparierlogistik der Betreiber zusammen). Es handelt sich also um eine dem Pistenschifahren gleichermaßen wie dem Tourengehen verwandte, aber doch eigenständige "Sportart". Diese aber kategorisch abzulehnen mit der Begründung "geht nicht, wollen wir nicht, können wir nicht organisieren" halte ich für etwas selbstherrlich. Wer hat festgelegt, dass Pistenpräparation überhaupt nötig ist, schließlich ist das Präparieren am Abend auch lästig und kostet Geld. - Könnte man ja ganz bleibenlassen. Und warum müssen Pisten wie Gummizellen abgesichert sein, weil ein paar Leute ihre Schi nicht unter KOntrolle haben?
Angebot und Nachfrage ändern sich mit den Jahren, und wenn es früher ausgereicht hat, einfach einen Einersessellift hinzustellen und die Leute sind halt irgendwie im Gelände runtergefahren, dann braucht es jetzt halt KSBs und beschneite sowie planierte Pisten. Dort werden halt im Moment für die paar Hanseln, die sich überschätzen, Netze und Polsterungen aufgestellt, das kostet Aufwand und Geld, warum kann man dann nicht für ein paar andere, die halt gern am Abend wo raufmarschieren und dann abfahren, auch eine Leistung anbieten. Prinzipiell müsste es ja gar nicht auf einer Schigebietspiste sein, mann könnte ihnen ja auch irgendwo anders ein- oder zweimal pro Woche eine Abfahrt raufpräparieren, nur gibt es im Bereich vieler Schigebiete einfach keine freien HÄnge mehr.
Tatsache ist, dass es sich bei diesen "Pistengehern" bisher meist um Einheimische handelt, von denen schließlich auch nicht alle von der Freizeitindustriaisierung ihrer Heimat begeistert sind. (Gilt zumindestens für den Abend, weil die ja in der REgion nicht auf Urlaub sind sondern arbeiten müssen. Allerdings findet diese Sportart tagsüber durchaus auch Freunde bei "Touristen".) Ist es legitim, die Wünsche und Ansprüche dieser Gruppe bezüglich eines alpinen Freizeitangebotes einfach zu ignorieren oder kann es auch in diesem Bereich so etwas wie Minderheitenrechte geben?
Früher war es unvorstellbar, dass für die Pistenfahrer in einem Schigebiet die halbe Nacht beschneit und präpariert wird, jetzt ist es offenbar unvorstellbar, dass man diese Tätigkeiten so planen kann, dass eine geeignete Abfahrt halt vielleicht erst nach 22 Uhr oder um 6 Uhr in der früh präpariert wird.
Ein paar Solarleuchten aufgestellt zur Kennzeichnung der Piste, Ausgabe von Saisonkarten für die Einheimischen und einen Kassenautomaten am Ausgangspunkt, von mir aus auch gerne immer wieder Kontrollen mit entsprechenden Bußgeldern, wenn jemand "schwarz" raufmarschiert, und das Problem wäre gelöst.
Noch ein Vergleich:
Mountainbiker wollen nicht auf der Straße fahren, sondern auf Forststraßen oder Single-Trails (Wanderwegen). Hier könnte man ja genauso argumentieren, diese Straßen oder Wege werden - wie die angelegten und präparierten Pisten - für andere Zwecke erbaut und gepflegt und die Radfahrer haben da nix zu suchen. Pech gehabt, sollen sie halt in der Ebene fahren oder in der Stadt. Wünsche und Vorstellungen, auf welche Art und zu welcher Zeit man sich sportlich betätigen möchte, ändern sich einfach im Lauf der Jahre.
Und was Rosinenpickerei betrifft: Sind es nicht vielleicht auch die Pistenfahrer, die ohne Anstrengung auf einen Berg raufwollen, sich dabei den A. schön wärmen lassen und das beste Schigelände der Regionen niederplanieren lassen, damit sie auch mit bescheidener Schitechnik schön runterkommen, auch in irgend einer Form Rosinenpicker?
Ist halt so, dass der alpine Kuchen mittlerweile schon ziemlich voll ist mit Rosinen dieser Art......
Angebot und Nachfrage ändern sich mit den Jahren, und wenn es früher ausgereicht hat, einfach einen Einersessellift hinzustellen und die Leute sind halt irgendwie im Gelände runtergefahren, dann braucht es jetzt halt KSBs und beschneite sowie planierte Pisten. Dort werden halt im Moment für die paar Hanseln, die sich überschätzen, Netze und Polsterungen aufgestellt, das kostet Aufwand und Geld, warum kann man dann nicht für ein paar andere, die halt gern am Abend wo raufmarschieren und dann abfahren, auch eine Leistung anbieten. Prinzipiell müsste es ja gar nicht auf einer Schigebietspiste sein, mann könnte ihnen ja auch irgendwo anders ein- oder zweimal pro Woche eine Abfahrt raufpräparieren, nur gibt es im Bereich vieler Schigebiete einfach keine freien HÄnge mehr.
Tatsache ist, dass es sich bei diesen "Pistengehern" bisher meist um Einheimische handelt, von denen schließlich auch nicht alle von der Freizeitindustriaisierung ihrer Heimat begeistert sind. (Gilt zumindestens für den Abend, weil die ja in der REgion nicht auf Urlaub sind sondern arbeiten müssen. Allerdings findet diese Sportart tagsüber durchaus auch Freunde bei "Touristen".) Ist es legitim, die Wünsche und Ansprüche dieser Gruppe bezüglich eines alpinen Freizeitangebotes einfach zu ignorieren oder kann es auch in diesem Bereich so etwas wie Minderheitenrechte geben?
Früher war es unvorstellbar, dass für die Pistenfahrer in einem Schigebiet die halbe Nacht beschneit und präpariert wird, jetzt ist es offenbar unvorstellbar, dass man diese Tätigkeiten so planen kann, dass eine geeignete Abfahrt halt vielleicht erst nach 22 Uhr oder um 6 Uhr in der früh präpariert wird.
Ein paar Solarleuchten aufgestellt zur Kennzeichnung der Piste, Ausgabe von Saisonkarten für die Einheimischen und einen Kassenautomaten am Ausgangspunkt, von mir aus auch gerne immer wieder Kontrollen mit entsprechenden Bußgeldern, wenn jemand "schwarz" raufmarschiert, und das Problem wäre gelöst.
Noch ein Vergleich:
Mountainbiker wollen nicht auf der Straße fahren, sondern auf Forststraßen oder Single-Trails (Wanderwegen). Hier könnte man ja genauso argumentieren, diese Straßen oder Wege werden - wie die angelegten und präparierten Pisten - für andere Zwecke erbaut und gepflegt und die Radfahrer haben da nix zu suchen. Pech gehabt, sollen sie halt in der Ebene fahren oder in der Stadt. Wünsche und Vorstellungen, auf welche Art und zu welcher Zeit man sich sportlich betätigen möchte, ändern sich einfach im Lauf der Jahre.
Und was Rosinenpickerei betrifft: Sind es nicht vielleicht auch die Pistenfahrer, die ohne Anstrengung auf einen Berg raufwollen, sich dabei den A. schön wärmen lassen und das beste Schigelände der Regionen niederplanieren lassen, damit sie auch mit bescheidener Schitechnik schön runterkommen, auch in irgend einer Form Rosinenpicker?
Ist halt so, dass der alpine Kuchen mittlerweile schon ziemlich voll ist mit Rosinen dieser Art......