Jetzt hab ich direkt mal nachgeschaut

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Deutschland (wie auch andere europäische Länder) zeigt bez. der Geburtenrate ja einen sehr interessanten Verlauf, da sich hier der Einfluss von gleich zwei Weltkriegen (und Deutschland war ja beide male sehr direkt beteiligt/betroffen ....) widerspiegelt.
Der generelle Trend weist ja - wie von Marius angesprochen - nach unten. Drastische Rückgänge der Geburten gibts dann jeweils zu den beiden Weltkriegen (und kurz danach), z.B. 1. Wk. Rückgang von knapp 30 Lebendgeborene/1000 Ew. auf 14, 2. Wk. von 20 auf 12.
Tiefpunkt in der Zwischenkriegszeit war um das Jahr 1932/33 (Depression). Durch die Nazi-Bevölkerungspolitik (bzw. durch die wirtschaftliche Erholung im Zuge des Aufrüstungsbooms der 30er Jahre, die Effekte lassen sich vorab mal schwierig trennen) stieg die Geburtenrate dann bis zum Vorabend des 2. Wk wieder auf die erwähnten 20 an.
Nach den unmittelbaren Nachkriegswirren gabs wieder eine leichte Steigerung im Zuge der 50er/60er Jahre. Das Nachkriegsmaximum wurde mit ca. 16/17 Geburten/1000 Ew. 1967/68 erreicht. Danach gehts drastisch "bergab" ("Pillenknick", der Rückgang ist übrigens fast so steil wie die Rückgänge durch die WKs) und pendelt sich dann Ende der 70er Jahre im neuen Minimum von ca. 10/1000 Ew. ein.
Zumindest in der deutschen Kurve findet sich der vielzitierte "Pillenknick" daher eigentlich ziemlich drastisch (für die österr. Gegebenheiten gilt ähnliches). Das heisst nun aber nicht, dass ohne Pillenknick die Geburtenrate heute unbedingt höher wäre, sicher wäre aber der Rückgang der Geburtenrate flacher verlaufen.