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Neuer Papst

Völlig richtig, Enigma.
Schön wäre auch ein Nachfolger Christi. der sich nicht von den USA Millionen Dollar geben lässt, um damit ihm missliebige politische Systeme anderer Staaten zu unterminieren.

Aber um noch mal zum Ausgangspunkt des Topics (Karikaturen) zu kommen, hier ein Beitrag aus der Google-Bildersuche:
papst.jpg

Pendolino
 
das Zölibat Blödsinn ist

Das sehe ich z.B. nicht so. Einzig problematisch ist m.E. die Tatsache, dass die sicher ein Grund ist, warum es an Priesternachwuchs mangelt.

b) Kondome nichts schlechtes sind

Das seh ich zwar so wie Du, aber ich finde den Standpunkt der Kirche konsequent und vertretbar. Er ist aber sicher problematisch.

c) man nicht zum Vermehren aufrufen sollte, wenn die Kinder zu tausenden an Unterernährung sterben

Tja, das ist wirklich ein Problem. Da geb ich Dir völlig recht. Ich finde mal sollte angesichts der Lebensqualität und schon allein wegen der Trinkwasserproblematik in den Ländern der Dritten Welt überhaupt nicht zur Vermehrung aufrufen. Ich glaube aber andererseits, dass Aufrufen oder nicht wenig Einfluss auf die Kinderzahl hat. In armen Ländern ohne funktionierende Sozialsysteme sind viele Kinder eine Lebens- und Rentenversicherung und je mehr im Kindesalter sterben desto mehr Kinder bekommen die Menschen. Dieses Phänomen kann man ziemlich unabhängig von Religion und Glaube beoabachten.
 
In Sachen Aids in jedem Fall. Was Überbevölkerung angeht, ist nach den Artikeln die ich zu dem Thema gelesen hab, aber wohl niht so einfach, da eine Korrelation herzustellen: die dort zitierten Studien kommen jedenfalls zu dem Ergebnis, dass die Menschen schon immer in allen Zeiten in etwa so viele Kinder bekommen haben, wie sie wollten. Mit und ohne Pille etc. Nämlich in wohlhabenden familien in Industriestaaten wenige und in ärmeren Familien, aus den oben genannten Gründe viele.
 
dass die Menschen schon immer in allen Zeiten in etwa so viele Kinder bekommen haben, wie sie wollten

Sehe ich ähnlich. Man braucht sich nur die Entwicklung der Geburtenziffern der westlichen Industriestaaten anschauen, exemplifiziert im Modell des demographischen Übergangs, da sieht man, dass die Geburtenrate weit vor dem sog. "Pillenknick" stark zurückgegangen ist.
 
Ja, das schon. Am säkulären Geburtenrückgang haben sie aber nichts geändert - genauso wenig übrigens wie die "Geburtenförderungspolitik" der Nazis.
 
Ich möchte mal schwer behaupten, dass der zweite Weltkrieg sogar wenn eher einen Geburtenanstieg bewirkt hat. Weil nämlich ungefähr jeder Soldat, der auf Fronturlaub war und an die Front zurück musste, gerne noch ein Kind haben wollte. Dazu kommt, dass wohl in der Nachkriegszeit auch wieder der "Versicherungsgedanke" eine Rolle spielte, jedenfalls kenne ich viele Familien, wo diese Generation sehr kinderreich ausfiel. Desweiteren sind gegen Kriegsende auch viele Frauen schwanger geworden, in der Hoffnung so drohenden Vergewaltigungen durch russische Soldaten zu entgehen.
 
Jetzt hab ich direkt mal nachgeschaut :wink:.

Deutschland (wie auch andere europäische Länder) zeigt bez. der Geburtenrate ja einen sehr interessanten Verlauf, da sich hier der Einfluss von gleich zwei Weltkriegen (und Deutschland war ja beide male sehr direkt beteiligt/betroffen ....) widerspiegelt.

Der generelle Trend weist ja - wie von Marius angesprochen - nach unten. Drastische Rückgänge der Geburten gibts dann jeweils zu den beiden Weltkriegen (und kurz danach), z.B. 1. Wk. Rückgang von knapp 30 Lebendgeborene/1000 Ew. auf 14, 2. Wk. von 20 auf 12.

Tiefpunkt in der Zwischenkriegszeit war um das Jahr 1932/33 (Depression). Durch die Nazi-Bevölkerungspolitik (bzw. durch die wirtschaftliche Erholung im Zuge des Aufrüstungsbooms der 30er Jahre, die Effekte lassen sich vorab mal schwierig trennen) stieg die Geburtenrate dann bis zum Vorabend des 2. Wk wieder auf die erwähnten 20 an.

Nach den unmittelbaren Nachkriegswirren gabs wieder eine leichte Steigerung im Zuge der 50er/60er Jahre. Das Nachkriegsmaximum wurde mit ca. 16/17 Geburten/1000 Ew. 1967/68 erreicht. Danach gehts drastisch "bergab" ("Pillenknick", der Rückgang ist übrigens fast so steil wie die Rückgänge durch die WKs) und pendelt sich dann Ende der 70er Jahre im neuen Minimum von ca. 10/1000 Ew. ein.

Zumindest in der deutschen Kurve findet sich der vielzitierte "Pillenknick" daher eigentlich ziemlich drastisch (für die österr. Gegebenheiten gilt ähnliches). Das heisst nun aber nicht, dass ohne Pillenknick die Geburtenrate heute unbedingt höher wäre, sicher wäre aber der Rückgang der Geburtenrate flacher verlaufen.
 
Ist ja interessant, aber irgendwie sind wir wider von Pontius zu Pilatus gekommen (um mal bei den religiösen Personen zu bleiben).
 
Meine WK Theorie ist jedenfalls anscheinend völlig falsch gewesen und statistisch nicht zu halten, was mich allerdings schon wundert, weil das in dem mir bekannten Kreis durchaus anders ist.

Interessant wäre nochmal zu wissen, ob sich was verschiebt, wenn man nicht Kinder pro Frau, sondern Kinder pro Familie rechnet, weil ersteres ja noch keine Aussage über den Kinderreichtum der Familien aussagt, sondern nur über den Kinderreichtum der Bevölkerung.
 
@Gletscherfloh: interessant finde ich den Höhepunkt 1967/68, ich dachte bisher gelesen zu haben, dass 1964 der derzeit geburtenstärkste Jahrgang der BRD ist.
 
Mal was anderes: Fussball WM Karten- Bestellung
Die mit Abstand meisten (6,25 Millionen) kamen aus Deutschland, gefolgt von England (164000) und der Schweiz (107693). Immerhin 15 Bestellungen kamen aus dem Vatikan, eine einzige aus Kirgisien.
 
Marius schrieb:
@Gletscherfloh: interessant finde ich den Höhepunkt 1967/68, ich dachte bisher gelesen zu haben, dass 1964 der derzeit geburtenstärkste Jahrgang der BRD ist.

Habs aus einer Graphik in nem Buch rausgelesen und nicht aus einer Tabelle. Allerdings glaub ich nicht, dass ich mich bei den Jahren so sehr verschätzt hätte. Evtl. war 1964 das geburtenstärkste Jahr (der BRD) in absoluten Zahlen. Die Graphik, von der ich die Daten habe, bezog sich auf den Quotienten Lebendgeborene/Einwohner. Der könnte theoretisch ja größer sein, trotz niedrigerer absoluter Geburtenzahl (bin zum googlen nur zu faul, Demographie ist an sich auch nicht gerade mein Interessensschwerpunkt ... :wink: ).
 
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