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Neues am Fröttmaninger Berg – München

Servus!

Klar, ein "echter" Skiberg wird das nie. Der Andrang wäre aber trotzdem sehr groß. Sollte man die Beschneiungsproblematik gut in den Griff bekommen wäre sogar ein Funpark möglich - da steppt dann garantiert der Bär. Am Oly-Berg ist ja auch ordentlich was los - sogar ohne Lift. Der würde zwar vom Untergrund gehen, ist aber kleiner und die Straße läuft ja quer durch - die wird für den Weltcup ja nur zugeschüttet.
Als Grundgedanke muss man halt immer im Hinterkopf haben, dass es lächerlich ist wenn sich eine Stadt um die olympischen Winterspiele bewirbt während sie auf dem einzigen Hügel den sie Ihr Eigen nennt keinen Skilift bauen kann. Aber zumindest die Stadt selbst steht dem Lift ja inzwischen offen gegenüber.

Schöne Grüße,
Jan
 
Mit Funpark wäre der Berg eine tolle "Anschaffung", ohne nicht! Obwohl, wenn sich auf der A9 und A8 mal wieder alles staut und man so nicht in die Berge kommt, fährt man halt zum Fröttmaninger Berg um wenigstens dort ski zu fahren. :D
 
Naja klar. Finanziert und gepflegt wäre das schnell - für nen Funpark mitten in der Stadt finden sich Ratzfatz Sponsoren. Das wäre marketingstrategisch ein Goldjuwel für jeden Sponsor.
Problem seh ich allerdings bei der konstanten Schneemenge. Nen Hang beschneien ist halt doch was anderes als nen Park aus Kunstschnee dauerhaft aufrecht zu halten. Und da sind die Temperaturen in München nicht grad förderlich...
Und wer gerne mal mitm motorisierten Zweirad unterwegs ist weiß, das auf der Autobahn gern mal die Temperatur 1-2 Grad höher ist als auf der Landstraße. Und der Berg liegt direkt am Autobahnkreuz. Wir werden sehen.

Schöne Grüße,
Jan
 
Da es dort wohl keine schützenswerten Pflanzen gibt, ist doch das Verlegen von Kühlrohren wie in Skihallen kein Problem - für die überschaubare Fläche eines Funparks sollte das doch machbar und über Sponsoren finanzierbar sein (schade, dass Linde die Kältetechnik vor einigen Jahren verkauft hat, das hätte gepasst ;-) ) .
 
Da wir eine rot-grüne Stadtregierung haben wird dort mit Sicherheit nichts verlegt werden.
 
chianti schrieb:
Da es dort wohl keine schützenswerten Pflanzen gibt, ist doch das Verlegen von Kühlrohren wie in Skihallen kein Problem
Wer weiß, was sich auf dem Müll für seltene Pflanzen angesiedelt haben, die auch nur dort gedeihen ...
Kann man Kühlrohre auf Hanggelände legen? - wenn die in den Hügel müssen, hat man wieder dasselbe Problem

bastian-m schrieb:
Ob sich die Stützen-Technik der modern Gletscher-KSBs zur Lösung dieses Problems eignen würden?
Kommen die ganz ohne Fundamentierung aus? - ich dachte, die werden zwar beweglich, aber doch im Eis verankert (?)
Und selbst wenn, müßte doch wohl zumindest die Bergstation fest verankert werden; auch dort hat man nur (kontaminierten) Müll als Basis.
 
Kann man Kühlrohre auf Hanggelände legen? - wenn die in den Hügel müssen, hat man wieder dasselbe Problem
Wieso nicht? Drauf legen und n bissl Erde drüber, gut ist ;)
 
bastian-m schrieb:
Ob sich die Stützen-Technik der modern Gletscher-KSBs zur Lösung dieses Problems eignen würden?
Da man aber die Bergstation ebenfalls nicht verankern können wird, müsste man eine fixgeklemmte Tal-Berg-Tal-Bahn bauen. (Was das Gebiet ja umso interessanter machen würde, da man dann mit einem Lift gleich 2 Hänge erschlossen hat bzw. die doppelte Kapazität hat!)

Ansonsten - für die Stützen reichen ein paar Betonplatten auf die Füße, die müssen nicht weiter im Boden verankert werden, das stimmt.
 
Es sollte doch auch möglich sein, die Fundamente für die Umlenkscheibe zw. Station oben oberflächlich anzubringen - dann werden's halt keine versenkten Betonwürfel, sondern etwas größere oben liegende Betonplatten, wenn die Erdschicht über der Abdeckfolie so dünn ist.
 
Blöde Frage: Der Sessellift soll doch an dem Berg mit dem großen Windrad gebaut werden, oder? Wenn es möglich ist das es mit dem Windrad geht muß es ja auch möglich sein für einen Sessellift Fundamente zu bauen.
 
Dammal schrieb:
Blöde Frage: Der Sessellift soll doch an dem Berg mit dem großen Windrad gebaut werden, oder? Wenn es möglich ist das es mit dem Windrad geht muß es ja auch möglich sein für einen Sessellift Fundamente zu bauen.
Den gleichen Gedanken hab ich auch schon gehabt :D Bloß ist halt wahrscheinlich für Rot-Grün das Windrad umweltfreundlich und der Lift nicht ;)
 
Gar keine blöde Frage. Da ist echt mal was dran. Wenn man ein gigantisches Windrad aufbauen kann sollte ein vergleichsweise gschissener Sessellift eigentlich kein Thema sein. :?
 
Ist halt die Frage,
1. woraus die Schicht unter der Erdauflage an der Stelle der geplanten Bergstation besteht
2. ob direkt darauf noch eine Abdeckfolie liegt oder - falls die oberste Schicht Bauschutt ist - erst darunter
3. wie dick die Erdauflage über der Abdichtfolie ist
4. was ein entsprechendes Fundament dann kostet im Vergleich zur Liftanlage bzw. inwieweit das den geplanten Kostenrahmen sprengt

Beim Windrad war es auch nicht so einfach, das Fundament selbst ist nur 2,2m tief:
http://derfuessl.de/unterlagen/studium/s06RE/WKA-Folien_SWM.pdf

Gründung:
Die Gründung der Anlage auf dem Müllberg erfordert besondere Maßnahmen. Bei einer
dynamischen Intensivverdichtung wird Kies in den Berg gestampft, so daß sich eine
ausreichende Tragfähigkeit ergibt. Um evtl. auftretende Schiefstellungen der
Anlage durch unterschiedliche Bergsetzungen ausgleichen zu können, werden unter
dem Fundament zusätzlich 4 Sicherungsfundamente angeordnet, mit deren Hilfe und
hydraulischen Pressen die Anlage wieder ausjustiert werden kann.

• Baugrubenaushub bis auf ca. - 4,0 m
• Anfüllen von nichtbindigem Bodenersatz
(z.B. Schotter und Grobkies) bis auf ca. - 2 m
• Dynamische Intensivverdichtung:
Einstampfen des Bodenersatzes mit Fallgewichten von bis zu 25 to aus bis
zu 20 m Höhe
• Anfüllen von nichtbindigem Bodenersatz
• Dynamische Intensivverdichtung
• Wiederholung des Vorganges, bis kein Einstampfen mehr möglich ist
 
Vielleicht hat es aber auch schlicht damit zu tun, dass mit einem Sessellift Menschen transportiert werden. Oder böse gesagt: Fällt das Windrad um, dann gehen zwar viele Euros flöten, aber Menschen kommen hoffentlich nicht zu schaden. Das sieht bei einem Sessellift natürlich anders aus.
 
Servus!
GMD schrieb:
Vielleicht hat es aber auch schlicht damit zu tun, dass mit einem Sessellift Menschen transportiert werden. Oder böse gesagt: Fällt das Windrad um, dann gehen zwar viele Euros flöten, aber Menschen kommen hoffentlich nicht zu schaden. Das sieht bei einem Sessellift natürlich anders aus.
Neee, fällt das um kracht es von der Höhe her mindestens auf eine der 2 Autobahnen glaub ich - die AA ist gerade weit genug weg.
Richtet aber im Zweifel genug Schaden an, das Argument "Keine Menschen kommen zu Schaden" zieht daher nicht wirklich...

Schöne Grüße,
Jan
 
Die Anlage ist mit Rotor fast 100m hoch, die Straßen am Fuß des Müllbergs sind über 200m weit weg.

Ist aber wurscht, denn die Anlage hat ja Hydraulik unter dem Fundament zum Ausgleich - wenn die Drehachse nicht mehr waagerecht stünde, wären die Lager wohl recht schnell hinüber ...
 
Servus!

chianti schrieb:
Die Anlage ist mit Rotor fast 100m hoch, die Straßen am Fuß des Müllbergs sind über 200m weit weg.

Ist aber wurscht, denn die Anlage hat ja Hydraulik unter dem Fundament zum Ausgleich - wenn die Drehachse nicht mehr waagerecht stünde, wären die Lager wohl recht schnell hinüber ...
Ups, wie man sich doch verschätzen kann... :oops:

Heute in der Zeitung (tz):
Stadt will vom Verein der den Zuschlag bekommen hat ne Drainage am Fuss des Berges, da Schmelzwasser sonst Schadstoffe ausspülen könnte.
Verein sagt das ist Blödsinn, bei Starkregen würden sonst jetzt auch schon Schadstoffe ausgespült werden.
Ein Gutachten soll wohl Klarheit bringen.
Skiwelt hat sich vorerst als Sponsor zurückgezogen und sagt "vielleicht im nächsten Jahr".

Schöne Grüße,
Jan
 
bay_07 schrieb:
Bloß ist halt wahrscheinlich für Rot-Grün das Windrad umweltfreundlich und der Lift nicht ;)
Auch die Grünen sind nicht so blöd um zu ignorieren, dass es für die Umwelt besser ist, wenn Schulklassen und Familien zum Skifahren lernen nur 5km weit fahren statt 50 oder 150 ...
 
chianti schrieb:
Auch die Grünen sind nicht so blöd um zu ignorieren, dass es für die Umwelt besser ist, wenn Schulklassen und Familien zum Skifahren lernen nur 5km weit fahren statt 50 oder 150 ...
Skifahren auf Kunstschnee (um den man ja wohl nicht herumkommen dürfte) ist per se ungrün und damit böse
 
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