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Neues am Glungezer – Tulfes

Gute Frage, wer heute noch Geld hat uns ausgeben will, um in ein objektiv veraltetes Skigebiet zu investieren.
Ich meine, vom Potential her ist der Glungezer im Vergleich zum Patscherkofel oder zur Muttereralm eine ganz andere Dimension, mit ganz anderem Potential. Und schon weit genug von Innsbruck entfernt, als dass sich dort bei Umbauten und Erweiterungen großer Unmut ergeben würde.

Ich gehe davon aus, dass es zwei Szenarien geben wird.entweder es findet sich kein Käufer und die Bahn sperrt zu, oder es findet sich ein Käufer und es wird ordentlich expandiert. Wobei es an sich eh nicht viel bräuchte. Kombilift von Halsmarter auf Tulfein neu, am besten gleich einen 4er Sessel auf den Schartenkogel bauen. Piste Kalte Kuchl am besten gleich bis zur Rinner Alm verlängern. ;)
 
Gute Idee, nur wer soll das bezahlen!? Wenn man jetzt einfach mal grob € 10 Mio. für eine Kombibahn, € 5 Mio. für einen neuen Sesselift und dann noch Geld für einen Ausbau der Beschneiungsanlage einrechnet, sind wir ruckzuck bei € 20 Mio. und wer investiert dieses Geld in der heutigen Zeit in dieses Skigebiet?
 
Erweiterungen könnt ihr am Glungezer vergessen, da wird gar nix bewilligt, und Modernisierung ist auch fraglich (der Zahler fehlt). Interessant ist jedenfalls eines: um Innsbruck gibt es jetzt 4 Schigebiete, die eine ähnliche Geschichte aufweisen:
Die Muttereralm: zuerst von Fröschl gekauft, wie die Investitionen zu hoch wurde, musste wieder die Stadt Innsbruck einspringen, dann Einstellung und Verkauf der Anlagen an die Agragemeinschaft Mutters, die die ZUB abgetragen hat.
Die Nordkette: wurde an Schulz verkauft, der sie auch alsbald wieder zurückgab an die Stadt.
Die Axamer Lizum: gehört noch zum Fröschl (Frage: wie lange noch, auch hier muss er baldigst investieren)
Der Glungezer: gehört noch zum Fröschl, der will aber verkaufen. An Investitionen zu tätigen: Ersatz der DSB Glungezer 1, des Kombiliftes Glungezer II und des Halsmarterliftes, Schaffung einer ordentlichen Talabfahrt mit Ausbau der Schneeanlage --> 40 Mio mindestens.

MFG Dachstein
 
Laut alten Nachrichten liegen solche Pläne (EUB ersetzt Doppelsessel und 4KSB ersetzt Kombilift) schon seit 10 Jahren in der Schublade. Es waren dafür mal 140 Mio Schilling :lol: im Gespräch, aber Fröschl ist für Spendierhosen eher nicht bekannt. Irgendwo stand auch das am Glungezer die Betriebsgenehmigung bis 2027 vorliegt. Allerdings vermute ich nicht für alle Lifte ?
Das zukünftig im Sommer nix mehr läuft kann ich mir schwer vorstellen, schließlich dienen die Bahnen auch als Zubringer für den wichtigen Zirbenwanderweg. Und dann kann man theoretisch auch im Winter aufsperren .. .denn so groß können die Kosten für den Spar-Winterbetrieb wie er seit Jahren da herrscht nicht sein ?
 
Dachstein schrieb:
Erweiterungen könnt ihr am Glungezer vergessen, da wird gar nix bewilligt,...


Warum soll das so sein? Alles was ich aufgezählt habe befindet sich außerhalb des Ruhegebietes. Ist ja nicht so, dass ich eine Expansion ins Viggartal angedacht habe. ;)

Mit einer kurzen Gondelbahn könnte man auch gleich das Voldertal erschließen. Das wäre dann ein 1a Skigebiet. ;)
 
Die sind doch nicht in Stein gemeißelt. Selbst im Umkreis von Innsbruck gibt es genug Beispiele, wo diese durchbrochen wurde. Außerdem steht beim Glungezer ein starkes öffentliches Interesse dahinter. Ich kann es zwar nicht nachvollziehen, aber Tulfes gilt ja als "arme" Gemeinde...
 
Ich sehe hier überhaupt kein Problem Bitteschön, wo sind wir denn hier? Na? In Tirol, ja richtig. :-)

Also wird es am Glungezer die nächsten 10 Jahre in etwa so ablaufen:


1.) Neuer Investor wird gefunden, der Deal geht über/unter den Tisch.

2.) Ein Jahr Betrieb. Werbeinitiativen bringen optisch Frische ins Gebiet.

3.) Bahnen müssen erneuert werden. Aber: Woher das Geld?

4.) Investor gründet Skiclub, dieser erhält 16 Mio € Steuermittel von Stadt und TVB für sportliche Aktivitäten (ähnlich Patscherkofel)

5.) Skiclub baut Gondelbahn in 2 Sektionen (ersetzt 2SB u. 1SB/SL). Künstliche Beschneiung, Wassertümpel Vollbanalplanierung der Talabfahrt.

6.) Investor jammert, Skigebiet muß grösser werden. Sonst investiert er nicht.

7.) Steuerzahler zahlt Gondelbahn zum Glungezer Gipfel. Plus vollplanierte Dodelabfahrt im Zick-Zack nach Hohe Mut Vorbild, inkl. Beschneiung, 14 mio €.

8.) Erfolgreiche Saison

9.) Skigebietsbetreiber jammert

9a.) Skigebietsbetreiber jammert

10.) Verbindung zum Schröcksiliftsystem muß her. Aber: Wer zahlt? Problem: Schutzgebiet Zirbenwald

11.) Pipiflyer wettert im ORF Forum gegen jene, die die ortsübliche "verschiebung" vom schutzgebiet Zirbenwald (diesmal nach kärnten) nicht akzeptieren.

12.) 16er Gondelbahnen Zirbenjet und Funitel Kofelpeppi verbinden Glungezer und Kofel . Aalglatte normpisten mit reihen an schneilanzen und orangenen sitourpolstern werden feierlich eröffnet.

13.) ...halt immer so weiter....wissts eh wie's läuft ...salamischeibeabschneid...mahlzeit


:-) :-) :-)
 
Quellenangabe hast du vergessen. ;)


Also Tulfes hat das Pech nicht im TVB Innsbruck und Umlande zu sein. Darum geht da auch nix weiter.
Verbindung Glungezer-Kofel geht auch (fast) ohne Eingriff ins Ruhegebiet.
Wenngleich, sollte der Schröxi zulangen, sicher am Glungezergipfel eine Jochdole II gebaut wird. :D

Jedenfalls, wenn die einen Investor finden, dann geht's auf. Die Grundeigentümer dort oben sind schon ganz scharf auf Pachteinnahmen. Im Tal unten sieht's anders aus. Bin schon gespannt, wie die neuen Parkraum schaffen wollen. Parkhaus?
 
Mhhh...Leute....wer kauft bitte in niedrig gelegens Skigebiet mit veralteten Liften, ohne guten Namen, ohne einer gewissen Masse an Wochengästen, mit kaum vorhandener Beschneiung?

Der Kaufpreis wird nicht dermassen hoch sein. Die Betriebskosten werden halt heftig werden.

Ganz ehrlich könnt ich mir nur 2 Varianten vorstellen: Schröcksnadel kauf das Gebiet für nen Appel und n Ei und verbindets mit dem Patscherkofel, oder dem Gebiet blüht das selbe Schicksal wie Kramsach. Nur noch Sommerbetrieb und irgendwann ist komplett Schluss, da sich kein vernünftiger Investor findet.

@ Barmann: Lohnkosten, Betriebskosten, Präparierungskosten, Pistensicherung etc...so günstig ist der Winter- im Vergleich zum Sommerbetrieb ned. Und ohne eine ansprechende Präparierung bekommt man heutzutage keine neuen Kunden.
 
Wieviel Lifte bräuchte man eigentlich vom Glungezer bis hinter zum Rastkogel bzw. zum Olperer? Wär ja auch noch eine Option, wenn's von Schwaz und Weerberg aus nix wird... ;)

Stand nicht im Artikel, dass die Lifte derzeit ausgeglichen bilanzieren? Ist doch perfekt. Vermutlich besser als einige der Gebiete im Umkreis, die vor kurzem in eine neue 8EUB investiert haben ....?!
 
Glungezer -> Eggalm wäre am einfachsten zu realisieren. Aber ewig weit und nur erreichbar, wenn man durch die Wattener Lizum/Mölstal quert. Perfektes Skigelände allemal aber eher unrealistisch. ;)


Mal im Ernst: Was muss am Glungezer groß erneuert werden? Ich meine, es wird wenig Sinn machen mit anderen, größeren Skigebieten zu konkurrieren. Diesem Wahnsinn geben sich genug andere hin.
Was für den Glungezer spricht:
- Hochwertige, sauber angelegte Pisten aus reinem Naturschnee (muss man in der heutigen Zeit erst mal finden) die sich auch noch am 16:00 Uhr in einem sehr guten Zustand befinden.
- Viele Einheimische, wenig Touristen.
- Eine sehr angenehme Gemütlichkeit. Woran auch immer das liegt. Ich glaube ja, das liegt an den Liftanlagen.
- Super Liftkartenpreise
- Diverse Geheimtips auf die ich aber nicht näher eingehen möchte.
- Sehr gute Sommernutzungsmöglichkeit. Zirbenweg usw.


Ich bin ja schon viele viele Tage am Glungezer unterwegs gewesen. So viel würde ich gar nicht ändern. Ich sehe das jetzt einmal nicht von wirtschaftlichen Seite, eh klar. Aber wer neue Wege beschreitet fährt meistens nicht schlechter.

- Parkplätze im Tal: Sind zu wenige, sollten ein paar mehr werden. Aber nicht zu viele mehr. +50% sollten mehr als reichen.
- Doppelsessel bleibt als Zubringer. Die "Talabfahrt" kann man sowieso vergessen. Daher braucht man den guten alten Zweier nur zwei mal am Tag verwenden.
- Hasmarter/Tulfein: Der Schlepplift muss unbedingt weg. Das Ding macht einen einfach nur fertig. Ersatz: Fixer Doppelsessellift (sollte um einiges mehr Kapazität gaben aber nicht so viel mehr, dass es auf Kosten des Pistenspaßes geht)
- Nachtskimöglichkeit Haslmarter/Tulferhütte: Das ist ein ideales Gelände für sowas, sehr gut auch für Kinder geeignet mit sehr guter Gastronomie.
- eine richtige (beleuchtete) Rodelbahn von Halsmater nach Tulfes
- Schartenkogel Doppelsessellift könnte man ev. runter in die kalte Kuchl verlängern und damit den alten Schlepper ersetzen.
- Bikepark Halsmarter/Tulfes: Ja ja, davor friert die Hölle zu. Wäre aber eine nette Ergänzung zum Sommergeschäft und gar nicht mal teuer.


Alles in allem legt hat der Glungezer als Skigebiet eine Lockerheit an den Tag, die man möglichst bewahren sollte. Ist immer wieder erleichternd, in einem Gebiet zu sein, wo's noch nicht mal richtige Pistenmarkierungen gibt. :)
 
Ich gebe zu bedenken: Masse an Einheimischen < Masse an Touristen. Ein Einheimischer geht mal schnell 2 Stunden Schifahren, konsumiert nix, ein Tourist kauft eine Tageskare und geht noch Essen. Von den Einheimischen kann kein Schigebiet leben. Die DSB muss imo. schon weg, weil ich es hasse, oben 10 Minuten auf die Talfahrt warten zu müssen, zuerst schitzt du während dem Schigewand, dann stehst 10 Minuten rum und schließlich gefriehrst du in der DSB fest... Daher fahre ich lieber eine Talabfahrt. ;)
Der Nachtschisektor wird übrigens in der Umgebung von Innsbruck durch 5 Schigebiete und ein paar Einzelanlagen abgedeckt, der Markt ist auch hier gesättigt.

MFG Dachstein
 
Also ich sehe das eher so, dass die Einheimischen gerne zu Mittag rauf fahren und gleich oben Mittagessen. da gibt's genug Schichtler aus Wattens, die das so machen. Vergleich das einfach mal mit den diversen Rodelhütten.


Das mit dem Entleeren des Skigebietes stimmt natürlich. Wir haben das immer so gemacht, dass wir einfach noch mal ins Gasthaus auf etwas Süßes gegangen sind, bis die Wartezeit gegen Null ging.
 
Wieviel Lifte bräuchte man eigentlich vom Glungezer bis hinter zum Rastkogel bzw. zum Olperer? Wär ja auch noch eine Option, wenn's von Schwaz und Weerberg aus nix wird... ;)

Also zu Fuß läuft man vom Glungezer zur Weidener Hütte 2 Tage (von dort aus dann am 3. Tag auf den Rastkogel)... :D

wer kauft bitte in niedrig gelegens Skigebiet mit veralteten Liften, ohne guten Namen

Der Glungezer war mal einer der besten Tiroler Skiberge (vgl. Pause). Bietet (theoretisch) vom Gipfel bis zum Innufer eine 2000 Hm-Abfahrt.

Niedrig gelegen: Von der Mittelstation bis Schartenkogel liegen immerhin gut 820 Hm, das ist um einiges mehr als die meisten Zillertaler Höhenskigebiete. Die Bergstation liegt auf 2300 m, alles Nordhänge.

Ich war dort nur letzten Sommer, kenne das Gebiet im Winter nicht: ist die Talabfahrt zur DSB wirklich so uninteressant? Sollte man nicht evt. bei einem möglichen Neubau eher der alten Route in Richtung Inntal folgen und die Talstation verlegen? Vielleicht gäbe das auch eine interessantere Abfahrt?

Sommerimpressionen vom Glungezer und dem Weiterweg in Richtung Wattener Lizum und Hintertux:

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=52&t=32398
 
Erneuern muss ja nicht unbedingt zwangsläufig immer Massentauglich und Standardisieren heissen. Siehe Neustift oder Mieders.
Eine entspannte 1600P/h 8EUB von unten rauf (wäre auch etwas praktisches für Rodler), oben den Kombilift durch eine 1600P/h 4KSB ersetzen - diese muss aber auch im Sommer laufen. Remodellieren würde ich da nix, selbst groß Beschneien müsste man da nicht (oben ist eh sozusagen Schneesicher, wenn es da nicht schneit weil nicht kalt genug kann auch die beste Maschine nix machen). Der hintere Bereich kann gerne so bleiben (wobei eine 4KSB anstelle des SL und der 2SB natürlich toll wäre, aber dann wäre das Gebiet doch zu modern).
Die Reaktivierung der Talabfahrt würde ich schon begrüssen, allein weil man dann eine superlange Abfahrt am Stück hätte.
 
Hallo,


1600 P/h, geht sich das noch ohne große Pistenerweiterung aus?

Die Abfahrt nach Tulfes ist schon in Ordnung. Ich fahre die auch immer (meine Skier sind alt. ;) )
Nur, da geht dann ohne Beschneiung wirklich nicht's mehr. (Talstation auf 920 m.
Die Abfahrt ins Inntal runter fahre ich so oft wie möglich. Meistens geht es ein- bis zweimal pro Jahr.
Sicher eine tolle Sache, weil es 1730 Höhenmeter am Stück sind, aber finanziell ist das einfach nicht so stemmen. derzeit liegt in Volders Null cm Schnee.

Ein richtiger Gewinn wäre ein Billigst-Schlepplift bis zur Glungezerhütte rauf. ;)


Viele Grüße,

Thomas
 
Tyrolens schrieb:
Also ich sehe das eher so, dass die Einheimischen gerne zu Mittag rauf fahren und gleich oben Mittagessen. da gibt's genug Schichtler aus Wattens, die das so machen. Vergleich das einfach mal mit den diversen Rodelhütten.

Hahahahaha...der ist echt gut....also 90% der Unterländer, die ich hier kennengelernt habe, würden nur auf die Hütte gehen um ein Glas kostenloses Leitungswasser zu trinken und sich zu bechweren, dass alles so teuer ist....
Allerdings fährt auch ein Grossteil davon ausschliessliche in die Skiwelt....

Und Rodelhütten mit Skihütten kannst vom Publikum nur begrenzt vergleich. Auch die Schichtler aus Wattens können sich das ned wirklich leisten, es sei denn sie bekommen nen Rabatt...
 
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