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Neues am Glungezer – Tulfes

Die DSB hat circa 900P/h, die Steigerung da wäre eher dem morgen- und abendlichen "Ansturm" wegen. Der 2SL schafft ja auch 1200, die Piste fand ich letzte Saison meist schön breit und wenig befahren. Auch die Talabfahrt war ok, nur ist es unten halt selten möglich überhaupt zu fahren. Hier eine sinnvolle Beschneiung (einige Kanonen, die eine Grundlage legen) das würde reichen.
 
Af schrieb:
Hahahahaha...der ist echt gut....also 90% der Unterländer, die ich hier kennengelernt habe, würden nur auf die Hütte gehen um ein Glas kostenloses Leitungswasser zu trinken und sich zu bechweren, dass alles so teuer ist....
Allerdings fährt auch ein Grossteil davon ausschliessliche in die Skiwelt....

Und Rodelhütten mit Skihütten kannst vom Publikum nur begrenzt vergleich. Auch die Schichtler aus Wattens können sich das ned wirklich leisten, es sei denn sie bekommen nen Rabatt...


Unterländer halt. Ich mein richtige. ;) Die Steigerung dieses Sparwahns heißt Zillertaler :D

Passt halt auch nicht zusammen. Einerseits in der Skiwelt fahren, wahrscheinlich auch noch nett Geld für die Ausrüstung ausgeben und dann nicht mal ein Bier auf der Hütte kaufen.
Ich meine, es geht ja wohl bei der ganzen Sache um Genuss. Und der kostet halt mal.
Die Schichtler verdienen sehr gut. Die sind zwar nicht auf Sandoz-Niveau, aber einen mittleren Angestellten stecken die schnell in die Tasche. Ist aber off topic.
Ich finde nur die kulturellen Unterschied auf so engem Raum sehr interessant.


Die Talabfahrt könnte man im Rodelbahnstil beschneien. Also einen netten Weg bauen (gibt's eh schon an vielen Stellen und an einer anderen kalten, schattigen Stelle ein Schneedepot bauen und dann den Schnee per Traktor und Hänger verteilen. In Neukirchen machen die das auch so.
 
Ich denke beim Glungezer schlägt die ökonomische modernitätsfalle zu, zumindestens für einen sommerbetrieb: Denn die betriebskosten einer durchaus langen EUB mit Mittelstation, die für den Zirbenrundweg (Igls-Kofel-Zirbenweg-Tulfeinalm-Tulfes) nötig wäre, wird sich gegenüber den jetzigen anlagen nicht rechnen können, erst recht wenn man investitionskosten mit berücksichtigen würde.

Das dilemma eines inverstors ist es also, einerseits das gebiet zu kaufen, anderseits gleichzeitig die öffentliche hand zu erpressen (mit stillegung der bahnen drohend), damit sie ihm einen grossteil der neuanlagen bezahlt. Verluste verstaatlichen...as usual here... denn würde ein privater auch die investitionskosten vollends tragen müssen, würde sich am glungezer wohl garnichts rechnen.

Es werden in Tirol zig möglichkeiten ausgenutzt, um staatsgelder zweckentfremdet für eigene ziele im tourismus zu lukrieren (Kofel, Mutterer alm...). Nur eben: Ein käufer müsste das gebiet erst ein paar jahre führen um sich sukzessive in die politik einschleimen zu können. Sonst endet er so, wie die sattelalm...dort müssens etwas grundlegendes falsch gemacht haben.......

Die verbindung mit dem patscherkofel war ja vor x jahren mal geplant, über das viggartal, habe pläne dazu. Unabhängig davon, der schröcksnadel möchte bereits aus der ehemaligen abfahrt nach sistrans eine zeitgerechte piste bauen, jedoch da werde ich ganz genau schauen wie das vor sich geht- denn eine tussi aus der stadtpolitik posaunte bereits, dass es aus einem jugendfonds 700.000€ zu lukrieren gäbe, schliesslich sei die piste für die unsere Jugend.

NB: Diese illegalen tricks mit anfürsich zweckfremden budgetposten wird deshalb so praktiziert, weil eine direkte zahlung an ein einzelnes unternemen staatsrechtlich illegal wäre, und zudem staatlich geförderten wettbewerbsverzerrungen herbeiführt. So konstruiert man viele ecken und winkel, um sich dann doch das staatliche geld krallen zu können. Tourismus ist eben alles in tirol. Und mich stösst das mehr und mehr extremst sauer auf.

Leute, ihr fahrts hier ski, das ist alles schön und gut, aber was allgemein hinter den vorhängen abläuft, ist jenseits von gut und böse....und das schlimm ist, dass die medienlandschaft in tirol derart von der landespolitik abhängig ist, daß die medien ihren demokratiepolitischen auftrag in keinster weise nachkommen können...


Bin ja neugierig wie das am Glungezer abgehen wird...
 
Hallo,


So schlimm ist Tirol auch wieder nicht. Im Vergleich zum Osten Österreichs sind wir ja noch direkt vernünftig und moralisch einwandfrei unterwegs. Auch wenn, aber das ist schön länger her, die Landesregierung einige sehr reich gemacht hat (Klier und Co). Ich sag's mal so: Die meisten Investitionen sind durchaus sinnvoll. Auch am Patscherkofel, wenngleich die Beschichte um IBK + Schröxi eine extrem schiefe Optik hat. Aber als Österreicher ist man da schlimmeres gewöhnt. Wahrscheinlich wird's dort durch die Art vom Schröxi einfach massiv verstärkt. Negativ.

Wie dem auch sei, das Rad beginnt sich zu drehen und ich hoffe, dass der neue Eigentümer den Weitblick haben wird, am Glungezer etwas "anderes" zu machen.

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Tirol/119591-2/wir-hoffen-dass-es-weitergeht.csp

Noch ein Gebiet mit Beschneiung, Deppenpisten und überdimensionierten Bahnen braucht kein Mensch. Gallrauners Traum von 300 Gästebetten, auf seinem eigenen Grund und Boden errichtet, versteht sich. ;) geht da wahrscheinlich nicht in die richtige Richtung. 300 zusätzliche Betten in einem Dorf mit 1400 Einwohnern, das verändert doch irgendwie den ganzen dörflichen Charakter.
 
Die sicht des mittelgebirglers:
chrisguy, vor 1 Tag, 2 Stunden, 38 Minuten
Der betrieb bilanzierte wie es heisst bisher ausgeglichen. Bedeutet dass das skigebiet gut attraktiv ist.
Und als solches ist es auch bekannt: Ein kleines, ruhiges skigebiet mit naturschnee und interessanten geländetopologien.

Soll nun hier nach üblichen standards modernisiert werden, so würde der charakter vom glungezer skigebiet als ein "refugium der industrieskigebietsflüchtlinge" verloren gehen.

Leider ist es heute so, dass es nicht ausreichend ist eine liftanlage durch eine ebenbürtige zu ersetzen. Vielmehr muss auch die transportkapazität mindestens verdreifacht werden, und diese kapazität durch viel marketing auch möglichst ausgenützt werden. Damit sind die pisten voll, einher geht ein schneller pistenverschleiss und somit ist eine vollbeschneiung unumgänglich. Das bedingt weiter, dass die pisten vollplan sein müssen (u.a. wg. verteilung der schneihaufen mit pistenbully). Und diese banalisierung soll zudem (höchtwahrscheinlich) dann weitesthegend der steurzahler berappen?

Dazu dann mittelfristig das unvermeidbare klimbamborium an fangnetzen, gummizellenposterungen, schirmbars, walt disney(TM) kinderland, audi werbung, zauberteppich etc...

Wenn obiges die alternative zur jetzigen beschaulichkeit sein soll: Dann lieber GLUNGEZER SCHLIESSEN und den berg weiterhin den geniessern überlassen... wäre schöner, aber dazu sind wir im falschen bundesland...
 
Die sicht des mittelgebirglers:
chrisguy, vor 1 Tag, 2 Stunden, 38 Minuten

Hab ich auch gelesen, interessant... Ich habe sofort an Dich, Kris, denken müssen. Aber wenn Du es wärst, würdest Du Dich dann hier selbst zitieren? :D
 
@emilius: Doch das bin ich hier wie da.... gut erkannt, ist mir ja fast unangenehm, daß ich eine derart leicht wiedererkennbare klaue habe :-)
Der beitrag hier war in der tat ein Copy & paste meines kommentars aus dem ORF tirol forum. Habe den beitrag hier rüberkopiert, damit -äh- damit dieser erhalten bleibt, denn im ORF forum werden sämtliche kommentare nach einiger zeit automatisch gelöscht....
 
Aber verlockend ist dieses Gedankenspiel schon, ob ein Skigebiet wie der Glungezer in seiner aktuellen Form auch in Zukunft noch schaffen könnte, gewinnbringend betrieben werden könte.


Gut war der gestrige Kommentar im Bezirksblatt, sinngemäß "Der Glungezer hat den Wettlauf um die Subventionen verloren". Man geht wohl davon aus, dass die Patscherkofelbahnen samt Tuorismusverband Innsbruck und Umlande geradezu froh über die Betriebseinstellung am Glungezer wären.

Auf facebook gibt's eine "Rettet die Glungezerbahn" Gruppe - http://www.facebook.com/group.php?gid=254657092536
 
Zirbenweg: Der dürfte ja nicht wirklich das problem darstellen. Man geht ihn einfach wieder (zum Patscherkofel) zurück. Wobei es zahlreiche variationen gibt, für die fitteren zB. über den Glungezer Gipfel dann hinten rum. Oder wenns leicht sein soll etwas unterhalb entlang dem jochtal.

Der Zirbenweg ist in der tat sehr schoen (übrigens vom Klier erbaut), aber als rundweg mit 3 x Seilbahn 1x Postbus...muß man den nun wirklich nicht laufen...obwohl es mich ja freut wenn die glungezer bahnen auch im sommer surren. Solange es nicht so eine plastiklandschaft wie die muttereralm wird...
 
Ja, so ein Zirbenweg-Rundwanderweg wäre sicher auch im Interesse der Igler, weil sie dann gleich doppelt kassieren können. Und noch dazu dann Einkehr nicht auf Tulfein oder Glungezerhütte, sondern halt wieder am Kofel.
Vielleicht zimmern die dazu ja noch eine Variante über den Ampasser Kessel rein (= Naturwaldzelle).
 
Nja, Igls ist nun mal das Herz des westl. Mittelgebirges :-)))
Übrigens ist der Zirbenweg, ähnlich dem Goetheweg auf der nordkette, im sommer eine nette joggingstrecke für freizeitticketler...
Leider ist der glungezer nicht im freizeitticket dabei (so dass man sowieso auch wieder mit der kofelbahn runter fährt). Ein schwerer fehler wie ich meine, denn dieses ticket ist nun mal jenes der "lokal" fahrend wollenden bevölkerung, kris inlcuded. Zudem ist es als ganzjährig gültig (die anderen grossflächenkarten sind nur wintertickets).
 
Kris schrieb:
Ein schwerer fehler wie ich meine, denn dieses ticket ist nun mal jenes der "lokal" fahrend wollenden bevölkerung, kris inlcuded. Zudem ist es als ganzjährig gültig (die anderen grossflächenkarten sind nur wintertickets).

Das ist ein schwerer Fehler und setzt somit gar keinen Anreiz, die Runde, wie im Prospekt beschrieben, auch schnell mal durchzuführen. Wenn alles bei einer Karte dabeiwäre, wäre das keine schlechte Sache, zumal man so immerhin einen gewissen Anteil an der Karte hereinfahren könnte. Ich hoffe daher, dass sich die zuständigen Leute da was überlegen, und auch die Tirolcard meinetwege mit einem Sommerupdate versehen.

MFG Dachstein
 
Es kann sein, dass das, wie vieles andere, mit Absicht geschah und man den Glungezer quasi aushungern wollte und will. Dazu passt ja auch, dass Tulfes Mitglied beim "falschen" TVB ist.
 
Das kann schon sein. Ich hab halt die ganzen Streitereien zwischen Tulfes und ihrem TVB mitbekommen. Der war dann ja auch für so ziemlich alles schuld. ;)

Es ist immer einfacher, andere verantwortlich zu machen. Ich denke, man ist jetzt ganz schön spät dran und hätte früher agieren müssen. Die Pläne liegen ja schon lange am Tisch, es heißt Fröschl habe ich immer gesperrt, aber vielleicht hätte man von Seiten der Gemeinde zusammen mit einem starken Investor einen "buy out" versuchen sollen...
 
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