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Neues am Hochwang – Goldgruben

alpiz

Großer Müggelberg (115m)
Im Skigebiet Hochwang im Mittelschanfigg wird diesen Sommer ein neues Bergrestaurant auf Triemel gebaut, Eröffnung geplant auf Dezember 2009. Baubilder unter www.hochwang.ch
Zudem bauen die Sportbahnen Hochwang für CHF 160'000 eine neue Pistenfahrzeuggarage inkl. Werkstatt.
 
Laut einer Medienmitteilung wurde mit Günther Heis ein neuer Geschäftsführer für die Sportbahnen Hochwang gefunden. Heis, der zuvor u.a. für die Arosa Bergbahnen, die Sportbahnen Vals und die Bartholet Maschinenbau AG tätig war, wird seine Arbeit am kommenden 1. November aufnehmen, die Gesellschaft aber bereits jetzt bei laufenden Projekten unterstützen.
 
Zwischen dem Hochwanggebiet im Schanfigg und den Fideriser Heubergen im Prättigau besteht ein neuer Winterwanderweg:

Strecke 6,2 km, Wanderzeit 2 bis 2,5 Stunden. Der Weg wird mit Pistenfahrzeugen präpariert. Verpflegung in den verschiedenen Bergrestaurants möglich, Schlittenmiete im Skihaus Arflina.

https://www.hochwang.ch/winter/fuer-wanderer-winter/
 
Ohne Revision für die Wintersaison 2022/23 wird das weiter bestehen vom Skigebiet fraglich werden.

Vor knapp 40 Jahren wurden die Sportbahnen Hochwang AG gegründet. Damit legten die damaligen Enthusiasten die Basis für unser genussreiches Schneesportgebiet inmitten einer herrlichen Bergwelt und intakten Natur am Sonnenhang zwischen Chur und Arosa. Doch die Schönheit und Ruhe haben ihren Preis! Die Sportbahnen Hochwang weisen seit Beginn ein strukturelles Defizit auf. Die aktuellen Grossaktionäre sind nicht länger bereit, weitere finanzielle Mittel für den Fortbestand ein- & vorzuschiessen. Die Sportbahnen Hochwang müssen auf eigenen Beinen stehen können, weshalb einschneidende Massnahmen notwendig sind. Dazu gehört, dass die periodisch anfallenden Revisionen an den Bahnanlagen sowie Vorbereitung und Aufnahme des Winterbetriebes durch die Einnahmen aus dem Vorverkauf gedeckt sind. Konkret müssen in diesem Jahr gesamthaft CHF 350‘000 durch den Vorverkauf generiert werden.

Quelle: https://www.lokalhelden.ch/rettung-hochwang-wintersaison
https://www.hochwang.ch/
Info: https://www.blick.ch/wirtschaft/hil...kigebiet-steht-vor-der-pleite-id17480011.html
abgerufen am 11.05.2022
 
Mein Sohn und ich waren erst vor ein paar monaten das erste mal im Winter am Hochwang und haben den schönen Sonnenberg sofort ins Herz geschlossen. Das ist eine absolute Perle, ein jammer wenn man die sterben liesse, nicht nur für die Leute vor ort, drum werden wir bei dem Funding mitmachen.

Zukünftig muss aber ntrlch klar ne neue Lösung her, zB Übernahme der Sportbahnen Hochwang AG durch Arosa Bergbahnen und Gemeinde Arosa sowie Intergration in den ALH Verbund oder Schaffung eines passenden Service Public Modells. Da muss man sich im Schanfigg jetzt halt mal wieder innovativ und vor allem solidarisch zeigen.
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Ui, das wäre sehr schade um dieses Gebiet. Steht schon seit Jahren auf meiner Wunschliste, habe es aber bisher noch nicht geschafft. Von der Lage und in Sachen Gemütlichkeit her muss St. Peter - Hochwang aber fantastisch sein.
 
Wenn man einige ähnliche Fälle im AF verfolgt, wird man leider anerkennen müssen, dass (selbst wenn die Funding-Kampagne erfolgreich läuft) die Lebenszeit dieses Gebietes hierdurch um max. 2-3 Jahre verlängert wird.
 
Ja, da muss man realistisch bleiben.
Das Skigebiet hat leider keine Chance zu überleben und man muss sich fragen, ob es noch sinnvoll ist da Geld reinzuschießen, wenn man dann eh weiß, nach einer kurzen Zeit des weiteren Geldverbrennens ist es dann endgültig aus.
Es sprechen leider zu viele Fakten gegen einen wirtschaftlichen Betrieb des Skigebietes:
- In fast 40 Jahren Betrieb nie einen Gewinn erzielt (aber vermutlich hohe Verluste angehäuft)
- 2 alte Lifte, die auch irgendwann einmal erneuert werden müssen
- Relativ abgelegene Lage
- Große Konkurrenz durch mehrere attraktive Skigebiete in unmittelbarer Nähe
- Keine besondere Ausrichtung des Skigebietes oder USP (nichts was andere vergleichbare Skigebiete nicht auch haben)
- Hohe Preise (zumindest im Vergleich mit vergleichbaren Skigebieten im Ausland
- ...

Trotzdem ist es schade um jedes kleine Skigebiet das stillgelegt wird, das es die Vielfalt des Angebotes reduziert.
 
@Mt Cervino
Es stimmt, dass es irrational ist, so viel Geld auszugeben, um die Eröffnung nur einen weiteren Winter zu garantieren. Aber: Die 350'000.- dürften mehrheitlich aus dem Vorverkauf von Skiabonnements stammen (wenn also die Einwohner ein Abonnement kaufen, zu einem höheren Preis als üblich für die Unterstützung, müssen sie nicht noch eine zusätzliche Unterstützung bezahlen). Es handelt sich also nicht um eine so große Summe. Und wenn die Einwohner es für gerechtfertigt halten, so viel Geld für ein Skigebiet zu verlieren, ist das ihre Entscheidung (und ich denke, dass es eine gute Entscheidung ist).
Es ist wahrscheinlich, dass sich die gleiche Situation in 3-4 Jahren wiederholen wird. Es ist aber auch möglich, dass diese 3-4 Jahre etwas bewirken können (Übernahme durch Arosa, Investor, ...?). Wer weiß...
 
Bitter ist es für die kleinen umliegenden Dörfer natürlich schon wenn das Skigebiet ganz wegfällt.
Dann können Einheimische und Ferienwohnungsbesitzer dort gar nicht mehr Skifahren. Und dann geht die Abwärtsspirale weiter.
Keine Gäste, keine Einnahmen in Gastro etc., wegfallenden Jobs, keine Investitionen, fallende Immobilienpreise, etc.
Immer blöd, wenn es soweit kommt. Aber es lässt sich leider nicht immer vermeiden.
 
Mt. Cervino schrieb:
Immer blöd, wenn es soweit kommt. Aber es lässt sich leider nicht immer vermeiden.
Politisch wäre das Ende von Hochwang für die Gemeinde Arosa ein echtes Problem. Das Unverständnis in den Orten rund um das kleine Skigebiet wäre enorm. Man wird also früher oder später mit der Gemeinde und anderen Interessierten einen Mecano für den Erhalt finden, alles andere wäre eine grosse Überraschung.
 
Weisshorn schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
Immer blöd, wenn es soweit kommt. Aber es lässt sich leider nicht immer vermeiden.
Politisch wäre das Ende von Hochwang für die Gemeinde Arosa ein echtes Problem.
Wenn dem so wäre, hätte sich die Gemeinde Arosa doch schon längst engagiert. Das Unternehmen sucht ja schon Jahrzente ständig Geld, wurstelt vor sich hin und kann sich nichts leisten. Im Vergleich zu anderen Kleinskigebieten, die jeweils für ihre Standortgemeinde too big to fail sind und deshalb namhaft unterstützt werden, spielt Arosa mit dem Skigebiet Arosa-Lenzerheide in der obersten Liga mit und hat wenige wirtschaftliche Interessen an einem Skigebiet fernab des touristischen Zentrums. Auch könnte ich mir vorstellen, dass keine Merheit in der Bevölkerung gefunden würde für ein nahmhaftes finanzielles Engagement. Zu stark ist die Fokussierung auf das Gebiet Arosa-Lenzerheide. Und die Gemeinde Chur hat sowieso kein Interesse. Sie tut sich ja schon schwer mit Brambrüesch.

Natürlich ist es schade um so ein Gebiet. Aber wenn die Standortgemeinde nicht will, kein Investor zu finden ist, und das Skigebiet seit jeher Verluste schreibt, dann führt wohl kein Weg um eine Schliessung.
 
Wir können gespannt sein, wie die Grossgemeinde Arosa dazu steht und allenfalls reagiert. „Im Tal“ herrscht weiterhin die Meinung, dass die Gemeinde Arosa wirklich nur Interesse am Dorf Arosa hat und die Anliegen des Tales nicht genug Gewichtung haben.

Wenn die Akteure hier weitsichtig denken würden, werden sie merken, dass je länger je mehr auch das Tal an Bedeutung gewinnen wird. Die Übernachtungszahlen und vor allem die Ersteintritte zeigen nach oben und der Platz wird langsam aber sicher knapp. Es wäre sehr schade, wenn man dieses Juwel „Schanfigg“ dem Zufall überlässt und fallen lässt.

Touristisch wird das Bergtal seit einiger Zeit durch Arosa besser vermarktet, wie die Landing Page des Tourismusverbandes Arosa zeigt:
https://arosalenzerheide.swiss/de/Arosa/Entdecken/Schanfigg
 
Wenn wir dank Ihrer Unterstützung nicht nur die Finanzierungsschwelle, sondern auch noch unser Finanzierungsziel von CHF 440’000 erreichen, könnte auch noch die spätestens im nächsten Jahr fällige Revision der Skilift-Klemmen finanziert werden. Damit wäre die Sicherung der längerfristigen Zukunft des Skigebiets Hochwang wieder einen wesentlichen Schritt weiter!

Quelle: https://www.hochwang.ch/

Aktuell haben 367 Unterstützer 411'086 SFr. eingezahlt inkl. 2000 SFr. die direkt vom Plattformbetreiber stammen. Es bleibt interessant, ob das Wunschziel bis ende Sonntag erreicht wird.

Man könnte direkt wetten, wenn die nächste Betteltour wieder fällig wird. Persönlich hätte ich das Wort mittelfristig gewählt und nicht langfristig.
 
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