Keine Neuerung bei den Bahnen, wohl aber in der Infrastruktur des Orts:
25.01.2007 05:30
Am Katschberg wachsen bald Türme in den Himmel
Panorama-Residenzen Katschberg: Falkensteiner will einen 30 und einen 50 Meter hohen Turm mit insgesamt 100 Luxus-Appartements bauen.
Hotel Cristallo am Katschberg Foto: kk/cristallo
Zwei Appartement-Türme mit 14 und zehn Stockwerken sollen am Katschberg gebaut werden. Das Projekt hat die Falkensteiner-Gruppe den Anrainern, dem Rennweger Gemeinderat und Landespolitikern zwar präsentiert, gegenüber der Kleinen Zeitung gab sie sich noch zugeknöpft.
Pressekonferenz. "Es wird zum gegebenen Zeitpunkt eine Pressekonferenz geben", so die Pressesprecherin Gabriele Oberhauser. Der Südtiroler Vorstandschef Otmar Michaeler sagt nur so viel, dass "die Firmengruppe nicht über ungelegte Eier redet, bevor nicht sämtliche Bewilligungen das sind". Neben den Panorama-Residenzen, so der Titel des geplanten Projektes, wird die Falkensteiner-Gruppe auch in ein Mitarbeiterhaus mit 130 Einheiten investieren. Das Hotel "Salzburger Hof" soll übernommen und ausgebaut werden. "Wir planen auch, an einem neuen Verkehrskonzept für den Katschberg mitzuarbeiten", sagt Michaeler.
Autofreier Katschberg. Der Ortskern soll möglichst autofrei gestaltet werden, der Verkehr in Tiefgaragen und auf neu adaptierte Parkplätze ausweichen. Landesrat Reinhart Rohr, der für die rechtlichen Belange in Sachen Raumordnung verantwortlich zeichnet, sieht die Panorama-Residenzen positiv: "Hier werden nicht einfach nur zwei Türme auf den Berg gestellt. Matteo Thun, ein italienischer Stararchitekt mit internationalem Rang, hat ein äußerst kreatives Konzept geliefert." Geplant sind knapp 100 Luxus-Appartements. Der Standort ist in einer Mulde südlich des Hotel Cristallo, das ebenfalls der Falkensteiner-Gruppe gehört.
"Einstimmiger Beschluss". "Durch den Bau in der Senke werden die Bauwerke mit 50 und 30 Metern nicht so hoch wirken. Die Dächer werden in etwa gleich hoch sein, wie das des Hotel Cristallo", sagt Bürgermeister Franz Eder. Morgen, Freitag, wird in der Gemeinderatssitzung über die Widmung "Bauland Kurgebiet" abgestimmt werden. Eder erwartet sich aufgrund der positiven Stimmung einen "einstimmigen Beschluss". Josef Bogensperger junior von den Bergbahnen freut sich naturgemäß über jedes zusätzliche Bett. Die jüngsten Investitionen in die Liftanlagen amortisieren sich ab einer Bettenanzahl von 3000, derzeit gibt es 2600 Betten.
Europaweites Aufsehen. Hotelier Michael Rauter (Lärchenhof): "Die Türme werden in ganz Europa großes Aufsehen erregen. Im positiven Sinn natürlich." Touristiker Andreas Strafner glaubt, dass der Baustil für viel Furore sorgen und der Katschberg dadurch ein Alleinstehungs-Merkmal haben wird.
MARTINA PIRKER
