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Neues am Kaunertaler Gletscher

Das klingt ja alles nicht so gut für den Kaunertaler Gletscher, erst trifft es den Schlepplift Nörderjoch II und jetzt auch noch die Zufahrtstraße. Weiß man mittlerweile mehr dazu, ob der Lift neu aufgebaut wird, oder streicht man ihn aus den Pistenplänen?
 
Vielleicht sind potentielle Schwierigkeiten mit der Zufahrt durch das Kaunertal mit ein Grund dafür, warum den Bergbahnen so sehr an einem Zubringer aus dem Langtauferer Tal gelegen ist.
 
Fragezeichen hinter Zufahrt zum Gletscher im Winter.

Im Bereich Atemkopf-Hochmais ist laut Heißel ein weiter fortschreitender Erosionsprozess im Gang – nicht als einheitliche Massenbewegung wie in den letzten Jahrzehnten. Der Hang befindet sich laut dem Landesgeologen auf einer Strecke von 2,7 Kilometern in Auflösung.

Er stellt aufgrund der „längeren, deutlich klaffenden Risse“ oberhalb des Abbruchgebiets fest, dass „tiefgründigere Bewegungen“ stattfinden. Das Gutachten zieht den Schluss, dass das bestehende Monitoring der Tiwag für die Sicherung der Straße nicht geeignet sei.

Ein lawinensicherer Ausbau der östlichen Uferstraße, die derzeit als Ausweichroute dient, würde laut Heißel wahrscheinlich Jahre dauern. „Ohne Weststraße müssen wir den halben Winter sperren“, betont Gletscherbahnen-Geschäftsführer Eugen Larcher und fordert eine langfristige Lösung. Er ist „besorgt“.
Quelle: http://www.tt.com/panorama/verkehr/...en-hinter-zufahrt-zum-gletscher-im-winter.csp
 
Müssen sie halt sich beeilen mit der Bahn aus Südtirol hoch. Müsste doch machbar sein das diese im Oktober 2016 läuft.
 
Einerseits tönt das gar nicht gut, andrerseits kann man so was herrlich als Druckmittel brauchen.
Auch wenn es denn mal die Bahn aus dem Südtirol geben sollte, der Sinn dieser wäre doch wohl eher neue Kundschaft durch verkürzte Anfahrtswege zu gewinnen und nicht plötzlich nur die einzige Erschliessung zu sein.
Der Umweg übers Südtirol dürfte für die vom Inntal her kommenden Gäste das übrige tun, die Fahren dann nach Sölden oder ins Pitztal.
So hart das jetzt tönt: Entweder hat man eine da vom Nordtirol her eine Strasse wo zeitlich gesehen so offen ist wie bisher oder man wird den Betrieb einstellen müssen. Hoffen wir dass es nicht so weit kommt.
 
Und vor allem wäre das für das Kaunertal resp das ganze Oberland eine ziemlich Katastrophe. Den Südtiroler Zugang interessiert die herzlich wenig. Kommt dazu, dass Fendels zur gleichen Gesellschaft gehört und es so sehr umständlich für sie wäre ohne Nordzugang. Da MUSS eine Lösung her.
 
Wenn ein Hang oberhalb des Sees instabil ist und ein größerer Hangrutsch droht, ist das Schigebiet das kleinste Problem. Wenn man richtig Pech hat geht es wie bei der Vajont-Staumauer. Sollte die Gefahr groß genug sein muss man den See ablassen und das Kraftwerk schließen. Das wird dann richtig teuer. Dafür hätte man dann aber Platz genug für eine neue Straße. :wink:
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Wenn ein Hang oberhalb des Sees instabil ist und ein größerer Hangrutsch droht, ist das Schigebiet das kleinste Problem. Wenn man richtig Pech hat geht es wie bei der Vajont-Staumauer. Sollte die Gefahr groß genug sein muss man den See ablassen und das Kraftwerk schließen. Das wird dann richtig teuer. Dafür hätte man dann aber Platz genug für eine neue Straße. :wink:

Für den See soll ja momentan keine Gefahr bestehen. Ärgerlich ist es dennoch, da ja ein Kraftwerksausbau geplant war. Wieso ist es denn so schwer die andere Seite halbwegs lawinensicher zu machen ? Oft genug wenn ich oben war, war auch diese Seite offen.
 
Sie wird dann offen sein wenn keine Lawinengefahr besteht. Es war ja auch nur davon die Rede, dass man den halben Winter zusperren muss, nicht den ganzen.. Für einen lawienensicheren Ausbau muss man Galerien errichten und das dauert eben. Denen wird aber kaum was anderes übrig bleiben wenn man den Hang nicht sichern kann. Sie müssen jetzt die Bahn von Süd Tirol aus bauen um vorübergehend den lawiensicheren Zugang herzustellen und dann möglichst schnell die Straße sichern. Lustig wird's dann allerdings wenn man sich mal verschätzt hat und die Straße während des Tages sperren muss. Dann könnte man zwar die Leute runter bringen, aber die Autos währen eingeschlossen.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Sie wird dann offen sein wenn keine Lawinengefahr besteht. Es war ja auch nur davon die Rede, dass man den halben Winter zusperren muss, nicht den ganzen.. Für einen lawienensicheren Ausbau muss man Galerien errichten und das dauert eben. Denen wird aber kaum was anderes übrig bleiben wenn man den Hang nicht sichern kann. Sie müssen jetzt die Bahn von Süd Tirol aus bauen um vorübergehend den lawiensicheren Zugang herzustellen und dann möglichst schnell die Straße sichern. Lustig wird's dann allerdings wenn man sich mal verschätzt hat und die Straße während des Tages sperren muss. Dann könnte man zwar die Leute runter bringen, aber die Autos währen eingeschlossen.

Aber auf der lawinensicheren Seite gibt es ja auch nicht wirklich durchgehend Galerien.
Naja gab es ja vorletzte Saison mal, da haben sie dann die Lifte länger laufen lassen. Am Abend entspannt sich die Situation im Frühjahr ja eigentlich.
 
So wie ich die Artikel und die Geologen verstanden habe hat sich dort im Prinzip die ganze Einschätzung der Lage vor Ort geändert. Insbesondere die Hangbeurteilung! Wenn laut landesgeologen da auf gut 2,7km Risse oberhalb des Hangs sind die auf tiefgehende Rutschungen schließen lassen haben die dort gerade etwas andere Probleme als 'nur' ne Lawinengalerie!
Ich habe nur nicht ganz verstanden wo dieser scheinbar labile Hang ist. Sollte der an der Speicherflanke liegen dann gute Nacht Marie...
 
Natürlich braucht man keine durchgehende Galerie. Die Häge sind ja großteils bewaldet und dort gibt es keine Lawinen. Der Rest muss aber eben auch gesichert sein.

Wenn es sich abends wieder entspannt ist es ja kein Problem, aber Lawinensperren können sich auch mal über mehrere Tage hinziehen, vor allem wenn man nur eine nicht gesicherte Zufahrt hat.

Der Hang befindet sich scheinbar direkt oberhalb der Staumauer am Westufer.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Natürlich braucht man keine durchgehende Galerie. Die Hänge sind ja großteils bewaldet und dort gibt es keine Lawinen. Der Rest muss aber eben auch gesichert sein.
In einem in diesem Zusammenhang sehr lesenswerten Bericht von snowflat aus dem Mai 2008 gibt es das folgende aufschlussreiche Bild:
lvxi69d2.jpg

Auf dem sieht man, wie das "großteils bewaldet" und "keine Lawinen" auf der Stausee-Ostseite tatsächlich ausschaut. Diese Seite in einen verantwortbar sicheren Zustand für eine im Winter dauerhaft mögliche Nutzung zu bringen, dürfte einen gewaltigen Aufwand erfordern.
Seilbahnjunkie schrieb:
Der Hang befindet sich scheinbar direkt oberhalb der Staumauer am Westufer.
Nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich, wie man in einem anderen Bild aus snowflats zuvor zitiertem Bericht sieht:
zphusp87.jpg
 
Die Situation im Kaunertal ist wirklich nicht leicht.
Dort oben scheinen durch den auftauenden Permafrost wirklich die ganzen Hänge instabil zu werden (Stichwort Bliggspitze), was sicherlich auch für die Sicherheit des Stausees ein ernstzunehmendes Problem darstellt, selbst wenn die Straße komplett als Lawinengalerie ausgeführt werden würde.
Ich war öfters im Sommer oben auf dem Wiesejagglkopf und jedes Jahr poltern unzählige Massen an Gestein von den umliegenden Bergflanken auf den Gletscher drauf.
Auf dem Gletscher selber wird ein Lift nach dem anderen (erst Hoher Zahn, jetzt Nörderjoch 2) ein Opfer der Naturgewalten und auch die Steilstufe im Weißsee-Schlepplift wird zukünftig ein großes Problem darstellen.
Ein Ersatz des Weißsee-Schleppers durch ne KSB ist aufgrund des so schnell schmelzenden Gletschers gewiss nicht möglich und auch für eine EUB eignet sich das Gelände dort nicht wirklich.
Somit wird dieser Lift der nächste, der nicht dauerhaft zu halten ist.
Und mit Ochsenalmbahnen und Karlesjochbahn alleine lässt sich kein vernünftiger Skibetrieb auf dem Kaunertaler aufrecht erhalten!
Da nützt auch eine Zubringerbahn aus Langtaufers nix, der ich übrigens sehr skeptisch gegenüberstehe.
Denn das Gelände dort ist ganz und gar nicht für eine massentaugliche Skipiste geeignet, und die Verantwortlichen in Graun sollten sich lieber überlegen, ob sie die 20-25 Mio € Invest in eine Zubringerbahn zu einem in vermutlich 10 Jahren nicht mehr existenten Kleinskigebiet nicht viel besser in einen Ausbau der bestehenden Skigebiete Haideralm oder Schöneben (v.a. die Hänge nördlich von Rojen rund um die beiden Nockenköpfe gäben brauchbares Skigelände her) stecken sollten!
Und den Skiurlaubern in Feichten, Prutz und Ried würde eine solche Zubringerbahn ohnehin nichts bringen.
 
Na stimmt doch, überwiegend sehe ich da Wald. Aber dazwischen sind eben jede Menge Lawinenkegel und die sind das Problem. Ich hab ja nie angezweifelt, dass es aufwendig ist die Straße zu sichern.

Interessante Bilder. Ich glaube die können froh sein, dass sie eine Schwergewichtsmauer haben und keine Bogenstaumauer, die wäre noch anfälliger.

Das Schigebiet am Kaunertaler kann sich sowieso nur dank des Prädikats Gletscherschigebiet halten, anderenfalls wäre es schon längst dicht. Es ist abgelegen und klein, das würde kaum jemanden locken.
 
Seinen Beschlussantrag zum lange diskutierten Skigebietszusammenschluss in der Reschenregion hat der Südtiroler Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer (Süd-Tiroler Freiheit) per Aussendung mitgeteilt: Er fordert die Landesregierung darin auf, sich für die Realisierung der Skischaukel Kaunertal-Langtaufers einzusetzen.
Lift über die Grenze beantragt
 
Wie siehts hier eigentlich mit dem unsicherem Hang mit der Zufahrtsstraße für den Winter aus?
 
Neue Weichenstellung für die Anbindung von Langtaufers (Südtirol) an das Kaunertaler Gletscherskigebiet: Der Grauner Gemeinderat fasste vergangene Woche einen Grundsatzbeschluss für das Zusammenschlussprojekt.
"Ruck am Reschen"
 
Weiß jemand wie es mit dem Nörderjoch 2 ausschaut? Kommt da ein Neubau?
 
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