Schurti schrieb:
Dokumente und Pläne zur neuen Bahn Kronplatz 1 + 2 sowie den neuen Skipisten können unter
https://umwelt.provinz.bz.it/umweltpruefungen/archiv-uvp-sup-screening-ippc-verfahren.asp angeschaut werden
Total interessante Unterlagen, vielen Dank dafür!
Hab es gestern mal kurz überflogen. Das, was mir noch aufgefallen ist und vielleicht noch nicht genannt wurde:
*Neben den beiden vorhandenen Talabfahrten "Sylvester" und "Hernegg" soll eine mittelschwere, neue Piste "K1+2" gebaut werden. Letztlich fährt man dafür wohl ein Stück Sylvester, dann gibt es eine neue Piste bis zum neuen Standort der Mittelstation (bei den drei Portalstützen von Kronplatz 2000), unterhalb dieser neuen Mittelstation führt die neue Piste wohl in Serpentinen weiter nach unten bevor sie auf dem letzten Stück bei der Hernegg (wahrscheinlich im Flachstückbereich) einbiegt.
*Insgesamt sind für das Projekt 29 Mio. Euro veranschlagt, auf die neue 10er EUB entfallen rund 20 Mio. Euro, der Rest geht für die neue Talabfahrt und Pistenverbreiterungen drauf. U.a. soll die Piste "Trass" auch wieder reaktiviert werden, zudem soll die Verbindungspiste von Sylvester Richtung jetziger Standort Mittelstation K1+2 verbreitert werden.
*Die Arbeiten für die Piste "K1+2" sollen wohl bereits in diesem Jahr ab ca. Mitte April erfolgen, so ist es im Projektplan angedacht. Bevor mit den Holzarbeiten begonnen werden kann, gibt es die Auflage, mehrere Ameisenvölker, die sich im Bereich des Gipfels befinden, umzusiedeln - in den Unterlagen ist von "überraschend vielen" Ameisenvölkern die Rede
*Die jetzige "K1+2"-Gondel soll nach der nächsten Wintersaison ab Mitte April rückgebaut werden, die jetzige Mittelstation wird komplett aufgelassen. Ab Mitte April 2025 beginnt dann auch der Bau der 10er EUB "K1+2", der bis zum Herbst mit einem einwöchigen Probebetrieb abgeschlossen werden soll.
*Über die bestehende Gondel "K1+2" (einer meiner Lieblingsgondeln im Alpenraum) heißt es, diese wäre mittlerweile veraltet

. Einige der Stützen bzw. die Stützenfundamente würden noch von der 1986 errichteten Vorgängerbahn stammen und müssten dringend ausgetauscht werden. Die anstehende Revision der Gondel hätte zur Folge, dass etliche Teile komplett ausgetauscht werden müssen, so dass ein Neubau, der weitgehend auf der gleichen Waldschneise erfolgen kann, wirtschaftlich und vom Energieverbrauch (Annahme ist, dass 10% weniger Strom verbraucht werden wird trotz höherer Förderkapazität) sinnvoll sei.
*Die jetzige Mittelstation befindet sich am Rand eines Gebiets, in dem der Hang in Bewegung ist. Es wären umfangreiche Sicherungsmaßnahmen getroffen worden, gerade zu Betriebsbeginn der jetzigen K1+2 hätte es aber immer wieder Beeinträchtigungen im Betrieb gegeben. Das sei wohl in den letzten Jahren durch eine Vielzahl von Maßnahmen besser geworden, ganz zur Ruhe gekommen wäre der Hang trotzdem nie. Von daher war es keine Option, eine neue Mittelstation wieder an dieser Stelle zu errichten.
*Bisher wird die existierende Gondel "K1+2" im Bereich der Mittelstation verschwenkt, es ist also keine gerade Linie vom Tal bis zum Gipfel. Bei der neuen Bahn wird diese Verschwenkung nicht im Bereich der Mittelstation erfolgen, sondern über mehrere Stützen hinweg auf der 2. Sektion (Modell K2000, wie mit den Portalstützen)
*Heute ist es ja so, dass die zweite Sektion von *K1+2" deutlich kürzer ist als die erste Sektion. Dieses Verhältnis wird sich mit dem Neubau ändern. Die kürzere Sektion wird die untere sein (vom Tal zur Mittelstation), die längere ab der Mittelstation bis zur Bergstation. Die Fahrzeit für die untere Sektion ist mit knapp 5 Minuten angegeben, für die obere Sektion mit gut 5 Minuten, Geschwindigkeit 6,5 m/s.
*Die Anzahl der Stützen von jetzt 39 wird sich verringern. Genaue Zahl müsste ich nochmal nachschauen, aber ich meine irgendwas um die 24.
*Bislang ist das Kabinenmagazin (der Gondelbahnhof) rein an der Talstation untergebracht. Künftig werden die Gondeln der unteren Sektion im Tal, die der oberen Sektion an der Mittelstation garagiert.
*Die Kommandokabine im Tal wird auf die andere Seite der Bahn gesetzt. Sie wird wie bei der Gondel Ried mit grauen Paneelen verkleidet werden. Die Drehrichtung der Gondel ändert sich nicht, sie fährt weiterhin gegen den Uhrzeigersinn.
*K2000 bleibt als Sommerbahn erhalten, K1+2 wird eine reine Winterbahn und im Sommer nur eingesetzt werden, wenn bei K2000 Wartungsarbeiten anstehen oder z.B. sie als Verstärkerbahn eingesetzt werden muss.