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Neues am Pitztaler Gletscher

Mehr Details zum Projekt:
Funifor Fernerjoch (2.480 m ü.A. bis 3.160 m ü.A.):
Es ist geplant, die seilbahntechnische Verbindung mittels Funifor vom Felsrücken linksufrig unterhalb der Zunge des Mittelbergferners auf den Sattel zwischen Linker Fernerkogel und Schwarzer Schneid zu führen. Neben Tal- und Bergstation sind für diese Seilbahn zwei Stützen notwendig und werden auf einer Länge von ca. 1.670 m rund 680 hm überwunden. Der geplante Talstationsbereich befindet sich beim Felsrücken linksufrig unterhalb der Gletscherzunge des Mittelbergferners, außerhalb des vergletscherten Bereiches. Die Bergstation befindet sich auf ca. 3.160 m am Sattel zwischen Linker Fernerkogel und Schwarzer Schneid. Die Errichtung der Bergstation erfolgt über die Herstellung eines Felseinschnittes in den westlichen Ausläufer des Felsrückens, der vom Tiefenbachferner auf das Fernerjoch verläuft. Die maximale Höhe der Einschnittböschung beträgt dabei rund 18 m. Vom Ausstiegsniveau der Seilbahn stellt ein Schiweg den Anschluss zum südlichen Gletscherbereich dar. Der Pistenanschluss zum Karlesferner erfolgt vom Betonbau der Bergstation ausgehend über eine kurze Schüttung am Sattel. In diesem Bereich und im südlich bereits eisfrei gewordenen Anschlussgelände an das Fernerjoch soll der Rest des Aushubs von der Bergstation eingebaut werden (Massenausgleich). Die erste Stütze, mit einer Höhe von ca. 20 m, kommt auf 1.200 m bergseitig der Talstation zu liegen, die zweite Stütze, mit einer Höhe von 19 m liegt ca. 260 m bergseitig der Stütze eins. Die Stützen sind als verzinkte Stahlkonstruktion in Fachwerkbauweise konzipiert. Die für den Betrieb der Anlage erforderlichen Steuerungs- und Streckenkabel werden in den beiden Tragseilen geführt, es erfolgt keine Verlegung mittels Kabelkanal. Die Anlage wird als 100-Funifor mit zwei Fahrspuren und zwei Kabinen (Fassungsvermögen jeweils 100 Personen) konzipiert; die Förderleistung beträgt ca. 1200 P/h.

Schiweg Karlesferner:
Der Schiweg beginnt am Ende des Gletschereises des Karlesferner auf einer Seehöhe von rund 2.690 m mit einer Breite von ca. 6 m und quert den Schmelzwasserbereich des Karlesferner auf einer Seehöhe von 2.650 m mit einer Brücke. Anschließend quert der Schiweg die Schmelzwasserrinne des Hangenden Ferner in Form einer Furt. In der Folge wird der Schiweg auf einer Länge von ca. 200 m zu einer Piste mit einer Breite von ca. 40 m aufgeweitet. Anschließend folgt wiederum ein Schiwegabschnitt überwiegend im Felseinschnitt mit lokalen Schüttungen (talseitig mit Grobsteinschlichtungen gesichert einschließlich Absturzsicherungen) bis zur Querung auf die verbliebene Zunge des Mittelbergferner und hier bis zur Einbindung in den bestehenden Notweg. Vom bestehenden Notweg folgt eine Abzweigung im Felseinschnitt auf einer Seehöhe von ca. 2.500 m zur geplanten Talstation.
Das Material aus den Abtragen wird in lokale Schüttungsbereiche und vor allem im Bereich der Pistenaufweitung eingebaut, wodurch der gesamte Schiweg im Massenausgleich hergestellt wird. Der Schiweg bedingt Geländeveränderungen im Ausmaß von knapp 3 ha.

Schitechnische Nutzung im vergletschertem Bereich:
Von der geplanten Bergstation ist geplant mittels Präparierung die Gäste sowohl auf der Nordseite bis zum Ende des Karlesferner/Beginn des Schiweges als auch auf der Südseite bis zum Mittelbergferner und letztlich bis zur Talstation zu führen. Die Nutzbarmachung der Pistenflächen erfolgt dabei mit dem am Gletscher befindlichen Schnee, der aufgebaut, bedarfsgerecht verteilt und anschließend geglättet wird. Die im Pistenbereich angetroffenen Spalten werden mit Schnee aufgefüllt. Die Pisten sind mit einer Breite von rund 25 m geplant.

Quelle: Funifor Fernerjoch samt Schiweg und Piste
 
Hier ein paar Bilder des Bereichs von letztem Jahr August, aufgenommen von der Braunschweiger Hütte aus:
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Von welchem Zeitfenster wird bei dem geplanten Projekt ausgegangen? Kennt jemand den Zeitplan?
 
spinne08 schrieb:
Von welchem Zeitfenster wird bei dem geplanten Projekt ausgegangen? Kennt jemand den Zeitplan?
Sehr schwer zu sagen. Es hängt erstmal davon ab, ob die Bergbahnen den Weg der UVP gehen wollen. Wenn ja, dann hängt es davon ab, ob die UVP ohne Benastandungen durchgeht oder ob Nachbesserungen am Projekt gemacht werden müssen. Ferner sind diverse Einsprachen und Klagen denkbar, die das Projekt verzögern. Die Pitztaler haben sich in der Vergangenheit ja durchaus das eine und andere Eigentor geschossen. Da werden sehr viele ganz besonders hinschauen.

Sollte sich die Bergbahn gegen die UVP entscheiden, ist das Projekt eh erldeigt. Aber das kann ich mir nicht vorstellen.

Genauer kann man über einen Zeitplan sprechen, wenn eine mögliche UVP positiv ist und keine Einwände/Klagen möglich sind und die Bergbahnen selber einen Zeitplan öffentlich machen.
 
Ich mag den Pitztaler Gletscher und fände eine Erweiterung des Gebietes gut. Mit 60 + ist nur die Frage, ob ich es in meinem Skifahrerleben noch nutzen kann? :?:
 
Wo ist das Eis wohl hin?

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Weiß jemand warum die Mittelbergbahn zur 6er EUB umdeklariert wurde? Ich kann mich nicht erinnern, dass mir das letztes Jahr schon aufgefallen wäre.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Weiß jemand warum die Mittelbergbahn zur 6er EUB umdeklariert wurde? Ich kann mich nicht erinnern, dass mir das letztes Jahr schon aufgefallen wäre.
Ich kann nur eine Vermutung aufstellen: Bereits vor Jahren stand in der Talstation ein Hinweis, man solle die Kabine bitte nir mit 6 Leuten füllen, damit in der Mittelstation noch Plätze frei sind. Vielleicht will man das den Leuten schon vor dem Besuch "eintrichtern", damit sie sich daran halten.
 
Nein, ich meinte genau den Hinweis. Hab ich wohl letztes Jahr übersehen. Aber die Erklärung macht natürlich Sinn.
 
Noch zwei Fernaufnahmen des Gletschers vom letztwöchigen E5, Aufnahmeort im Umfeld der Braunschweiger Hütte:

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Am Pitztaler wurden wieder Bagger aufgefahren ... zu Recht oder Unrecht? Der Landesumweltanwalt schlägt Alarm.
Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer schlägt Alarm: Am Pitztaler Gletscher wird derzeit massiv im ewigen Eis gebaggert, er fordert in einer Sachverhaltsdarstellung eine behördliche Überprüfung. Die Gletscherbahnen weisen hingegen darauf hin, dass im Rahmen der Erfüllung ihrer Sorgfaltspflichten im Pistenbereich Sicherungsarbeiten stattfinden würden.
Quelle: Aufregung am Pitztaler Gletscher: Im ewigen Eis wird massiv gebaggert
 
Sind nicht auf so ziemlich jedem Gletscher im Sommer/Herbst Bagger?
 
Nocki schrieb:
Sind nicht auf so ziemlich jedem Gletscher im Sommer/Herbst Bagger?

Eigentlich schon. Wie sollten die Spalten und Gefahrenstellen denn sonst geschlossen werden??
Wo ist eigentlich Felix N. aus G.?? Die moralische Instanz und Kämpfer für alles muss da doch bestimmt seine Expertise dazu abgeben.
 
Spalten schließen schön und gut, aber muss man in der heutigen Zeit tatsächlich noch flächig den Gletscher einebnen wie auf dem Foto zu sehen? Da geht’s ja nicht um Spalten zuschieben. Die Relation zum Bagger lässt eher auf das abtragen von mehreren Metern Eisdicke und Pistenmodellieren schließen.

Auch als absoluter Skifanatiker ist mir das einfach zu weit drüber. Und schlicht nicht mehr angemessen.

Wäre froh wenn ich die Größenordnung falsch einschätze aufgrund des einen Fotos aber bei den Pitztalern muss man ja leider immer in Raubbau dimensionen denken…
 
Also der Bagger auf dem Bild in der TT ist türkisfarben. Die Bagger auf dem Bild der Dolomitenstadt sind gelb und orange. Demnach dürfte eines der Bilder nicht aktuell sein?!
 
Der Bericht von Dolomitenstadt ist aus 2019.

Aber schon komisch warum immer nur Bildausschnitte gezeigt werden.
 
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