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Neues am Stubaier Gletscher

Eigentlich können einem die Stubaier echt leid tun. Bei solchen Bildern könnte ich als Geschäftsführer wohl nicht mehr ruhig schlafen....
 
Vielen Dank für die Bilder aus dem Sommer. Das ist ein sehr trauriger Anblick :( . Wird die Beschneiungsanlage im Zuge der Bauarbeiten an der Bergstation nach oben zum Joch verlängert? Das wäre sehr sinnvoll, besonders zur Verbesserung der Pistenverhältnisse zum Saisonstart und zum Erhalt des Restgletschers. Besten Dank im Voraus.
 
Auch noch zu dem Thema:
Der Klimawandel macht sich immer deutlicher bemerkbar. Am Stubaier Gletscher in Tirol müssen die Betreiber eingreifen: Die Bergstation der Eisjoch-Sesselbahn wird im kommenden Sommer abgerissen und 25 Meter tiefer neu aufgebaut.
Der Plan sieht vor: Abriss der bestehenden Bergstation, Abtragen eines Felskopfes unter der aktuellen Plattform, Abflachen einer angrenzenden Felswand und Wiederaufbau der Bergstation an fast derselben Stelle, jedoch 25 Meter tiefer.
Betreiber vs. Naturschutz:
Der Betreiber spricht von einer klassischen Instandhaltungsmaßnahme. Ein Naturschutzgutachten äußert dazu Bedenken und stellt fest, dass das Projekt möglicherweise über eine reine Instandhaltung hinausgeht. Daher liegt nun bei den zuständigen Behörden die Frage, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) verpflichtend ist.
Die Anpassungen kosten schätzungsweise rund 10 Millionen Euro. Die Arbeiten sind für den kommenden Sommer geplant.
Quelle: Bergstation 25 Meter tiefer: Stubaier Gletscher passt Lift wegen schmelzendem Gletscher an
 
Auch die Umlenkstation des Schlepplifts Eisjoch II und Teile der Lifttrasse müssen angepasst werden.

Es steht auch noch dabei, dass das frei werdene Gestein vom Eisjoch II zum Windachferner zur Pistenverbesserung gebracht werden soll. Plant man also beide Schlepplifte wiederaufzubauen? Das würde vielleicht auch erklären, warum sie beide noch im Pistenplan eingezeichnet sind.
 
Auf der ursprünglichen Trasse erscheint eine Realisierung des Windachferner-Schlepplifts eher fraglich. Vermutlich wären dafür größere Erdarbeiten erforderlich, was gegebenenfalls auch entsprechende Prüfverfahren (UVP) nach sich ziehen könnte.

Naheliegend wäre aus meiner Sicht, dass das anfallende Material vom Abtrag bei der Eisjoch Bergstation, im Bereich des (ehemaligen) Windachferner-Gletschers genutzt wird, um die Verbindungspiste zur Wildspitzbahn zu optimieren. Diese präsentiert sich aktuell im Wesentlichen als aufgeschütteter Schneedamm.

Auf den vorherigen Seiten finden sich bereits einige Bilder zum sommerlichen Zustand ohne Schneedecke, sowie ergänzend dazu hier noch eine aktuelle Aufnahme aus dem Winter (rechts unten die Bergstation der Eisjochbahn):

IMG_6115.jpeg
 
Für den ganzen Umbau an der Bergstation Eisjoch samt Begleitmaßnahmen ist KEINE UVP notwendig:
Es wird festgestellt, dass für das Projekt „Tieferlegung Bergstation 6KSB Eisjoch am Stubaier Gletscher“, konkret die Maßnahmen Tieferlegung Bergstation 6KSB Eisjoch samt Anschüttung des überschüssigen Aushubmaterials an der Nordflanke zwischen Schaufeljoch und Eisjoch, Tieferlegung des westlich der Bergstation 6 KSB Eisjoch angrenzenden Pistenübergangs, Gründung der Gletscherstützen 9 – 15 auf festen Untergrund, Stilllegung und Rückbau des Schlepplifts Eisjoch II und Errichtung einer Baustraße, nach Maßgabe der vorgelegten und signierten Projektunterlagen mit dem Titel „Tieferlegung Bergstation 6KSB Eisjoch“, erstellt von der ingena ZT-GmbH, Maximilianstraße 2, 6020 Innsbruck, datiert mit 08.01.2026, eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß § 3 Abs. 7 iVm §§ 2 Abs. 2, 3 Abs. 1 und 5, 3a Abs. 1 Z 2 sowie Anhang 1 Z 12 lit. a UVP-G 2000 nicht durchzuführen ist.
Quelle und jede Menge Details, z.B. Grafiken: Wintersport Tirol AG & Co Stubaier Bergbahnen KG; Tieferlegung Bergstation 6KSB Eisjoch am Stubaier Gletscher; Feststellungsverfahren nach dem UVP-G 2000; BESCHEID
 
Arlbergfan schrieb:
Also wird die Bergstation tiefergelegt, eingehaust und mit einem Tunnelausgang kommt man Richtung Windachferner?

Genau so lese ich es raus. Und alle Gletscherstützen entfallen. Spannend nur, ob es in diesem Zuge auch umfangreiche Renovierungen an der Bahn geben wird - z. B. Steuerung, Facelift Talstation, neue Sessel. Würde sich anbieten - dann ist die Anlage wieder Up- to Date.

Edit: der Eisjochschlepplift ist damit endgültig Geschichte und der Skiweg Jochdohle Eisjochbergstation wird vom Gefälle steiler. Aus Sicht der Skifahrer eine gute Sache.
 
Also aus meiner Sicht wär es dann doch sinnvoller die Bahn gleich ganz neu zu bauen,
Die schon ziemlich alt und eine der frequenzstärksten Bahnen im Alpenraum.
Wenn man jetzt noch dazu soviel neu machen muss(dafür viel Geld ausgibt) wäre ein kompletter Neubau aus Bergbahnsicht doch sinnvoller oder?
Mir soll's Recht sein, ich mag die alte Eisjochbahn nämlich :D
 
Skiwelt07 schrieb:
Also aus meiner Sicht wär es dann doch sinnvoller die Bahn gleich ganz neu zu bauen,
Die schon ziemlich alt und eine der frequenzstärksten Bahnen im Alpenraum.
Wenn man jetzt noch dazu soviel neu machen muss(dafür viel Geld ausgibt) wäre ein kompletter Neubau aus Bergbahnsicht doch sinnvoller oder?
Mir soll's Recht sein, ich mag die alte Eisjochbahn nämlich :D
Ich glaube man baut nur um da die Umwandlung von einem Gletscherskigebiet zu einem Winterskigebiet noch nicht abgeschlossen ist.
Derzeit ist wohl das Stadium Toteisskigebiet erreicht.
In ca. 5 - 10 Jahren werden wohl die letzten Eisfelder abgeschmolzen sein.
Dann bricht der Berg auf natürliche Weise durch Berg- und Felsstürze in sich zusammen oder man hilft durch Sprengungen und Abgrabungen etwas nach und modelliert aus dem Berg mit vielen alpinen Gefahren einen Skifahrtauglichen großen Hügel. Danach kann man die von allen Seiten her die bestehenden Lifte ( Eisjoch, Schaufeljoch, Windachkar, Gaiskar ) und die Jochdohle neu bauen.
Dies wäre dann das sehr attraktive Zentrum des neuen Stubaier Winterskigebiet 2033.
 
Stimmt soweit, wobei ich schon glaub dass der daunferner noch länger als 5-10 Jahre hält.
Und wegen selbigem würde ich es auch aktuell noch als Gletscherskigebiet bezeichnen und nicht als Toteisskigebiet
 
Skiwelt07 schrieb:
Stimmt soweit, wobei ich schon glaub dass der daunferner noch länger als 5-10 Jahre hält.
Und wegen selbigem würde ich es auch aktuell noch als Gletscherskigebiet bezeichnen und nicht als Toteisskigebiet
Ich glaubte auch das dauert bis 2030.
Aber in den letzten 2 - 3 Jahren hat sich der Gletscherverlust vom Eisgrat bergauf extrem beschleunigt.
Offensichtlich beschleunigt sich alles wenn der Gletscher dünner wird sowie wenn immer mehr Fels vorhanden ist erwärmt sich alles noch schneller.
Meiner Meinung nach sind von den früher 5 erschlossenen Gletschern nur mehr der Daunferner übrig. Mit der Zubringerbahn Rotadl kann man dort noch für wenige Jahre mit den 3 Schleppern Gletscherskibetrieb machen.
Die restlichen 4 Gletscher sind nur mehr Toteisfelder und daher sehr dringend zu sanieren solange der Daunferner noch Gletscher ist.
Um das Gletscherskigebiet in ein hochgelegenes Winterskigebiet zu verwandeln ist eigentlich nur eine große Lösung nachhaltig.
Der Fels- und Bergsturz gefährtete Berg muß abgetragen und zu einem großen Hügel umgewandelt werden um Liftanlagen vor Zerstörung zu schützen und Meschen und Skifahrer vor alpinen Gefahren zu schützen.
Danach muß man 4 Lifte neu bauen. Gaiskarferner, Windachferner, Eisjoch und Schaufeljoch sowie das Restaurant Jochdohle.
Um das alles zu bauen braucht man einige Bausommer.
Und dann gehts gleich am abgeschmolzenen Daunferner weiter.
Und was ist mit Fernau. Diese Piste ist durch den Steilhang am Anfang und der Mulde in der Mitte auch dringend zu sanieren.
Viel Arbeit für die Stubaier Gletscherbahn in den nächsten 10 Jahren.
Oder zu viel Arbeit? Stilllegung des ( Gletscher) skigebietes und Abbau aller Anlagen außer der 3S Bahn?
Was glaubt Ihr!
 
Also ich geb dir in eigentlich allen Belangen Recht.
Aber an eine Stillegung des Stubaier Gletschers in den nächsten Jahren glaub ich nun wirklich nicht.
Die machen durch die nähe zu Innsbruck so einen Mordsumsatz, wenn die das nich schaffen dann wüsst ich nich wer sonst
 
Die meisten französischen Gebiete (außer L2A und in Teilen Tignes) hat es vor ca. 15 Jahren ähnlich getroffen. Dort hat man die meisten Gletscherlifte abgetragen und dafür die darunter liegenden Sektoren attraktiver und massentauglicher gestaltet.

Nur mal als Gedankenspiel:
Die Verbindungen Schaufeljoch bzw. Eisjoch -> Gaißkar und Eisjoch -> Wildspitze -> Daunferner kann man sich aus ökonomischen Gründen prinzipiell schenken (nicht, dass ich es persönlich total reizvoll finde, zum Daunferner über die "Hintertür" zu fahren!). Wenn die Schaufelspitze generell zu brüchig ist und dort alle Infrastruktur abgetragen werden müsste, wird man die Zufahrt zum Gaißkar übern Pfaffengrat aufrecht erhalten, was dem Ganzen dann eigentlich einen netten, entlegenen Charakter gäbe.

Der Funpark liese sich auch am Eisjoch III bauen.

Rotadl -> Daunferner wird sicher noch recht lange gehen, mit etwas Massage am Rotadl. Daunscharte... hm, das könnte auch bald eng werden, dort einen Lift aufrecht zu erhalten. Erinnert irgendwie an den SL Kamel in Saas Fee.
 
Ist keine direkte News aber ich habe gerade gesehen, dass heute tatsächlich mal wieder der SL Fernau in Betrieb ist.
Den hab ich sonst noch nie in Betrieb gesehen und dachte auch nicht dass er je wieder läuft.
 
Reginleif schrieb:
Ist keine direkte News aber ich habe gerade gesehen, dass heute tatsächlich mal wieder der SL Fernau in Betrieb ist.
Den hab ich sonst noch nie in Betrieb gesehen und dachte auch nicht dass er je wieder läuft.
Lief letzte Saison auch einige Wochen.
 
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