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Neues am Stubaier Gletscher

snowflat schrieb:
Für den ganzen Umbau an der Bergstation Eisjoch samt Begleitmaßnahmen ist KEINE UVP notwendig:
Es wird festgestellt, dass für das Projekt „Tieferlegung Bergstation 6KSB Eisjoch am Stubaier Gletscher“, konkret die Maßnahmen Tieferlegung Bergstation 6KSB Eisjoch samt Anschüttung des überschüssigen Aushubmaterials an der Nordflanke zwischen Schaufeljoch und Eisjoch, Tieferlegung des westlich der Bergstation 6 KSB Eisjoch angrenzenden Pistenübergangs, Gründung der Gletscherstützen 9 – 15 auf festen Untergrund, Stilllegung und Rückbau des Schlepplifts Eisjoch II und Errichtung einer Baustraße, nach Maßgabe der vorgelegten und signierten Projektunterlagen mit dem Titel „Tieferlegung Bergstation 6KSB Eisjoch“, erstellt von der ingena ZT-GmbH, Maximilianstraße 2, 6020 Innsbruck, datiert mit 08.01.2026, eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß § 3 Abs. 7 iVm §§ 2 Abs. 2, 3 Abs. 1 und 5, 3a Abs. 1 Z 2 sowie Anhang 1 Z 12 lit. a UVP-G 2000 nicht durchzuführen ist.
Quelle und jede Menge Details, z.B. Grafiken: Wintersport Tirol AG & Co Stubaier Bergbahnen KG; Tieferlegung Bergstation 6KSB Eisjoch am Stubaier Gletscher; Feststellungsverfahren nach dem UVP-G 2000; BESCHEID

Beispiellose Eingriffe und Zerstörungen mit Rückendeckung.
Wer über Charakter und Gewissen verfügt, muss das höchst kritisch sehen.
 
Trall schrieb:
Info aus dem Nachbarforum:
Die Wildspitzbahn wird nächstes Jahr um drei Stützen und ca. 65 Höhenmeter nach unten verlängert.
https://www.tirol.gv.at/fileadmin/b...en_KG__Neustift_im_Stubaital__Verlaengeru.pdf

Es sollen künftig 105 Sessel in Betrieb sein. Momentan sind es laut Liftworld 63 Stk. Da würde sich ja anbieten die restlichen 42 Stk. von der Scheidtobelbahn aus Oberstdorf zu holen auch wenn diese 12 Jahre älter sind, sofern diese Anlage nicht weiterverkauft wird. Oder man tauscht die 20 Jahre alter komplett durch Neue.
 
Arlbergfan schrieb:
Vielen Dank für den ersten Beitrag mit spannenden Bildern @visi0n

Ich nehm gleich mal ein Bild her: Hier kann man doch die neue Talstation der DSB Wildspitz bereits erkennen?

Stehe ich auf dem Schlauch? Das ist die aktuelle Talstation, die wird ja erst noch tiefergelegt nächstes Jahr.
 
RexRocker schrieb:
Arlbergfan schrieb:
Vielen Dank für den ersten Beitrag mit spannenden Bildern @visi0n

Ich nehm gleich mal ein Bild her: Hier kann man doch die neue Talstation der DSB Wildspitz bereits erkennen?

Stehe ich auf dem Schlauch? Das ist die aktuelle Talstation, die wird ja erst noch tiefergelegt nächstes Jahr.

Ich glaub er meint dass man den neuen Standort erkennen kann.
Dort wo diese "Ebene" ist
 
firngleiter schrieb:
Beispiellose Eingriffe und Zerstörungen mit Rückendeckung.
Wer über Charakter und Gewissen verfügt, muss das höchst kritisch sehen.

Der Großteil der Bewohner dieses Tales sieht deine polemische Aussage sicherlich anders ;)

Meiner Meinung nach sollte das Gebiet noch konsequenter optimiert werden.
 
Skiwelt07 schrieb:
RexRocker schrieb:
Stehe ich auf dem Schlauch? Das ist die aktuelle Talstation, die wird ja erst noch tiefergelegt nächstes Jahr.
Ich glaub er meint dass man den neuen Standort erkennen kann.
Dort wo diese "Ebene" ist
Das würde ich bezweifeln, denn die neue Talstation wird sicher hinter dem erkennbaren "Horizont" von der Felswand links sein. Und so weit runter sind keine 300m mehr :wink:
 
basti.ethal schrieb:
firngleiter schrieb:
Beispiellose Eingriffe und Zerstörungen mit Rückendeckung.
Wer über Charakter und Gewissen verfügt, muss das höchst kritisch sehen.

Der Großteil der Bewohner dieses Tales sieht deine polemische Aussage sicherlich anders ;)

Meiner Meinung nach sollte das Gebiet noch konsequenter optimiert werden.

Jedes Tal und jeder Ort hat Bewohner.
Irgendeine Anzahl von Bewohnern kann niemals ein Grund sein, dort die Natur beispiellos zu zerstören.
Die Betreiber des "Stubaier Gletschers" verfügen mitunter vermutlich über enorme Rückendeckung von Land und Behörden - nur darum ist das alles möglich. (Ich schreibe hier "mitunter vermutlich", wer etwas anderes denkt, ist ein Schelm.)
Jeder Carport-Besitzer (somit auch Bewohner), der seine Carport-Auskragung um 10 cm Richtung Nachbargrund/öffentlichen Grund überschreitet ist ein Bausünder, obwohl der Mindestabstand ohnehin schon 3 m war.
Was manche in der hochsensiblen Höhenlage aufführen, ist frei von Sinn und Anstand.
Das ist meine klare Haltung dazu.
 
firngleiter schrieb:
Die Betreiber des "Stubaier Gletschers" verfügen mitunter vermutlich über enorme Rückendeckung von Land und Behörden - nur darum ist das alles möglich.

Du bist da bestimmt was ganz großem auf der Spur.
Sollte sich bewahrheiten, dass große Wirtschaftsorganisationen (egal welcher Branche) Einfluss auf politische Entscheidungen haben, wäre das sicherlich ein absolutes Novum!

Können wir ja von Glück reden, dass die Kiesgrube um die Ecke oder der Tagebau in der Lausitz geografisch bevorteilt wurden und nicht auf 3000m Seehöhe liegen.
Sonst dürfte man dort auch kein Loch mehr buddeln, ohne mit Schmutz beworfen zu werden.

Allerdings sollten wir nun lieber zum Thema zurückkommen ;)
 
basti.ethal schrieb:
firngleiter schrieb:
Die Betreiber des "Stubaier Gletschers" verfügen mitunter vermutlich über enorme Rückendeckung von Land und Behörden - nur darum ist das alles möglich.

Du bist da bestimmt was ganz großem auf der Spur.
Sollte sich bewahrheiten, dass große Wirtschaftsorganisationen (egal welcher Branche) Einfluss auf politische Entscheidungen haben, wäre das sicherlich ein absolutes Novum!

Können wir ja von Glück reden, dass die Kiesgrube um die Ecke oder der Tagebau in der Lausitz geografisch bevorteilt wurden und nicht auf 3000m Seehöhe liegen.
Sonst dürfte man dort auch kein Loch mehr buddeln, ohne mit Schmutz beworfen zu werden.

Allerdings sollten wir nun lieber zum Thema zurückkommen ;)

Mal ehrlich: Das Skigebiet Stubaier Gletscher ist ohnehin schon so stark umgebaut und "optimiert" worden, dass die jetzt durchgeführten Arbeiten im Grunde nur Teil eines weitergehenden Transformationsprozesses einer Kulturlandschaft sind, in der es keinen großen Schutzbedarf (mehr) gibt.
 
Vor ein paar Jahren (2? 3?) war ja das Interview mit Klier in der TZ, damals gab er dem Eisjoch 5-10 Jahre und dem Dauni 10-20. Und die Prognosen sind eher am unteren Rand eingetroffen mittlerweile. Erschreckend wie schnell es mittlerweile geht, siehe z.B. Webcam an der Braunschweiger Hütte, dem Ende des Mittelbergferners kannst auf Tagesbasis die Verluste ansehen.
 
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Stützen stehen alle und es wurde mit Seilzug begonnen

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Förderband wurde verlängert

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Ich hoffe, sie haben bei der Planung der Bergstation den angrenzenden Felsen berücksichtigt ... sonst könnte das noch unnötig "spannend" werden.
 
Interesaant finde ich den letzten Streckenmasten: Fuer diesen wurde zunachst ein tiefer (15-20m?) Einschnitt im Eisvolumen reingebaggert. Der Mast wurde jedoch dann nicht auf dem Felsen direkt fundiert. Stattdessen wurde der Einschnitt mit gemahlenem Felsschutt zu etwa 2/3 wieder aufgefüllt, und der Masten dann auf ein breites schwimmendes Betonfundament drauf gesetzt.

Der Felsschutt wurde zwar Schicht fuer Schicht kompaktiert, aber umfasst ist das ganze nur von Eis, und der Felsen darunter ist abschüssig geneigt ...

Solide könnte das Schützgut werden, indem die enthaltene Feucht komplett zu "Perma"frost fest friert? Ansonsten fliesst das wohl wie Pudding langsam den Berg hinab...

Dennoch irgendwie sonderbare Designentscheidung, denn der Gletscher dort formte sehr wohl direkt am Übergang eine Randspalte zum Felsen hin (20 - 50cm breit), die meist etwas mit Schnee bedeckt ist. Bedeutet aber, dass sich das Ganze langsam bewegt..
 
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