Muttereralm-Bahn kommt doch
Anfang Oktober soll der Baustart für die Mutterer-Alm-Bahn fallen. "Skifahren ab Weihnachten", will Hansjörg Peer, Bürgermeister von Mutters.
Oft angekündigt, oft verschoben, nie gebaut - doch jetzt soll sie kommen, allen Kritikern zum Trotz: Ab 7. Oktober, sollen die Bagger anrollen, die Fundamente für die Mutterer-Alm-Bahn ausheben. "Am 6. Oktober ist die seilbahnrechtliche Verhandlung. Wir gehen davon aus, dass es einen positiven Bescheid gibt", erklärt Hansjörg Peer, Bürgermeister von Mutters. "Am nächsten Tag wollen wir mit dem Bauen beginnen. Vorarbeiten sind bereits angelaufen."
"Der forstrechtliche und naturschutzrechtliche Bescheid sind ergangen", bestätigt Martin Dolp von der Abteilung Umweltschutz des Landes. Über Auflagen und Details zum Projekt schweigt er. "Das Verfahren ist nicht öffentlich."
Zu Weihnachten will Peer seine Ski aus dem Keller holen, hinauf zur Mutterer Alm fahren. "Gut, die Zeit bis zum Winter ist knapp. Andere Bahnen zeigten jedoch, dass sie ausreichend sein müsste."
Die Gesellschaft will noch heuer eine Kabinenumlaufbahn mit acht Plätzen pro Gondel von Mutters zur Mutterer Alm bauen. Und einen 4er-Sessellift aufs Pfriemesköpfl. Ein bestehender Schlepplift könne wieder fit gemacht werden. "Die Beschneiungsanlage geht sich für heuer nicht mehr aus. Die bauen wir 2006."
Das Land bestehe nicht mehr auf dem Bau von Gehsteigen, sagt Peer. Dieses sollten das Mehr an Verkehr fußgängerverträglich machen. "Na, davon weiß ich nichts", erklärt Landesrätin Anna Hosp. "Was ich weiß, stehen diese in dem Bescheid drinnen. Wir übernahmen alle Empfehlungen des verkehrstechnischen Gutachters."
Im Dorf herrsche Aufbruchsstimmung, sagt Peer. Die Hotels im Orts investierten, Zuversicht habe die Depression verdrängt. Er wolle diese Stimmung verstärken und mit der Bahn den Tourismus ankurbeln.