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Neues auf der Plose – Brixen (Bressanone)

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Der Präsident der Plose AG, Alessandro Marzola, sagt im TAGESZEITUNG-Interview: Der Skiberg Plose sei nach dem Referendum dem Tode geweiht.
Quelle: http://www.Tageszeitung.it

Das gesamte Interview sei in der Print-Ausgabe vom vergangenen Dienstag abgedruckt. Hat jemand die Möglichkeit, dieses Interview hier zu veröffentlichen?

Ich grüße alle hartnäckigen Plose-Fans! :)
 
Also dass die Plose dem Tode geweiht ist glaube ich nicht, Frequenzsteigerungen dürfte es allerdings auch nicht unbedingt geben. Es gibt in ganz Südtirol seit ein paar Jahren leider keine aktuellen Zahlen mehr, die Frequenzzahlen von vor 7- 8 Jahren waren aber doch schon recht ordentlich.
Was mich an der Abstimmung jetzt überrascht hat ist nicht das Resultat, sondern welche Stadtteile wie gestimmt haben. Eigentlich genau umgekehrt zu dem was ich erwartet hatte. Ich glaubte eher, dass man am Berg dagegen sei weil man die Bushaltestellen vor der Haustüre will und auch die Strasse so viel besser erhalten und ausgebaut wird als bei der Seilbahnlösung.
 
Dass man am Berg eher für die Seilbahn gestimmt hat, hat folgenden Grund:
Am Ploseberg befinden sich viele Gastbetriebe. Die Hotels in Afers beispielsweise sind zu hundert Prozent von der Plose abhängig. Dort würde man alles tun, um das Skigebiet zu erhalten. Die Leute dort haben große Existenzängste.
Dass die Leute auf der gegenüberliegenden Seite (Pfeffersberg) ebenfalls mehrheitlich für die Seilbahn gestimmt haben, erkläre ich mir so: Man hat sich dort einen touristischen Aufschwung erhofft, da die Seilbahn und somit die Plose für ihre Gäste sehr viel schneller erreichbar gewesen wäre. Von der Ortschaft Tils beispielweise hätte man bis zur Talstation mit dem Auto keine fünf Minuten mehr gebraucht.
Laut Plose-Eigner Alessandro Marzola waren die Bilanzen der letzten Jahre ok, weil (mit Ausnahme vom Rossalmlift) keine größeren Investitionen mehr getätigt worden sind.

Gruß

Stephan
 
In einer Landtagsanfrage wollte der Freiheitliche Abgeordnete Walter Blaas von Landesrat Mussner wissen, ob das Land auch eine Seilbahn an einem anderen Standort unterstützen würde. Die Antwort des Landesrats lautete: „Ja, sofern ein technisch und finanziell machbares Projekt vorliegt, das in die Gesamtstrategie der Gemeindeverwaltung passt“.
Natürlich gelte es nun, in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten nochmals zu bewerten, ob ein alternatives Projekt zur Anbindung der Stadt an den Berg mit entsprechenden Abstrichen und Kompromissen denkbar und vor allem umsetzbar sei.
Plose-Seilbahn: Pürgstaller zu Alternativ-Standort
 
EIne Stütze mitten in einem Kreisverkehr? Ist das überhaupt genehmigungsfähig? Da braucht ja nur mal n Brummi gegendonnern und die ganze Bahn fällt zusammen :D
 
Zwar keine neue Liftanlagen heuer, jedoch eine (bzw 2) neue Variante an der Schönbodenpiste oberhalb des Speicherteichs. Sie führt direkt zur Bergstation des Trametschliftes.
An der Talstation in St. Andrä wurde hingegen eine neue Trasse für die Rodelbahn erstellt.
 

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Ach du Liebe Güte... Gut, die EUB macht Sinn, aber die KSB abbauen? Die hat genau den interessanten Teil der Piste erschlossen.... Der Rest der Abfahrt ist in meiner Erinnerung eher langweilig....
 
Af schrieb:
Ach du Liebe Güte... Gut, die EUB macht Sinn, aber die KSB abbauen? Die hat genau den interessanten Teil der Piste erschlossen.... Der Rest der Abfahrt ist in meiner Erinnerung eher langweilig....

Beides für mich Rätselhaft.
Die Gedanken dahinter würden mich interessieren.

Gruß!
der Joe
 
Schon krass was hier geplant ist.. :naja:
Aber man muss hier wohl irgendwie Geld herbekommen um weiters für die Zukunft zu investieren und auch andere Möglichkeiten für den Sommer zu schaffen.
 
Rossignol Race schrieb:
Schon krass was hier geplant ist.. :naja:
Aber man muss hier wohl irgendwie Geld herbekommen um weiters für die Zukunft zu investieren und auch andere Möglichkeiten für den Sommer zu schaffen.

Wieso, macht doch eigentlich Sinn, auch wenn ich die Anlage gerne genutzt habe. So können Sie Mittel frei machen und Betriebskosten senken ohne auch nur einen Kilometer Piste opfern zu müssen. Die Kapazität der EUB reicht völlig aus. Ich finde das schon durchdacht. Weiter so führt halt sicher in den Ruin, also frühzeitig reagieren.
 
@EUB: schon wieder eine verpasste Chance für eine Kombi-Anlage...? Die wäre doch prädestiniert dafür!!!
 
Ja das wird schon richtig durchdacht sein. Aber dass man eine Anlage nach nur 10 Jahren abbaut zeigt schon einiges an Fehlplanung beim Bau und Geldnot jetzt um aktuell zu bleiben. In anderen Gebieten wird z.B. an der Piste ein Funpark, Funslope, Trainingspiste oder ähnliches errichtet um eine Anlage besser auszunutzen. Aber hier sind wohl andere Ziele angepeilt.
 
Zuerst hab ich ja beim Lesen des Berichts schon gedacht, WTF??? Ich mag die Plose irgendwie (auch wenn manche anderer Meinung sind), und das klingt ja schon ein wenig nach Ausverkauf.
Wenn man sich das Ganze dann nochmal durchliest, sind die Argumente von Marzola aber durchaus nachvollziehbar.

Vorteile der neuen Lösung:
+ Der Skifahrer macht die 700 HM zur Pfannspitze künftig mit einer EUB, statt mit zwei lahmen 3SBs.
+ Sommerbetrieb möglich.
+ Statt 3 nur noch 1 Lift zu unterhalten.

Nachteile:
- Der Skifahrer muss die Trametsch künftig immer komplett fahren.

Wenn das aber jedes Jahr so ist:
Die Halbtrametsch ist in der heurigen Saison nur zwei Tage vor der gesamten Abfahrt eröffnet worden. Das ist auf das neue Wasserbecken in der Talstation zurückzuführen, welches es ermöglicht, den unteren Teil der Trametsch leichter zu beschneien als den oberen Teil.
 
Also die Gondelbahn anstelle der beiden fixen SB's ist sicherlich eine gute Sache. Was den Trametsch angeht kann man von aussen unmöglich beurteilen, vor allem da bei den statistischen Angaben der Südtiroler Seilbahnen die Frequenzen seit Jahren nicht mehr aktualisiert wurden. Da muss der Betreiber selber wissen ob er an der EUB genügend freie Kapazität hat und ob es bei höheren Temperaturen Sinn macht wenn man immer ganz bis runter auf ca. 1100m muss.
Verkaufen müsste er die Bahn aber darum dann auch wieder nicht, vor allem da es im Gebiet ja dann immer noch zwei fixe SB's hat. Rauf zügeln zur Plose Hütte wäre da doch eine Alternative, nicht unbedingt jetzt, aber wenn man wieder Geld hat in 4 - 5 Jahren vielleicht.
 
ich habe klarerweise keine Innensicht, aber durch 30 Jahre Beobachtung durch "punktuelle" Plose-Besuche fällt doch einiges auf. Zusammengenommen mit den Erklärungen von Marzola ergibt sich doch ein relativ homogenes Bild:

- der Ex-SL an der Halbtrametsch wurde anno dazumal aufgrund der variablen Schneesituation im unteren Bereich gebaut. Der schöne, steile Einstieg wurde damals nicht für Wiederholungsfahrten erschlossen; die SL-Bergstation lag tiefer, und auch eine Rückkehr zur Ex-PB / EUB war mühsam. Die "ermüdeten" Skifahrer waren damals ein nachrangiges Kriterium, da ein SL ja nicht unbedingt zur Erholung dient.

- die KSB sollte den schönen Starthang für unmittelbare Wiederholungsfahrten nutzbar machen (dies würde beim Verkauf der KSB wieder wegfallen!!!). Dass sie u.a. für "ermüdete Skifahrer" gebaut wurde, erscheint sinnvoll. Denn die Schneianlage war auch vor 10 Jahren schon leistungsstark.

Entscheidend scheint mir jedoch noch ein anderes, nicht genanntes Argument. Vor zehn, eher vor zwanzig, Jahren fuhr man in Brixen am Saisonschluss so lange, wie es ging. Trotz der Höhenlage der Plose war aufgrund der windbedingten geringen Schneehöhe und der direkten Sonneneinstrahlung an den oberen Liften häufiger schon mal Mitte März Schluss. Am oberen Teil der Trametsch ging es dagegen deutlich länger.

Diese "Philosophie" wurde durch einen zunehmend vorgerückten Saisonschluss ad acta gelegt.
Klar, nicht mal die Brixner fuhren wegen nur einer Abfahrt mehr zur Plose. Zu nah liegen Kronplatz und Konsorten. Unterstützt wird dies durch die ohnehin nötige Autofahrt nach St. Andrä. Wer schon mal im Auto sitzt, kann auch ein Stück weiter bis Bruneck fahren. Hierfür wäre es nahezu unerheblich, ob die halbe oder ganze Trametsch befahrbar ist; nur bei Vollbetrieb ist die Plose einigermaßen konkurrenzfähig.

Dies ist m.E. nicht das Übersehen einer Entwicklung sondern einfach geographisch bedingt. Die realistischen Erweiterungs- und Anschlussmöglichkeiten sind begrenzt. Hier ist Marzola schon beinahe übertrieben selbstkritisch.... (nicht, was den Erwartungshorizont von Touristen an moderne Anlagen angeht).

Die (auch) vorhandenen ernst zu nehmenden Kommentare im Zeitungs-Blog sind interessant: Die Plose tue zu wenig für die Einheimischen und deren Familien. Das trifft m.E. den Kern sehr gut. Vielleicht schaut man mal kurz über den Brenner nach Steinach. Hier zeigt man eindrücklich, wie man auch als kleines/mittelgroßes Skigebiet mit bevölkerungsreichem Einzugsgebiet überleben kann. Die Plose hätte sogar noch bessere Voraussetzungen.

- eine kleiner-skalierte Anbindung aus dem Ort (m.E. wurde im Referendum nicht grundsätzlich gegen die Anbindung gestimmt, sondern mehr gegen den finanziellen Aufwand!)
- ein gutes Abend-Angebot - oh Gott, wie toll wäre eine beleuchtete Trametsch!!!
- sinnvolle Familien- und Kinder-Abonnements - die Betreiber könnten aus ihrem sonnenüberfluteten Berg, v.a. bei Kreuzthal, viel mehr machen.

Wie gesagt, ein Blick zur Bergeralm würde Inspiration bieten...

Immerhin, der eingeschlagene Weg scheint sinnvoll und noch nicht zu spät. Da muss man wohl notgedrungen auch die "Kröte" der fehlenden Wiederholungsmöglichkeit am Trametsch-Einstieg schlucken.
 
Heute wurde wieder über Probleme und Planungen von der Plose in der Tageszeitung Dolomiten berichtet. Laut Marzola sei im laufenden Winter durch Schmeemangel 700.000€ an Umsatz verloren gegangen. Ohne eine bessere Beschneiung, vor allem im Bereich Pfannspitz, sieht Marzola für den Winter keine Zukunft in der Plose. Man wartet seit 11 Jahren auf grünes Licht der Landesregierung zum Bau eines Speicherbeckens. Sollte dieses realisiert werden können, könne man auch mit der Umlaufbahn auf die Pfannspitze planen. Dazu wäre auch eine Verbesserung der Skipisten zur Skihütte vorgesehen. Weiters hängt die technische Überprüfung der Anlagen Pfannspitz 2015, Kabinenbahn 2016 und Schönboden 2018 vom Bau des Speicherbeckens ab. Sollte dues nicht genehmigt weden, müsse die Plose Schritt für Schritt abgebaut werden.
 
Sehr schade die aktuelle Entwicklung. Ob es da noch Hoffnung gibt..
 
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