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Neues im Nordschwarzwald

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Ich würde vermuten, dass es anno dazumal ein Baurecht gab, das dann aufgrund neuer Naturschutzgebiete (?) o. Ä. eingeschränkt wurde und nur mehr Bestandsschutz gilt.

Und den türkischen Investor hat man vermutlich übers Ohr gehauen. Das wäre auch nicht das erste oder einzige Mal, dass man ausländischen, unwissenden Investoren irgendeinen nahezu wertlosen Schrott andreht.
 
Zu Ablauf bzw. Streichung des Baurechts auf dem Grundstück der Hundseck-Ruine habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Aber die Verwaltungssituation da oben ist schon deutsch-typisch dämlich, der Amtsschimmel wiehert. Die Hundseck liegt auf drei Gemeindeterritorien:

- Der Südteil mit Siedlung Hundseck und Kurhausruine in einer Exklave der Gemeinde Ottersweier
- Der Nordostteil mit Skilift Bühlertal Hundseck (ohne Bergstation!) und mit dem ehemaligen Restaurant Hundseck auf der anderen Seite der Landesstraße L80b in einer Exklave der Gemeinde Bühlertal
- Der Westteil nordwestlich der Stichstraße zum Wasserbehälter Hundseck, auf dem als einzige Bebauung das "Berghaus Hundseck" steht, in der Gemeinde Bühl.

Damit wäre Bühl fein draußen. Da Ottersweier (nicht aber Bühlertal!) Teil der Verwaltungsgemeinschaft Bühl ist, ist die Abteilung Baurecht der Stadtverwaltung Bühl baurechtlich für Ottersweier zuständig.

Der Ottersweirer Bürgermeister Jürgen Pfetzer hat noch im April 2022 das Angebot der Gemeinde unterstrichen, "für einen möglichen Investoren die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für Baurecht zu schaffen". Seine Äußerung aus dem jüngsten, oben von Peter69 verlinkten Artikel klingt zumindest für mich aber deutlich anders.
Aus meiner Perspektive muss Baurecht auf dem Grundstück der Hundseck-Ruine völlig unabhängig von Investor oder Abrissschulden eingerichtet und aufrechterhalten werden, sonst wird dort niemand etwas planen, auch nicht der aktuelle türkische Grundstückseigentümer. Mit der Kenntnis über die aktuelle (nicht vorhandene) Baurechtssituation sehe ich das Problem Hundseck zumindest in großen Teilen von der Gemeinde Ottersweier selbstverschuldet. Oder eben von der Baurechtsbehörde der Stadt Bühl ... das ist für Außenstehende nicht transparent.
 
Keine Ahnung, ob es wirklich eine Neuigkeit ist, aber ich war bisher der festen Überzeugung, dass der Skilift Zuflucht keine Beschneiungsanlage hat. Bei meinem Besuch heute habe ich jedoch festgestellt, dass dort zwei Kanonen stehen. Eine T40 und eine TR10. Vielleicht weiß ja jemand mehr dazu?
P1050584.JPG
 
Jetzt brauchen Sie noch nen Beschneiungsteich.... :D

Dann ist es fast komplett...
 
Schneekanonen ohne jegliche Wasseranschlussmöglichkeit auf die Piste zu stellen erfordert schon ... äh ... ein hohes Maß an Überzeugtheit und Gottvertrauen. Das ist ein bisschen wie "Strom kommt doch aus der Steckdose". Die wissen offenbar was, was wir nicht wissen. Vielleicht ist ja ein Tankwagen bestellt ... :?:

Immerhin befindet sich am Hotel Zuflucht ein kleiner Teich. Den könnte man zum Speicherteich ausbauen. Dann fehlen aber immer noch ca. 500 m Rohrleitung zum Skihang.

Womöglich ist das Arrangement ja bloß fürs Ratetopic des Alpinforums angelegt worden, wer weiß ... Oder ist das Kunst? Oder Frau de Jong benötigt eine Kulisse für einen neuen Videoblog?
Mit anderen Worten: Bin ratlos. :gruebel: :nixweiss:
 
Die Schneekanonen müssen jedenfalls in Betrieb gewesen sein (oder sie müssen Maschinenschnee mit dem LKW von irgendwo anders hergefahren und im Bereich der Kanonen verteilt haben :wink: ). Man konnte den Unterschied in der Schneebeschaffenheit jedenfalls deutlich spüren. Es war an diesem Tag über 0°C und der Schnee entsprechend weich, während er im Bereich der Kanonen deutlich härter und kompakter war. Laut diesem Bericht der BNN https://bnn.de/mittelbaden/erst-wenige-skilifte-im-nordschwarzwald-in-betrieb-schnee-in-sicht bietet die Piste am Skilift Zuflucht eine "Kombination aus Kunstschnee und echtem Schnee".

In der Saison 2019/2020 gab es offenbar noch keine Beschneiungsanlage (https://bnn.de/mittelbaden/ortenau/achern/skifahren-im-schwarzwald-hier-kommen-wintersport-fans-auf-ihre-kosten).

Wie auch immer. Schön, dass sich hier in der Zwischenzeit etwas getan hat. Der Skihang scheint mir gut geeignet zu sein, sobald der Nachwuchs dann mal auf Ski stehen kann. :D
 
Wenn da wirklich beschneit wird: Großartig!
Aber woher zum Geier kommt das Wasser dafür? Der Hang ist nur 300 m lang; man bräuchte zum Beschneien nicht viel. Aber der Natur ringsum ist keines zu entnehmen, da ist kein Bach. Der Buhlbachsee liegt im Nationalpark, was gut so ist. Hotel und Skihang liegen unmittelbar an der NP-Grenze. Der Skihang liegt im angrenzenden Naturschutzgebiet Schliffkopf.
Wir werden wohl beim Hotel, dem der Skilift mittlerweile gehört, nachfragen müssen. Auf die Antwort bin ich gespannt. :ja:
 
Harzwinter schrieb:
Wenn da wirklich beschneit wird: Großartig!
Aber woher zum Geier kommt das Wasser dafür? Der Hang ist nur 300 m lang; man bräuchte zum Beschneien nicht viel. Aber der Natur ringsum ist keines zu entnehmen, da ist kein Bach. Der Buhlbachsee liegt im Nationalpark, was gut so ist. Hotel und Skihang liegen unmittelbar an der NP-Grenze. Der Skihang liegt im angrenzenden Naturschutzgebiet Schliffkopf.
Wir werden wohl beim Hotel, dem der Skilift mittlerweile gehört, nachfragen müssen. Auf die Antwort bin ich gespannt. :ja:
Es geht auch scheinbar mal etwas ohne viel Tamtam und Medienpräsenz voran!
 
Harzwinter schrieb:
Wir werden wohl beim Hotel, dem der Skilift mittlerweile gehört, nachfragen müssen. Auf die Antwort bin ich gespannt. :ja:

Vielleicht kann das der User @Ritter übernehmen, trägt er doch den selben Namen wie der Besitzer Alois :D
 
Sieht mir nach den beiden Kanonen von Zimmermanns aus, die hatten die seinerzeits mal am Vogelskopf und an der Zuflucht stehen. Das war nach meinen Erinnerungen eine von Techno Alpin.

Bild gelöscht. Bitte die Medienregeln beachten! / Mod. maba04
 
Also an der Zuflucht wird tatsächlich mit 2 Schneekanonen beschneit. Ich hoffe, dass es nicht nur ein Test ist und für die kommenden Jahre eventuell noch um 1-2 Kanonen erweitert wird.
Schade, dass dies nicht an meinem Lieblingshang Vogelskopf geschieht....

ATTACH]
 
Mal wieder Neues Altes vom Abriss der Hundseck-Ruine. Nun geht es "nur noch" um Geld, Verantwortlichkeit und Fledermäuse. Die Gemeinde Bühl hat das Abrissbudget gestrichen. Dennoch soll der Abbruch im September 2025 geschehen. :licht: Unter solchen Vorzeichen bin ich zuversichtlich, dass die Ruine auch noch 2026 steht (sofern sie nicht von allein umgefallen ist). Die können das dort nicht ... :nein:

Der Kulturverein Schwarzwaldhochstraße stellt freundlicherweise die Pressescans zur Verfügung:
https://kulturerbe-schwarzwaldhochstrasse.de/wp-content/uploads/2025/02/2025_02_26-ABB-Pfetzer-Hundseck.png
https://kulturerbe-schwarzwaldhochstrasse.de/wp-content/uploads/2025/02/2025_02_24-BNN-Hundseck-Schnurr.png
 
Am Skilift Seibelseckle baut die Waldgenossenschaft Seebach eine neue Rasthütte. Die gemütliche, alte "Rasthütte Seibelseckle" auf der Skilift-fernen Seite des Parkplatzes wird abgerissen. Die neue Rasthütte wird direkt neben der Skilift-Talstation gebaut.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/neue-rasthuette-seibelseckle-mummelsee-schwarzwaldhochstrasse-100.html
https://webcam.auerhahn-onlineshop.de/webcam/seibelseckle-webcam-huette.jpg

Sicherlich wird dann auch das Imbisshüttchen am Skilift nicht mehr benötigt.
Grundsätzlich begrüße ich jede Investition an der Schwarzwaldhochstraße. Vom unternehmerischen Verhalten der Waldgenossenschaft Seebach kann sich mittlerweile die Mehrzahl der verbliebenen Anbieter touristischer Infrastruktur an der Schwarzwaldhochstraße eine dicke Scheibe abschneiden. Der Neubau der Rasthütte Seibelseckle passt mir persönlich aus zwei Gründen nicht so recht: Erstens werden dadurch noch mehr Skifahrer den Skilift Seibelseckle ansteuern, der meistens sowieso schon überlastet ist. Dann hat es bald gar keinen Sinn mehr, dort am Wochenende oder bei Flutlicht noch Ski fahren zu wollen, wenn man für jede langsame Liftfahrt auf den kurzen Hang >10 min in der Liftschlange steht. Zweitens wird das neue Gebäude mitten in die Blickachse von der Schwarzwaldhochstraße bzw. dem Parkplatz zum Skihang gestellt. Dann kann man nicht schon von der Straße bzw. dem Parkplatz aus sehen, wie lang die Liftschlange ist, sondern muss zum Nachschauen erst noch halten und ggfs. aussteigen, bevor man doch bloß abgeschreckt weiterfährt.
Wie es wirklich wird, werden wir sehen ...
 
Naja, am Seibelseckle konnte man ja immer ganz gut auf den Webcams abschätzen ob viel los ist ... und klar, in den letzten Jahren, mit dem mäßigen Schnee, war das Seibelseckle oft der einzige Hang der offen hatte, deswegen auch oft der Füllgrad. Aber abends und unter der Woche war es schon meisten ok. Und klar setzten die Seebacher darauf, dass das so bleibt, und wahrscheinlich haben sie auch recht ... so bitter wie das ist, ausser dem Seibelseckle gebe ich kaum einen Lift im Nordschwarzwald noch viele Chancen die nächsten Jahre. Vielleicht regeln sie das dann mit der Spur zum Anstehenr etwas komfortabler ... ;-)
 
Wooly schrieb:
so bitter wie das ist, ausser dem Seibelseckle gebe ich kaum einen Lift im Nordschwarzwald noch viele Chancen die nächsten Jahre.
Damit hast Du leider Recht. :(

Wooly schrieb:
am Seibelseckle konnte man ja immer ganz gut auf den Webcams abschätzen ob viel los ist
Der Neubau wird im aktuellen Webcambild die Liftschlange leider verdecken. Allerdings befindet sich die oben verlinkte Webcam auf dem Balkon des alten, hölzernen Rasthauses Seibelseckle, und das soll ja abgerissen werden. Insofern hoffe ich auf einen künftigen, versetzten Standort dieser Webcam, damit Hang und Liftgebäude weiterhin vollständig sichtbar sind.
 
Das scheint System zu sein. In Winterberg drehen sie über ein Dutzend Cams so geschickt, dass man die Schlangen und Massen kaum sieht.
 
Wooly schrieb:
so bitter wie das ist, ausser dem Seibelseckle gebe ich kaum einen Lift im Nordschwarzwald noch viele Chancen die nächsten Jahre.

Ich verstehe nicht, wieso sich da kein anderer an eine solche Investition traut wie sie es am Seibelseckle gemacht haben. Der Erfolg zeigt doch eigentlich, dass Mut belohnt wird?
 
Bleibt da denn wirklich viel Geld über? Vielleicht täuschen die paar guten Tage im Jahr mit Warteschlangen auch?
 
judyclt schrieb:
Bleibt da denn wirklich viel Geld über? Vielleicht täuschen die paar guten Tage im Jahr mit Warteschlangen auch?

Es geht längst um Ganzjahreseinnahmen. Wanderer, Ausflügler bringen das Geld - verständlich daher die Investition in die Gastro. Schade allerdings um die schöne alte Hütte. Heißt Winter 2026 dann November 2026?
 
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