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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
smiletoyou schrieb:
Auch Salastrains ist aus der gleichen Zeit. Gerade hier ist die Kapazität zu Spitzenzeiten ein wenig knapp. Könnte mir vorstellen, dass
hier was leistungsstärkeres hinkommt.
Ganz sicher nicht. Hast Du meinen Beitrag im Tour-Topic nicht gelesen? Dieses Jahr wurde die Steuerung erneuert, nächstes Jahr gibt es neue Sessel, da wird ganz bestimmt noch viele Jahre kein neuer Lift kommen!
 
Das war leider vor einigen Jahren schon mal so in Zuoz. Die momentanen Zustände wettermässig verschlimmern das ganze natürlich für ein solches Skigebiet.hoffe sie schaffen es
 
Wurde eigentlich der Skilift Chasellas ersetzt? Falls ja, wann? Jedenfalls hat er neue Stützen, die Umlenkstationen scheinen aber noch die gleichen (wenn auch etwas gepflegter als auch schon) und die Kurzbügel sind auch noch im Einsatz.
 
gibt es eigentlich neue entwicklungen zum bestand der lagalb bahn?
 
Lagalb: Kein Retter in Sicht

Der Puschalver Unternehmer Gian Luzi Battaglia will die Lagalb-Bahn nicht übernehmen. Damit scheinen die Tage der 1963 eröffneten Bergbahn am Berninapass gezählt. Gemäss einer Medienmitteilung der Engadin St. Moritz Mountains AG laufen zurzeit noch Gespräche mit einer Interessensgruppe.

Allerdings drängt die Zeit. In sechs Wochen ist an der Lagalb Saisonende und wenn bis dann keine verbindlichen Investorenzusagen vorliegen, ist das gleichzeitig das definitive Aus der Bahn. Gemäss der Engadin St. Moritz Mountains AG hat es die Lagalbbahn nie geschafft, nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften. Im Zuge der Fokussierung auf zukunftsfähige Geschäftsfelder habe darum das Unternehmen beschlossen, den Betrieb an der Lagalb nach der laufenden Wintersaison einzustellen. Die Lagalb-Bahn schliesst offiziell am 17. April.
Quelle: http://www.engadinerpost.ch/2016/03/lagalb-kein-retter-sicht.html
 
Traurig - damit verliert Engadin-St.Moritz letztendlich ein komplettes Skigebiet von Dreien.
Es war wohl ein sehr großer Fehler, sich dem Zusammenschluss der Bahnen anzusckließen.
 
Und noch viel grösser ist der Fehler, dieses Pfand nicht für die Hahnensee-Diskussion zu haben.
 
Wieso sollte man das nicht mehr haben?
 
Wenn man den Betrieb an der Lagalb jetzt einstellt, wird es in einer Diskussion mit den Umweltverbänden wohl kaum mehr viel Gewicht haben, kaum mehr als schmerzliches Entgegenkommen angesehen werden, auch wenn die Skigebietsgrenzen auf dem Papier und die Ruinen noch bestehen.
 
Gerade im Geschäftsbericht auf www.b2b.mountains.ch unter Investor gelesen dass in die Diavolezzabahn diesen Sommer grössere Investitionen gemacht werden müssen. Schuld ist Bundesbern nicht Mountains. Nach 2012 2015 nun die dritte.
 
ski-chrigel schrieb:
Wenn man den Betrieb an der Lagalb jetzt einstellt, wird es in einer Diskussion mit den Umweltverbänden wohl kaum mehr viel Gewicht haben, kaum mehr als schmerzliches Entgegenkommen angesehen werden, auch wenn die Skigebietsgrenzen auf dem Papier und die Ruinen noch bestehen.

Ich habe zu dieser Thematik via Mail bei Mountains nachgefragt, weil ich es auch sehr schade finden würde, wenn man am Ende keine Lagalb mehr hätte (die ich sehr liebe) UND trotzdem auch keine Hahnenseebahn (die ich sehr praktisch finden würde).

Es ist aber so, dass die Umweltverbände inzwischen anscheinend sowieso keinen Zusammenhang mehr zwischen einer eventuellen Lagalb Schließung und einer Hahnensee Erschließung gelten lassen wollen. Insofern verfolgt man das Projekt Hahnensee weiter, aber ohne es an die eventuelle Lagalb Schließung zu koppeln.

Falls sich kein Lagalb Investor bis zum Saison-Ende findet, wird der Rückbau sich übrigens über mehrere Jahre ziehen, weil auch da viele legale Prozeduren ins Spiel kommen. Weitere externe Rettungsansätze von Dritten wären also rein theoretisch auch mittelfristig immer noch denkbar.

Zum Hahnensee: hier will man sich in einem ersten Schritt (wie auch schon vor einer Weile in der Engadiner Post erwähnt) auf die Beschneiung konzentrieren. Interessant ist jedoch, dass man dies nicht nur auf dem Papier plant (Genehmigung), sondern tatsächlich schon ab Winter 2017/2018 eine entsprechende Beschneiung in Betrieb nehmen möchte, auch ohne Bahn!

Finde ich persönlich eine sehr gute Initiative, weil es eine viel frühere und vor allem systematischere Öffnung der Piste ermöglichen würde.
 
Zu deinen Gedanken im Schnee-Topic:

ski-chrigel schrieb:
Und mir gleichzeitig überlegt, wie dies denn mit den zwei neuen EUBs (Hahnensee und Signal) gelöst würde. Beide Stationen am jetzigen Signal-Standort? Dann müsste zumindest eine direktere Unter- oder Überführung vom Hahnensee her kommend hin. Das ist dann aber für Wiederholungsfahrten sehr mühsam. Oder man baut die Hahnensee-Talstation in die Fläche, wo man aus dem Wald kommt. Dann aber ist die Anbindung von der Corviglia kommend, ein Mist. Ideal wäre eine Zwischeneinstiegsstation am Fusse der Hahnenseepiste...

Geplant war (Stand 2010) die zweite Variante, mit dem Einstieg beim Waldrand:
http://b2b.mountains.ch/images/gale...6_NATUR UND SKILIFTE (Lagalb - Hahnensee).pdf

Also günstig für Wiederholungsfahrten, und unbequemer beim Gebietswechsel. Finde ich (nach deiner Zwischeneinstiegsvariante ;) ) aber auch die bessere Wahl, da man den Wechsel maximal 1x pro Richtung macht, und sich als Sportler nicht vor etwas Laufen abschrecken lassen sollte ;)

Ist auf jeden Fall bequemer als Bus + Pendelbahn mit 20-Minutentakt.

Eine zweite Straßenunterführung sollte aber hoffentlich drin sein.

Aber das ist eh alles Zukunftsmusik… oder Fiktion. Hoffe jetzt mal, dass das mit der Beschneiung für 2017/2018 klappt. In Kombination mit ständig fahrender Signal-Gondel sollte somit die Verbindung zumindest schon mal in einer Richtung oft in Betrieb und recht effizient sein. :)
 
Nicht, dass ich gegen eine Beschneiung wäre, aber mit Verlaub: da gibt es jetzt auf Corvatschseite Abschnitte, welche es dringender nötig hätten (selbst wenn nächsten Sommer mit der Beschneiung von Curtinella der grösste Mangel behoben wird).
 
Wenn die natürlichen Schneebedingungen richtig schlecht sind, wie z.B. in der diesjährigen Weihnachtssaison, hast du sicher Recht. Dass man da z.B. auf Furtschellas-Seite nur Pendelbahn und Talfahrt in Betrieb nehmen konnte, und sonst keine einzige Beschäftigungsanlage, war schon heftig. Da wäre Hahnensee sogar trotz Beschneiung wohl zu geblieben, da man nicht mal bis zum Giand'Alva Sessel gekommen wäre.

An Weihnachten davor hätte die Sache jedoch anders ausgesehen. Da war auf Corvatsch-Furtschellas alles in Betrieb, außer eben Hahnensee (und Fuorcla). Sogar der Giand'Alva Sessel selbst war schon offen für die Piste unter dem Lift. Für solche Saisons hätte eine Beschneiung viel geholfen. Vermutlich hätte sogar eine Beschneiung ab Hahnensee Hütte ausgereicht. (Vielleicht wird ja auch tatsächlich nur der untere Abschnitt beschneit?) Allgemein ist es ja keine so ungewöhnliche Praxis bei Schigebieten, gerade bei Talabfahrten mit Kunstschnee nachzuhelfen. Ist auch weniger weit zu pumpen, wenn kein Speichersee oben existiert.

Hinzu kommt, dass das Hahnensee-Projekt und auch jetzt schon die Beschneiung primär von der Mountains AG vorangetrieben zu werden scheint, die ja auch später gerne eine Hahnenseebahn dort bauen möchte. Keine Ahnung, wie man sich da konkret mit der Corvatsch AG in Bezug auf Finanzierung geeinigt hat, da die Piste bis jetzt ja vom Corvatsch aus präpariert wird, und die Mountains AG ohne Bahn dort auch gar keine Ersteintritte einnimmt.
 
Eine isolierte Beschneiung der Hahnenseeabfahrt wäre wohl ganz einfach der erste Baustein für das Erschließungskonzept dort.
Die Gesamtmaßnahme wurde nicht geschluckt - also teilt man sie in verdauliche Portionen auf, was gleichzeitig gewisse Tatsachen schafft.
Ganz normale und vielpraktizierte Taktik.
 
Nein, ich dachte weniger an Winter wie letzten Dezember. Wenn es links und rechts braun ist, haben die Leute einerseits Verständnis für ein reduziertes Angebot, anderseits viele trotz gutem Kunstschnee schon gar nicht erst Lust um skizufahren. Aber für mich zählt neben Quantität (Anzahl geöffneter Pisten) auch noch deren Qualität oder bei mässig Schnee die Anzahl Steine in der Piste. Und da sehe ich schon noch 2-3 Abfahrten mit Aufholpotenzial :wink:
Dass die Hahnensee an Weihnachten noch geschlossen ist, hat irgendwie schon fast ein wenig Tradition... und wenn es keine Wiederholungspiste ist finde ich es auch nicht so tragisch, Abschnittweise ein wenig Steinslalom zu fahren.

So nebenbei an Infrastrukturneuigkeiten:
- Skilift Chüderun fährt (auch zur Hochsaison) nur noch, wenn die Sesselbahn wegen Wind oder Lawinen ausser Betrieb ist.
- Piste Nr. 15 von der Bergstation des ex SL Rabgiusa Richtung Chüderun wurde nie präpariert, auch dann nicht, als sie online offengemeldet war. Dürfte wohl gelegentlich aus den Plänen verschwinden.
. der stetig grösser werdende Park an der SB Mandra verhindert nun, dass man vom Dürrenast her direkt zum Skilift Murtèl/Gian d'Alva traversieren kann. Bin gespannt, wie sie das dann lösen, falls sie eines Tages dann doch noch die direkte Talabfahrt herstellen wollen.
 
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