Ein Vier-Sterne-Hotel bei der Corvatsch-Talstation?
Planung für Hochbauten auf dem Parkhaus
Bei der Talstation der Corvatschbahn ist im letzten Herbst mit dem Aushub der 400-plätzigen Einstellhalle begonnen worden. Die Bauarbeiten sollen ab April weitergehen. Auf dem Dach des Parkhauses sollen später ein 180-Betten-Vier-Sterne-Hotel und zwei Meh
Bei der Talstation der Corvatschbahn ist im letzten Herbst mit dem Aushub der 400-plätzigen Einstellhalle begonnen worden. Die Bauarbeiten sollen ab April weitergehen. Auf dem Dach des Parkhauses sollen später ein 180-Betten-Vier-Sterne-Hotel und zwei Meh
Die Gäste der Luftseilbahn Corvatsch mussten in diesem Winter für das Abstellen ihrer Autos bei der Talstation provisorische Parkplätze in Anspruch nehmen. Im letzten Herbst wurde mit dem Aushub für die 400-plätzige unterirdische Einstellhalle begonnen, bei der die Corvatschbahn 294 Parkfelder selbst nutzen kann, die restlichen 106 Plätze sind für die private Nutzung vorgesehen. Als Bauherr der Tiefgarage tritt die letzten Frühling mit der Furtschellasbahn AG fusionierte Corvatsch AG in Erscheinung. Sie hat das für den Bau benützte Land vorher für 16,5 Mio. Franken an einen privaten Investor verkauft und setzt ihrerseits 7,5 Mio. als eigenen Anteil an der gesamthaft 14,45 Mio. Franken teuren Tiefgarage ein. Das Parkhaus soll spätestens im Herbst 2008 fertiggestellt sein, genauso wie der Neubau der zweiten Luftseilbahn-Sektion Murtèl –Corvatsch, deren Fertigstellung bis Herbst 2008 vorgesehen ist.
Hotel auf Wunschzettel
Beim Parkhaus an der Talstation soll bereits ab Anfang April weitergebaut werden, wie Bruno Melnik, Verwaltungsratsdelegierter der Corvatsch AG, auf Anfrage bestätigte. «Sobald es vom Gäste-Andrang her möglich wird.» Die Corvatschbahn hält ihren Winterbetrieb noch bis zum Sonntag, 4. Mai aufrecht. Zudem wird am 25. April die Aktionärsversammlung durchgeführt.
Auf dem Wunschzettel der Corvatsch AG steht aber auch ein Hotel bei der Talstation der Corvatschbahn in Surlej. Auf dem Dach des realisierten Parkhauses. Allerdings wird man das Hotel nicht selber bauen können, dazu fehlen der Bergbahn-AG die finanziellen Mittel.
Ein Hotel bei der Talstation der Corvatschbahn würde seitens der Gemeinde Silvaplana sehr begrüsst, wie Gemeindepräsidentin Claudia Troncana auf Anfrage sagte. Man sei zuversichtlich, dass dieses realisiert werde. Die Finanzierung obliegt einer privaten Investorengruppe. Federführend bei der Planung des Komplexes ist die St. Moritzer Engadin Haus AG von Ernesto Parli. Auskünfte zum Hotel-Vorhaben sind aber vorderhand nicht im Detail erhältlich. Bestätigt wird, dass ein Vier-Sterne-Hotel mit 180 Betten entstehen soll. Der Passerellenturm, der im letzten Sommer wegen dem Schattenwurf für Einsprachen sorgte und der die Verbindung vom Parkhaus zur Talstation sicherstellt, soll dabei ins Gebäude integriert werden.
Auch Zweitwohnungen
Ob das Hotel nach Beendigung des Parkhauses im Sommer 2009 oder später gebaut werden kann, bleibt insofern offen, als dass die Finanzierung vom Bau von einem oder zwei Mehrfamilienhäusern mit Zweitwohnungen abhängt. Umgekehrt dürfen ohne Hotelbau keine Zweitwohnungen erstellt werden. Im Quartierplan ist festgehalten, dass das Hotel gleichzeitig (oder vorher) mit den Wohnbauten zu bauen ist und die Wohnungen erst bezogen werden dürfen, wenn das Hotel fertig, in Betrieb genommen und «traditionell» geführt wird.
Der Bau der Zweitwohnungen zur Mitfinanzierung des Hotels kommt in Frage, wenn die Gemeindeversammlung die bestehende Kontingentierung «aus wirtschaftlichen Gründen» aufheben sollte. Was im Falle eines Hotelbaus möglich wäre.
In Silvaplana sind in den letzten fünf Jahren drei Hotelbetriebe geschlossen worden. Zwei Liegenschaften wurden bereits zu Wohnungen umgebaut (Grusaida, Staila). Beim dritten Areal (Sonne) könnte nächstes Jahr Baubeginn für einen Komplex mit Erst- und Zweitwohnungen sein, dies unter Einhaltung der Kontingentierungsvorschriften der Gemeinde respektive dem neuen Baugesetz.