weitere Gedanken:
natürlich ist eine USSB teuer aber die Möglichkeit der Sommeranbindung St.Moritz-Corvatschgipfel bringt unglaubliche Vorteile: Da die PizNair AG und die Corvatsch AG dasselbe Boot sind, entschärft sich der Sommerwettbewerb zwischen Corviglia-PizNair und Corvatsch. Das Sommergeschäft wird immer essentieller, nur da ist Wachstum noch möglich. Die Gäste des GlacierExpress bringt im Sommer 70% der Logiernächte (ja, so viel!) und diese Leute sind nur eine oder zwei Nächte im Engadin und suchen ein nahes und schnelles, sowie spektakuläres Erlebnis (die Diavolezza ist zu weit weg). Mit einem moderaten Gipfelausbau (aka Kitzsteinhorn) wäre hier enormes Potential vorhanden! Die Konkurrenz ist dabei der Gornergrat und das Kleine Matterhorn! Man leistet sich vielleicht nicht Fahrten an beiden Enden des Glacier-Express.
Mit einer Verbindung wäre sowieso die Frage aktuell, ob eine Fusion der beiden Talseiten sinnvoll wäre. Alle beteiligten Bahnen schwimmen nicht im Geld und Synergien wären jetzt wichtig. Corviglia doktert am Olympaprojekt, eben weil sich St.Moritz ein schnelles Erlebnis am Berg wünscht. Da käme ein Projekt, das alle Probleme löst doch gelegen. Niarchos würde vielleicht unter diesen Entwicklungsaussichten vielleicht auch mal was investieren - oder andere neue Investoren. Konkurrenzdenken adé!
Die RhB hat aktuell wieder eine Studie erarbeitet, wie ein Weiterbau nach St.Moritz-Bad im Zuge des grossen Bahnhofneubaus möglich sei. Eine Integration eines späteren Bahnhofes in das Projekt Talstationskomplex Signal in dessen Planung zu berücksichtigen, wäre ja noch schlau… Man stelle sich diese Zukunft vor: Hub St.Moritz Bad, Engadinbus massiv entlastet oder Linien tlw. ganz aufgehoben. RhB als viel schnellerer und vor allem strassenunabhängiger Zubringer vom restlichen Engadin für das neue Grossskigebiet. Das ist ein Gewinn für alle und das lohnt sich dann auch finanziell, denn attraktiveres Gebiet und viel besserer Verkehr bzw. Zubringer = Wertsteigerung für alle! Global denken und ab in die Richtpläne - dann in Etappen realisieren.
Ganz unabhängig welches Projekt kommt, was ist mit der Lücke zwischen neuer Talstation Signal und neuer Talstation Hahnensee? Laufen? Da wäre ein People-Mover oder eine Brücke/Tunnel mit Förderbänder notwendig… weis man da drüber etwas? Tennishalle-Singalbahn ist ja ein ziemliches Stück (ne USSB System Innsbruck wäre ja ganz geil, Migros, Signalbahn und CorvatschUSSB mit Gipfelanschluss auf einer Etage im neuen Komplex, die RhB im Untergeschoss, wäre ultimativ. Dazu eine Brücke wie Gaislachkogel-Tal für die, die vom Hahnensee kommen, könnte man entlang der SSB-Brücke bis Tunneleingang Tennishalle bauen).
So eine Investition zahlt sich mit den erwähnten Vorteilen auf viele Jahre aus. Gross denken. Eine USSB muss unabhängig von "Mode" bei Bergbahnen betrachtet werden. Solche Systeme sind auch nach Kaprun noch salonfähig mit ihren Vorteilen. Siehe ValGardenaRonda-Express, Hungerburgbahn, MiniMetro usw. Lässt sich toll gestalten wie man am Beispiel Sunneggaexpress sieht. Mir fehlt der Weitblick und der Mut im Engadin. Die Finanz- und Gästezahlenmisere ist genau diesem Umstand geschuldet, nicht umgekehrt. Und das beginnt man zu merken ->siehe Diskussion Erschliessung Corviglia via Zielraum anstatt Chantarella oder eben des Zusammenschlusses der Skigebiete.