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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Fab schrieb:
Hab irgendwo mal geschrieben "auf einen richtigen Berg führt kein Sessel oder EUB"

.
Naja, stimmt auch nicht mehr so ganz. man denke an den Pitztaler Gletscher.
Es ist schon ein Unterschied , ob ich an ner Pendelbahn 20 Minuten warten muss - wie an Lagalb und Diavolezza erlebt - oder man wird gleichmäßig "abgeholt".

Aber gut , auf einen "richtigen" Berg führt überhaupt keine Seilbahn :wink:
 
Was passiert im Moment eigentlich auf der Corviglia?
http://objects.estm.xiag.ch/file/?id=52080
Auf der Webcam sieht man, dass dort ein Fundament betoniert wird. Ist ja superspät für so eine Baumaßnahme. Kommt dort der Ersatz für den Heinekenpilz hin? Gibt es Projektskizzen oder Ähnliches? Wird das Ding noch fertig zur Saison, oder wurde man durch den frühen Schneefall überrascht?
 
Ich war heute seit längerer Zeit erstmals wieder im Engadin (siehe Schneesituationstopic) und war überrascht, dass es am Glüna und Fuorcla Grischa neue Sessel hat. Wann wurden die montiert? War ja auch gut so, die alten Klapperkisten zu ersetzen...
 
ski-chrigel schrieb:
Ich war heute seit längerer Zeit erstmals wieder im Engadin (siehe Schneesituationstopic) und war überrascht, dass es am Glüna und Fuorcla Grischa neue Sessel hat. Wann wurden die montiert? War ja auch gut so, die alten Klapperkisten zu ersetzen...

Fuorcla Grischa 2007; Glüna 2009. Die 3er Sessel für die Grischabahn waren eine Spezialanfertigung.
 
Schöditaz schrieb:
Fuorcla Grischa 2007; Glüna 2009.
Ui, hätte nicht gedacht, dass es schon so lange her ist...

Die 3er Sessel für die Grischabahn waren eine Spezialanfertigung.
Ja, das hatte ich heute vermutet, habe drum noch nie einen solchen gesehen.
 
Wäre ja auch ein Wunder gewesen wenn die Umweltverbände das nicht ablehnen würden.
 
Wär für mich die perfekte Strecke für eine Untergrund-SSB. Aber sowas baut man heute ja nicht mehr.
 
Whistlercarver schrieb:
Wäre ja auch ein Wunder gewesen wenn die Umweltverbände das nicht ablehnen würden.
Naja, man hörte auch vieles, was auf eine Zustimmung hingedeutet hatte. Immerhin wäre die durch Pisten verbrauchte Fläche im Endzustand ja kleiner geworden.
Offenbar ist das Opfer Piz Lagalb nun aber doch nicht groß genug.
Mir soll es Recht sein, wenn am Ende des Verfahrens die Lagalbbahn doch noch eine Zukunft hat und ich könnte mir vorstellen, dass das in den Ortschaften außer St. Moritz auch Viele so sehen.

Pilatus' Idee mit der USSB erscheint mir sehr interessant bzw. die beste Idee zu sein, die ich dazu bisher vernommen habe.
So könnte man einen Zugang schaffen, ohne in die Landschaft eingreifen zu müssen, besonders wenn die Bergstation beispielsweise in Margun Vegl läge.
Man könnte dann den Murtel Lift zB durch eine KSB ersetzen und müsste Pistenmäßig nicht zwingend besonders viel ausbauen. Zumindest wäre man davon und von der Lawinensituation nicht so stark abhängig.
Gleichzeitig könnte wahrscheinlich Lagalb bleiben, wenn man Eingriffe im Hahnenmoos geschickt kleinstmöglich hält oder ganz vermeidet und so keine Zonenplanänderung benötigt. (keine Ahnung, wie das genau ist)
 
Nachteile USSB:
- nicht im Zeitgeist (Kaprun ist aber nun schon etwas her…)
- keine Aussicht bei Bergfahrt
- Kosten (je nach Betrachtung aber relativ)
- keine wirkliche Beschäftigungsanlage im oberen Bereich wie Variante mit Gondel und dann 4er-Sessel, der eine zusätzliche Beschäftigungsanlage im Verbindungsgebiet darstellt
- etwas teurer (aber auf Lebenszeit gerechnet wieder günstig, ausserdem kosten eine volle Beschneiung von Anfang an und die beiden geplanten Lifte auch einiges)

Vorteile USSB:
- Bewilligung
- enorme Geschwindigkeit beim Wechsel der Gebiete (!)
- ohne Schnee oder bei Lawinengefahr auf der Hahnenseepiste ebenfalls schneller Gebietswechsel möglich (allerdings mit Gondelbahn auch nicht schlecht)
- Beschneiung Hahnensee etapierbar und daher kein Kostenproblem (Projekt einfacher zu Bewilligen, da nicht Bestandteil des 1. Verbindugsprojektes)
- Anfang und Ende Saison schneller Zugang zu brauchbaren Pisten
- direkte USSB nach Margun Vegl und anschliessender Telemix = direkte Verbindung St.Moritz-Corvatschgipfel!!!
- schnelle und einfache Entleerung des Gebietes auch für ungeübte Skifahrer ab Margun Vegl
- keine Landschaftsprobleme und keine UMWELTPROBLEME!!!
- wird Lagalb gehalten, kann das Berninagebiet doch noch wie geplant entwickelt werden (hne Lagalb ist Diavolezza alleine zu klein und unattraktiv)

weitere Gedanken:

natürlich ist eine USSB teuer aber die Möglichkeit der Sommeranbindung St.Moritz-Corvatschgipfel bringt unglaubliche Vorteile: Da die PizNair AG und die Corvatsch AG dasselbe Boot sind, entschärft sich der Sommerwettbewerb zwischen Corviglia-PizNair und Corvatsch. Das Sommergeschäft wird immer essentieller, nur da ist Wachstum noch möglich. Die Gäste des GlacierExpress bringt im Sommer 70% der Logiernächte (ja, so viel!) und diese Leute sind nur eine oder zwei Nächte im Engadin und suchen ein nahes und schnelles, sowie spektakuläres Erlebnis (die Diavolezza ist zu weit weg). Mit einem moderaten Gipfelausbau (aka Kitzsteinhorn) wäre hier enormes Potential vorhanden! Die Konkurrenz ist dabei der Gornergrat und das Kleine Matterhorn! Man leistet sich vielleicht nicht Fahrten an beiden Enden des Glacier-Express.

Mit einer Verbindung wäre sowieso die Frage aktuell, ob eine Fusion der beiden Talseiten sinnvoll wäre. Alle beteiligten Bahnen schwimmen nicht im Geld und Synergien wären jetzt wichtig. Corviglia doktert am Olympaprojekt, eben weil sich St.Moritz ein schnelles Erlebnis am Berg wünscht. Da käme ein Projekt, das alle Probleme löst doch gelegen. Niarchos würde vielleicht unter diesen Entwicklungsaussichten vielleicht auch mal was investieren - oder andere neue Investoren. Konkurrenzdenken adé!

Die RhB hat aktuell wieder eine Studie erarbeitet, wie ein Weiterbau nach St.Moritz-Bad im Zuge des grossen Bahnhofneubaus möglich sei. Eine Integration eines späteren Bahnhofes in das Projekt Talstationskomplex Signal in dessen Planung zu berücksichtigen, wäre ja noch schlau… Man stelle sich diese Zukunft vor: Hub St.Moritz Bad, Engadinbus massiv entlastet oder Linien tlw. ganz aufgehoben. RhB als viel schnellerer und vor allem strassenunabhängiger Zubringer vom restlichen Engadin für das neue Grossskigebiet. Das ist ein Gewinn für alle und das lohnt sich dann auch finanziell, denn attraktiveres Gebiet und viel besserer Verkehr bzw. Zubringer = Wertsteigerung für alle! Global denken und ab in die Richtpläne - dann in Etappen realisieren.

Ganz unabhängig welches Projekt kommt, was ist mit der Lücke zwischen neuer Talstation Signal und neuer Talstation Hahnensee? Laufen? Da wäre ein People-Mover oder eine Brücke/Tunnel mit Förderbänder notwendig… weis man da drüber etwas? Tennishalle-Singalbahn ist ja ein ziemliches Stück (ne USSB System Innsbruck wäre ja ganz geil, Migros, Signalbahn und CorvatschUSSB mit Gipfelanschluss auf einer Etage im neuen Komplex, die RhB im Untergeschoss, wäre ultimativ. Dazu eine Brücke wie Gaislachkogel-Tal für die, die vom Hahnensee kommen, könnte man entlang der SSB-Brücke bis Tunneleingang Tennishalle bauen).

So eine Investition zahlt sich mit den erwähnten Vorteilen auf viele Jahre aus. Gross denken. Eine USSB muss unabhängig von "Mode" bei Bergbahnen betrachtet werden. Solche Systeme sind auch nach Kaprun noch salonfähig mit ihren Vorteilen. Siehe ValGardenaRonda-Express, Hungerburgbahn, MiniMetro usw. Lässt sich toll gestalten wie man am Beispiel Sunneggaexpress sieht. Mir fehlt der Weitblick und der Mut im Engadin. Die Finanz- und Gästezahlenmisere ist genau diesem Umstand geschuldet, nicht umgekehrt. Und das beginnt man zu merken ->siehe Diskussion Erschliessung Corviglia via Zielraum anstatt Chantarella oder eben des Zusammenschlusses der Skigebiete.
 
Klemme schrieb:
weitere Gedanken:

natürlich ist eine USSB teuer aber die Möglichkeit der Sommeranbindung St.Moritz-Corvatschgipfel bringt unglaubliche Vorteile: Da die PizNair AG und die Corvatsch AG dasselbe Boot sind, entschärft sich der Sommerwettbewerb zwischen Corviglia-PizNair und Corvatsch. Das Sommergeschäft wird immer essentieller, nur da ist Wachstum noch möglich. Die Gäste des GlacierExpress bringt im Sommer 70% der Logiernächte (ja, so viel!) und diese Leute sind nur eine oder zwei Nächte im Engadin und suchen ein nahes und schnelles, sowie spektakuläres Erlebnis (die Diavolezza ist zu weit weg). Mit einem moderaten Gipfelausbau (aka Kitzsteinhorn) wäre hier enormes Potential vorhanden! Die Konkurrenz ist dabei der Gornergrat und das Kleine Matterhorn! Man leistet sich vielleicht nicht Fahrten an beiden Enden des Glacier-Express.

Mit einer Verbindung wäre sowieso die Frage aktuell, ob eine Fusion der beiden Talseiten sinnvoll wäre. Alle beteiligten Bahnen schwimmen nicht im Geld und Synergien wären jetzt wichtig. Corviglia doktert am Olympaprojekt, eben weil sich St.Moritz ein schnelles Erlebnis am Berg wünscht. Da käme ein Projekt, das alle Probleme löst doch gelegen. Niarchos würde vielleicht unter diesen Entwicklungsaussichten vielleicht auch mal was investieren - oder andere neue Investoren. Konkurrenzdenken adé!

Die RhB hat aktuell wieder eine Studie erarbeitet, wie ein Weiterbau nach St.Moritz-Bad im Zuge des grossen Bahnhofneubaus möglich sei. Eine Integration eines späteren Bahnhofes in das Projekt Talstationskomplex Signal in dessen Planung zu berücksichtigen, wäre ja noch schlau… Man stelle sich diese Zukunft vor: Hub St.Moritz Bad, Engadinbus massiv entlastet oder Linien tlw. ganz aufgehoben. RhB als viel schnellerer und vor allem strassenunabhängiger Zubringer vom restlichen Engadin für das neue Grossskigebiet. Das ist ein Gewinn für alle und das lohnt sich dann auch finanziell, denn attraktiveres Gebiet und viel besserer Verkehr bzw. Zubringer = Wertsteigerung für alle! Global denken und ab in die Richtpläne - dann in Etappen realisieren.

Ganz unabhängig welches Projekt kommt, was ist mit der Lücke zwischen neuer Talstation Signal und neuer Talstation Hahnensee? Laufen? Da wäre ein People-Mover oder eine Brücke/Tunnel mit Förderbänder notwendig… weis man da drüber etwas? Tennishalle-Singalbahn ist ja ein ziemliches Stück (ne USSB System Innsbruck wäre ja ganz geil, Migros, Signalbahn und CorvatschUSSB mit Gipfelanschluss auf einer Etage im neuen Komplex, die RhB im Untergeschoss, wäre ultimativ. Dazu eine Brücke wie Gaislachkogel-Tal für die, die vom Hahnensee kommen, könnte man entlang der SSB-Brücke bis Tunneleingang Tennishalle bauen).

So eine Investition zahlt sich mit den erwähnten Vorteilen auf viele Jahre aus. Gross denken. Eine USSB muss unabhängig von "Mode" bei Bergbahnen betrachtet werden. Solche Systeme sind auch nach Kaprun noch salonfähig mit ihren Vorteilen. Siehe ValGardenaRonda-Express, Hungerburgbahn, MiniMetro usw. Lässt sich toll gestalten wie man am Beispiel Sunneggaexpress sieht. Mir fehlt der Weitblick und der Mut im Engadin. Die Finanz- und Gästezahlenmisere ist genau diesem Umstand geschuldet, nicht umgekehrt. Und das beginnt man zu merken ->siehe Diskussion Erschliessung Corviglia via Zielraum anstatt Chantarella oder eben des Zusammenschlusses der Skigebiete.

Alles super Gedanken, das Problem ist nur, dass wir vom Oberengadin reden, woanders wäre es - so oder anders - seit 20 Jahren umgesetzt. Was fehlt ist der Mut und der Pioniergeist. Vielleicht kommt es irgendwann, wäre schön!
 
Wenn das so, wie visualisiert, konsequent umgesetzt wird, könnte ich mir das sehr cool vorstellen.
Nur wie ist das dort mit der Besonnung im Winter?
 
Die Corvatsch AG hat heute ihren aktuellen Geschäftsbericht veröffentlicht. Trotz einem erneuten Verlustgeschäft sollen mit Hilfe einer Aktien-Kapitalerhöhung und Bank-Krediten in den nächsten 4 Jahren größere Investitionen durchgeführt werden:

- Ersatz Skilift Mandra durch 4-er Sessellift.
- Ersatz Skilift Curtinella durch 6-er Sesselbahn und Verlängerung hinunter zur Alp Surlej.
- Modernisierung von Anlagen (z.B. neue Kabinen Sils).
- Erweiterung- und Verbesserung der Beschneiungsanlagen.
- Neue Werkstatt hinter Stationsgebäude.
- Neue Nutzung für ehemaliges Swisscom-Gebäude.
- Verbesserung der Infrastruktur (z.B. PP-Sils).

Quelle:
http://www.corvatsch.ch/fileadmin/user_upload/08_Dateien_PDF/Generalversammlung/Geschaeftsbericht_Entwurf_3_mit_Titel.pdf
(Seite 6)
 
Danke für die Info LGH.

Insgesamt etwas Merkwürdig erscheint mir der gewünschte Ersatz des Mandraliftes (der Grundsätzlich nachvollziehbar wäre), ohne dass Giand'Alva und Murtèl oder die Hahnenseebahnen erwähnt werden. In der Liste zur "Optimo" Strategie tauchen diese Anlagen und Pisten nicht auf.
Ich hätte eigentlich damit gerechnet, dass diese Maßnahmen ganz oben auf der Prioritätenliste stünden. Das Projekt finanziell jetzt unberücksichtigt zu lassen, nur weil das Richtplanverfahren noch läuft, kommt mir auch im Hinblick auf die schwierige Geschäftslage ehrlich gesagt etwas unüberlegt vor. Wenn es irgendwann kommen sollte (zB bis 2017), würde doch wohl viel Kapital schnell benötigt. Wie will man das denn erwirtschaften und/oder welches Kreditvolumen hätte man dann insgesamt zu stemmen? Aber ich bin kein Betriebswirt, insofern kann ich mich auch täuschen.

Enttäuschend ist mE, dass der Gipfel nicht auftaucht. Da ließe sich doch mit relativ wenig Aufwand eine deutliche Aufwertung der Pistenvielfalt realisieren.
 
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