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Neues im Oberengadin

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Den Bau des Verwaltungsgebäudes kann man vom Projekt Signalbahn entkoppeln. Das sollte ein guter Architekt hinbekommen. Die Windanfälligkeit einer Einseilbahn hat am Corvatsch 1998 u. a. zu der Endscheidung zugunsten einer neuen Pendelbahn geführt. Die hohen Stützen im zweiten Streckenteil haben nicht unbedingt mit den Anliegern zu tun, sondern sind dem Streckenprofil geschuldet. Anstatt sich in so ein unnötiges Projekt einer neuen Signalbahn zu verrennen, sollte man sich tatsächlich um die regelmäßige Erneuerung der zahlreichen Beschäftigungsanlagen mit beschränkter Lebensdauer kümmern. Da dürfte es auch keine Einsprüche geben, wenn es sich um 1:1 Erneuerungen handelt. Die von der Gemeinde übernommenen „schweren“ Zubringerbahnen haben baulich eine unbegrenzte Lebensdauer mit moderatem regelmäßigen Investitionsbedarf in die Elekto- und Maschinentechnik sowie sehr geringe Betriebskosten. Was für ein schwachsiniges Argument, dass es sich um veraltete Systeme handelt. Das kann man demnächst den beiden SSB auch nachsagen. Die sollen froh sein, über solche „richtigen“ Bergbahnen zu verfügen. Zumal die Kapazitäten völlig ausreichend sind. Zusätzliche Sitzbänke kam man auch in Großkabinen aufhängen.
 
snowworld schrieb:
Die Situation ist etwas anders....die Mountains AG will die Signalbahn inkl. neuer Verwaltung auf dem Dach eigentlich unbedingt bauen. Leider gibt es Einsprachen wegen der Überfahrungsrechte der bestehenden Gebäude an der geplanten Trasse, daher verzögert sich der Neubau scheinbar unendlich. Diesen Einsprachen ist auch die derzeitige Variante mit den "hässlichen" hohen Stützen geschuldet, die waren vorher deutlich tiefer.
Die Villenbesitzer an der Trasse wollen sich eben nicht ins Schlafzimmer schauen lassen. Auch für die Windanfälligkeit einer neuen Bahn ist diese Höhe ja nicht sehr förderlich.
Da frag ich mich, wieso man nicht ein System wählt, dass für so grosse Höhen und Spannfelder geeignet ist. Konkret ein Funitel oder eine 3S (mir lieber wegen den schöneren Stützen).
Ob eine EUB wirklich so viel billiger ist, wenn man dafür so hohe Stützen bauen muss? Eine 3S könnte wahrscheinlich wieder mit einer Stütze (Ein- und Ausfahrt nicht mitgezählt) gebaut werden.
Klar die Bergstation einer 3S ist etwas grösser als die einer EUB, aber hier könnte man ja mit einer guten Architektur etwas machen. Sozusagen eine Bergstation mit Signalwirkung.
 
An anderen Orten hat man Untergrund-Standseilbahnen gebaut. Damit müsste man die einmalige Landschaft nicht schänden und den Nutzen hätte man trotzdem.
 
Haben wir auf Seite 47 schon mal diskutiert. Hat einige Vorteile, im Winter wie im Sommer.
 
Die Signalbahn kann gebaut werden. Wann hängt von den Einsprachen ab frühestens Eröffnung auf Winter 2020/2021. Wenn das Datum stimmt so verliefen mit Planung 15 Jahre. Von den Mehrkosten sprach der Präsident nicht. Das Bundesamt für Verkehr hat Mountains die entsprechende Baubewilligung erteilt. Heute war GV von Mountains nach einer kurzen GV von 28Minuten und einem Apero bei Schneefall gab es das schlechteste Essen was ich auf Marguns gegessen habe.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Und kostet ein schweine Geld.

Naja, trotzdem relativ zahlreich gebaut. Und für so eine wichtige Bahn in so einer anfälligen Landschaft das einzig Richtige.
 
Der Neubau Signalbahn kommt evtl. etwas weiter:

http://www.engadinerpost.ch/2018/04/schritt-vorwärts-für-die-signalbahn.html

Mit wurde vor Ort erzählt, dass es im Frühjahr einen Termin mit den Projektgegnern geben soll (Überfahrungsrechte) und dann entschieden werden soll, ob die bestehende Bahn saniert wird, inkl. Stationen, oder der Neubau realisiert werden kann.

Eine unterirdische Standseilbahn Hahnensee wird es sicher nie geben, dafür hat niemand das Geld.
 
plateau-nair-fan schrieb:
Die Signalbahn kann gebaut werden. Wann hängt von den Einsprachen ab frühestens Eröffnung auf Winter 2020/2021. Wenn das Datum stimmt so verliefen mit Planung 15 Jahre. Von den Mehrkosten sprach der Präsident nicht. Das Bundesamt für Verkehr hat Mountains die entsprechende Baubewilligung erteilt. Heute war GV von Mountains nach einer kurzen GV von 28Minuten und einem Apero bei Schneefall gab es das schlechteste Essen was ich auf Marguns gegessen habe.

Danke für die Infos.

Hmm… Wenn ich dort Koch wäre, hätte ich mir an einem Tag wo der ganze Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung dort essen besonders viel Mühe gegeben. ;)
 
Danke für die Infos.

Hmm… Wenn ich dort Koch wäre, hätte ich mir an einem Tag wo der ganze Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung dort essen besonders viel Mühe gegeben. ;)
[/quote] Normaler weise machen die das auch. Vielleicht waren die zu fest am feiern gestern (smile) Mal schauen ob die Signalbahn ihren 50. Geburtstag erlebt und meinen im gleichen Jahr. Hoffentlich werde ich dann nicht auch ersetzt (smile)
 
Pilatus schrieb:
Naja, trotzdem relativ zahlreich gebaut. Und für so eine wichtige Bahn in so einer anfälligen Landschaft das einzig Richtige.

Stimmt, aber in letzter Zeit kommt das nicht mehr oft vor, vor allem nicht für reine Touristenbahnen.
 
Die Bahn wäre mindestens doppelt so lang wie die bis anhin längste USSB: https://de.wikipedia.org/wiki/Sunneggatunnel
Nach Giand' Alva 3.40 km und nach Margun Vegl sogar 4.16 km. Dafür mit einer kleinen Steigung von 26% bzw. 15%.

Auf der Länge wird es nicht nur viel teurer, die Kapazität sinkt auch entsprechend.
 
Naturbahnrodler schrieb:
Die Bahn wäre mindestens doppelt so lang wie die bis anhin längste USSB: https://de.wikipedia.org/wiki/Sunneggatunnel
Nach Giand' Alva 3.40 km und nach Margun Vegl sogar 4.16 km. Dafür mit einer kleinen Steigung von 26% bzw. 15%.

Auf der Länge wird es nicht nur viel teurer, die Kapazität sinkt auch entsprechend.

Das gilt aber nur für die Schweiz oder?

335-FUC Grande Motte Funiculaire in Tignes ist circa 3,5 km unterirdisch.

Pitzexpress im Pitztal hat sogar 3786 m.

Es wäre also durchaus möglich. Ich weiß aber nicht, ob sich die topographie unebdingt eignet. Da die genannte USSBs ja alle ungefähr eine gleiche Neigung über die gesamte Strecke aufweisen.
 
Die Topographie ist bei unterirdischen Bahnen nicht gerade das Problem, eher die Geologie. Aber auch das wäre kein Problem, Neigungsausgleich ist heute kein Problem mehr.
 
DiggaTwigga schrieb:
Naturbahnrodler schrieb:
Die Bahn wäre mindestens doppelt so lang wie die bis anhin längste USSB: https://de.wikipedia.org/wiki/Sunneggatunnel
Nach Giand' Alva 3.40 km und nach Margun Vegl sogar 4.16 km. Dafür mit einer kleinen Steigung von 26% bzw. 15%.

Auf der Länge wird es nicht nur viel teurer, die Kapazität sinkt auch entsprechend.

Das gilt aber nur für die Schweiz oder?
Ja, sorry hab ich vergessen zu schreiben.
 
Es müsste ja keine durchgängige unterirdische Standseilbahn sein. Man könnte die Bergstation etwas oberhalb des Lej das Chöds bauen und ab da ein Sessellift zum Gian d Alva. Damit hätte man die problematischen Zonen (ein Hochmoor um den Lej das Chöds, sowie ein Landschaftsschutzgebiet im unteren Bereich) elegant untertunnelt. Außerdem gibt es noch den positiven Nebeneffekt dass im oberen Bereich eine schöne Beschäftigungsanlage entstehen würde.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Die Topographie ist bei unterirdischen Bahnen nicht gerade das Problem, eher die Geologie. Aber auch das wäre kein Problem, Neigungsausgleich ist heute kein Problem mehr.

Vielen Dank für die Aufklärung!

Generell finde ich die SSB Idee gar nicht so unattraktiv. Die heutige Buslösung funktioniert aber in meinen Augen auch, welche allerdings vermarktungstechnisch nicht optimal ist.
 
Naja, wirklich funktionieren tut sie nicht und mehr als 1x macht das keiner. Resp. selbst das eine Mal eben nur wenige.

Eine Diskussion über eine USSB gehört eigentlich nicht hierher, sondern ins Utopie-Topic. Das kann und will keiner finanzieren. Eine EUB tuts auch und vielleicht macht es die mögliche Gesetzesänderung ja sogar bald möglich. Ich hoffe es jedenfalls.
 
Die Hochmoore erstrecken sich bis auf knapp 2300m hinauf - bis in die Ebene, ab der der Wanderweg in das Geröllfeld führt. Also deutlich oberhalb des Sees.
Die fiktive Wiederholungspiste beschränkte sich also auf den oberen, flachen Bereich sowie den ersten wenig steilen Hang der jetzigen Hahnenseeabfahrt.
Daneben möchte ich zum wiederholten Male daran erinnern, dass die Anlagen SL Murtel und DSB Giand‘Alva samt Pisten für eine solche Verbindung ungeeignet sind und ebenfalls ersetzt und die Pisten ausgebaut ggf. neu geplant sowie beschneit werden müssten,
All dieser Aufwand, die enormen Kosten (Bau und besonders der spätere Unterhalt) und massive Eingriffe in die außerordentliche Landschaft wären erforderlich, ohne dass es eine einzige neue Piste gäbe.
Langweilige Pisten unter Sesselbahnen gibts genug, das muss man nicht auch noch der Hahnenseeabfahrt oder Teilen davon antun und ihr Ihre Besonderheit nehmen.
Eine USSB wäre wohl am ehesten dienlich, wenn auch vermutlich eher unwirtschaftlich.

Ich bin froh über die neuen Eigentumsverhältnisse und hoffe sehr, dass sich die Fabelhafte Bergwelt auf die viel wichtigere Verbindung Diavolezza Lagalb via Alpe Bondo konzentrieren wird.

Tiob schrieb:
Es müsste ja keine durchgängige unterirdische Standseilbahn sein. Man könnte die Bergstation etwas oberhalb des Lej das Chöds bauen und ab da ein Sessellift zum Gian d Alva. Damit hätte man die problematischen Zonen (ein Hochmoor um den Lej das Chöds, sowie ein Landschaftsschutzgebiet im unteren Bereich) elegant untertunnelt. Außerdem gibt es noch den positiven Nebeneffekt dass im oberen Bereich eine schöne Beschäftigungsanlage entstehen würde.
 
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