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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
3303 schrieb:
Daneben möchte ich zum wiederholten Male daran erinnern, dass die Anlagen SL Murtel und DSB Giand‘Alva samt Pisten für eine solche Verbindung ungeeignet sind und ebenfalls ersetzt und die Pisten ausgebaut ggf. neu geplant sowie beschneit werden müssten,
Das ist denke ich allen klar, aber der kritische (genehmigungstechnische) Grund ist nun mal die Hahnenseebahn und nicht der Ersatz des DSB und des SL. Sicherlich wäre das teuer aber es wäre auch eine Jahrhunderinvestition von der alle noch lange profitieren würden. Und ehrlichereweise gibt es in St Moritz auch nicht so viel akute Anlagen die sonst mittelfristig komplett ersetzt werden müssen deswegen sollte ein finanzieller Speilraum eigentlich da sein.
Die Verbindung von Diavolezza und Lagalb gehört meiner Meinung nach eher in die Kategorie "nice to have". Die Region würde viel mehr von der Hahnenseebahn profitieren da die meisten Gäste sowieso nur auf Corvartsch oder Corviglia gehen. Und ich wüsste nicht welche "ausserordentliche Landschaft" mit der Hahnenseebahn verschandelt werden würde. Weder wird die Oberengadinische Seenlandschaft verbaut, noch der freie Blick auf einen besonderen Berg gestört.
 
ski-chrigel schrieb:
Eine Diskussion über eine USSB gehört eigentlich nicht hierher, sondern ins Utopie-Topic. Das kann und will keiner finanzieren. Eine EUB tuts auch und vielleicht macht es die mögliche Gesetzesänderung ja sogar bald möglich. Ich hoffe es jedenfalls.

In Anbetracht dessen, dass das an vielen Orten umgesetzt wurde zeigt, dass es finanzierbar wäre. Wenn man wirklich will. Die Gesetzesänderung kommt mit Sicherheit nicht. Das Referendum ist bei einem Zustandekommen bereits angekündigt. Und spätestens dann ist fertig. Die meisten Leute laufen mit offenen Augen durch die Schweiz und sehen dass man sicher nicht noch den letzten Rest Natur/urtümliche Schweiz dem schnöden Mammon opfern sollte. Aber da gehörst du bekanntlich nicht dazu.
 
An vielen Orten? Naja... In der jüngeren Zeit kaum mehr. Und das finanzielle „Desaster“ am Stoos muss ja hier nicht erwähnt werden.

Richtig, da gehöre ich nicht dazu, obwohl ich auch mit offenen Augen durch die Welt gehe. Oder eben weil ich mit häufiger Sicht aus der Luft die Relationen etwas anders / grossräumiger sehe. Tiob hat meine gleichlautende (Boden-)Sicht am Hahnensee bereits bestens dargelegt. Dass der Hahnensee zu diesem angeblichen „letzten Rest“ gehören sollte, erschliesst sich mir nicht.
 
Heute an der GV der Diavolezza Lagalb Ag wurde bekannt gegeben dass der Club 8848 im nächsten September wieder aufersteht. Wer 11 die Lagalb rauf und runterfährt und anschliessend 4 Mal von der Bergstation zum Gipfel läuft hat den Mount Everest bestiegen und wurde in den CLub aufgenommen. Wie die neuen Bedingungen sind habe ich noch nicht herausgefunden. Auf der Diavolezza sollen weitere Wanderwege gebaut werden z.b zum Piz Trovat und zum Persgletscher runter. Man hofft diesen Sommer damit zu beginnen. Es sind aber noch Einsprachen da. Eigentlich sollte im Frühling kein Skibetrieb mehr an der Diavolezza geben und nur noch am Corvatsch nach Ostern man hat aber eingesehen dass dies ein Fehler gewesen wäre. Nach der 90 Minütigen GV die mehr ein Info Anlass war gab es Pot au Feu.
 
Danke für die Info!
Bleibt zu hoffen, dass sie den Frühlingsbetrieb so aufrechterhalten und zukünftig auch die Sesselbahn wieder bis zum Schluss in Betrieb lassen.
Es geht zwar auch ohne, wie man ja derzeit erfahren kann; aber etwas Abwechslung bringt die KSB dann schon noch in den Skitag.
 
3303 schrieb:
Danke für die Info!
Bleibt zu hoffen, dass sie den Frühlingsbetrieb so aufrechterhalten und zukünftig auch die Sesselbahn wieder bis zum Schluss in Betrieb lassen.
Es geht zwar auch ohne, wie man ja derzeit erfahren kann; aber etwas Abwechslung bringt die KSB dann schon noch in den Skitag.
So wie es am Freitag an der GV hiess halte man doch am Skibetrieb im Frühling an der Diavolezza fest. Ob der Sessel nächsten Winter länger fährt wisse man noch nicht. Denke aber mindestens bis 22.4. Saisonschluss Lagalb. Gestern stand in der Engadinerpost übrigens sicher ein Grund warum Hahnensee geschlossen ist das gleiche mit dem Firnsessel das Personal die Saisoniers haben Vertrag bis 15.4. resp. 8.4. die Verträge werden vor der Saison gemacht. Das Personal für den Firnsessel ist nicht mehr da. Die Diavolezza Bahn fährt ab 60 Personen oder nach Fahrplan.
 
zwei bemerkenswerte Aussagen enthält das Interview zur GV:
- man hatte sich insbesondere von der Lagalb mehr erhofft. Man kann also nicht davon ausgehen, dass sie auch mittelfristig gesichert ist. Die Lagalbfans sind also eingeladen, soviel wie möglich zu fahren.
- Die Diavolezza sei deutlich ertragreicher als die Piz Nairbahn. Das dürfte auch erklären, weshalb der Bahnabtausch erst in allerletzter Sekunde zu Stande kam und sich die mountains nur ungern von der Diavolezza trennte.
 
Man müsste halt mal Diavolezza und Lagalb verbinden, das gäbe sicher einen kräftigen Zuwachs wie die anderen Skigebietszusammenschlüsse auch.
 
j-d-s schrieb:
Man müsste halt mal Diavolezza und Lagalb verbinden, das gäbe sicher einen kräftigen Zuwachs wie die anderen Skigebietszusammenschlüsse auch.

Hätte man mal vor gut 10 Jahren die zwei Sesselbahnen auf Diavolezza im unteren Bereich gebaut, hätte das auch zu Lagalb eine gute Verbindung gegeben.

Ich weiss jetzt auch nicht genau, woran es genau scheiterte? Ob an den Grünen, oder weil die Bergbahnen Engadin St. Moritz einfach kein Interesse mehr dran hatten. oder aus einer Mischung von beiden Gründen..

Hätte man sich damals auch wegen grossen Widerständen, die ja da sein mussten, trotzdem dafür eingesetzt hätte man heute für Lagalb sowohl auch für Diavolezza ein viel attraktiviveres Angebot und hätte heute sicher weniger Sorgen.
 
plateau-nair-fan schrieb:
Gemäss www.engadinerpost.ch verzögert sich auf Grund von 3 Einsprachen der Bau der neuen Signalbahn um weitere 2-3 Jahre.

Und beim Nachbarn im Osten lachen sie sich ins Fäustchen. Warum muss bei Bauvorhaben in der Schweiz einfach jeder ein Mitspracherecht haben? :roll:
 
Weil wir halt ein basisdemokratisches Rechtsverständnis haben. Auch wenn ich es persönlich ebenfalls bedauere. Einsprachen von Privaten finde ich immer legitim. Mehr ärgern tut mich aber das Verbandsbeschwerderecht. M.E. hat es weniger mit Demokratie zu tun, wenn Umweltverbände als vermeintliche Weltverbesserer einfach grundsätzlich gegen fast alles und jedes einsprechen.
 
Man müsste halt die Verfahren beschleunigen (und zwar alle). Jedes Jahr später kostet ne Stange Geld, und es kann mir keiner erzählen, dass es völlig unmöglich ist, bspw. festzulegen, dass innerhalb eines Jahres sämtliche Einspracheverfahren abgeschlossen sind.
 
Ich verstehe nicht, warum so verbissen an diesem Projekt festgehalten wird. So langsam sollte man mal darüber nachdenken, einfach die bestehende Bahn zu modernisieren. Von mir aus mit beheizten Sitzbänken in den Kabinen.

Hätte man vor 17 Jahren die EUB sofort bauen können, müsste man jetzt fast schon wieder über eine Ersatzanlage nachdenken, um mit den Hotspots in Österreich konkurrieren zu können.
 
Hat man da so viel Überkapazität, dass man es sich wirklich leisten könnte die Kapazität auch noch zu senken?
 
sorry, aber das ist komisch. Ursprünglich wollte man sie ja auf die WM2017 in Betrieb nehmen, aufgrund der vom Stimmvolk abgelehnten Verlängerung auf die Alp Giop gab es nachvollziehbarer Weise mindestens 1 Jahr Verzögerung. Eine Einsprache (und drei sind meiner Ansicht nach nicht mal viele) verzögert das ganze schnell um mehrere Monate, in Saisons gerechnet um ein Jahr. Aber 3 Jahre, so lange dauert es, wenn die Beschwerden ans Bundesgericht weitergezogen werden, also im Maximalfall. Dass die jetzt nach mindestens 3 Jahren selbstverursachter Verzögerung gleich vorsorglich weitere 3 Jahre ankündigen riecht für mich fast mehr danach, als wollte man eine neue Bahn gar nicht unbedingt...
 
Da sich der Neubau Signal jetzt ja um Jahre verschiebt, ist die Frage ob andere Anlagen vorher ersetzt werden. Die Engadin Mountains AG hat einen Cash Flow von ca. 10 Mio. CHF pro Jahr. Der Neubau Signal soll ca. 30 Mio CHF kosten.
Ich könnte gut mit einer Sanierung der bestehenden Pendelbahn inkl. Renovierung der Gebäude und Neubau Verwaltung leben, da man die Anlage ja nicht oft am Tag benutzt und es in letzter Zeit auch fast keine Wartezeiten hier mehr gibt.

Aus meiner Sicht haben der Ersatz folgender Anlagen Priorität:

1. Ersatz 4er Sesselbahn Randolins Baujahr 1994 Leitner durch neue 6er Sesselbahn (Wartezeiten bei schönen Tagen da die Anlage 2 sehr schöne beschneite Pisten hat - wenig Fahrkomfort da Sessel zu klein vor allem mit hohen Bindungen) Kosten bestimmt ca. 10 Mio. CHF
2. Ersatz 6er Gondelbahn Celerina Marguns Baujahr 1991 vonRoll durch neue 8er oder 10er Gondelbahn (lange Wartezeiten zur Hauptsaison bis Mittag ..bis zu 1 Std. an Spitzentagen) Kosten mit Gebäuden bestimmt ca. 20 Mio. CHF
3. Neue Sessel mit Hauben an 6er Sesselbahn Trais Fluors Baujahr 1996 vonRoll (die Anlage ist völlig in Ordnung aber die Hauben schlagen bei Maximalgeschwindigkeit auf und zu und sind einfach fertig)
4. Neue Sessel mit Hauben an 4er Sesselbahn Fuorcla Grischa Baujahr 1994 Leitner (gleiche zu keine Sessel wir bei Randolins aber wegen der kurzen Fahrt eigentlich nicht so wichtig)

Ich bin gespannt ob jetzt eine andere Anlage vorgezogen wird. Die Beschneiung ist ja bereits auf TOP-Niveau, lediglich Val Schlattain könnte man im unteren Teil evtl. noch ausbauen.
Ich fürchte aber das es vor Signal keine neue Anlage gibt :(
 
Das sind alles gute und begründete Ideen, aber kaum eine halte ich für realistisch und für mich persönlich auch nicht notwendig. Am ehesten noch die Celerina-EUB, die wirklich zu wenig Kapazität hat.
 
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