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Neues im Oberengadin

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Laut Geschäftsbericht der St. Moritz Mountains AG (Corviglia) soll der 2er Sessel Suvretta im Jahr 2022 durch einen neuen 2er Sessel ersetzt werden. Der Antrieb ist künftig in der Bergstation. Hoffentlich bleibt das schöne Steinhaus an der Talstation erhalten. :bindafür:

Der Neubau Signal verzögert sich wohl schon wie bekannt um mind. ein Jahr.

Das Jahr 2019/ 2020 lief bis zum Lockdown wohl super. Der Umsatz ist genauso hoch wie im Jahr davor trotz Schließung im März 2020.

Somit gibt es wohl folgende Planungen für die nächsten Jahre im Oberengadin:

Corvatsch:

- neue Sessel für den 4er Alp Surlej wohl für diesen Sommer geplant
- neue Kabinen Seilbahn Furtschellas - war schon geplant aber wurde immer wieder verschoben
- Beschneiung Hahnensee und 2. Sektion Corvatsch Gipfel Standard Piste - hängt wohl an Bewilligungen und der Wasserfassung vom Silsersee ab aber wird bestimmt in den nächsten Jahren realisiert
- Renovierung von Gastronomiebetrieben - bis auf die Hütte Fuorcla Surlej gehören alle Gastronomiebetriebe im Gebiet zur Corvatsch AG - werden wohl jedes Jahr einzelne Renovierung geplant aber keine Neubauten

Corviglia:

- Ersatz 2er Sesselbahn Suvretta 2022
- Ersatz Signalbahn mit 10er Gondelbahn inkl. Talstation mit Verwaltung - evtl. Baubeginn 2022 mit 2 jähriger Bauzeit
- Neuer Speichersee mit nur mit Tauwasser gespeist unterhalb Munt da San Murrezzan in den nächsten Jahren

Diavolezza:

- Ausbau und Erneuerung Beschneiung Lagalb und Verbindungspiste in den nächsten Jahren
- Renovierung der Gebäude und Erhalt der bestehenden Anlagen
 
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Die nicht lawinensichere Passage der Kantonalstrasse bei Sils soll durch einen Tunnel umgangen werden.
https://www.engadinerpost.ch/2021/03/19/Tunnel
Das wäre eine ziemlich gehobene Lösung zu Gunsten des Landschaftsschutzes und der Funktionalität der Straße. Immerhin ist das ja ein wichtiger Weg für viele Berufspendler, der auch für den Betrieb der Skigebiete von erheblicher Bedeutung ist.

Die neue Freeridepiste auf Corviglia ist die ehemalige Piste Zöllner:
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Der Tunnel ist sicher auch wichtig aber mit den 230 Mio CHF könnte man mit einem zinslosen Darlehen alle älteren Lifte in den Skigebieten im Oberengadin erneuern :D für den Tourismus wär der Nutzen ein Vielfaches.

Man darf eben nicht vergessen, dass die meisten Lifte auf Corvatsch und Corviglia deutlich über 20 Jahre laufen. Von mir aus sind die alle noch in Ordnung aber der Zahn der Zeit nagt eben überall. Die meisten Bahnen in den Gebieten sind Anfang der 90er Jahre gebaut worden und wurden zwar teilweise mit neuen Sesseln und Steuerung „renoviert“ aber in den nächsten 10 Jahren wird es große Investitionen benötigen. Mit dann 30 - 40 Jahren wird es wohl für viele Kuppelbahnen eng werden mit Ersatzteilen, etc.

Ohne Schlepplifte und Retro Fits gerechnet - ist das durchschnittliche Baujahr der Anlagen auf Corvilgia ca. 1993 8O

Man könnte damit sicher auch noch ein Mitarbeiterhaus einrichten, in dem in Lawinen Grenzsituationen die Mitarbeiter aus Italien schlafen könnten. Das wird ja zumindest in der Hochsaison bei ergiebigen Schneeprognosen jetzt so schon gemacht. Die Straße ist ja auch bisher nicht so viele Tage im Jahr gesperrt. Wenn es auch nicht noch eine Felssturz Gefahr gibt, ist der Tunnel eigentlich ein Luxus. Bisher hat ja auch alles ohne Tunnel funktioniert :ja: und es gab meines Wissens nie Versorgungsengpässe im Oberengadin.
 
Das Geld kommt aber überhaupt nicht aus der gleichen Kasse: Für die Modernisierung des Skigebietes ist der Betreiber verantwortlich und muss sie auch bezahlen... als höchstes Gut kann es ein zinsloses Darlehen von Gemeinde oder Kanton geben, aber auch das ist eher unwahrscheinlich.
Den Ausbau der Strasse zahlt der Kanton, evtl. braucht es einen kleinen Beitrag der Gemeinde, vermutlich gibt es auch noch einen Beitrag des Bundes.

Kurz: Das eine hat mit dem anderen nicht das Geringste zu tun.
 
Das ist mir auch klar, dass ein Straßenbaubudget beim Kanton nicht für Lifte verwendet werden kann.
Aber es gibt als Infrastruktur Unterstützung sehr wohl ab und zu zinslose Darlehen vom Staat an private touristische Bergbahnen - siehe z.B. Stanserhorn.

Ich wollte damit ja nur sagen, dass dieses Geld aus Sicht des Tourismus sehr viel nützlicher investiert werden könnte.
 
Klar, nur ist halt die Strasse nicht in erster Linie touristischer Natur: Da geht es auch darum, ein ganzes Tal (das Bergell) wintersicher an die Restschweiz anzubinden, ist ähnlich wie die Winteröffnungen von Ofen- oder Berninapass.
 
Na ja, ob es diesen Tunnel wirklich braucht, weiss ich nicht wirklich. Wenn es so viel schneit, dass die Strasse bei Sils gesperrt wird, dann wird in der Regel der Maloja-Pass auch gesperrt und die Verbindung Richtung Italien ist zu.
 
Richie schrieb:
Na ja, ob es diesen Tunnel wirklich braucht, weiss ich nicht wirklich. Wenn es so viel schneit, dass die Strasse bei Sils gesperrt wird, dann wird in der Regel der Maloja-Pass auch gesperrt und die Verbindung Richtung Italien ist zu.
Es geht hauptsächlich um einen Lawinenstrich, der nicht gesprengt werden darf, da dort Bannwald ist. Galerien kann man wegen des Landschaftsbildes nicht errichten.
Ergebnis sind Sperrungen oft nur dieses Abschnittes ohne Ausweichroute.
Dann geht es noch um Velowege und so weiter.
Ich würde es gut finden, den Tunnel gleich bis Plaun Da Lej zu ziehen und die bisherige Straße für den Langsamverkehr zu nutzen. Gleiches fände ich gut für für Silvaplana-Sils.
 
Hallo zusammen

Im langjährigen Mittel war die Strasse Sils - Plan da Lej an rund 4 Tagen pro Winter gesperrt. In den letzten ca. 3 Jahren nahm die Zahl der Sperrungen zu, dies liegt aber nicht an strengeren Wintern, sondern daran, dass vor ca. 4 Jahren mal ein Auto von einer Lawine erfasst und auf den See gedrückt wurde (Insassin unverletzt raus, Auto aber Totalschaden). Im Nachhinein hätte die Strasse damals natürlich geschlossen sein sollen. Seither wird hingegen ziemlich rasch gesperrt. Mehr als 10 Tage pro Winter sind es aber nicht; darin bereits berücksichtigt sind die relativ berechenbaren Sperrungen im Frühjahr wegen Gleitschneelawinengefahr bei hohen Temperaturen (normalerweise im April, diesen Winter wars bereits Ende Februar mal so weit, Sperrung jeweils Nachmittags so 11-18 Uhr - man kann sich also arrangieren).

Ob man dafür > 200 Mio. ausgeben darf soll sich durchaus jeder eine eigene Meinung dazu bilden....
 
Im aktuellen Geschäftsbericht der Corvatsch AG wurde angekündigt, dass man in diesem Sommer die Furtschellas Kabinen ersetzen will.
 
Danke für die Info.
Steht da auch drin, ob mit Betriebsunterbrechungen zu rechnen ist? Im Sommer zum Wandern ist die Bahn ja durchaus eine der Wichtigeren im Engadin.
 
Nein, davon steht nichts da, nur:
Mit der Zukunft werden wir bereits im Sommer 2021 beginnen, und die neue Kabine an der Pen- delbahn Furtschellas wird ein Zeichen dafür sein, dass wir keineswegs müde sind, sondern die Zu- kunft gestalten.
https://www.corvatsch.ch/fileadmin/user_upload_neu/06_Diverses/pdfs/GB_Corvatsch_2019_20.pdf

Laut https://www.corvatsch.ch/aktuell/betriebszeiten/ sollte die Bahn auch vom 26.06. – 22.10.2021 offen sein. Denke das wird in einer der Zwischensaisons gemacht (vor oder nach dem Sommer).
 
Die dritte und letzte Etappe der Sanierung 4er Sesselbahn Alp Surlej wird auf den Sommer 2022 verschoben. Somit werden die Sessel der Bahn wahrscheinlich auch erst im Sommer 2022 erneuert.

Zur geplanten Erweiterung der Beschneiung 2. Sektion Gipfel und Hahnensee steht keine Info im Geschäftsbericht.
 
snowworld schrieb:
Die dritte und letzte Etappe der Sanierung 4er Sesselbahn Alp Surlej wird auf den Sommer 2022 verschoben. Somit werden die Sessel der Bahn wahrscheinlich auch erst im Sommer 2022 erneuert.

Ist denn klar, dass mit dieser Phase überhaupt ein Austausch der Sessel gemeint war? Könnten ja auch technische Komponenten wie Steuerung sein.
…
 
Ein Mitarbeiter der Bahn hatte mir das mit den neuen Sesseln erzählt und auch auf der Instagram Seite vom pistenteam corvatsch wurde darüber gesprochen aber vielleicht verändern die Corona Umsatzeinbrüche :rolleyes: jetzt die Pläne.

Die Hauben sind teilweise schon sehr blind und die Federn halten die Hauben manchmal nicht mehr offen auf der Fahrt.
Mit neuen Sesseln stünde die Bahn ja wieder wie neu da. :ja: ich glaube die kommen bestimmt in naher Zukunft :ja:

Der Geschäftsbericht der Diavolezza AG ist jetzt auch online. Es gibt hier wohl keine neuen Projekte. Der Familie Niarchos muss man im Engadin aber weiter zu Dank verpflichtet sein. Die Familie will das Darlehen von 8.1 Mio CHF an die Diavolezza AG in Aktien umwandeln um eine Überschuldung der Gesellschaft zu verhindern. Da die Diavolezza AG wohl sowieso nie eine Dividende ausschütten wird, ist das eigentlich wie ein Geschenk an die Diavolezza AG um den Betrieb Diaviolezza / Lagalb aufrecht erhalten zu können. Die Aktienmehrheit liegt eh schon bei der Familie und die Aktien sind ja eigentlich wertlos, da es nie Dividende oder eine Ausschüttung geben wird. :rolleyes:

Daher ein großes Dankeschön an die Familie Niarchos :bindafür: :respekt:
 
Dank für diese Info.
Ich fand es ohnehin schon gewagt von der Familie, als damals der Transfer stattfand und damit das Gebiet am Berninapass gerettet werden konnte.
Es zeigt sich jetzt mE immer mehr, dass man vor ca. 10 Jahren die Bondobahn irgendwie hätte bauen müssen. Notfalls erstmal ohne neue Pisten und unter Aufgabe der Zonen um Collinas, damit die Verbindung mal steht. Ich hoffe, dass das irgendwann nochmal gelingen wird, um die Zukunft dort zu sichern. Das Ganze Gebiet steht so ja offenkundig auf sehr wackligen Beinen und das Risiko, dass es irgendwann auf eine Sommerbahn Diavolezza (oder Frühlings-Sommer-Herbstbahn) reduziert werden muss wird vermutlich spätestens beim nächsten großen Invest im Bereich Lagalb wieder präsent werden.
 
Warum wurde die Bondobahn (war glaube ich als Verbindung gedacht) nicht gebaut?
 
Das ist eine längere Geschichte.
Vor geschätzt 10-15 Jahren waren zwei neue Bahnen, Collinas und Bondo geplant.
Bondo als Verbindung zur Lagalbbahn. Collinas als Ergänzung. Mit vielen neuen Pisten.
In Google Maps stehen sind projektierten Bahnen und Pisten drin.

https://www.google.de/maps/place/Diavolezza/@46.4275127,9.9914941,14z/data=!4m5!3m4!1s0x4783783d1d655d1b:0xf7d19324ead3c7c6!8m2!3d46.412222!4d9.965556?hl=de

Collinas liegt meines Wissens in der Skigebiets- bzw. Intensiverholungszone. Bondo nicht, was natürlich ein Problem ist.
D/L gehörte damals zur Gesellschaft wie Corviglia. Der Gesellschaft sind Corviglia und St. Moritz wichtiger.
Die Flächen des vor Langem aufgegebene Skigebiets am Berninapass (hinter Lagalb) wurden für Projekte auf Corviglia „verbraucht“. Der Pendolino (permanent verkehrender Minibus) zwischen Lagalb und Diavolezza wurde eingestellt. Jetzt hat man den Engadinbus im 30 Min. Takt, also viel unkomfortabler. Für Bondo stand nichts mehr zum Eintauschen zur Verfügung und Naturschutz sowie die Finanzierung wären vielleicht auch schwierig gewesen. Es ging später soweit, dass man Lagalb stilllegen wollte, um die Hahnenseebahnen zu bauen und somit St. Moritz auch bahntechnisch an Corvatsch anzubinden. Das scheiterte jedoch am Landschafts- und Naturschutz.
Diavolezza ohne Lagalb wäre mE im Winter höchstwahrscheinlich nicht langfristig als Skigebiet haltbar, da zu kalt, schattig und klein.

Unlängst wurde D/L zur Gesellschaft Corvatsch / Niarchos transferiert und Corviglia bekam dafür die Piz Nair Bahn. (Auch deshalb chapeau Niarchos) Lagalb war gerettet.
Problem für D/L bleibt mE die fehlende Verbindung, um langfristig bestehen zu können. Deshalb frage ich mich, ob man nicht die Flächen bei Collinas aufgibt und so wenigstens Bondo bauen könnte. Aber ich weiß nicht, ob das realistisch ist.
Eine neue Piste dort mit Blick über Pass und Lago Bianco wäre mE übrigens sehr cool.
 
Danke für die Erklärungen, haben uns bei unserem Aufenthalt nämlich auch gewundert, dass keine bessere Verbindungen zwischen D/L besteht.
Auch ein Lift oben am Lagalb wäre super.
Gibt es die eingezeichnete Strecke "Tour Val Arlass"?
 
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