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Neues im Sauerland

xX_Kilian01_Xx schrieb:
Zudem werden doch auch gar keine 4er KSBs mehr gebaut oder?

Natürlich werden noch 4KSBen gebaut, aber halt nicht in Deutschland oder Österreich. In der Schweiz wird in der Romandie quasi jährlich eine neue Doppelmayr 4CLD eröffnet und selbst in der Lenzerheide wird heuer eine alte kuppelbare Vierersesselbahn durch eine Neuanlage des gleichen Typs ersetzt. Und in Nordamerika sind Vierer (noch) State of the Art; es werden nach meinem Gefühl deutlich mehr Vierer wie Sechser gebaut.

Was allerdings stimmt, ist das Doppelmayr keine D-Line 4KSB im Programm hat und auch keine Ambitionen zeigt, dies zu ändern. Ich kann mir daher eher schlecht vorstellen, dass im Sauerland noch eine kuppelbare Vierersesselbahn entstehen soll; entweder wird es ein fixer Lift oder ein Sechser wenn man mich fragt. Die letzte 4KSB, die in Deutschland gebaut wurde, müsste Krautkaser am Jenner aus dem Jahr 2013 sein, wenn ich mich nicht täusche.
 
snow*Uwe schrieb:
Und was Insider schon immer vermutet oder gewusst haben, dass die Höhenangabe am Lift von 200 Metern, 600 -800 m ü.NN eine grobe übertriebene publikumswirksame Angabe war.

Stand nicht im offiziellen Pistenplan 650-800m? Wie kommst du dann auf 200hm?
4er fix oder größere KSB tippe ich. Wenn überhaupt. Glaube nicht, dass der Winter viel Kohle gen Altastenberg flüssig gemacht hat.
 
judyclt schrieb:
snow*Uwe schrieb:
Und was Insider schon immer vermutet oder gewusst haben, dass die Höhenangabe am Lift von 200 Metern, 600 -800 m ü.NN eine grobe übertriebene publikumswirksame Angabe war.

Stand nicht im offiziellen Pistenplan 650-800m? Wie kommst du dann auf 200hm?
4er fix oder größere KSB tippe ich. Wenn überhaupt. Glaube nicht, dass der Winter viel Kohle gen Altastenberg flüssig gemacht hat.
Selbst im Pistenplan 2022/23 (welcher aber wohl genau der von 2016 war) stand noch 600-800m (habe ihn mir letztes Jahr runtergeladen). ;) Gut, dass zumindest der Pistenplan von 2016 archiviert ist, welcher zweifelsfrei die alte 600-800m-Angabe zeigt:
https://skimap.org/skiareas/view/12341
Habe es mir aber eigentlich schon gedacht. Die Kappe ist ja ein gutes Stück länger mit ihren 180 Höhenmetern.
Bzgl. 4KSB: Man darf nicht vergessen, Altastenberg scheint nicht so viel Geld zu haben wie das SLK. Ich könnte mir also schon vorstellen, dass eine 4KSB gebaut wird. Mehr ist dort auch nicht nötig (Ich weiß, man kann auch kapazitätsschwache 6KSBs bauen...).
 
Nocki schrieb:
Selbst im Pistenplan 2022/23 (welcher aber wohl genau der von 2016 war) stand noch 600-800m (habe ihn mir letztes Jahr runtergeladen). ;) Gut, dass zumindest der Pistenplan von 2016 archiviert ist, welcher zweifelsfrei die alte 600-800m-Angabe zeigt:
https://skimap.org/skiareas/view/12341
Habe es mir aber eigentlich schon gedacht. Die Kappe ist ja ein gutes Stück länger mit ihren 180 Höhenmetern.
Also Google Earth sagt ca. 635-770 hm. Grundsätzlich ist es natürlich legitim, dass auf 600-800 zu runden, aber besonders nah an der Realität ist man dann nicht mehr.
Bei der Länge nehmen sie sich nicht viel: 550 m am Westfalenhang zu 605 m an der Kappe (gemessen per GE).

Nocki schrieb:
Bzgl. 4KSB: Man darf nicht vergessen, Altastenberg scheint nicht so viel Geld zu haben wie das SLK. Ich könnte mir also schon vorstellen, dass eine 4KSB gebaut wird. Mehr ist dort auch nicht nötig (Ich weiß, man kann auch kapazitätsschwache 6KSBs bauen...).
Das ist richtig, wobei die Finanzen recht stark an Winterberg (Klante und Brinkmann) hängen. Klante hat sicher recht gut verdient, Brinkmann (Saisonende Kappe 5.2. iirc) nicht.
Der Kapellenhang konnte zwar mehr Betriebstage als beispielsweise die Kappe verzeichnen, aber die Frequenz war eher schwach und auch ansonten nicht so viel offen im Skigebiet. Von daher wird da auch nicht viel Geld rumgekommen sein.

Wie seriös die Quelle Skiresort ist, halte ich auch für fraglich. Das Projekt gibt es dort ja schon ca. 20 Jahre, lange als 4SB. Eine KSB wäre natürlich wünschenswert, ob 4er oder 6er ist mir persönlich schei*egal.
Und bevor die Kapellenhangbahn gebaut wurde, gab es auch mal Gerüchte Richtung 6KSB. Hat sich aber leider nicht bewahrheitet. Wenn man nun schon am Anfängerhang keine KSB baut, wird das am Westfalenhang 1 wohl auch eher nichts.
Und eine Sommernutzung gibt es ja bisher auch nicht.
 
GIFWilli59 schrieb:
Nocki schrieb:
Selbst im Pistenplan 2022/23 (welcher aber wohl genau der von 2016 war) stand noch 600-800m (habe ihn mir letztes Jahr runtergeladen). ;) Gut, dass zumindest der Pistenplan von 2016 archiviert ist, welcher zweifelsfrei die alte 600-800m-Angabe zeigt:
https://skimap.org/skiareas/view/12341
Habe es mir aber eigentlich schon gedacht. Die Kappe ist ja ein gutes Stück länger mit ihren 180 Höhenmetern.
Also Google Earth sagt ca. 635-770 hm. Grundsätzlich ist es natürlich legitim, dass auf 600-800 zu runden, aber besonders nah an der Realität ist man dann nicht mehr.
Bei der Länge nehmen sie sich nicht viel: 550 m am Westfalenhang zu 605 m an der Kappe (gemessen per GE).
Das mit dem Runden ist im Mittelgebirge m.E. so eine Sache. 135 Höhenmeter auf 200 Höhenmeter aufzurunden sind ein Aufschlag von etwa 48% (Mist, da musste ich runden. ;) ). Also so, wie als würde man eine Sesselbahn mit 400 Höhenmetern auf 592 runden. Daher halte ich das Runden im Mittelgebirge für weitaus kritischer als in den Alpen. Der Westfalenhang ist zwar kaum kürzer als die Kappe, letztere erschließt aber wegen der größeren Höhendifferenz gefühlt deutlich längere Pisten, die schwarze an der Kappe kommt mir vom Fahren her schon länger vor als die rote oder die schwarze am Westfalenhang. Einen Neubau am Westfalenhang halte ich nur für sinnvoll, wenn die neue Bahn kuppelbar wird. Und mir fiele da auch was ein: Die Sesselbahn Rauher Busch im SLK ist doch oft überlastet (Ich rede hier von 10-15 Minuten Wartezeit an starken Tagen). Theoretisch wäre es da doch für das SLK gar nicht mal dumm, da eine Bahn mit größerer Förderleistung hinzustellen. Die 4KSB könnte man dann doch in Altastenberg kaufen, um sie bei sich aufzustellen?
 
Screenshot_20240424-190657.png


2016 ist natürlich schon eine Weile her. Ich hab's auf der Homepage so in Erinnerung wie hier im Bild.
 
Der Plan von 2016 war aber m.E. bis 22/23 so auf der HP. Nur hat sich da halt nichts geändert (außer Stilllegung Rodellift).
 
Das stimmt. Angesichts der ausschließlich dort vorhandenen Eismaschinen würde mich mal interessieren, ob ein mild-nasser Winter zumindest den Betreibern der beeisten Hänge gar nicht mehr schadet oder sogar gewinnbringend ist. Schließlich entfiel zum Beispiel diesen Winter wochenlang sämtliche Konkurrenz aufgrund der Regenmengen, sodass sich alles auf die wenigen verbliebenen Lifte konzentriert.
 
judyclt schrieb:
Das stimmt. Angesichts der ausschließlich dort vorhandenen Eismaschinen würde mich mal interessieren, ob ein mild-nasser Winter zumindest den Betreibern der beeisten Hänge gar nicht mehr schadet oder sogar gewinnbringend ist. Schließlich entfiel zum Beispiel diesen Winter wochenlang sämtliche Konkurrenz aufgrund der Regenmengen, sodass sich alles auf die wenigen verbliebenen Lifte konzentriert.

Allerdings war dadurch die Gesamtnachfrage deutlich niedriger. Dann hat man vermutlich lieber viel Schnee und echten Winter und kann dann trotz Konkurrenz in absoluten Zahlen die gleiche Menge an Gästen bzw Umsatz generieren. Ob die Konkurrenz ebenfalls verdient ist ja erstmal egal. Zumindest hat man mit den Scherbeneisanlagen wohl den Vorteil, dass man gegen Mildwinter „versichert“ ist und solange es nur wenige Scherbeneispisten gibt lohnt sich die Beeisung auch obwohl die Nachfrage in absoluten Zahlen und aufs gesamte Sauerland bezogen sehr gering ist, eben weil sich diese Nachfrage ausschließlich auf die paar beeisten Pisten konzentriert. Es dürfen halt nur nicht alle machen, sonst rechnet es sich irgendwann für niemanden mehr so richtig.
 
Die laufenden Kosten der Beeisung sind ja auch erheblich, also ich glaube nicht, dass man weniger Gewinn erzielt hätte, wenn von Januar bis März konstant 30 cm Naturschnee und -2 Grad geherrscht hätten.
Ich glaube, es gibt sowieso selten den Effekt, dass andere geöffnete Skigebiete nennenswert Kunden aus Winterberg abziehen. Prozentual sicher, aber absolut vermutlich kaum.
 
Hibbe schrieb:
Allerdings war dadurch die Gesamtnachfrage deutlich niedriger. Dann hat man vermutlich lieber viel Schnee und echten Winter und kann dann trotz Konkurrenz in absoluten Zahlen die gleiche Menge an Gästen bzw Umsatz generieren. Ob die Konkurrenz ebenfalls verdient ist ja erstmal egal. Zumindest hat man mit den Scherbeneisanlagen wohl den Vorteil, dass man gegen Mildwinter „versichert“ ist und solange es nur wenige Scherbeneispisten gibt lohnt sich die Beeisung auch obwohl die Nachfrage in absoluten Zahlen und aufs gesamte Sauerland bezogen sehr gering ist, eben weil sich diese Nachfrage ausschließlich auf die paar beeisten Pisten konzentriert. Es dürfen halt nur nicht alle machen, sonst rechnet es sich irgendwann für niemanden mehr so richtig.

Du bringst das sehr gut auf den Punkt.
Es werden nicht alle machen, da sich lange Pisten und/oder freies Gelände wie in Willingen oder Neuastenberg hierfür eher nicht eignen. Andererseits sind die Winterberger zu den Sfs verdonnert, denn bei einer Übernachtungsquote von 50-60% NL im Winter und nach wie vor knapp 50% Winteranteil an den Gesamt-Ü, würde der Ort ein "Sozialfall" werden, wenn der Winterbetrieb ausfällt. Winterberg wird nicht von Ungefähr "das St. Moritz der Niederländer" genannt.
Man hat im letzten Winter gesehen, dass sogar mit nur einer kleinen Sf am Schneewittchen man diesen weitgehend seichten Südhang ziemlich lange am Laufen halten konnte. Die beiden Brembergpisten sind folglich ebenfalls sehr gut geeignet dafür. Die werden die Sfs ausbauen und vom Rauhen Busch bis Schneewittchen (also von Klante bis Klante) einen witterungsunabhängigen Skibetrieb schaffen. Das Einzugsgebiet ist da - und die werden die Einzigen bleiben.
Es wird sich rechnen, denn Niederländer sind genügsam und mit jeder Konsistenz zufrieden, hauptsache es ist weiß unter ihren Füßen - von den Deutschen kommen dann vielleicht aber nur noch Wmenn, GIFWilli und Hibbe ;D - achso - den Ansprüchen dieser Jungs https://www.youtube.com/watch?v=Ik7wn8zBKhg wird das wohl auch noch reichen.

Ein Crusheisausbau wäre auch für Willingen von Vorteil, denn wenn hier kaum was geht, dann fahren unsere Ü-Gäste mit dem gemeinsamen Skipass auch mal nach Winterberg rüber - das ist bei 30 Min. Fahrzeit akzeptabel. Und je mehr Crusheispisten die haben, desto attraktiver ist das.
 
An der Kappe ist nach meinen Kenntnissen nichts vorgesehen. Das sind auch Pisten, die sich für Sfs eher nicht gut eignen.

Die Versorgung der seichten Pisten steht an, denn die bringen das Geld und brauchen nicht so viel Chrusheis. Die werden nach und nach die gesamte Achse vom Rauhen Busch bis Schneewittchen mit Sfs versorgen. Das würde auch dazu passen, dass die Rohre an P3 abgeladen sind.
 
manitou schrieb:
An der Kappe ist nach meinen Kenntnissen nichts vorgesehen. Das sind auch Pisten, die sich für Sfs eher nicht gut eignen.
Ok, schade. Warum sind die dortigen Pisten nicht gut für SFs geeignet? Braucht die Steilheit mehr Schnee?

Sie alle sind sehr beliebt, wie man an den häufigen Wartezeiten an der KSB ablesen kann, auch die Panoramabahn wird recht gut angenommen. Bis zum Schneewittchen fehlt ja nur noch der BBX.

Die Versorgung der seichten Pisten steht an, denn die bringen das Geld und brauchen nicht so viel Chrusheis.
Wobei auch die steileren Pisten (Kappe und St. Georg-Schanze) in Winterberg recht beliebt sind, weil sie die steilsten der Region sind. Wenn man die mit Crushedeis ausstatten würde, könnte man noch die Zielgruppe ausweiten und mehr Fortgeschrittene anziehen.
 
Für die Steilheit braucht man mehr Schnee und selbst die blaue Piste ist einfach sehr lang (1,2 km iirc). Je länger, desto teurer wird es.
Dazu kommt noch, dass insbesondere seit dem Fichten-Exitus einige Teile der Pisten dort sehr wind- und/oder sonnenexponiert sind.

Man könnte es natürlich trotzdem probieren, denn in den letzten Jahren war es immer wieder im oberen Teil knapp, mit einer SF könnte man sicher noch 7 Betriebstage pro Tauphase herausholen.
Nur eine SF-Vollbeschneiung ist vermutlich weniger profitabel.
 
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