Fügen und Schwaz startklar für Skigebietszusammenschluss
Nach jahrelangem Ringen soll 2008 der Startschuss für die Skiliftverbindung vom Spieljoch zum Kellerjoch fallen.
Das Skigebiet Spieljoch soll bis 2012 mit dem Kellerjoch verbunden werden.
Der Wettlauf um die Skiverbindung vom Inntal ins Zillertal dürfte entschieden sein - zugunsten des Spieljochs und des Kellerjochs. Wie berichtet, laufen auch in Weerberg und Hochfügen Bemühungen um eine Skigebietsehe.
Fachleute miteinbezogen
"Die Machbarkeitsstudie für die Verbindung Spieljoch-Kellerjoch über die Geolsalm und Gartalm ist abgeschlossen und bei der Vorbegutachtung positiv vom Land bewertet worden", zeigt sich der Fügener Bürgermeister Walter Höllwarth optimistisch, dass unter bestimmten Auflagen grünes Licht vom Land für die Skigebietsehe kommt. Seine Gemeinde, die Gemeinde Fügenberg und der Tourismusverband halten 60 Prozent der Anteile an der Spieljochbahn.
Gondelbahn zum Onkeljoch
Das Erfolgsrezept: Die Auflagen der Behörden wurden gleich in das Projekt eingearbeitet. "Es ist wichtig, auf Fachleute wie Geologen, Naturschutzexperten und Vogelkundler zu hören und mit ihnen zusammenzuarbeiten. So kann man Probleme im Vorfeld lösen", sagt Höllwarth.
Mit dem Baustart einer neuen 2,5 km langen Abfahrt vom Onkeljoch zur Mittelstation am Spieljoch soll im nächsten Jahr der erste Schritt des Zusammenschlusses gesetzt werden. Danach folgt der Bau einer Achtergondelbahn auf zwei Kilometer Länge zum Onkeljoch ab der Mittelstation. Eine zweite Gondelbahn brauche es dort auch wegen der Wartezeiten, sagt Höllwarth. Später soll auch die untere Sektion der bestehenden Zubringerbahn erneuert werden.
Oswald Koch, Geschäftsführer der Spieljochbahn, beziffert die Kosten für die Gondelbahn samt Piste und Beschneiung mit 13 bis 15 Mio. Euro. Mehr als das, nämlich rund 18 Mio. Euro, hält Tourismusverbandsobmann Werner Kostenzer für wahrscheinlich. Er plant als Mitbesitzer der Kellerjochbahn auch auf Schwazer Seite auf Hochtouren.
Achtergondel zum Arbeser
Statt einer Erneuerung ab der Talstation soll ab der Mittelstation am Arzberg kräftig investiert werden. Auf drei Hektar Grund sind Parkflächen vorgesehen, und eine neue Achtergondelbahn will Kostenzer von dort auf den Arbeserkopf schweben lassen. "Die Verträge stehen, die Planungen sind vergeben und das Projekt wird 2008 eingereicht", berichtet er. Baustart ist für 2009 vorgesehen, die Kosten liegen laut Kostenzer ebenfalls bei rund 18 Mio. Euro. Der finale Zusammenschluss ist durch den Bau dreier Sechser- bzw. Achtersessellifte in den Jahren 2010 bis 2012 vorgesehen.