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Neues in Anzère

TPD schrieb:
Nein, die neue KSB geht nur bis Duez.

Dann wird einiges klar. Das geht natürlich nicht aus dem Pistenplan von 05 hervor. Das heisst dann ja auch, dass einfach der Grillesse-Schlepper ersetzt wird. Die 05er Planung, also als Ergänzung in Richtung Le-Bate, wäre mir ja zur Aufwertung des Gebietes lieber gewesen. So ändert sich nicht viel, nur dass an einer Stelle eine Überkapazität geschaffen wurde.
 
Hallo zusammen,

anbei ein Zoom-Foto (9 Km Distanz) von den Bauarbeiten des Sessellift Les Grillesses in Anzere vom 28. August 2012: http://flic.kr/p/d1BRSd

Die Fundamente sind fertig, es sind auch größere Erdbewegungen im unteren Bereich zu erkennen (hinter den Baumspitzen).
 
Ersatz des Skilifts "Turin" (Poma). Keine Ahnung vom Hersteller des neuen Skilifts.

Talstation wird nach unten verlegt und die Bergstation wird ebenfalls verlegt (direkt neben der Bergstation vom Skilift "Combe")
 
Bleibt der "normale" Teil des Skilifts bestehen oder wurde der auch abgetragen?

Naja, so wie das für mich aussieht von den Fundamenten her würde ich auf einen kuppelbaren Skilift aus dem Hause Poma schätzen, da das riesige Fundament der Bergstation mehr oder weniger auf dem Ausstiegsplatz zu stehen kommt.
 
MF3330 schrieb:

Grässlich, war vor ein paar Wochen auf einer Herbstwanderung dort - der wunderschöne Weiler mit den alten Walliser-Häusern total verschandelt durch die Talstation und den Stützen. Auf den Fotos wird das "wunderschön" ausgeblendet... Wie lange darf dieses Landschafts-Massaker eigentlich noch weiter gehen?
 
MF3330 schrieb:
In der Schweiz hat es noch nicht richtig angefangen....
Du meine Güte - gehst du mit geschlossenen Augen durch die Gegend? Aber auch wenn es noch nicht begonnen hätte (was so wirklich nicht stimmt): Es darf so einfach nicht sein.
 
MF3330 schrieb:
Im Vergleich zu diese Erdbewegungen: http://www.ski-valloire.net/travaux.php (einfach ein Beispiel aus diesem Sommer) sehen die Arbeiten in Anzère wirklich harmlos aus !
Man kann etwas Schlimmes immer mit etwas noch Schlimmerem relativieren - aber das ist keine Argumentation. Darum muss man jeden Fall einzeln betrachten und auch kritisieren. Das Aussehen des sehr schöne Weilers (im Sonmer und Winter) von Les Grillesses ist jetzt schlicht zerstört.
 
Illhorn hat geschrieben:
Grässlich, war vor ein paar Wochen auf einer Herbstwanderung dort - der wunderschöne Weiler mit den alten Walliser-Häusern total verschandelt durch die Talstation und den Stützen. Auf den Fotos wird das "wunderschön" ausgeblendet... Wie lange darf dieses Landschafts-Massaker eigentlich noch weiter gehen?
Das Aussehen des sehr schöne Weilers (im Sonmer und Winter) von Les Grillesses ist jetzt schlicht zerstört.

Ich kann dein gejammer nicht verstehen, du bist offenbar gegen jegliche Erneuerungen von Skigebieten. Ich bin der Ansicht dass dieser kleine Weiler mit der tollen neuen Sesselbahn Grillesses viel dazu gewonnen hat. Diejenigen die dort ein Häuschen haben können sich "Von" nennen dass sie eine anständige Anlage direkt vor ihren Häuschen bekommen haben. Was das mit Landschaftsverschandelung zu tun hat ist mir nicht klar. In wenigen Jahren ist alles wieder überwachsen und grün. Was da am Aussehen des Weilers zerstört ist ist mir nicht klar.
 
Naja, die Talstation ist schon nicht gerade ein nettes Holz-Bruchstein-Gebäude, dass sich der lokalen Architektur anpasst... :wink:

Aber das ist leider ein Problem in allen Skigebieten.
 
schneefreak81 schrieb:
Ich kann dein gejammer nicht verstehen, du bist offenbar gegen jegliche Erneuerungen von Skigebieten.
Können wir bitte auf der sachlichen Ebene bleiben - fehlende Argumente mit persönlicher Anmache zu ersetzen, wirkt nicht sehr überzeugend. Auch ein dualistisches Denken ist mir fern. Wo Anlagen alt und nicht mehr sicher sind, können diese auch für mich ohne Probleme ersetzt werden. Wo ich aber keinen Sinn sehe, wenn immer noch Neu-Anlagen gebaut werden. Und diese Bahn von Les Grillesses ist definitiv eine neue Anlage, sie ersetzt keine andere - und dazu kommen noch 7km neue Pisten.

schneefreak81 schrieb:
Ich bin der Ansicht dass dieser kleine Weiler mit der tollen neuen Sesselbahn Grillesses viel dazu gewonnen hat.
Im Gegenteil: Der beschauliche kleine Ort hat durch Stützen, Erdbewegungen und dieser grässlichen Talstation nur verloren.

schneefreak81 schrieb:
Diejenigen die dort ein Häuschen haben können sich "Von" nennen dass sie eine anständige Anlage direkt vor ihren Häuschen bekommen haben.
Und wenn die das gar nicht wollten, wenn die ihr Häuschen in der Ruhe, weg vom Massentourismus und Skizirkus gesucht haben und jetzt diese Veränderung einfach vor die Haustür gebaut bekommen haben - die werden sich bestimmt nicht "von" nennen. Und ob die wohl gefragt wurden? Und dann besteht das Jahr ja nicht nur aus den paar Ski-Monaten. Da gibt es Frühjahr, Sommer und Herbst und immer stehen dies Dinger vor den Häusern und verschandeln die Landschaft.

schneefreak81 schrieb:
Was das mit Landschaftsverschandelung zu tun hat ist mir nicht klar. In wenigen Jahren ist alles wieder überwachsen und grün. Was da am Aussehen des Weilers zerstört ist ist mir nicht klar.
Es geht Jahre, Jahrzehnte, bis die Vegetation solche Eingriffe verkraftet hat. Geh doch mal solche Gebiete aus der Nähe anschauen, nicht im Winter, sondern im Sommer und im Herbst. Die Stützen, Kabel, Stationen und Erdbewegungen sind genau diese Landschaftsverschandelungen, die ich meine und von denen es nicht immer noch mehr geben darf.
 
Pilatus schrieb:
Naja, die Talstation ist schon nicht gerade ein nettes Holz-Bruchstein-Gebäude, dass sich der lokalen Architektur anpasst... :wink:

Aber das ist leider ein Problem in allen Skigebieten.
Und dann nimmt man das einfach mit einem Schulterzucken zur Kenntnis?
 
Geh einfach in zwei Jahren noch mal hin und gib uns dann bescheid wie du es vorgefunden hast.
Schau mal die Zeitungsbilder oder Fernsehberichte von den Unwettern im Lötschental 2011 an und fahr da jetzt hin und schau dir das Ganze ein Jahr später an. Glaub mir das war um Welten schlimmer als jeder Pisten- und Bahnbau und heute kann man die Katastrophe nicht mal mehr erahnen.

Edit: Hab grad in einem anderen Topic gesehen dass mit die zu diskutieren wohl sehr schwer werden wird, da du dich zu sehr auf auf den Standpunkt stells dass Natur zerstört werde. Wie es vorher aussah und wie es nachher aussieht schein nicht zu interessieren.
Richtig ist: Natur wird verändert, das machen aber auch die Biber wo Bäume fällen und in Fliessgewässern Wehre bauen.
 
Illhorn schrieb:
schneefreak81 schrieb:
Ich kann dein gejammer nicht verstehen, du bist offenbar gegen jegliche Erneuerungen von Skigebieten.
Können wir bitte auf der sachlichen Ebene bleiben - fehlende Argumente mit persönlicher Anmache zu ersetzen, wirkt nicht sehr überzeugend. Auch ein dualistisches Denken ist mir fern. Wo Anlagen alt und nicht mehr sicher sind, können diese auch für mich ohne Probleme ersetzt werden. Wo ich aber keinen Sinn sehe, wenn immer noch Neu-Anlagen gebaut werden. Und diese Bahn von Les Grillesses ist definitiv eine neue Anlage, sie ersetzt keine andere - und dazu kommen noch 7km neue Pisten.

Die Sesselbahn ist definitiv eine neue Anlage, da sie neu gebaut wird aber sie ersetzt auf eine geänderte Strecke den Skilift "Grillesse". Es handelt sich also nicht um eine neue Erschließung wie du behauptest.

Es gibt eigentlich nur eine neue Piste, rechts der Bahn. Die übrigen Pisten wurden einfach verbessert aber es sind grundsätzlich keine neue Pisten.
 
Theo schrieb:
Geh einfach in zwei Jahren noch mal hin und gib uns dann bescheid wie du es vorgefunden hast.
Télé-Anzère hofft sicher, dass in 2 Jahren die Anlage noch steht, denke ich... Die Seile, Stützen und Stationen werden dann also noch sein.

Theo schrieb:
Schau mal die Zeitungsbilder oder Fernsehberichte von den Unwettern im Lötschental 2011 an und fahr da jetzt hin und schau dir das Ganze ein Jahr später an. Glaub mir das war um Welten schlimmer als jeder Pisten- und Bahnbau und heute kann man die Katastrophe nicht mal mehr erahnen.
Ich war im Sommer und Herbst an einigen "Ski-Orten" und habe mir die veränderte Landschaft einmal etwas genauer angeschaut. Auch wenn diese Veränderungen schon Jahrzehnte zurück liegen, da ist alles noch sichtbar. Und wo in den letzten 5 bis 10 Jahre Veränderungen gemacht wurden, gibt es vielen Orten Schäden durch Erosion.

Und nochmals: Man kann schlimme Dinge nicht einfach mit noch schlimmeren relativieren wollen - man findet immer noch etwas Schlimmeres. Und der Vergleich der Eingriffe resp. Veränderung durch Mensch resp. Natur kann man so nicht vergleichen. Warum ist Natur immer einfach noch gratis zu haben? Warum darf sie einfach für ökonomische Zwecke völlig verändert und verunstaltet werden?

Aber es wird wohl auch hier so sein: Die Augen werden erst aufgehen, wenn es zu spät ist. Es gibt offenbar ein Menschenrecht, die selben Fehler immer und immer wieder zu tun.
 
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