Mit Business Plan historischen Akzent gesetzt
Die Ferienregion Lenzerheide wählt neuen Weg für die Zukunftsentwicklung
Die politische Gemeinde Vaz/Obervaz, die Bürgergemeinde Vaz/Obervaz, die Lenzerheide Bergbahnen AG und Lenzerheide Tourismus entwickelten im Rahmen des Business Plan-Prozesses eine klare Vorwärtsstrategie mit optimal aufeinander abgestimmten Umsetzungsmassnahmen. Gemeinsam unterzeichneten sie gestern den Business Plan mit den strategischen Zielsetzungen für die Ferienregion Lenzerheide und bekräftigten damit Einigkeit. Dies ist ein Meilenstein für die Lenzerheide und für den Schweizer Tourismus.
Am 16. Oktober 2007 ist in der Aula vom Schulhaus Lenzerheide, im Rahmen einer öffentlichen
Informationsveranstaltung, ein bedeutsamer Schritt in Richtung Zukunft gemacht worden. Die vier
wichtigsten Akteure vor Ort unterzeichneten gemeinsam den Business Plan. Der Fokus des Papiers
konzentriert sich auf die Faktoren Kundennutzen, Wachstum und Ertragskraft der Ferienregion. Die klare Prioritätensetzung richtet sich darauf aus, sehr rasch und konsequent die wichtigsten Hebel für die Entwicklung in Bewegung zu setzten.
Das strategische 7-Punkte-Programm im Business Plan sieht ein Investitionsvolumen von über CHF 200 Mio. vor. Die obersten Prioritäten liegen auf den drei Punkten, die zugleich die hauptsächlichen
Wachstumstreiber darstellen: Erhöhung der Schneesicherheit, schaffen einer neuen Angebotsdimension durch die Skigebietsverbindung von Lenzerheide und Arosa sowie der Verbesserung des Angebotes an warmen Betten.
Unter der Führung der politischen Gemeinde Vaz/Obervaz entstand im Laufe des Jahres 2007 am
"Runden Tisch" der Business Plan. Das erklärte Ziel ist, sich mit vereinten Kräften für die Zukunft der
Ferienregion Lenzerheide einzusetzen. Zwischenzeitlich schien das Projekt zu scheitern, eine Einigung weit entfernt. Die dauernde transparente Auseinandersetzung der Initianten mit ihren unterschiedlichen
Positionen und Ansätzen sorgten schliesslich für gegenseitiges Vertrauen und baute Skepsis ab. Weiter flossen aus dem Vernehmlassungsprozess wertvolle Inputs in den Business Plan ein und sorgten für eine breite Abstützung.
Heute stehen die vier Präsidenten der beteiligten Partner voll und ganz hinter den im Business Plan
integrierten Projekten mit ihren Prioritäten. Mit persönlichen Statements bekräftigten sie die Zustimmung zur vorliegenden ersten Fassung des Business Plan. So liess etwa Valentin Blaesi, Präsident der Bürgergemeinde verlauten: "Ich war von Anfang an sehr skeptisch, änderte jedoch meine Meinung im Laufe der konstruktiven Arbeiten am "Runden Tisch". Heute sehe ich, dass mit diesem Papier eine klare Richtung aufgezeigt wird. Die Verbindung mit Arosa ist nur förderlich für das Image von Lenzerheide".
Peter Furger, Verwaltungsratspräsident der Lenzerheide Bergbahnen AG erwähnte: "Beim Business Plan hat man sich die Hand gereicht, um gemeinsam vorwärts zu schreiten. Die ganze Tragweite des Papiers ist heute wohl noch nicht abschätzbar. Für mich war es ein Erlebnis an diesem Prozess mitzuwirken".
Eugen Arpagaus, Vorsteher des kantonalen Amt für Wirtschaft und Tourismus (AWT) attestierte dem
vorliegende Business Plan eine hohe Qualität und lädt Politik und Einwohner ein, diesem wertvollen Papier die notwendige Beachtung zu schenken.
Wie schnell eine klare Strategie - sprich der Business Plan - Wirkung offenbaren kann, zeigt der Umstand, dass die Lenzerheide Bergbahnen AG innerhalb von nur sechs Wochen einen Vertrag mit einem englischen Investor abschliessen konnte. Dieser plant im Gebiet Dieschen Sot ein Gesamtprojekt, das dem strategischen Ziel der Angebotsverbesserung an warmen Betten voll Rechnung trägt.
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