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Neues in Arosa Lenzerheide

Die Südostschweiz berichtet:

Baustopp auf dem Weisshorn gefordert

Der Bündner Heimatschutz will verhindern, dass die Arosa Bergbahnen AG den Restaurant-Neubau auf dem Weisshorn weiter vorantreibt.

Von Gil Bieler

Arosa. – Dem Bündner Heimatschutz ist es ein Dorn im Auge, dass auf dem Aroser Weisshorngipfel bereits mit dem Bau eines neuen Restaurants begonnen wurde (Ausgabe von Montag), obwohl bis Ende Monat noch eine entsprechende Rekursfrist läuft. Von ebendieser macht der Heimatschutz nun Gebrauch und beantragte gestern beim Verwaltungsgericht einen sofortigen Baustopp.
Einen der Hauptkritikpunkte bildet der prominente Standort des geplanten Neubaus. Käme das Bergrestaurant auf dem Gipfelplateau zu stehen, würde dies den Berggipfel künstlich erhöhen, heisst es in der Beschwerdeschrift. Dies stelle einen «unangebrachten Landschaftseingriff» dar. Zudem würde der Öffentlichkeit die bisherig ungehinderte Rundumsicht entzogen, heisst es weiter.
Der Heimatschutz habe aber nichts dagegen einzuwenden, wenn das bestehende Restaurant landschaftsschonend umgebaut werden würde.
 
übrigens, die südostschweiz hat den artikel gleich als aufmacher (seite 1, oben in der mitte) platziert. am montag war noch ein artikel, der berichtete dass trotz einsprachefrist ein baukran bereits montiert wurde, "hinten" in der zeitung zu finden. dies zeigt also, dass das thema für die so brisanz erhalten hat. (als sommerloch würde ich das nicht abtun, mit der roten moschee hätte es durchaus auch eine gute schlagzeile gegeben)
 
Es gibt wieder Neuigkeiten aus der Lenzerheide, der "Business Plan - das 7 Punkte Programm"

Link (2,55 Mb): http://www.lenzerheide.com/dynamic/uploads/deepnews_doc_1184837040_1.pdf
(von: www.lenzerheide.com, erschienen: 19.07.2007)

Im Prinzip geht es um die Attraktivitätssteigerung der Region sowohl im Sommer als auch im Winter.

U.a. ist vorgesehen:
der schrittweise Ausbau der Beschneiungsanlagen
wenn man sich die Pläne auf S.24 anschaut, dann klappt einem schon die Kinnlade runter :surprised: . Da bleibt ja fast keine Piste ohne Beschneiung!

Skiverbindung Ost-West
Würde ich sehr begrüßen! Wenn es in Zukunft ohne stapfen oder bus geht. Das war ja immer schon nen kleines Nadelöhr und hat jmd davon abgehalten "mal ebend" die Seite zu wechseln.

Verbindung Arosa
Heikles Thema. Anscheinend ist der Vorschlag einer PB noch nicht ganz vom Tisch. Wer das alles bezahlen soll. :? , das sind ja exorbitale Summen.

Weitere Pläne (testcenter, Hotels, etc.) verschlingen auch noch Geld und 2009/10 soll alles fertig sein... mal sehn was draus wird
 
was mich erstaunt dass viele konkrete daten genannt werden, wann bestimmt schritte vollzogen sein sollen, scheint hand und fuß zu haben das konzept
 
@ molotov
Das ist kein Konzept mehr, sondern ein Businessplan ;-)
Man wünsche sich, dass von amtlicher Seite keine grossen Steine in den Weg gelegt werden und der Businessplan so durchgezogen werden kann. Für mich eine der Vorzeigedestinationen der Schweiz...
 
die südostschweiz von heute berichtet: das verwaltungsgericht hat den baustopp bestätigt. im september soll in der sache der gerichtsentscheid fallen. die bergbahnen glauben immer noch an ihr bauprogramm (1. etappe sommer/herbst 07, 2. etappe sommer 08), ich persönlich glaube aber nciht daran.
 
Das Volksblatt berichtet

Mehr Kunstschnee in der Lenzerheide
VAZ - Die Lenzerheide Bergbahnen AG kann in Zukunft mehr Pisten künstlich beschneien. In der Gemeinde Vaz/Obervaz GR wurde am Sonntag ein Kredit von 965 000 Franken zum Ausbau der elektrischen Infrastruktur genehmigt.

Die Stimmberechtigten hiessen die Kreditvorlage für die so genannte Beschneiung West mit 257 zu 200 Stimmen gut. Die Stimmbeteiligung lag bei 25,6 Prozent.
Für den Ausbau der Beschneiung müssen sieben Leitungen und sechs Trafostationen neu erstellt sowie sechs bestehende Leitungen durch neue ersetzt und vier Trafostationen angebaut werden. Neben den Anlagen zur künstlichen Beschneiung werden einzelne Wohngebiete mit Strom gespiesen.
Mit 266 zu 192 Stimmen angenommen wurde auch die zweite Vorlage, die Teilrevision des Generellen Erschliessungsplanes «Wasser und Beschneiung Teil West», die das Gesamtkonzept der Beschneiungsanlagen im Schneesportgebiet Lenzerheide ergänzt. Rund 34 Hektaren können dadurch zusätzlich künstlich beschneit werden.
 
Kann jemand von Euch (ev. jemand aus der Region) eine Einschätzung abgeben, wie realistisch die Verbindung der Skigebiete Arosa-Lenzerheide ist? Die Bergbahnen hab sich ja gemäss dem im Internet veröffentlichten einen forschen Zeitplan vorgegeben. Wie ernst der Widerstand der Umweltschützer ist, ist vom "Unterland" her nur schwierig einschätzbar.
 
Tages-Anzeiger Online, 02.09.2007

(...) Die seit Jahren von den Umweltverbänden bekämpfte neue Verbindung zwischen den Skigebieten von Lenzerheide und Arosa wird nach Angaben der Bahnen bald realisiert. Für die Verwirklichung der grossen Skiarena ist der Bau einer Gondelbahn geplant, welche die 2400 Meter Distanz mit nur vier Stützen überwindet.

Den Anliegen der Umweltverbände wollen die Bergbahnen Rechnung tragen, indem das landschaftlich intakte Urdental ohne Stützmast überwunden wird. Für die Realisierung des Zusammenschlusses muss auf der Lenzerheide aber zuerst eine Zonenplanänderung an der Urne genehmigt werden.
 
Die schlechtestmögliche aller Lösungen...
 
Schade, dass das ganze nichtmit Piste ausgestattet sein wird. :cry: Auf der anderen Seite ist es natürlich wieder schön, wenn man wieder einen Teil Natur schützen kann. Übrigens soll ja auch Tschiertschen mit Arosa verbunden werden! Diesbezüglich habe ich mich mal in der Abteilung für Geographie umgesehen. Aus meiner Sicht wäre es auch möglich eine Verbindung zwischen Arosa und Tschirtschen zu bauen!
 
Die schlechtestmögliche aller Lösungen...

Nein, das sehe ich ganz und garnicht so. Mit dieser Lösung dürften weit weniger Einsprachen provoziert werden, als wenn durch das Urdental Pisten gebaut würden. Man benötigt eine einzige Abstimmung, für welche in der Gemeinde Vaz/Untervaz wohl schon mächtig die Werbetrommel gerührt wird.
Vom öknomischen Standpunkt her betrachtet würde ich sogar sagen, die Lösung ist ziemlich clever. In einem Jahr steht die Verbindung nach Arosa, was Lenzerheide zusammen mit den restlichen bereits realisierten Projekten einen nationalen Wettbewerbsvorteil verschafft :wink:

Wenn ich an andere Dramen denke, die da zur Zeit ablaufen, dann kann ich die Lösung nur begrüssen! Den Gegnern Wind aus den Segeln nehmen, in dem man ihnen ein wenig entgegen kommt - ohne dabei auf das Hauptziel verzichten zu müssen. :gut:
 
generell gibts an einer reinen verbindungsbahn doch nichts zu meckern! das gibts doch mittlerweile bei vielen gebieten..... die frage ist nur welcher bahntyp dort gebaut werden soll! hört sich stark nach einer PB an..... das ist dann natürlich doch ein wenig kritisch zu sehen. bei 2400m länge wäre eine umlaufbahn wünschenswert! 2S 3S ect.... denke die verbindung wird dann auch ziemlich stark frequentiert sein! :?

edit: @GMD: den spruch hatten wir schonmal.... :evil:
 
Ich bin halt Skifahrer und kein Ökonom. Deswegen bin ich der Meinung, entweder man baut die Verbindung richtig und mit Pisten - schliesslich ist das Gelände bestens dafür geeignet - oder man lässt es bleiben und gibt dem Naturschutz Vorrang.
So kostet die Verbindung die guten Skifahrer nur unnütz Zeit - warten, anstehen, Fahrzeit etc. Und die weniger guten Skifahrer sind mit einem der Gebiete wohl ausgelastet und brauchen die Verbindung sowieso nicht.
Bleibt natürlich das Marketing-Argument. Das ist nicht so leicht von der Hand zu weisen, das gebe ich zu.

Aber eine Pendelbahn bei dem Gelände... da kann ich nur den Kopf schütteln.

bild13-27.jpg

(Blick von etwas oberhalb der Bergstation Schwarzhorn, Lenzerheide, nach Arosa. Im rechten Bilddrittel die Hörnlihütte.)
 
natürlich fände ich es und wärs mit pisten besser!!!
aber ich bin auch der meinung besser so als gar nicht....
im endeffekt entscheiden des eh die bergbahnen und nicht wir.
 
Ist es denn schon (ziemlich) sicher, dass es eine Pendelbahn wird?
Und weiss schon jemand wo die Talstation stehen wird? - Im Businessplan ist die an der Talstation der 2er KSB Schwarzhorn eingezeichnet. Das stell ich mir ziemich chaotisch vor, wenn alle Leute der PB vor der KSB warten. Und überhaupt würd sich der Andrang (wenn es denn einen gibt) eher schlechter verteilen. Auf der Ostseite gibt es ja dann "nurnoch" den Heimberg und den Weisshornspeed (die PB Rothorn lass ich mal aussen vor, da muss man die Ski abschnallen)...
 
Da im Winter 08/09 auch eine Skiverbindung Ost-West in Betrieb gehen soll (siehe Businessplan) denke ich, dass sich die Skifahrerströme gut verteilen werden. Tagesgäste werden wohl eher nur im Gebiet Lenzerheide skifahren, vielleicht sogar nur auf der Westseite. Gäste, die länger bleiben werden wohl eher ganze Tage ins jeweils andere Skigebiet fahren.
Du kommst am Morgen aus Arosa, fährst zuerst auf der Ostseite, wechselst geegn 10:30 Uhr auf die Westseite und isst dort was zu Mittag. Anschliessend gehts gegen 14:30 Uhr wieder auf die Ostseite und gegen 15:15 Uhr mit der Bahn zurück nach Arosa.

Bezüglich der Verteilung der Skifahrer bin ich da ziemlich optimistisch. 8)
 
Nachrichten.ch berichtet:

Schwieriges Jahr für Lenzerheide Bergbahnen AG

Chur/Lenzerheide - Die Lenzerheide Bergbahnen AG hat wegen geringer Schneemengen im letzten Winter ein schwieriges Geschäftsjahr 2006/07 hinter sich. Der Gewinn von 2,9 Mio. liegt trotzdem nur um 4,6 Prozent unter jenem des Vorjahres.

bert / Quelle: sda / Samstag, 1. September 2007 / 14:16 h

Das Skigebiet auf der Lenzerheide konnte wegen Schneemangels erst mit drei Wochen Verspätung in Betrieb genommen werden, was nicht ohne Folgen auf die Frequenzen blieb. Die Ersteintritte gingen um 12 Prozent auf 700'000 zurück, wie die Gesellschaft in Chur bekanntgab. Dadurch sank der Verkehrsertrag um 10 Prozent auf 22,5 Mio. Fr. Der Umsatz in der Gastronomie wurde knapp gehalten, nicht jedoch der Gesamtumsatz, der sich von 34,5 Mio. auf 32,4 Mio. Fr. reduzierte. Der Aufwand betrug 23 Mio. Fr. (Vorjahr 23,7 Mio. Franken).

Der Cash-flow von 9,4 Mio. Fr. liegt um 1,3 Mio. Fr. tiefer als im Vorjahr. Die Bergbahnen Lenzerheide investieren in den nächsten Jahren über 100 Mio. Fr. Unter anderem wollen sie bis 2010 rund 70 Kilometer oder 45 Prozent des gesamten Pistenangebots künstlich beschneien können.
Umstrittene Verbindung mit Arosa

Die seit Jahren von den Umweltverbänden bekämpfte neue Verbindung zwischen den Skigebieten von Lenzerheide und Arosa wird nach Angaben der Bahnen bald realisiert. Für die Verwirklichung der grossen Skiarena ist der Bau einer Gondelbahn geplant, welche die 2400 Meter Distanz mit nur vier Stützen überwindet. Den Anliegen der Umweltverbände wollen die Bergbahnen Rechnung tragen, indem das landschaftlich intakte Urdental ohne Stützmast überwunden wird. Für die Realisierung des Zusammenschlusses muss auf der Lenzerheide aber zuerst eine Zonenplanänderung an der Urne genehmigt werden.
 
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