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Neues in Arosa Lenzerheide

Ich bin ja wirklich ein Freund des Bahnausbaus, aber dieser Tunnel ist einfach nicht wirklich begründbar. Nur für den Tourismus sind die Ausgaben einfach zu hoch. Ich dachte eigentlich bisher es geht darum von Chur nach Davos zu fahren, aber auch das wäre kein ausreichend hoher Zusatznutzen.
 
vA da die Strecke Chur-Arosa dafür viel zu kurvig und kapazitätsarm ist, da müssten noch viele Folgebauten her, damit der Tunnel wirklich Sinn macht.
 
Dafür scheint er ja garnicht gedacht zu sein. Der Anschluss der neuen Strecke wird Richtung Arosa gebaut und die Züge sollen nur von dort nach Davos fahren.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Ich bin ja wirklich ein Freund des Bahnausbaus, aber dieser Tunnel ist einfach nicht wirklich begründbar. Nur für den Tourismus sind die Ausgaben einfach zu hoch. Ich dachte eigentlich bisher es geht darum von Chur nach Davos zu fahren, aber auch das wäre kein ausreichend hoher Zusatznutzen.

In etwa so ist auch meine Meinung. Wenn der Katon GR eine wahsinnig volle Staatskasse hätte, wäre es klar, dass man einen solchen Tunnel baut. Aber wie du sagts - wirklich brauchen tut man den nicht. Da ist für uns Davoser der erwähnte Wolfgang-Tunnel deutlich interessanter.
 
Schöditaz schrieb:
Aber wie du sagts - wirklich brauchen tut man den nicht. Da ist für uns Davoser der erwähnte Wolfgang-Tunnel deutlich interessanter.
Nun ja, hierzu gibt es allerdings auch in Davos unterschiedliche Ansichten, wie etwa das Beispiel von Grossrat Rico Stiffler zeigt:

stifflerdavosey4lcvm8p0f.jpg

(Davoser Zeitung vom 17. November 2015)
 
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Peter Engler, CEO der Lenzerheide Bergbahnen, gab kürzlich ein interessantes Kurzinterview mit einem Ausblick auf die kommenden Investitionen der LBB. Hier die Kernaussagen:

  • Beginn Bauarbeiten Mottahütte: Osterdienstag 18. April 2017
    Ersatz Skilifte Valbella und Proschieri: Frühestens 2020/21
    Ersatz Skilifte Scharmoin und Crappa Grossa durch eine "kompakte" Sesselbahn: Frühestens 2022/23. Investitionsvolumen: Je nach System 6 bis 8 Mio. Franken.
    Daneben: Weitere Steigerung des Sommeranteils (Ausbau Wander- und Bikewege) sowie für den Winter Stärkung der "weichen Faktoren" (neue Zahlungsformen, Zutrittsmöglichkeiten und Gäste-Convenience).
http://www.moneycab.com/2016/11/25/peter-engler-ceo-lenzerheide-bergbahnen-ag-im-interview/
 
Für ein Darlehen im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes von 1,2 Millionen Franken an die Pradaschier AG Top für die Beschneiung Pradaschier übernimmt die Gemeinde Churwalden die Garantie. Die Garantieübernahme wird im gleichen Umfang durch eine Privatperson gegenüber der Gemeinde für einen allfälligen Zahlungsausfall der Hauptschuldnerin verbürgt:
http://www.suedostschweiz.ch/politi...uebernimmt-garantie-fuer-pradaschier-darlehen
 
Basalt schrieb:
Peter Engler, CEO der Lenzerheide Bergbahnen, gab kürzlich ein interessantes Kurzinterview mit einem Ausblick auf die kommenden Investitionen der LBB. Hier die Kernaussagen:

  • Beginn Bauarbeiten Mottahütte: Osterdienstag 18. April 2017
    Ersatz Skilifte Valbella und Proschieri: Frühestens 2020/21
    Ersatz Skilifte Scharmoin und Crappa Grossa durch eine "kompakte" Sesselbahn: Frühestens 2022/23. Investitionsvolumen: Je nach System 6 bis 8 Mio. Franken.
    Daneben: Weitere Steigerung des Sommeranteils (Ausbau Wander- und Bikewege) sowie für den Winter Stärkung der "weichen Faktoren" (neue Zahlungsformen, Zutrittsmöglichkeiten und Gäste-Convenience).
http://www.moneycab.com/2016/11/25/peter-engler-ceo-lenzerheide-bergbahnen-ag-im-interview/
Proschierie hat eine ganz neue Bedeutung erhalten durch die neue Ost West Verbindung. Mit Scharmoin und Valbella kann ich noch für eine weile leben.
Ob das Portal Churwalden wohl ein Erfolg war? Man hat da gewaltige Summen in eine eher unwichtige Ecke des Skigebiets investiert.
 
Tiob schrieb:
[
Proschierie hat eine ganz neue Bedeutung erhalten durch die neue Ost West Verbindung. Mit Scharmoin und Valbella kann ich noch für eine weile leben.
Ob das Portal Churwalden wohl ein Erfolg war? Man hat da gewaltige Summen in eine eher unwichtige Ecke des Skigebiets investiert.

Das sehe ich genauso. Bisher war es immer sehr leer in der neuen Bahn. Auch im Sommer. Die unkoordinierte Bautätigkeit ist ein generelles Problem von Lenzerheide: Es werden neue Anlagen gebaut, aber nicht das grosse Ganze betrachtet. Vor Jahren wurden am Obertor Millionen ausgegeben, um den Tunnel unter der Passstrasse zu bauen. Und jetzt ist er überflüssig. Der Heimberglift ist zu kurz. Und warum werden 2 Lifte zur Urdenbahn benötigt. Ein langer hätte es auch getan.

Wenn der Einstieg in Churwalden floppen sollte, dann hätte das aber positive Auswirkungen auf die Geschäfte auf der Lenzerheide. Ohne die Tagesgäste würde der lokale Handel massiv Umsatz verlieren.
 
Der großzügige Ausbau des Portals Churwalden war meiner Erinnerung nach Voraussetzung, um den Zusammenschluss mit Arosa "politisch" durchzubekommen. Bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, weniger Autofahrten von Tagesgästen bis hoch auf die Heide und nach Arosa usw.
Das die Bahn nicht für Wiederholungsfahrten attraktiv ist, war klar.
 
Tom76 schrieb:
Der großzügige Ausbau des Portals Churwalden war meiner Erinnerung nach Voraussetzung, um den Zusammenschluss mit Arosa "politisch" durchzubekommen. Bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, weniger Autofahrten von Tagesgästen bis hoch auf die Heide und nach Arosa usw.
Das die Bahn nicht für Wiederholungsfahrten attraktiv ist, war klar.
Da sieht man mal wieder was passiert, wenn der Staat sich in betriebswirtschaftliche Entscheidungen einmischt. Das ganze "Portal" Konzept wäre sowieso nur aufgegangen wenn man das Parkhaus gebaut hätte. So ist ihnen auf halbem Weg die Puste ausgegangen.
Es wurden immerhin ca. 20 Millionen hier investiert! Damit hätte man Valbella, Proschirie, und Valbella auf einmal durch Sessellifte ersetzen können, oder eine lückelose Beschneiungsinfrastruktur aufbauen können.
 
Naja, die alte SB von Churwalden hoch mussten sie auf jeden Fall ersetzen. Das wäre auch mit einer 6KSB gegangen, aber man wollte vielleicht mit der Porschebahn ein Zeichen setzen. Und ich denke, die Entscheidung für eine EUB hat auch was mit der starken Biker-Ausrichtung im Sommer zu tun.
 
Proschieri könnte man m.E. nötigenfalls sogar aufgeben, da die Abfahrt nach Churwalden nun dank der Beschneiung gesichert ist. Ich jedenfalls parkiere nun lieber in Churwalden und steige lieber mit einer bequemen EUB ein anstatt mit dem kalten SL. Dass das Parkhaus nicht gebaut wurde, ist allerdings wirklich ein Hemmschuh.

Dass Motta und Urdenfürggli nicht ein einziger Lift ist, ist ebenfalls sehr begrüssenswert. Urdenfürggli hat Wiederholungspotential, jedes Mal zur Motta Talstation zurückzukehren, fände ich nicht so attraktiv. Dass die Heimberg Bergstation so tief angelegt wurde, konnte ich schon nicht verstehen, als man noch nichts von Motta/Urdenfürggli ahnte. Auch nicht, dass er ohne Hauben gebaut wurde.
 
Tiob schrieb:
Da sieht man mal wieder was passiert, wenn der Staat sich in betriebswirtschaftliche Entscheidungen einmischt. Das ganze "Portal" Konzept wäre sowieso nur aufgegangen wenn man das Parkhaus gebaut hätte. So ist ihnen auf halbem Weg die Puste ausgegangen. Es wurden immerhin ca. 20 Millionen hier investiert!.
Für mich ist die Porschebahn ein sehr gutes Beispiel für die Unsitte, sich mit solchen "Designertempel" ein Denkmal zu setzen, mit der Konsequenz, dass das Geld dann anderswo fehlt.
Ich bin überzeugt, dass von den 20 Mio. ein guter Teil für den Aufpreis des speziellen Porsche-Designs inkl. der "versenkten" Talstation draufgegangen ist. Jetzt hat man zwar eine hübsche Bahn, aber kaum Parkplätze, wo die anzulockenden Kunden ihr Auto hinstellen sollen...

Die Idee, mittels einer bequemen Gondelbahn die Einsteiger nach Churwalden zu locken und damit den Verkehr in Lenzerheide zu minimieren, halte ich für eine sehr gute. Hätten die Lenzerheider aber auf das Porsche-Design samt passender Stationen verzichtet und eine normale 0815er Gondelbahn mit handelsüblichen Kabinen gebaut, hätte das Geld unter Umständen sogar noch für passende Parkmöglichkeiten ausgereicht.

Und warum werden 2 Lifte zur Urdenbahn benötigt. Ein langer hätte es auch getan.
Weil die obere der beiden Sektionen für Wiederholungsfahrten dienen soll.
 
ski-chrigel schrieb:
Proschieri könnte man m.E. nötigenfalls sogar aufgeben, da die Abfahrt nach Churwalden nun dank der Beschneiung gesichert ist. Ich jedenfalls parkiere nun lieber in Churwalden und steige lieber mit einer bequemen EUB ein anstatt mit dem kalten SL.
Die neue Beschneiungsinfrastruktur um Churwalden hat ihre Feuertaufe bestanden. Auch auf Pradaschier konnte inzwischen beschneit werden:
churwaldenbescsd4tbpy01v.jpg


Die gesicherte Abfahrt vom PP Proschieri eröffnet zusammen mit der GB Heidbüel tatsächlich neue Möglichkeiten. Aufgeben würde ich den Proschieri-Lift trotzdem nicht, eher sogar prioritär durch eine SB ersetzen. Wenn man jedes mal von der Ostseite via SB Obertor kommend noch den Schwenk nach Churwalden machen muss, um in die Stätzer-Kammer oder nach Sartons/Valbella zu gelangen, dürfte das mit der Zeit doch ziemlich nerven. Aus diesem Grund beschneien die LBB aktuell auch das Proschieri-Trassee:
proschieribescq0dphrl3su.jpg
 
Bei der Talstation der SB Heimberg in Parpan ist ein neues Restaurant entstanden. Das alte "Zeman" wurde bis auf das Kellergeschoss geschleift und durch diesen gelungenen Neubau mit Namen "Heimberg" ersetzt:
restaurantheimztyfvijehx.jpg

Nächsten Sommer folgt ja der Neubau der Mottahütte. Das wird dann schon die dritte Restaurant-Gesamterneuerung auf der LH-Ostseite seit der Skigebietsverbindung mit Arosa sein. Übrigens hat auch der Besitzer und Betreiber der "Freeridebar" auf dem unteren Ochsenälpli investiert und sich eine Pistenmaschine für den Gütertransport zugelegt. Freeridebar und Pistenmaschine stehen im Moment allerdings noch buchstäblich "auf der grünen Wiese".
:naja:
 
Am Schluss der CH-Aktuell-Beitrages auf SRF1 über die wetterabhängigen Ticketpreise am Pizol (http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?p=5106612#p5106612) wurde kurz erwähnt, dass die Lenzerheide (Arosa wurde nicht genannt) plant, Ticketpreise einzuführen, bei denen am Ende des Tages nach Anzahl gefahrener Anlagen abgerechnet werde... (das könnte ich mir nicht leisten 8O )
 
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