Also man kann sicher sein, dass man sich jetzt nur mit der Verbindung nicht Zufrieden geben wird ... eine neue EUB und die KSB an der Rosstelle sind gesetzt. Kurzfristig ist es durchaus in Ordnung "nur" die 4 EUB und die DSL'e zu haben, alles auf einmal wäre auch des Guten zu viel. In den nächsten max. 3 Jahren muss aber auch hier was geschehen (und meinen Infos zu folgen wird dies auch so sein), denn man kann auf der einen Seite nicht das größte Skigebiet bei den Wäldlern vermarkten und im Haupteinstiegspunkt, der Mellau jetzt ist und in Zukunft auch bleiben wird, wird man von einer kapazitätsschwachen EUB empfangen. Viele Tagesgäste sind sich dieser Thematik, die wir hier wesentlich detaillierter betrachten, gar nicht bewusst und stehen sich an einem schönen Sonnensonntag im Winter an der Talstation die Beine in den Bauch oder sollen dann noch nach Damüls hochfahren, wenn eigentlich gar nicht notwendig, weil die Liftverbindung existiert. Gute Werbung ist das dann nicht. Denn der "gemeine Tagesgast" will Skifahren und nicht Skistehen. Für eine Saison mag sich das ausgehen und auch argumentativ zu begründen sein, aber darüber hinaus sehe ich für das angepriesene Großskigebiet im Wald mehr die Gefahr des Imageverlustes. Und das neue Image müssen sie sich doch erst noch zusammen erarbeiten. Und das dürfte nicht im Interesse der Bergbahnen von Mellau und Damüls sein, dies zu Beginn an aufs Spiel zu setzten. Mellau alleine dürfte die notwendige Finanzkraft eventuell nicht besitzen (ob dies jetzt so ist entzieht sich meiner Kenntnis, ist nur eine Hypothese), daher wäre es evtl. denkbar, dass in den nächsten Jahren die beiden Gesellschaften zu einer verschmelzen?! Aber das geht alles mehr in Richtung Spekulation. We will see ...
Noch eines zu den DSL'en ... es ist doch wohl unumstritten, dass die jetzige Lösung noch nicht mal suboptimal ist. Besonders von den Hintergrund, der jetzt besteht: Der Einstieg in das "Größte Skigebiet im Bregenzerwald". Da mag es bestimmt einige "Neueinsteiger" geben, die da allergisch reagieren, zu Fuss zu den Schleppliften zu laufen, nachdem sie im Tal lange gestanden und sich in die engen Gondeln gepresst haben.
Auf meinen 2. Satz zurückkommend; ich sehe es auch so: Früh da sein, gleich hoch und nach mir die Sintflut. Aber hier darf man nicht uns "Insider" als Maßstab nehmen. Dann kann auch gerne die 4 EUB bleiben, den Fußweg finde ich dann aber nach wie vor unglücklich und hat nicht den Charme einer durchdachten Planung (die Gründe die zu dieser Konstellation geführt haben mal ausgeklammert). Aber als erster Kontaktpunkt in dieses große Skigebiet, wirken die jetzigen Anlagen bestimmt für viele abschreckend.
Kurzum: Übergangsweise okay, aber binnen 2-3 Jahren sollte die EUB und die DSL'e modernen, kapazitätsstärkeren Anlagen weichen, um das Gesamtprojekt abzurunden. Dass das alles Geld kosten wird ist klar. Aber über die Verbindung alleine lassen sich vielleicht schon zusätzliche Erlöse generieren, die bisher anderen Skigebieten zugute gekommen sind (z.B. Warth), die dann investiert werden. Und die beiden KSB'en hat man sich in Mellau ja auch leisten können.