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Neues in Damüls Mellau

  • Ersteller Ersteller Anonymous
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Naja, das Gelände dort ist alles andere als einfach. Dass sie überhaupt eine Piste da bauen ist "mutig" aus meiner Sicht.

Das mit dem Schrägaufzug wundert mich auch ein wenig. Hätten sie die 4SB Furka einfach nach unten verlängert, wäre das doch auch gegangen? Klar muss die Piste von oben unter der Strasse noch durch, aber naja, ich denke nur laut :)
 
trag schrieb:
Naja, das Gelände dort ist alles andere als einfach. Dass sie überhaupt eine Piste da bauen ist "mutig" aus meiner Sicht.

Das mit dem Schrägaufzug wundert mich auch ein wenig. Hätten sie die 4SB Furka einfach nach unten verlängert, wäre das doch auch gegangen? Klar muss die Piste von oben unter der Strasse noch durch, aber naja, ich denke nur laut :)
Wäre eigentlich möglich, wenn ich das Gelände unterhalb der L51 in Erinnerung habe. Hätte eigentlich auch den Vorteil, dass die Abfahrten an der 4 SB bzw. einer neuen KSB (mein Gedanke) länger wären.
 
Möglichkeiten wären grundsätzlich vorhanden, allerdings muss berücksichtigt werden, dass Anfänger, die zuvor die blaue Piste befahren, am Ende zwangsläufig auf eine mittelschwere bis schwere Abfahrt geführt würden.
 
Snowworld-Warth schrieb:
Sehr spannend und ein möglicher Schritt hin zur Verwirklichung.
Würde auf jeden Fall zu einer besseren Verteilung der Gäste führen und die Frequenzen in Faschina steigern.

Finde ich auch, Faschine ist ein tolles Gebiet. Vom Glatthorn nach Damüls wird ja jetzt auch schon runtergefahren, momentan muss man aber dann noch rausschieben nach Damüls.
Mit der Bahn gibts dann denn Freeridehang noch obendrauf, hoffentlich wird der dann nicht zur Sperrzone.
 
Itslimetime schrieb:
Möglichkeiten wären grundsätzlich vorhanden, allerdings muss berücksichtigt werden, dass Anfänger, die zuvor die blaue Piste befahren, am Ende zwangsläufig auf eine mittelschwere bis schwere Abfahrt geführt würden.

Wenn man eine direkte Abfahrt ab der Talstation Furka baut stimme ich dir zu. Jedoch gäbe es auch die Möglichkeit, eine blaue Abfahrt links des Tobels (siehe Lageplan), am Gasthof Zimba vorbei zu bauen. Dort müsste auch das Gelände unterhalb der Straße nicht mehr so steil sein, bzw es wäre Platz für Geländeanpassungen. Dann käme die Abfahrt unten mit dem Skiweg von Faschina zusammen am Schrägaufzug an.

Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass die Abfahrt von Faschina sowie der Schrägaufzug "Verhandlungsmasse" sind und ggf erst später oder gar nicht kommen.
 
Die Verbindung wäre ein Traum, aber ich glaube nicht daran. Zu heftig wären die baulichen Veränderungen, zu übel wären hässliche Lifte im Sommer.

Optimal wäre die Verlängerung des Furka über die Strasse weiter nach unten, die Piste könnte über eine Brücke ohne Weiteres auch weiter runter gehen. Und unten im Tal unterhalb von Damüls könnte eine Seilbahn rüber nach Faschina führen.

Das bringt aber vor allem etwas für Faschina. Für‘s gesamt-Skigebiet bringt das eher nicht so viel. Und Kosten und bauliche Belastung wäre enorm.

Außerdem würden sich folgende Fragen ergeben:
1. aus Damüls könnte man nur via Guggernülli Bügellift zum Doppelsessellift in Faschina kommen.
2. Furka wäre stärker frequentiert, ist aber nur ein 4-er
3. Geschwindigkeit Glatthorn und Doppelsessel Faschina

Meine Spezialidee: Seilbahn hoch zum Portlahorn.
 
Interessante News. Aber echt krass, dass hier für die Verbindungsbahn in bisher unerschlossenem Gelände keine UVP notwendig ist. Gibts da keine einheitlichen Regeln (EU?)? Am Schnalstaler Gletscher (ist zwar bekanntlich in IT) wird sogar für den 1:1 Ersatz der Gletschersee-Sesselbahnen eine UVP gefordert bzw. das Projekt abgelehnt und auf Wiedervorlage gestellt... Muss man nicht verstehen...

Aber sollte diese Verbindungsbahn realisiert werden, muss ein großes Investitionspaket hinterherfolgen:
# Ersatz Glatthornbahn durch 6er oder 8er KSB-B als Hauptbeschäftigungsanlage in Faschina
# Ersatz Furkabahn durch 6er oder 8er KSB-B und optional Verlängerung in den Talgrund, wie hier bereits andiskutiert
# Ersatz Gugernüllilift durch 6er KSB

Zudem wollen sie ja auch noch die Uga-Bahn durch EUB oder Kombibahn erneuern?
Da reden wir gesamt mal kurz über Investitionen deutlich > 100 Mio € ??
 
Für die läppischen 450m Streckenlänge am Guggernülli würde wenn überhaupt auch locker ein fixer 4er reichen, warum so größenwahnsinnig? Wird die Stafelalpebahn zur Verbindung benötigt? Falls ja wäre erstmal ein Ersatz dieser 1,8km langen DSB neben einer KSB am Glatthorn wichtiger.

Viele Grüße
 
Guggernülli bedient aber auch das Übungsgelände und neben diesen Wiederholungsabfahrern plus die von Damüls rüber kommen und wieder zurück wollen dürfte es mit einem fixen 4er wohl wieder zu unterdimensioniert sein. Ein 6er KSB ohne Haube mit Kindersicherung wäre auf der kurzen Strecke ideal.

Hast Recht. Die DSB Stafelalpe hab ich in der ganzen Planung ja noch vergessen. Da würde wahrscheinlich eine EUB als Ersatz kommen, also nochmal 40 Mio Invest dazu...
Klingt ziemlich utopisch das ganze.

KSB Glatthorn wäre wohl am wichtigsten...
 
Auch einen fixen 4er kann ich mit Förderbandeinstieg auf ~2400p/h treiben und mit höhenverstellbarem Förderband und Kindersicherung kinderfreundlich gestalten, spare mir dabei aber eine ordentliche Summe im Vergleich zur KSB.

Über einen längeren Zeitraum könnten die ca. 150mio€ Investment im Gesamtgebiet (2x EUB, 2-3x KSB + Verbindung mit allem drum und dran) für ein Gebiet wie Damüls schon gestemmt werden, das würde sich dann aber längerfristig sicher ordentlich auf den TK Preis auswirken und man knackt in wenigen Jahren die 100€ Grenze. Ob das Sinn der Sache ist? Mir stellt sich eher die Frage ob es Verbindung + Totalausbau Faschina für eine Hand voll mehr zusammenhängende Pisten überhaupt braucht, wahrscheinlich wenn überhaupt nur für Urlaubsgäste die länger bleiben. Als Tagesgast zumindest reicht mir das jetzige Gebiet gut aus.

Edit: Eine wirklich sinnvolle und nötige Investition wäre ein Ausbau/Update der Beschneiungsanlage in Damüls. Bei meinen Besuchen war ich aufgrund der Gebietsgröße doch erstaunt über die eher geringe Anzahl an Kanonen, viele davon älteren Datums. Das Skigebiet liegt zwar recht hoch aber auch dort machten sich schon schneearme Winter bemerkbar. Ich erinnere mich an einen Winterbericht an dem alle Pisten mangels Naturschnee nur als schmale Streifen geöffnet waren, bei der überdimensionalen Liftkapazität kann sowas nur im Chaos enden...

Viele Grüße
 
Für mich klingt diese ganze Planung wie eine, die in den nächsten 10 Jahren unter Vorbehalt durchgeführt werden könnte. Betonung liegt auf könnte.
Aber mal sehen, wie es weitergeht
 
Eine Verbindung fände ich super!
Dennoch gibt es mehrere Probleme zu berücksichtigen:

1. Kapazitätsprobleme
Staffelalpe, Glatthorn und Gugernülli in Faschina reichen da wohl nur sehr begrenzt. Zumindest die Staffelalpe müsste definitiv zu einer KSB oder EUB umgebaut werden. Und auch auf Damülser Seite könnte der Furka schnell volllaufen.
Und bei den Liften bleibt es nicht. Das unter Stück der Furkapiste ist ab 12 Uhr quasi unbefahrbar. Das würde sich nur noch verschlimmern.

2. Kosten
Dieses Jahr wurden rund 20. Mio Euro in das Skigebiet gesteckt. Ich bin jetzt nicht so gut darüber informiert, wie viel derartige Anpassungen kosten, aber alleine die Verbindungsbahn ist ja quasi unbezahlbar.

3. Umweltverträglichkeit
Ich bin jetzt wirklich niemand der direkt an die Umwelt denkt, aber das keine UVP notwendig ist wundert mich doch.
Ob man da jetzt im Sommer wirklich diese Seile rumhängen haben will. Fraglich. Und einfach mal einen 100m langen Skitunnel zu bauen? Das sind doch ziemlich radikale Eingriffe in die Natur.

4. Zweckmäßigkeit
Klar. Für Faschina wäre die Verbindung wirklich vorteilhaft, aber warum sollte Damüls diese Verbindung wirklich bauen?
Natürlich fänden das die Skigäste toll. Und auch das Skigebiet wirkt nochmal größer, attraktiver und anspruchsvoller (Skirouten in Faschina).
Aber verdienen sie damit wirklich mehr Geld? Kann man dafür die Preise wirklich anheben? Oder lockt man so wirklich mehr Gäste an?

5. Vorrang anderer Bauprojekte
Der Ausbau der Beschneiung und Neubau Uga sollten jetzt erstmal Vorrang haben.

Weiß eigentlich jemand warum man Furka nicht als neue KSB weiter ins Tal zieht? Und dann von dort aus einfach eine normale EUB hoch bauen?
Das wäre doch einfacher, oder nicht?

Dennoch hoffe ich natürlich das das Projekt zustande kommt.
 
Ski4ever schrieb:
3. Umweltverträglichkeit
Ich bin jetzt wirklich niemand der direkt an die Umwelt denkt, aber das keine UVP notwendig ist wundert mich doch.
Ob man da jetzt im Sommer wirklich diese Seile rumhängen haben will. Fraglich. Und einfach mal einen 100m langen Skitunnel zu bauen? Das sind doch ziemlich radikale Eingriffe in die Natur.

Ob eine UVP-Pflicht besteht, hängt in Österreich maßgeblich und fast ausschließlich vom Flächenverbrauch für das Projekt ab. Die übliche Grenze liegt bei >20ha. In aus Natur-/Umweltsicht besonders schutzwürdigen Gebieten greift die UVP-Pflicht bereits ab 10ha. Ausnahme sind Projekte auf Gletscherflächen, die sind grundsätzlich UVP-Pflichtig. Bei Erweiterungen bzw. Neuerschließungen werden, wenn ich das richtig im Kopf habe, die Flächenverbräuche der vorangegangenen fünf ode waren es zahn Jahre aufaddiert, um die Salamitaktik "Erst eine Bahn, dann eine Piste, dann noch eine und das alles jeweils ohne UVP" auszuhebeln.
Details sind in den tiefen des UVP-G auf Bundesebene geregelt (darin sind auch die UVP-Pflichten für alle anderen, nicht ski-technischen Bauprojekte geregelt).
 
Interessant ist halt, dass gerade in Damüls in den vergangenen 20 Jahren sehr viele Neuerschließungen stattfanden.

Elsenkopf. Hohe Wacht. Verbindungsbahn Mellau. Ragaz.

Und das ganze soll inklusive der Neuplanung Verbindung Faschina kumulativ weniger als 20 ha gewesen sein?
 
Und warum stört es jetzt einzelne hier, dass es keine UVP benötigt?
 
Das mit der nicht notwendigen UVP stört nicht. Ist lediglich eine Feststellung.

Es hat halt gerade hier eine Art von "Geschmäckle".

Mir sind jetzt nicht so viele Skigebiete in AT bekannt, die in den letzten 20 Jahren zahlreiche Neuerschließungen durchdrücken konnten, außer hier Damüls mit den 4 oben genannten Bahnen, ohne dass UVP-Verfahren notwendig waren oder das ganze gerichtlich gestoppt wurde. See vielleicht noch mit Ascherhütte & Furglerblick, aber sonst wurden doch maximal nur Verbindungsbahnen ohne Piste als Neuerschließung genehmigt (Valisera-Grasjoch, Warth-Lech, Zürs-Rauz, Alpbach-Wildschönau, Fieberbrunn-Saalbach, Maiskogel-Kitzsteinhorn, Flachau-Kleinarl ...).

Und deswegen wundert mich das ganze nur, mehr nicht.
 
Hochzeiger schrieb:
Das mit der nicht notwendigen UVP stört nicht. Ist lediglich eine Feststellung.

Es hat halt gerade hier eine Art von "Geschmäckle".

Mir sind jetzt nicht so viele Skigebiete in AT bekannt, die in den letzten 20 Jahren zahlreiche Neuerschließungen durchdrücken konnten, außer hier Damüls mit den 4 oben genannten Bahnen, ohne dass UVP-Verfahren notwendig waren oder das ganze gerichtlich gestoppt wurde. See vielleicht noch mit Ascherhütte & Furglerblick, aber sonst wurden doch maximal nur Verbindungsbahnen ohne Piste als Neuerschließung genehmigt (Valisera-Grasjoch, Warth-Lech, Zürs-Rauz, Alpbach-Wildschönau, Fieberbrunn-Saalbach, Maiskogel-Kitzsteinhorn, Flachau-Kleinarl ...).

Und deswegen wundert mich das ganze nur, mehr nicht.

Aber warum Geschmäckle? Man bewegt sich hier ja voll im Rahmen von Gesetzen. Die 10, bzw. 20ha Mindestfläche wurden ja sicherlich nicht aus Spaß dort reingeschrieben. Es gibt ja auch viele andere private + öffentliche Neubauvorhaben. Hier möchte man einfach kleine Projekte aus Bürokratieschlachten raushalten. Die Verwaltung hat auch nicht unbegrenzt Kapazität. Eine EUB mit 1,4km Länge hätte schonmal über 2ha Flächenverbrauch für die Seilbahntrasse + einiges für Station. Die PB in diesem Projekt nicht mal 0,5ha. Die Pistenbauten (ca. 2ha) sind ja auch nur Punktuell, um die Ski-route massentauglich zu machen. Eine schmale 20m breite richtige Piste mit Beschneiung hätte ohne Böschungen schon 4ha. Mit Böschungen in dem Gelände sicherlich über 6ha. Der Skitunnel oben macht einen nicht-prominenten Standort der PB erst mgl. Zudem reduziert er selbst auch Flächen.

All in All: Man hat hier bewusst keinen Pistenneubau mit massiven Geländebewegungen geplant und bewusst eine Platzsparende PB geplant. Das ist kein Geschmäckle, sondern das, was man u.a. mit dem UVP Gesetz bewirken will: weniger Flächenverbrauch + weniger Eingriff in die Landschaft.
Mit der Erweiterung wird man nicht das größte Skigebiet, aber man "rettet" Faschina und schafft für Freerider und Skiroutenfans neue mgl.
Eine steile Skiroute als Verbindungspiste hat nicht jedes Skigebiet. Erinnert etwas an Arlberg und 4V.

Die ganzen Verbindungsbahnen sind halt absolut keine guten Bsp. und das "nur" passt nicht zur Aussage. Der Bau dieser bedurfte in jedem Fall mehr Eingriffe in die Landschaft, da man EUBs gebaut hat. Dein Beispiel zeigt eigentlich, wie absurd die Handhabe von Erweiterungen in Ö tw. ist.
 
@ V4Show:

Ich stimme dir ja in allen genannten Punkten zu.

Ich bin auch nicht gegen das Projekt, sondern finde es interessant.

Ich stimme dir auch zu, dass bei den genannten Verbindungsbahnen mehr Landschaftseingriffe nötig waren als hier. Was mich hier bei dem Projekt verwundert: In den letzten Jahren hieß es immer (betreffend AT), Verbindungsbahnen sind genehmigungsfähig, Neuerschließungen nicht oder nur mit viel viel Aufwand (Piz Val Gronda als bestes Beispiel). Aus (meiner) Sicht als Skifahrer, sind natürlich Erweiterungen mit Piste sinnvoller als stupide Verbindungsbahnen, die oft dazu führen, dass das Skigebiet nur voller wird, ohne zusätzlichen Raum zu schaffen für zusätzliche Beschäftigungsanlagen.
Und Damüls hat es eben geschafft in den letzten Jahren mit Elsenkopf, Ragaz, Hohe Wacht und Verbindung Mellau genau dies zu erreichen, nämlich Skifläche zu erweitern (für uns als Endverbraucher gerne angenommen).
In anderen Regionen in AT, beispielsweise am Hochzeiger (Erweiterung Wennerberg) oder Hochoetz (Erschließung Feldringer Böden und langfristig Verbindung nach Kühtai), wurden diese (durchaus sinnvollen) Skigebietsflächenerweiterungen abgelehnt. Theoretisch könnten nun auch Hochzeiger oder Hochoetz daherkommen, und alle 5 Jahre eine Erweiterung der Fläche bzw. Neuanlage mit 19,8 ha Flächenverbrauch hinzimmern und alles wäre regelkonform. Und wenn das jedes Skigebiet so machen würde, würde die ganze Gesetzeslage doch ad absurdum geführt werden...
 
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