Hoffnungen ruhen auf neuer Gondelbahn
Die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG hat
2004/05 einen weiterenVerlust eingefahren. Mit
der in Bau befindlichenneuen Zubringerbahn
soll es aber buchstäblichaufwärts gehen.
Von Christian BuxhoferDer Neubau der Zubringeranlage
von Klosters auf die Saaser Alp – eine moderne Einseil-Umlaufbahn
mit Viererkabinen – läuft planmässigvoran. Dieser Tage werden von
einem Helikopter die Stützen angeliefert.
Verwaltungsratspräsident Hans-Peter Pleisch zeigte
sich gestern zuversichtlich, dass die neue Gondelbahn rechtzeitig
auf Beginn der Wintersaison in Betrieb genommen werden kann.
Gegenüber der bisherigen Gondelbahn ist die neue Anlage nicht nur
schneller, sondern auch komfortabler.
Für Pleisch ist aber klar, dass ein guter Zubringer allein nicht genügt,
um das Unternehmen zum Erfolg zu führen. Auch im Skigebiet
brauche es Verbesserungen.
Neben Beschneiungsanlagen sind unter anderem ein Ersatz des
Zügenhüttlilifts und die Sanierung verschiedener Gebäude nötig. Der
sehr schwach frequentierte Glatteggenlift wird hingegen ersatzlos
aufgehoben.
Das Finanzierungskonzept sieht neben bereits beschlossenen Beiträgen
der öffentlichen Hand und der Muttergesellschaft (Davos
Klosters Bergbahnen AG) eine Erhöhung des Aktienkapitals um
zwei Millionen Franken vor. Das Zeichnungsangebot liegt noch bis
Ende November auf. Pleisch hofft, dass viele Madrisa-Fans ihre Sympathie
mit dem Kauf von einer oder mehreren Aktien zum Ausdruck
bringen.
Im Geschäftsjahr 2004/05 hat die Klosters-Madrisa Bergbahnen
AG einen Verkehrsertrag von 2,9 Millionen Franken (minus 13,1
Prozent gegenüber dem Vorjahr) erzielt. Der Personalaufwand
konnte gegenüber dem Vorjahr massiv um 38 Prozent auf 1,35
Millionen Franken reduziert werden.
Trotz der Einsparungen blieb der Cash-Flow mit 390 000 Franken
deutlich unter dem Vorjahr (555 000 Franken). Der Verlust in
der Jahresrechnung 2004/05 beträgt
160 000 Franken.