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Ökonomisch hast du recht. Schertenleib hat es geschafft Parsenn vor der Pleite zu retten, er hat Schulden abgebaut, die Bergbahnen sind in der Lage ihre Investitionen aus eigener Kraft zu tätigen ohne Kredite im Gegensatz zu zum Beispiel Flims-Laax. Aber was diese Zahlen verdecken ist dass Davos von der Vergangenheit zerrt. Die Leute kommen wegen des Rufes welchen sich Davos aufgebaut hat. Und Beschneiung ist ohne Frage wichtig aber es wird seit 15 Jahren fast ausschließlich dort investiert. Touristen achten heute vor allem auf moderne Sessellifte und nicht auf die Anzahl der beschneiten Pisten km. KSBs sind heute Standart und kein Luxus. Es mag sein, dass die DKB mit Pischa und Rinerhorn kein Vermögen verdienen, aber diese nehmen ja auch ihre Rolle als Ausweichskigebiete war. Das Problem ist, dass man aufgrund der Zerstückelung der Gebiete sieht, welche Teile unrentabel sind. Ich bezweifle zum Beispiel, dass die Graubergbahn Flims in nackten Zahlen rentabel ist. Deswegen muss man sie nicht gleich schließen, sondern eher als Teil des Gesamtkonzepts sehen. Im Tourismus funktioniert nicht immer alles in nach ökonomischen Maßstäben. Allgemein ist der Vergleich mit Flims-Laax und Davos interessant. Beide hatten vor 20 Jahren eine ähnliche Ausgangslage. Während Flims-Laax kräftig in neue Bahnen investiert hat und dafür die Beschneiung vernachlässigt hat, hat Davos alles in Beschneiung gesetzt und kaum in Bahnen investiert (oder sogar geschlossen). Die Zukunft wird zeigen wer recht behält.Treasure Island schrieb:Parsenn, Jakobshorn, Rinerhorn sind für die heutigen Bedürfnisse der allermeisten Touristen mehr als genügend. Pischa liegt nun einmal einfach ungünstig. Das Gebiet zu modernisieren würde Unmengen an Geld kosten, das anderweitig besser eingesetzt werden kann. Nur schon eine neue Seilbahn und zwei Sessellifte würde CHF 30-40 Mio. kosten! Wer soll das bezahlen, wenn auch in die anderen Gebiete laufend investiert werden muss? Schertenleib mag nicht ein begnadeter Kommunikator sein. Aber er hat die letzten 10 Jahre die Investitionen genau richtig fokussiert:
1. warme Betten retten. Zum Glück haben die Bergbahnen die meisten Hotels, die zum Verkauf standen, erworben. So sind viele günstige Übernachtungsmöglichkeiten für junge Skifahrer/Snowboarder erhalten geblieben.
2. künstliche Beschneiung. Davos ist in der Lage, auch katastrophale Schneesituationen zu meistern und früh in die Saison zu starten.
3. Leistungsfähige Zubringerbahnen.
Die Zahlen geben Schertenleib meines Erachtens recht. Konstant hohe EBITDA-Marge, hoher Cash Flow, Schuldenabbau. Auch vor einem Vergleich mit dem hochgelobten Laax muss Davos nicht scheuen. Laax hat in den letzten fünf Jahren genau gleich viele Ersteintritte verloren (prozentual) wie Davos. Zum Glück sind die Bergbahnen in der Lage, ohne Finanzhilfen von Gemeinde und Mäzenen die anstehenden Investitionen zu leisten.
Den Streit mit der Schatzalp kann ich aber auch absolut nicht verstehen. Vielleicht liegt die Schuld dafür ja auch nicht bei den DKM allein ...
Treasure Island schrieb:zwei Sessellifte würde CHF 30-40 Mio. kosten!
Schöditaz schrieb:Man hat in den letzten Jahren meiner Meinung nach FALSCH investiert, nämlich völlig asymmetrisch. Jakobshorn und Parsenn haben durch ihre Lage schon einen Standortvorteil, die Leute kommen dort noch eher. Es hätte mehr Ausgeglichenheit gebracht, wenn man in den weiter entfernten Gebieten investiert hätte, um dort Leute anzulocken. Z.B. die Brämabüel-Sesselbahn: Diesen einen Skilift auf dem Jakosbhorn hat niemanden gross gestört. Aber anstatt dieses Geld der Pischa oder dem Rinerhorn zur Verfügung zu stellen, investiert man selber in etwas Überflüssiges.
ski-chrigel schrieb:Da kann man durchaus anderer Meinung sein...Treasure Island schrieb:Aber er hat die letzten 10 Jahre die Investitionen genau richtig fokussiert:
Auf Österreichischer Seite ginge das wohl, aber auf der Schweizer Seite liegt genau zwischen den beiden Gebieten ein Landschaftsschutzgebiet. Wenn überhaupt dann ginge hier eine Lösung wie der Urdenbahn (was wieder zu viel kostet).Whistlercarver schrieb:Gab es noch keine Pläne die Madrisa mit Gargellen zu verbinden? Auf einen ersten Blick scheint es dort taugliches Skigelände zu geben und mit 2-5 Bahnen hat man einen Zusammenschluß. Das würde beide Gebiete enorm aufwerten.
Wie sollte das Schifergebiet denn sonst erschlossen werden? Wenn man da Sessellifte hinknallen würde, würde es doch seinen einzigartigen Character verlieren.Firnfan schrieb:. Aber dass das wunderbare Schifergebiet nur von einer einzigen, unkomfortabel zusteigbaren und demodierten Bahn erschlossen wird, spricht nicht für das Management der DKM.
Sessellift von der Stützalp auf die Totalp. Vorteil hier währe, dass man sogar ein bisschen neue Piste erschließen würde, und dass die Totalp wirklich "Tot" ist d.h. von seiten des Naturschutzes wirklich unbedenklich. Nachteil währe, dass der untere bereich etwas steil ist. Da müsste man so etwas wie ein Ziehweg bauen.
Wie sollte das Schifergebiet denn sonst erschlossen werden? Wenn man da Sessellifte hinknallen würde, würde es doch seinen einzigartigen Character verlieren.
Ich glaube auch was viele hier kritisieren ist, dass man einfach nicht weiß was die DKM planen oder nicht planen. Die neue Jakobshornbahn wurde auch nur ein Jahr im Voraus bekanntgegeben. Viele Bergbahnunternehmen geben oft schon Jahre im Voraus bekannt wenn sie etwas ersetzen wollen.
Da könnte Davos von Laax was lernen.Firnfan schrieb:Ich glaube auch was viele hier kritisieren ist, dass man einfach nicht weiß was die DKM planen oder nicht planen. Die neue Jakobshornbahn wurde auch nur ein Jahr im Voraus bekanntgegeben. Viele Bergbahnunternehmen geben oft schon Jahre im Voraus bekannt wenn sie etwas ersetzen wollen.
Da stimme ich Tiob vollständig zu, es wäre für Aktionäre/Touristen/Bevölkerung von Nutzen, wenn diesbezüglich mehr kommuniziert wurde. Und zudem würde es mE. auch für DKM einen Vorteil darstellen, wenn sie allfällige Infrastruktur-Kritiken mit dem Hinweis, "befindet sich in Planung", kontern könnten (resp. die Kritiken deswegen, im Hinblick auf die künftige Realsierung, gar nicht mehr geäussert würden).
Wenn man ohne grosses Tam Tam in einer Ecke der Website eine Liste mit Projekten machen würde, wäre das in der Tat eine gute Sache.ski-chrigel schrieb:Da könnte Davos von Laax was lernen.Gurtner kündet Projekte an, die nie realisiert werden und verkauft die "Revolution am Berg" medial attraktiv.
Oder erst recht von Saas Fee. Dort wimmelt es ja nur so von Visionen in den Medien!
Allerdings geht der Schuss bei beiden dann auch nach hinten los, wenn den Worten keine Taten folgen.
Die Idee wäre nicht schlecht. Ein Ersatz des Kreuzweg-Liftes wäre dann aber nötig.Firnfan schrieb:Wie sollte das Schifergebiet denn sonst erschlossen werden? Wenn man da Sessellifte hinknallen würde, würde es doch seinen einzigartigen Character verlieren.
Wer redet denn da von zupflastern? Und was nützt mir der Reiz, wenn ich mangels attraktiven Transportanlagen das Gebiet allerhöchstens 1x täglich befahre? Für mich ausreichend wäre 1 Sessel mit Startpunkt Gauderloch/unmittelbar "im Loch" unterhalb Obersäss, und von da bis etwas oberhalb Abbieger Kreuzweg. Mit einem solchen Sessel würde auch der Druck auf einen Ersatz der Schiferbahn abnehmen, diese könnte dann bis zu ihrem Lebensende weiterbetrieben werden (dann aber ein Ersatz, bei welchem man komfortabler zusteigen kann und welcher die ewiglange Strecke bis zum Joch schneller überwindet).
Schöditaz schrieb:Stattdessen schmückt man sich mit Federn, wie z.B. hier:
Erfindungen, Entdeckungen, Abenteuer und Erfolge. Passion, Visionen und Pioniergeist. Das alles hat Davos Klosters zu dem gemacht, was es heute ist. Wie unsere Vorfahren packen wir die Zukunft mit Pioniertaten an.
Bitte hör auf, ich kann diesen Pioneer-Sch... nicht mehr hören und lesen.
Sogar das Davos-Logo musste man damit ergänzen... Blue Boarder schrieb:Was wurde eigentlich aus dem Projekt der Sesselbahn Wasserscheide-Weissfluhgipfel?![]()
Die aktuelle Gipfelbahn ist eine Pendelbahn und keine Gondelbahn. Vor 2 Jahren hat sie eine neue Steuerung erhalten und glaub auch noch einen neuen Antrieb. Von dem her kann sie wieder für einige Jahre weiterlaufen.Tiob schrieb:Blue Boarder schrieb:Was wurde eigentlich aus dem Projekt der Sesselbahn Wasserscheide-Weissfluhgipfel?![]()
Gab es sowas mal? Die Gondelbahn ist doch wichtig um das technische Zeugs auf dem Gipfel zu versorgen.
Es ist ja auch ziemlich Sinnlos auf so einem gern vom Wind befallenen Berg ne Sesselbahn zu bauen. Das ist einer der Orte wo selbst ich für eine PB binSchöditaz schrieb:Die aktuelle Gipfelbahn ist eine Pendelbahn und keine Gondelbahn. Vor 2 Jahren hat sie eine neue Steuerung erhalten und glaub auch noch einen neuen Antrieb. Von dem her kann sie wieder für einige Jahre weiterlaufen.Tiob schrieb:Blue Boarder schrieb:Was wurde eigentlich aus dem Projekt der Sesselbahn Wasserscheide-Weissfluhgipfel?![]()
Gab es sowas mal? Die Gondelbahn ist doch wichtig um das technische Zeugs auf dem Gipfel zu versorgen.
Falls man das Wasserscheidi-Gipfel-Projekt weiterverfolgt hätte, dann hätte man sicherlich mehr davon gehört. Ich persönlich bin aber froh, dass es um diese Schnapsidee ruhig geworden ist.

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