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Neues in Davos Klosters

Lassen wir nun die Hängebrücke-Utopie etwas ruhen und widmen uns einem etwas realistischeren Thema, nämlich dem Ausbau der Beschneiungsanlage auf dem Rinerhorn: https://www.suedostschweiz.ch/politik/2018-05-24/mehr-schnee-fuer-pisten-auf-dem-rinerhorn

Südostschweiz schrieb:
Mehr Schnee für Pisten auf dem Rinerhorn
Der Kanton Graubünden beteiligt sich an der Erweiterung der Beschneiungsanlage Rinerhorn.

Laut Karte soll somit die Beschneiung der Piste 5 am Juonli bis zu dessen Bergstation vollendet werden; hinzu kommen Beschneiung vom Juonli Richtung Hubel, sowie Beschneiung des unteren Hangs bei der Nülli-Talstation.
 
Super Sache, aber warum nicht gleich noch mehr beschneien? Angeblich werden sie das für NRP Darlehen vorgesehene Geld kaum los, das sollte man ausnutzen :D
 
Die zweite Sektion der Jakobshornbahn hat ein neues Tragseil bekommen.
 
Zuerst die gute Nachricht: Rinerhorn und Pischa schreiben beide schwarze Zahlen.

Trotzdem:

Kein Aufatmen für Pischa und Rinerhorn
https://www.suedostschweiz.ch/tourismus/2018-07-12/kein-aufatmen-fuer-pischa-und-rinerhorn

Die Bergbahnen Rinerhorn wollen noch weiter den Rotstift ansetzten um die Profitabilität zu erhöhen.

Bei der Pischa wird die Öffentlichkeit offensichtlich langsam auf eine Schließung vorbereitet:
Jetzt ist in dem vom Pischa-Verwaltungsrat verfassten Jahresbericht dieser Satz zu finden: «In den nächsten Jahren werden Investitionen vermehrt wieder auftreten, und damit stellt sich auch zwangsläufig die Frage der Fortführung, mit welcher sich der Verwaltungsrat beschäftigen müssen wird.»

Bugmann hält fest, dass die Pischabahn einfach eine «Endlaufzeit» habe. Es könne noch fünf oder zehn Jahre dauern, man wisse das eigentlich nicht sehr genau. Abhängig sei dies in erster Linie von kommenden Investitionen. Irgendwann müssten ein Seil der Gondelbahn oder ihre Kabinen ersetzt werden, und dann kämen Dimensionen, «die wir nicht finanzieren können.» Man müsse sich damit auseinandersetzen, wie es dann weitergehen solle.
Und mal wieder wird deutlich dass Yves Bugmann nichts weiter als ein Handlanger der DKB ist, der die Misere bei den beiden "kleinen" Bergbahnunternehmen verwaltet anstatt etwas voran zu bringen bzw. innovativ zu sein. Hier bräuchte es dringend einen Verwaltungsrat der an der Zukunft und dem Fortbestand seines Unternehmens wirklich interessiert ist. Eine Schande was da gerade abläuft für einen so renommierten Wintersportort wie Davos :roll:
 
Ich bin überzeugt, dass DKB-intern die Schliessung von Pischa schon längst beschlossene Sache ist und die Pischa-Vertreter daraus folgend auch kein Geld mehr für den Unterhalt, bzw. die absehbare Erneuerung der Bahn erhalten. Da aber weder die lokale Bevölkerung noch die Ortspolitik aufgrund schwarzen Zahlen eine jetzige Stillegung der betriebsfähigen Luftseilbahn goutieren würden, besteht die Lösung der DKB wohl nun in einem "sterben auf Raten".

Sprich keine Gelder mehr in die Erneuerung von sicherheitsrelevanten Teilen der Luftseilbahn investieren und so lange warten, bis eines dieser Teile "durch" ist und ersetzt werden muss.
Und dann kann man hinstehen und "mit Bedauern" die Stillegung des Gebietes verkünden, weil man mangels Geld in die Erneuerung die Luftseilbahn "leider" schliessen müsse.

In diesem Sinne benützt die Pischabahn solange ihr könnt. Man weiss nie, wann sie ihre letzte Saison hat...
 
Naja, ich sage ja schon lange, dass lauter kleine nicht verbundene Gebiete unweigerlich zu Marktbereinigungen in Form der Schließung der kleinsten der nicht verbundenen Gebiete führen.

Das wollten viele hier nicht wahr haben, aber hat sich bei zahlreichen Gebieten der Schweiz, die führend in der Verweigerung von Verbindungen ist, als wahr erwiesen: Gebiete die entweder bereits geschlossen oder massiv davon bedroht sind: Davos - Schatzalp, Pischa; Gstaad - Rellerli, Chateau d'Oex; Les Diablerets - Isenau; Andermatt - Hospental; Oberengadin - Lagalb ...
 
j-d-s schrieb:
Naja, ich sage ja schon lange, dass lauter kleine nicht verbundene Gebiete unweigerlich zu Marktbereinigungen in Form der Schließung der kleinsten der nicht verbundenen Gebiete führen.

Das wollten viele hier nicht wahr haben, aber hat sich bei zahlreichen Gebieten der Schweiz, die führend in der Verweigerung von Verbindungen ist, als wahr erwiesen: Gebiete die entweder bereits geschlossen oder massiv davon bedroht sind: Davos - Schatzalp, Pischa; Gstaad - Rellerli, Chateau d'Oex; Les Diablerets - Isenau; Andermatt - Hospental; Oberengadin - Lagalb ...
Naja, eine Verbindung der Pischa mit einem anderen Skigebiet wäre nicht gerade einfach gewesen. Man hätte höchstens via Wolfgang und Hüreli das Gebiet an die parsenn anschliessen könne, was aber überaus utopisch ist. Hauptgrund für das Sterben der Pischa ist und bleibt schlich und einfach die Ignoranz der Verantwortlichen, Geld für die Pischa locker zu machen. Quersubvententionen sind für sie "Teufelszeug", obwohl genau eine solche Finanzierung bei der grossen BB-Fusion Anfang Nullerjahre vorgesehen war.

Basalt schrieb:
Dem Silbervogel geht es diese Tage an den Kragen. Der Felsenweg ist daher zeitweise gesperrt:
https://www.ride.ch/de/news/rueckbauarbeiten-schraenken-wegbenutzung-ein
Äusserst schade, ich wäre gerne mal noch mit der Bahn gefahren...
 
Schöditaz schrieb:
Äusserst schade, ich wäre gerne mal noch mit der Bahn gefahren...
Ja, ich auch. Macht jemand von euch Locals noch ein paar Bilder von den Rückbauarbeiten?
 
Die Geschäftsberichte von DKB, Rinerhorn und Pischa sind seit kurzem versteckt worden auf davos.ch. Nun habe ich sie aber gefunden, sie sind hier abrufbar: https://www.davos.ch/sommer/berge/gv-davos-klosters-mountains

Kurze Zusammenfassung:
DKB:
Die beiden Neuinvestitionen in den "Furka-Zipper" und das Restaurant "Stall Valär" haben sich eglohnt und stiessen auf positive Reaktionen. Sonst blieb zahlenmässig mehr oder weniger alles beim alten, sprich: Es wird auch wieder eine Dividende von 36% ausgeschüttet. Im Betriebsjahr 2018/19 würden CHF 10.5 Mio. investiert. Wo dieses Geld genau hinfliesst, steht leider nicht. Gerüchterweise habe ich geört, dass u.a. die Beschneiung der Gämpen-Talabfahrt beim Jakobshorn noch ergänzt wird von der Mittel- bis zur Talstation der Fuxägufer-Sesselbahn.

Pischa:Hier wurde alles wichtige schon im oben verlinkten zeitungsbericht erwähnt.

Rinerhorn: Die wichtigsten Infos wurden ebenfalls schon im Zeitungsbericht oben erwähnt, doch ist noch zu erwähnen, dass am 23. September 2018 in Davos die Abstimmung zur Gewährung einer Bürgschaft für das NRP-Darlehen stattfindet. Da aber die Mehrheit der Davoser hinter der Rinerhornbahn steht (so zumindest mein Eindruck), dürfte das Ergebnis dieser Abstimmung sicherlich positiv ausfallen.
 
Ich habe heute erfahren, dass die Vorsaison Aktion mit Skipass bei Übernachtung geschenkt entweder gar nicht mehr statt findet oder zumindest nur noch von dkb eigenen hotel betrieben gemacht wird. Jedenfalls die Jugendherberge macht es nicht mehr mit, weil sie seit Jahren nur drauf zahlen und auch wenn die Aktion von der Bergbahn selber beworben wurde, mussten die Skipässe durchaus von den Hotels gekauft werden.
 
ski-chrigel schrieb:
Madrisa trotz Aufwärtsfahrt mit Verlust
https://www.suedostschweiz.ch/tourismus/2018-08-24/madrisa-trotz-aufwaertsfahrt-mit-verlust

“Wir hatten die Kosten nicht im Griff», sagte Roger Kunz, Verwaltungsratspräsident der Madrisabahn, gestern auf Anfrage. Einerseits habe er Freude an den schönen Umsätzen und Ersteintritten, andererseits sei es ernüchternd, dass man unter dem Strich solch ein Minus-Resultat ausweise.

Es könnte noch schlimmer kommen:

Skigebiet Klosters-Madrisa droht ohne neues Geld das Aus
https://m.bazonline.ch/articles/5b83f8aeab5c3752be000001

(Keystone hatte wohl kein aktuelleres Bild... :rolleyes: )
 
ski-chrigel schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Madrisa trotz Aufwärtsfahrt mit Verlust
https://www.suedostschweiz.ch/tourismus/2018-08-24/madrisa-trotz-aufwaertsfahrt-mit-verlust

“Wir hatten die Kosten nicht im Griff», sagte Roger Kunz, Verwaltungsratspräsident der Madrisabahn, gestern auf Anfrage. Einerseits habe er Freude an den schönen Umsätzen und Ersteintritten, andererseits sei es ernüchternd, dass man unter dem Strich solch ein Minus-Resultat ausweise.

Es könnte noch schlimmer kommen:

Skigebiet Klosters-Madrisa droht ohne neues Geld das Aus
https://m.bazonline.ch/articles/5b83f8aeab5c3752be000001

(Keystone hatte wohl kein aktuelleres Bild... :rolleyes: )

Laut dem Artikel aus der Südostschweiz, den du gepostet hast, wurde besagte Finanzierungslücke von 2 Mio Franken schon geschlossen. Irgendeine Presseagentur hat halt nun den Geschäftsbericht bekommen, daraus zitiert und das steht jetzt auf BAZ, Blick etc. Meine persönliche Interpretation: Nix wirklich Neues, die Gesellschafter haben das Problem durch ihre Einlage schon fürs Erste gelöst.
 
Das sind ja ziemlich schockierende Zahlen...
Aber die Investorengruppe wird wohl kaum das Handtuch schmeißen nach dem hohen Einsatz. Mittelfristig wird das schon klappen mit den schwarzen Zahlen, größer investieren muss man ja nichts mehr auf absehbare Zeit. Dass die hohen Abschreibungen das Ergebnis belasten dürfte ja auch keinen Überraschung sein...
 
ich staune das hier niemand von der Buastelle am Rinerhorn schreibt.....
ich denke da wurde der Bau des Speichersees unterhalb der Nüllitalstation sowie der Ausbau der Beschneiungsanlage am Juonli
sowie am unteren Nüllihang ab Verbindungsweg Jatzmeder im Frühjahr begonnen und sollte eigentlich per Winter 2018/2019
abgeschlossen sein oder?

Die Davoser müssen ja am 23.Sept. noch über abstimmen ob die Gemeinde für die gesprochenen NRP Kantonsgelder bürgt... hoffe das kommt durch!
 
Boarder80 schrieb:
ich denke da wurde der Bau des Speichersees unterhalb der Nüllitalstation sowie der Ausbau der Beschneiungsanlage am Juonli
sowie am unteren Nüllihang ab Verbindungsweg Jatzmeder im Frühjahr begonnen und sollte eigentlich per Winter 2018/2019
abgeschlossen sein oder?
Würde mich auch mal interessieren ob das noch zur nächsten Saison fertig wird, und ob sogar schon mit dem Bau begonnen wurde...

Boarder80 schrieb:
Die Davoser müssen ja am 23.Sept. noch über abstimmen ob die Gemeinde für die gesprochenen NRP Kantonsgelder bürgt... hoffe das kommt durch!
Alles andere als ein deutlich positives Ergebnis würde mich wundern. Zum einen geht es nur um Garantien das heißt die Gemeinde hat keine direkte zusätzliche finanzielle Belastung zum anderen wird das Rinerhorn von den meisten Davosern als ihr "Hausberg" wahrgenommen.
 
Boarder80 schrieb:
ich staune das hier niemand von der Buastelle am Rinerhorn schreibt.....
ich denke da wurde der Bau des Speichersees unterhalb der Nüllitalstation sowie der Ausbau der Beschneiungsanlage am Juonli
sowie am unteren Nüllihang ab Verbindungsweg Jatzmeder im Frühjahr begonnen und sollte eigentlich per Winter 2018/2019
abgeschlossen sein oder?

Die Davoser müssen ja am 23.Sept. noch über abstimmen ob die Gemeinde für die gesprochenen NRP Kantonsgelder bürgt... hoffe das kommt durch!
Hä? Das höre ich auch zum ersten mal, dass dort schon gebaut wird. Bist du Dir wirklich sicher, dass die dort schon am arbeiten sind? Ich habe bisher nirgends eine Info gesehen, geschweige denn ein Baugesuch o.ä. Ich hatte leider noch kiene Gelegenheit in diesem Sommer gehabt, um aufs Rinerhorn zu fahren. Grundsätzlich wird jeweils zuerst die Finanzierung sichergestellt, bevor dann der Bau startet.... Sprich die Volksabstimmung vom 23. Spet. muss positiv herauskommen.

Tiob schrieb:
Boarder80 hat geschrieben: ↑
10.09.2018 - 10:17
Die Davoser müssen ja am 23.Sept. noch über abstimmen ob die Gemeinde für die gesprochenen NRP Kantonsgelder bürgt... hoffe das kommt durch!

Alles andere als ein deutlich positives Ergebnis würde mich wundern. Zum einen geht es nur um Garantien das heißt die Gemeinde hat keine direkte zusätzliche finanzielle Belastung zum anderen wird das Rinerhorn von den meisten Davosern als ihr "Hausberg" wahrgenommen.
Ich denke auch nicht, dass die Vorlage Schwierigkeiten hat. Für mich selber ist die geplante Finanzierung aber nicht die Optimallösung. Schliesslich beteiligt sich die Davos Klosters Bergbahnen AG lediglich mit 1 mio Darlehen am Projekt, dabei haben sie die Taschen voller Geld. Dass nun der Steuerzahler im falle einer Insolvenz des Rinerhorns hinhalten muss, ist für mich nicht ganz verständlich.
 
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