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Neues in Davos Klosters

Aus der heutigen Südostschweiz
https://epaper.somedia.ch/issue.act
"Kein Bericht zu Gotschna
Aufgrund eines irreparablen Tragseilschadens, der ohne äussere Einwirkungen entstanden war, musste der Winterbetrieb der Klosterser Gotschnabahn im März eingestellt werden. Seit dem 1. Juli fährt die Zubringerbahn wieder (Ausgabe vom 23. Mai). Was genau zu dem Schaden geführt hat, wird nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Davos Klosters Bergbahnen AG teilte auf Anfrage mit, dass man den Medien keine Fachberichte abgeben und auch nicht dazu kommunizieren werde. Das für Bergbahnen zuständige Bundesamt für Verkehr (BAV) erklärte schriftlich, dass es sich bei diesem Fall um ein Ereignis gehandelt habe, welches das Unternehmen dem BAV melden musste: «Da das Unternehmen den Schaden selber festgestellt und korrekt reagiert hat, sind keine weiteren Massnahmen nötig.»"

Warum die Geheimniskrämerei? Was denken die Seilbahnexperten im Forum?
 
Mir ging genau das gleiche durch den Kopf. Vermutlich hat irgendeine eigene peinliche Schlamperei den Schaden verursacht. Shit happens aber diese kommunikative Vertuscherei ist unprofessionell.
 
Tiob schrieb:
Absolut hässlich. Natürlich braucht man einen Ausbau der PV, aber in einer Region die von ihrer Landschaft lebt ist ein solches Projekt fehl am Platz. Bin mal gespannt ob es Einsprachen gibt. Bei Seilbahnen wird sich ja immer aufgeregt wie die Stützen die Landschaft angeblich so schrecklich verschandeln würden.

https://www.moneycab.com/dossiers/repower-plant-alpine-solaranlage-bei-der-bergbahn-madrisa/

Da beisst sich wieder mal die Katze in den Schwantz. In einem "unerschlossenen" Gebiet soll man nicht und in einem Ort wo von Landschaft lebt soll man nicht, da bleibt am Ende wieder mal nur übrig dass man nirgends soll.
Nehmen wir den Pitztaler Gletscher. Wenn man da das erste mal hochfährt und die Module sieht schaut man die 30 Sekunden an und den Rest vom Tag interessiert das einen gar nicht mehr.
 
Theo schrieb:
Nehmen wir den Pitztaler Gletscher. Wenn man da das erste mal hochfährt und die Module sieht schaut man die 30 Sekunden an und den Rest vom Tag interessiert das einen gar nicht mehr.
Und das beste daran: Man sieht sie gar nicht mal unbedingt, wenn man das erste Mal hochfährt und von der Tunnelbahn in die EUB steigt. Höchstens dann beim Runterfahren mit den Skiern, falls man sich nicht allzufest auf die Piste konzentriert :biggrin:

OT Ende.
 
Hat mittlerweile jemand mehr Informationen zum Neubau der Schiferbahn im nächsten und übernächsten Jahr? Bezüglich Hersteller etc. Leider konnte ich nichts finden. :(
 
Skipapi schrieb:
Aus der heutigen Südostschweiz
https://epaper.somedia.ch/issue.act
"Kein Bericht zu Gotschna
Aufgrund eines irreparablen Tragseilschadens, der ohne äussere Einwirkungen entstanden war, musste der Winterbetrieb der Klosterser Gotschnabahn im März eingestellt werden. Seit dem 1. Juli fährt die Zubringerbahn wieder (Ausgabe vom 23. Mai). Was genau zu dem Schaden geführt hat, wird nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Davos Klosters Bergbahnen AG teilte auf Anfrage mit, dass man den Medien keine Fachberichte abgeben und auch nicht dazu kommunizieren werde. Das für Bergbahnen zuständige Bundesamt für Verkehr (BAV) erklärte schriftlich, dass es sich bei diesem Fall um ein Ereignis gehandelt habe, welches das Unternehmen dem BAV melden musste: «Da das Unternehmen den Schaden selber festgestellt und korrekt reagiert hat, sind keine weiteren Massnahmen nötig.»"

Warum die Geheimniskrämerei? Was denken die Seilbahnexperten im Forum?
In K-D geht scheinz das Gerücht um dass der Schaden am Tragseil mutwillig entstanden sein könnte. Falls das wrklch stimmt würde das zwar einiges erklären aber zugleich nen Haufn neue Fragen aufwerfen. :|
 
Parsenn schrieb:
Hat mittlerweile jemand mehr Informationen zum Neubau der Schiferbahn im nächsten und übernächsten Jahr? Bezüglich Hersteller etc. Leider konnte ich nichts finden. :(

Wenn es ein anderer Hersteller als Doppelmayr wird wäre das eine echte Überraschung. Die DKB und ihre Tochterunternehmen setzen seit Jahrzehnten schon auf den Weltmarktführer...
 
Die Bahn wird wenn schon Garaventa Goldau bauen, derselbe Konzern aber andere Bude. :wink:
 
Kaum. Konzerinintern baut 0815er-EUBs in der Regel Doppelmayr. Garaventa hat sich auf speziellere Bahnen fokussiert.
 
švi-nigel schrieb:
Für Projekte in der Schweiz ist für den Verkauf, Planung, Inbetriebsetzung und Service für alle Bahnsysteme Garaventa zuständig. https://www.doppelmayr.com/marken/garaventa/
Gebaut werden aber auch in der Schweiz alle Nicht-Pendel- und Standseilbahnen von Doppelmayr. Aber ja, in der Schweiz macht Garaventa aber so ziemlich den Rest.
 
Wenn du mit „bauen“ das Herstellen und Liefern der Seilbahnkompontenten meinst, ist das korrekt (wie schon zu Urzeiten bei den Garaventa-Schleppliften). „Errichtet“ werden in der Schweiz aber auch die Umlaufbahnen idR nicht von DM sondern von spezialisierten Schweizer Sub-Unternehmen wie beispielsweise Inauen-Schätti.
 
Letzte Woche sind die Geschäftsberichte von Pischa und Rinerhorn erschienen. Ganz kurze Zusammenfassung:
Die gute Nachricht vorweg: Die Pischabahn erhält die Betriebsbewilligung bis 2030. Nun muss aber noch die Konzession, also die Grundbewilligung, erneuert werden. Dies dürfte aber keine grosse Hürde mehr sein.

Die schlechte Nachricht betrifft dafür eine überraschende Neuigkeit: Am Rinerhorn soll der Trainerlift (ein schönes Oehler-Produkt aus den 60ern) durch einen komplett neuen Tellerlift ersetzt werden. Man hätte zu viel in die alte Anlage investieren müssen...
 
Schöditaz schrieb:
Letzte Woche sind die Geschäftsberichte von Pischa und Rinerhorn erschienen. Ganz kurze Zusammenfassung:
Die gute Nachricht vorweg: Die Pischabahn erhält die Betriebsbewilligung bis 2030. Nun muss aber noch die Konzession, also die Grundbewilligung, erneuert werden. Dies dürfte aber keine grosse Hürde mehr sein.

Die schlechte Nachricht betrifft dafür eine überraschende Neuigkeit: Am Rinerhorn soll der Trainerlift (ein schönes Oehler-Produkt aus den 60ern) durch einen komplett neuen Tellerlift ersetzt werden. Man hätte zu viel in die alte Anlage investieren müssen...

Kann man die online irgendwo lesen?
 
Schöditaz schrieb:
Letzte Woche sind die Geschäftsberichte von Pischa und Rinerhorn erschienen. Ganz kurze Zusammenfassung:
Die gute Nachricht vorweg: Die Pischabahn erhält die Betriebsbewilligung bis 2030. Nun muss aber noch die Konzession, also die Grundbewilligung, erneuert werden. Dies dürfte aber keine grosse Hürde mehr sein.

Das ist vorerst mal eine gute Nachricht. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die alte Luftseilbahn von 1967 wird immer älter; da frage ich mich wie lange man diese noch weiter betreiben kann, bzw. für diese eine Betriebsbewilligung erhält.
Nun kann man zwar sieben Jahre weiterfahren. Aber 2030 wird die Bahn 63 Jahre alt sein. Wenn dannzumal das BAV mit Hinweis auf das hohe Alter die Betriebsbewilligung nicht mehr verlängert, wirds schwierig.

Denn eine neue Bahn dürfte extrem schwer bis unmöglich zu finanzieren sein...
 
oberländer schrieb:
Schöditaz schrieb:
Letzte Woche sind die Geschäftsberichte von Pischa und Rinerhorn erschienen. Ganz kurze Zusammenfassung:
Die gute Nachricht vorweg: Die Pischabahn erhält die Betriebsbewilligung bis 2030. Nun muss aber noch die Konzession, also die Grundbewilligung, erneuert werden. Dies dürfte aber keine grosse Hürde mehr sein.

Das ist vorerst mal eine gute Nachricht. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die alte Luftseilbahn von 1967 wird immer älter; da frage ich mich wie lange man diese noch weiter betreiben kann, bzw. für diese eine Betriebsbewilligung erhält.
Nun kann man zwar sieben Jahre weiterfahren. Aber 2030 wird die Bahn 63 Jahre alt sein. Wenn dannzumal das BAV mit Hinweis auf das hohe Alter die Betriebsbewilligung nicht mehr verlängert, wirds schwierig.

Denn eine neue Bahn dürfte extrem schwer bis unmöglich zu finanzieren sein...
Aus dem Cashflow wird es unmöglich sein die Bahn zu ersetzen. Bei einer Kapitalerhöhung könnte man aber mit Sicherheit genug Geld einsammeln.
 
Mit dem Abbau der Skilifte wurde das Ende des Skigebiets vor Jahren besiegelt. Im Moment fährt man zwischen Ende Dezember und Anfang März noch ein paar Nostalgiefahrten für Randgruppen wie Schneeschuhwanderer. Die Pischabahn hat etwa 20'000 Ersteintritte pro Saison, die Muttergesellschaft 1 Mio. Da wird sicher keine neue Bahn mehr gebaut.
Eigentlich ist es schon verdienstvoll, dass man sich um die Verlängerung bis 2030 bemüht hat und nicht mit Ablauf der Konzession/ Bewilligung der Gesellschaft den Stecker gezogen hat.
 
Tiob schrieb:
Schöditaz schrieb:
Letzte Woche sind die Geschäftsberichte von Pischa und Rinerhorn erschienen. Ganz kurze Zusammenfassung:
Die gute Nachricht vorweg: Die Pischabahn erhält die Betriebsbewilligung bis 2030. Nun muss aber noch die Konzession, also die Grundbewilligung, erneuert werden. Dies dürfte aber keine grosse Hürde mehr sein.

Die schlechte Nachricht betrifft dafür eine überraschende Neuigkeit: Am Rinerhorn soll der Trainerlift (ein schönes Oehler-Produkt aus den 60ern) durch einen komplett neuen Tellerlift ersetzt werden. Man hätte zu viel in die alte Anlage investieren müssen...

Kann man die online irgendwo lesen?

Hab leider auch nichts gefunden…
 
Skipapi schrieb:
Mit dem Abbau der Skilifte wurde das Ende des Skigebiets vor Jahren besiegelt. Im Moment fährt man zwischen Ende Dezember und Anfang März noch ein paar Nostalgiefahrten für Randgruppen wie Schneeschuhwanderer. Die Pischabahn hat etwa 20'000 Ersteintritte pro Saison, die Muttergesellschaft 1 Mio. Da wird sicher keine neue Bahn mehr gebaut.
Eigentlich ist es schon verdienstvoll, dass man sich um die Verlängerung bis 2030 bemüht hat und nicht mit Ablauf der Konzession/ Bewilligung der Gesellschaft den Stecker gezogen hat.
Die "Randgruppen" Winterwanderer und Spaziergänger werden immer größer, während klassisches Ski und Snowboardfahren eher auf dem Absteigenden Ast ist und klimatisch immer schwieriger wird.

Ich denke die Pischa bräuchte mal eine ambitionierte Geschäftsleitung die bewusst versucht die Nische auszufüllen, die man sich ausgesucht hat.

Der Mitteltällilift steht interessanterweise noch. Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass man sich zumindest in kleinem Umfang auf das Pistenskifahren zurückbesinnt um die PB im Winter besser auszulasten.
 
Die Geschäftsberichte von Rinerhorn und Pischa sind jetzt online.

https://www.davosklostersmountains.ch/archiv/dkm/dokumente/unternehmen/geschaeftsberichte/2022-23/gb_pischa_2022_23.pdf
https://www.davosklostersmountains.ch/archiv/dkm/dokumente/unternehmen/geschaeftsberichte/2022-23/gb_rinerhorn_2022_23.pdf

Beim Rinerhorn stehen einige Investitionen schon diesen Sommer an, über die wir ja teilweise schon geredet haben:

In diesem
Sommer wird die Beschneiungsanlage am Skilift Nülli gebaut, was die Beschneiung der unteren Piste 8 bis zur Nülli Talstation ermöglicht

An der Gondelbahn Glaris Jatzmeder wird eine umfangreiche Sanierung durchgeführt. Mit der Revision von sämtlichen Antriebs- und Förderbauteilen in der Tal- und Bergstation im Frühling 2023 wurde die erste Etappe dieser Sanierung abgeschlossen. Im nächsten Frühling wird die Steuerung ersetzt und in zwei Jahren werden sämtliche Kabinen der Gondelbahn komplett saniert

Beim Trainer Skilift, der bereits im 1975 als Occasionskilift von Palüda an das Rinerhorn verlegt wurde, wäre in den kommenden Jahren eine massive Investition in Erneuerungsarbeiten und den Unterhalt erforderlich. Aus diesem Grund wurde beschlossen, den Skilift komplett zu ersetzen und mit Tellerbügeln auszustatten, um die Attraktivität des Rinerhorns für Familien weiter zu steigern

Nach einem ausführlichen Bewilligungs- und Konzessionsverfahren kann voraussichtlich im Herbst 2023 mit dem Bau des Wasserkraftwerks bei der Talstation begonnen
werden.


Bei der Pischa sind die Signale Widersprüchlich:

Die Ertrags- und Kostensituation hat sich stabilisiert. Bei den Ersteintritten sind wir aber nach wir vor noch weit von der Zielgrösse entfernt, um einen nachhaltigen Cashflow von CHF 400‘000 zu realisieren und auch die Selbstfinanzierung zu erhöhen. Ohne den eigenen Beitrag sind zukünftige Investitionen eine Illusion und die Existenz von den Sportbahnen Pischa AG muss in Frage gestellt werden

Damit kann die Betriebsbewilligung mit umsetzbaren Auflagen bis 2030 verlängert werden. Vor der Verlängerung muss nun aber das Gesuch für die Erneuerung der Konzession, welche noch bis Frühjahr 2024 gültig ist, beim BAV eingegeben und erteilt werden (...) Die Erneuerung der Konzession wird für 40 Jahre beantragt.

Eine neue Konzession für 40 Jahre ist doch mal was positives...
 
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