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Neues in Davos Klosters

Danke fürs Update. Alles andere wäre doch eine grosse Überraschung gewesen.
 
Ja, das war wohl zu erwarten. Wobei Parsenn ja eigentlich schon ein drittes Zustiegsportal verkraften würde, bei der chronischen Überlastung von Parsenn- und Gotschnabahn. Wenn dann wie letzten Winter noch einer dieser beiden Zubringer ausfällt, ist Schicht im Schacht. Früher gab es ja zusätzlich noch die Möglichkeit, von Davos Platz via Schatzalp/Strela ins Gebiet einzusteigen. Das war jetzt zwar nicht grade ein Kapazitätswunder, aber immerhin.
 
Basalt schrieb:
Ja, das war wohl zu erwarten. Wobei Parsenn ja eigentlich schon ein drittes Zustiegsportal verkraften würde, bei der chronischen Überlastung von Parsenn- und Gotschnabahn. Wenn dann wie letzten Winter noch einer dieser beiden Zubringer ausfällt, ist Schicht im Schacht. Früher gab es ja zusätzlich noch die Möglichkeit, von Davos Platz via Schatzalp/Strela ins Gebiet einzusteigen. Das war jetzt zwar nicht grade ein Kapazitätswunder, aber immerhin.
Die Leute aus dem Prättigau benutzen die Gotschnabahn und die Leute aus Davos die Parsennbahn als Einstieg ins Skigebiet. Ich glaube nicht, dass ein großer Bedarf für einen Parkplatz auf dem Wolfgangpass besteht. Besser wäre es, die Anzahl der Parkplätze an den bestehenden Hauptzubringern zu erhöhen. Ich hoffe nur, dass die RhB-Haltestelle in Wolfgang erhalten bleibt. Sie trotz der spannenden Entwicklungen am Wolfgangpass zu schließen, wäre sehr kurzfristig gedacht.
 
Das Problem im Fall Davos Wolfgang heisst BehiG. Dahinter verbirgt sich das Behindertengesetzt, welches uneingeschränkten Zugang zum ÖV verlangt. Im Kern keine schlechte Idee. Leider etwas zu strikt formuliert und für viele schwach frequentierte Haltestellen und Bahnhöfe, die nicht stufenfrei sind, eine echte Herausforderung! Denn wer investiert schon sehr viel Geld in einen Ausbau für relativ wenige Benutzer? Wenn nicht die betroffenen Kommunen und Kantonen bereit sind, das zu finanzieren, war's das!
 
Bin heute die neue Talabfahrt vom Jakobshorn gefahren - das Teil ist unglaublich steil! Wahrscheinlich steiler als jede österreichische "steilste" Abfahrt...
Heute dazu perfekt präpariert, griffig und wenig befahren. Mussten gleich 4x runter, weil es so gut war. Dazu ein großartiger Ausblick auf Davos.
Möchte aber nicht wissen, was hier abgeht, wenn es nur ansatzweise eisig ist... Hier noch ein paar Fotos
WhatsApp Bild 2024-01-22 um 22.17.41_ff4980af.jpg

WhatsApp Bild 2024-01-22 um 22.17.43_72bac222.jpg

Hier das steilste Stück ganz unten
WhatsApp Bild 2024-01-22 um 22.17.42_61a60e3d.jpg
 
Die Steilheit kommt auf dem letzten Bild gefühlt sogar mal rüber.
 
Die machen es sich zu einfach. Wenn die geschilderten Probleme tatsächlich auftreten, was ja gut sein kann, gibt es bessere Lösungen. Für die Miete eines dieser Geräte ein Depot in einer Höhe, dessen Verlust schmerzen würde, einführen, dann erledigt sich das Problem von alleine!
 
Sie machen es sich nicht nur zu einfach. Diese Aktion könnte sogar strafrechtlich relevant sein.

Art. 261bis StGB: Wer eine von ihm angebotene Leistung, die für die Allgemeinheit bestimmt ist, einer Person oder einer Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie, Religion oder sexuellen Orientierung verweigert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/54/757_781_799/de#book_2/tit_12/lvl_u10
 
Wollte noch erwähnen, dass man die von mir ins Feld geführte Kaution dann natürlich bei allen Kunden erheben muss. Sonst handelt man erneut rassistisch.
 
Vorallem frage ich mich dann aufgrund welcher Kriterien die entsprechende Kundschaft ausgeschlossen werden sollte?
Effektiv kann man ja nur eine kleine Minderheit anhand der Kleidung dem entsprechenden Kulturkreis zuordnen.
Und da ja eh gerade Fasching ist, könnte man dann immer noch behaupten man habe sich nur so verkleidet! (Ja, ich weiss dass man dies im 2024 nicht mehr machen sollte, weil man sonst einen riesigen Shitstorm auslösen würde)

Sie machen es sich nicht nur zu einfach. Diese Aktion könnte sogar strafrechtlich relevant sein.

Wird sicher ein spannendes Verfahren!
Der betroffene Verleiher argumentiert ja nun dass die betroffenen Gäste nicht mit den Wintersportgeräten umgehen können und somit auch eine Gefahr für sich selbst und andere Gäste sind.
Ändert natürlich nichts an dem Umstand dass es äusserst problematisch ist die Leute aufgrund der Religionszugehörigkeit auszuschliessen. Aber irgendwelche Kleidervorschriften könnte er natürlich schon erlassen, wenn mit langen Mänteln und Röcke eine grössere Unfallgefahr bestehen würde.
 
Ganz zu schweigen davon, dass sie wohl, auch wenn sie ohne Unfall unten ankommen, vermutlich vom Schnee nass und durchfroren sein werden. Wobei ich natürlich nicht weiss, wie diese Leute sie sich genau vor Schnee und Kälte schützen. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass lange Röcke und Mäntel ein Unfallrisiko darstellen können, wenn sie bspw. unter die Kufen geraten. Es wird ja auch vom Rodeln mit langen Schals dringend abgeraten.

Ich sehe hier einfach ein weiteres Konfliktfeld aufkommen. Auch wenn die Verweigerung der Vermietung mit Sicherheit begründet wird, könnte eben doch die Antisemitismus- oder Rassismuskeule geschwungen werden. Weil die Gründe nur als vorgeschoben bezeichnet werden. Was, nach all dem was vorgefallen ist, durchaus nicht eines gewissen Grundverdachts entbehrt. Das Kind ist leider bereits in den Brunnen gefallen, es bleibt abzuwarten, was noch zu retten ist.
 
Auch Kleidervorschriften dürften für den Schlittenvermieter schwierig umzusetzen sein. Erst recht, wenn diese objektiv betrachtet nur als vorgeschoben erscheinen und de facto wieder die gleiche Gästegruppe diskriminieren.

Beim Fehlbaren handelt es sich offenbar um den früheren Besitzer der Sportbahnen Kerenzerberg, der sich in den Medien gerne auch mal prominent im schwarzen „Eidgenoss 1291“ T-Shirt präsentiert (https://www.suedostschweiz.ch/glarus/frueherer-besitzer-der-kerenzerbergbahnen-der-ex-glarner-mitten-im-davoser-juden-boykott-skandal-wehrt-sich ; hinter Bezahlschranke). Weitere Mutmassungen zu seinem persönlichen Weltbild dürften sich damit wohl erübrigen.

Der Destination Davos wird dieser neuerliche, weitreichende antijüdische Skandal allerdings kaum egal sein. Ich bin gespannt, ob die Sportbahnen Pischa AG, Tochter der Davos Klosters Bergbahnen, den Pachtvertrag mit dem netten Herrn Pfiffner bestehen lässt oder ob man hier nun entsprechend durchgreift.
 
Andererseits kann ich es auch verstehen, dass ein Vermieter nicht haftbar gemacht werden will, wenn es aufgrund unpassender Kleidung bzw. Ausrüstung zu einem Unfall kommt. Aber ich bin kein Jurist, darum kann ich nicht sagen, wie es rechtlich aussieht. Doch ich denke schon, als Vermieter steht man da durchaus in einer gewissen Pflicht, seine Kunden auf solche Umstände hinzuweisen. Vor allem wenn es sich um Leute handeln, die aus einem Land und Kultur kommen, wo diese Freizeitbeschäftigung völlig unbekannt ist. Wollen sie es trotzdem tun und sind nicht bereit, sich anzupassen, muss man halt evtl. mit einem Haftungsausschluss arbeiten.

Generell gilt für mein Empfinden: Wer freiwillig nach sehr strikten Regeln, auch was bspw. die Kleidung betrifft, lebt, muss sich halt auch bewusst sein, dass ihm oder ihr gewisse Sachen nicht oder nur mit erhöhtem Risiko möglich sein werden. Vor allem wenn es die eigene Sicherheit betrifft. Das hat nichts mit Ausgrenzung und Ablehnung zu tun, sondern liegt in der Natur der Sache.

Was den Vermieter im konkreten Fall betrifft, da sieht es vermutlich anders aus! Dass er politisch recht weit rechts stehen könnte, und dass er die all die Argumente tatsächlich nur vorschiebt, würde ich nicht partout ausschliessen. Aber auch für ihn gilt die juristische Unschuldsvermutung. Da sich nun die Bündner Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, würde ich vorschlagen, die Justiz ihre Arbeit machen zu lassen und abzuwarten, was dabei herauskommt.
 
Basalt schrieb:
Auch Kleidervorschriften dürften für den Schlittenvermieter schwierig umzusetzen sein. Erst recht, wenn diese objektiv betrachtet nur als vorgeschoben erscheinen und de facto wieder die gleiche Gästegruppe diskriminieren.
Das liesse sich aber schon ganz gut generell umschreiben, wenn es tatsächlich um Sicherheitsbedenken gehen würde. Letztlich liegt es ja immer am Betreiber und dessen Personal, die finale Entscheidung zu fällen ob jemand Schlitten etc. nutzen darf.

Basalt schrieb:
Beim Fehlbaren handelt es sich offenbar um den früheren Besitzer der Sportbahnen Kerenzerberg, der sich in den Medien gerne auch mal prominent im schwarzen „Eidgenoss 1291“ T-Shirt präsentiert. Weitere Mutmassungen zu seinem persönlichen Weltbild dürften sich damit wohl erübrigen.
Der Destination Davos wird dieser neuerliche, weitreichende antijüdische Skandal allerdings kaum egal sein. Ich bin gespannt, ob die Sportbahnen Pischa AG, Tochter der Davos Klosters Bergbahnen, den Pachtvertrag mit dem netten Herrn Pfiffner bestehen lässt oder ob man hier nun entsprechend durchgreift.
Die Art und Weise, wie das "Verbot" ausgeschrieben wurde, dürfte vermutlich sogar ein Grund für eine außerordentliche Kündigung sein. Spätestens wenn das Gesetz erfolgreich zuschlägt. Hängt natürlich vom Vertrag ab, aber da dürfte es auch im Schweizer Recht passende Vorschriften geben.

Herr Pfiffner schiesst nicht nur sich selber ins Knie, sondern macht es mit seiner Aktion schwieriger, gegen problematische Gäste aus der von ihm offenbar ungewünschten Besuchergruppe erfolgreich vorzugehen.
Wobei es für mich absolut unklar ist, ob und wenn ja wie stark sich die jüdisch-orthodoxe Gästeschaft überhaupt danebenbenimmt. Die Diskussion scheint sehr stark emotional aufgeladen zu sein.
 
Man sollte vielleicht doch sicherheitshalber abwarten, bis man erste Resultate dieser juristischen Untersuchung hat. Kommt es zu einem Prozess, ist es ebenfalls schlauer, das Urteil abzuwarten. Wird der Beschuldigte entlastet, kann eine vorzeitige Kündigung zum Bumerang werden! Bei einer rechtskräftigen Verurteilung jedoch hat man dafür eine umso bessere Begründung.

Natürlich könnte man nun sagen: "Eine allfällige Busse und Schadensersatz nehmen wir in Kauf. Hauptsache er ist weg!" Doch fürchte ich, die Pischabahn ist finanziell nicht in einer Lage, sich sowas leisten zu können.

Damit will ich Hr. Pfiffner nicht in Schutz nehmen. Ich warne nur vor Schnellschüssen!
 
Dass der/die für diesen klar diskriminierenden Aushang Verantwortliche strafrechtlich sanktioniert wird, steht für mich ausser Zweifel. Die (ordentliche) Kündigung beziehungsweise Nichtverlängerung des Pachtvertrags dürfte darum nur noch eine Frage der Zeit sein. Der international erlittene Reputationsschaden ist für Davos einfach zu gross.
 
MrGaunt schrieb:
Wobei es für mich absolut unklar ist, ob und wenn ja wie stark sich die jüdisch-orthodoxe Gästeschaft überhaupt danebenbenimmt. Die Diskussion scheint sehr stark emotional aufgeladen zu sein.
Der orthodoxe Jude Simon Bollag bringt die Wechselwirkungen in dieser seit langem aktuellen Thematik m.E. gut auf den Punkt.

https://www.blick.ch/video/aktuell/orthodoxer-jude-simon-bollag-82-zum-schlitten-ausleihverbot-in-davos-gab-es-schon-immer-probleme-id19427547.html
 
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