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Neues in Oberstdorf/Kleinwalsertal

Das Ergebnis ist sicherlich eine Klatsche für die KWT Bergbahnen.
Offenbar ist es nicht gelungen, die Sinnhaftigkeit der PB darzustellen.
Ich hoffe nur, dass trotzdem am Ifen zeitnah investiert wird.
Jetzt sollte das Augenmerk auf eine attraktive Verbindung Richtung Kanzelwand gelegt werden.
Das wäre für viele Skifahrer ebenfalls eine echter Qualitätssprung.
Für das Walmendinger Horn sehe ich aber schwarz. Eine Anbindung über Gleitwege ist einfach zu unattraktiv.
Insgesamt ist mit dem Veto die Chance vertan worden, dass KWT wieder zu einer echten Wintersportdestination zu machen.
Auf der anderen Seite kann der Ifen den entspannten Charakter, den er heute hat, eher erhalten, wenn die Kapazitäten nicht deutlich erhöht werden. Ob sich dann aber größere Investitionen in Beschneien und Bahnen lohnen, ist die andere Frage.
 
Was mich in Bezug auf das ablehnenden Ergebnis vorrangig interessiert ist, was ohne Pb mit der Bahn zum Alpbord wird?
Ist diese damit auch vom Tisch, weil das Hauptargument für die Alpbordverlängerung ja die Pb gewesen ist?!
Die Alpbordbahn ist für einen wirtschaftlichen Sommerbetrieb wichtig, auch wenn das den Naturschützern überhaupt nicht gefällt - die Alpbordbahn darf der KBB nicht verweigert werden!

Ich wünsche und hoffe, dass nach der Volksabstimmung nun schnell die Ifen-Modernisierung beginnt, die Anbindung Heubergmulde/Auenhütte realisiert wird und anstelle der PB die Verbindung Kanzelwand/Parsenn über die Breitach in Angriff genommen wird. Diese Skiverbindung halte ich für wichtiger als, die Skiverbindung PB.
Anschließend muss das Walmendingerhorn modernisiert werden und wenn das alles abgeschlossen ist, dann kann man das Thema Pb in ein paar Jahren gern nochmal diskutieren... Wenn die Pb jetzt gebaut worden wäre, hätte das Wh diese im Winterbetrieb kapazitätsmäßig nicht verkraftet.

Im Gegensatz zu "Neuschnee" sehe ich für das Wh nicht schwarz, vorausgesetzt die vorgenannten Hausaufgaben werden gemacht. Jene haben die KBB jedoch bislang nie offiziell in ihren Modernisierungsplänen erwähnt. Bis zur Modernisierung des Wh halte die Anbindung des Wh über die Gleitwege vorerst für ausreichend.

Fazit:
M.E. sind die Modernisierungsprioritäten im KWT falsch gesetzt und ich hoffe das der Volksentscheid diese nun in die richtige Richtung lenkt. Eine Pb wäre m.E. die finale Krönung aller Ausbaumaßnahmen...
 
manitou schrieb:
Anschließend muss das Walmendingerhorn modernisiert werden und wenn das alles abgeschlossen ist, dann kann man das Thema Pb in ein paar Jahren gern nochmal diskutieren... Wenn die Pb jetzt gebaut worden wäre, hätte das Wh diese im Winterbetrieb kapazitätsmäßig nicht verkraftet.

Ich glaube das jetzt eine PB Schwachsinn wäre, denn wie soll es denn gehen, dass eine 40 Pb eine 100 Pb (die Panoramabahn hätte doch so eine werden sollen :?: ) bedient. Hier muss dringend Ersatz her, wenn man das Panoramabahnprojekt nicht aufgeben will. Auch sollte man die DSB Walmendingerhorn ersetzen.
Noch sind diese Kapazitäten kein Problem aber das kann ganz schnell gehen.
 
Meldung DAS NEUE RSA RADIO:

Daher werden die bisherigen Anlagen an Ifen und Walmdendinger Horn jetzt so weiter genutzt, wie sie sind, so Kröll.

Na Super :evil:

Die KBB ziehen sich wohl in die Schmollecke zurück und warten, ob jetzt Steuergelder eingesetzt werden, um doch noch die dringende Sanierung der Museumsbahnen Ifen voranzubringen.
 
lt. Allgäuer Zeitung von heute wird der Ifen lt. KWT-BB vorerst so weiterbetrieben, wie er heute ist, denn die Betriebsgenehmigungen gelten "noch viele, viele Jahre".

Persönlich kann ich damit sehr gut leben. :mrgreen: Ich sehe auch keinen dringenden Sanierungsbedarf, der Ifen kann von mir aus ruhig so bleiben. Wer Sessellifte mit Minibar und Massagesitzen will, muss halt am Fellhorn bleiben... :wink:
 
Hallo,

Ich stimme Thun zu und bin auch eigentlich als Nostalgiefan recht froh, dass der Ifen vorerst noch so bleibt, wie er ist :D Meiner Meinung nach muss nicht jeder Berg zur Top Destination umgemodelt werden, ich glaube gerade das altertümliche Flair macht den Ifen zu etwas besonderem, weil man eben auch entschleunigen kann. Ich kenne übrigens auch viele Leute, denen die alten Bahnen auch nichts ausmachen, denn es sind dann wie bekanntlich auch die Pisten schön leer, nur die Wartezeit an der Talstation muss man ertragen :wink: Aber wir werden sehen, wie sich die ganze Sache im Kleinwalsertal entwickelt.

Viele Grüße,
Tobi
 
Das war fast zu erwarten, dass Kröll jetzt erst mal Muskeln spielen lässt. Kroll will das KWT offensichtlich spüren lassen, wie sich touristische Zahlen ohne Modernisierung entwickeln werden... mal sehn wie's kommt?! Demnächst mehr in diesem Kino!

Die Bergbahnen können verdammt stur sein, wenn die nicht das durchkriegen, was sie sich in den Kopf gesetzt haben. Das hat man auch in Oberstdorf gesehen, als die Verhandlungen über den Neubau der Nebelhornbahn gescheitert sind, weil die Bergbahnen (auch m.E.) nicht akzeptable Forderungen an den Markt Oberstdorf gestellt haben. Heute morgen hab ich ´persönlich mal wieder die Auswirkungen erfahren dürfen: 1 Stunde Wartezeit bei schönstem Wetter. Das Negativimage in den Köpfen der Gäste hat Oberstdorf und nicht die Bergbahnen...

Ich persönlich sehe es wie Thun. Ich freue mich, dass ich in den nächsten 5 Jahren wochentags wohl noch gemütlich meine Runden am Ifen drehen kann...
 
Hach, also ich kann mit der Entscheidung auch sehr gut leben.
Trotzdem würde ich eine Erneuerung der ersten Sektion begrüßen, alleine der vielen Fussgänger wegen.
 
Andre_1982 schrieb:
Hach, also ich kann mit der Entscheidung auch sehr gut leben.
Trotzdem würde ich eine Erneuerung der ersten Sektion begrüßen, alleine der vielen Fussgänger wegen.
Dem stimme ich komplett zu.
Unten eine 8 EUB und eine Beschneiung würde am Ifen vollkommen reichen.
 
Na Glückwunsch an alle Nostalgiker hier.
Freut Euch auf Eure Museumsbahn, wo Ihr im Schneckentempo, bzw. baumelnd im Zwischenstopp hängend, weil mal wieder ein Fußgänger zu- oder absteigt, den betulichen Weg zur Mittelstation aufnehmen könnt. Am besten in zeitgemäßem Outfit, Filzjacke und Holz-Ski mit Lederriemenbindung :lach:

Ich hoffe nur für Euch, dass es noch genug Ersatzteile für die Bahn gibt, sonst ist der Ifen zukünftig für Tourengeher reserviert.
Aber nur, wenn wir einen schneereichen Winter haben, ansonsten gibt es ja noch die Winterwanderer.

Wahnsinn, ein Unternehmen möchte 40 Mio. in Infrastruktur für ein Tal investieren, dass zum Großteil vom Tourismus lebt, und die Einwohner sagen, nein danke, wir habens hier gerne ruhig und beschaulich, Veränderungen mögen wir nicht. :nein:
 
Die Situation ist jetzt eben so wie sie ist und fertig. War aber auch eine lustige Frage, um dafür zu sein musste man Nein stimmen und um dagegen zu sein Ja.
Noch was zum Verkehr in Kleinwalsertal. Durch die dezentrale Lage der Hotels, FeWo's und Bahnen verursachen die Wochengäste dort um ein vielfaches an Verkehr als das im weitaus grösseren aber ziemlich kompakten Ischgl der Fall ist. Schade dass man es immer auf die anderen schiebt, aber die Probleme vor der Haustür nicht sieht oder sehen will.
 
@ Neuschnee
Laß deine Polemik doch mal außen vor. Die Kleinwalsertaler sind sicherlich nicht gegen den technischen Fortschritt, nur weil man das Schwarzwassertal nicht mit einer Pendelbahn überqueren will.
Ich habe keinerlei Stimmen vernommen, die gegen einen sanften Ausbau des Ifen sind, allein das "Wie" ist strittig.
Außerdem habe ich im Sommer mit einiger Freude vernommen, dass es im Tal durchaus Stimmen gib, die kein vollständig zusammenhängendes Skigebiet wollen.
Es soll nach wie vor auch die Möglichkeit geben, Skifahren partiell zu einem erschwinglichen Tageskartenpreis anzubieten und nein, damit ist nicht der hiesige Übungslift im Tal gemeint.
 
Was der Tourismusexperte Schertler da im Video erzählt ist wohl weitgehend richtig, allen voran wenn er das Thema Seilbahnwirtschaft und Beherbergung hinsichtlich anderer Vorarlberg-Destinationen verallgemeinert. Man schaue sich mal die vielen Miniorte mit wenig Herbergen und großem Skigebiet an - Bsp. Mellau-Damüls, Warth, Brandnertal und im relativen Sinn sogar das Montafon. Dort gilt das Problem der überdurchschnittlichen Tagesgäste an Wochenenden.

Doch gerade vorgenannte Diskrepanz gilt nicht für die Region Oberstdorf/Kleinwalsertal bzw. das ganze Oberallgäuer Illertal. Diese Region ist eine der Top-10 Alpendestinationen, touristisch gut aufgestellt und verfügt über eine sehr gute Beherbergungssituation. Oberstorf hat 17000 Betten und eine durchschnittliche Bettenauslastung von knapp 150 Nächten und kann daher noch deutlich mehr Kapazität aufnehmen. Im KWT sieht die Relation ähnlich aus. Dass die Region O-dorf/Kwt auch für Tagesgäste hochinteressant ist, liegt an der prädestinierten Lage am Alpennordrand und ferner auch an seiner touristischen Attraktivität. Man kann die Tagesgäste nicht ausklammern, sie sind eine unweigerliche Begleiterscheinung jeder Top-Destination.

Wenn man also mehr Übernachtungsgäste gegen Tagesgäste fördern will, dann geht das über deutlich günstigere Mehrtagesskipässe und höhere Tagespreise. Der Unterschied zu Tagespreisen ist bislang nicht sonderlich hoch. Ein Projekt "Skipass incl." im Winter würde deutlich mehr Skifahrer ins KWT bringen, doch dann braucht es wiederum einen Ausbau der Pisten und Bahnen incl. Panoramabahn. Wir drehen uns dann im Kreis - was also tun...?!

Ich kann daher nicht ganz verstehen, in welcher Hinsicht Schertler Broesl aus der Seele spricht?!
 
Ich sehe die Entscheidung mit einem weinenden Auge und glaube das eine riesige Chance für das Tal verspielt wurde.
Aber: Die Bevölkerung hat entschieden und die haben auch, mit gutem Recht, über Ihr Tal zu entscheiden!

Ich kann die Bergbahnen aber auch verstehen, wenn die Investitionen jetzt in andere Bereiche verschoben oder gar gänzlich fallen gelassen werden. Dies ist das Recht eines Unternehmens.

Mehr gibt es dazu von mir nicht zu sagen.
 
@ andre_1982

Das ist doch das Dilemma beim Ifen:

eine isolierte Erneuerung der Anlagen funktioniert betriebswirtschaftlich anscheinend nicht.
Schon der Vor-Vor-Eigentümer der Ifenbahnen musste seine Investitionsabsichten (die weitgehend dem entsprachen, was sich hier viele wünschen) zurückstellen, weil er keine behördliche Genehmigung für den Sommerbetrieb bis zum Gipfel bekam.

Und jetzt bei den KBB das Gleiche: entweder eine große Lösung oder gar keine.

Insofern war die Fragestellung der Volksabstimmung, die sich auf die PB beschränkt hat, zu kurz gegriffen.

Die Frage hätte dahingehend formuliert werden sollen:

Sind Sie für eine umfangreiche Investition am Ifen mit einer Zunahme der Nutzerzahlen oder soll der Ifen mittelfristig aufgegeben werden?

Und wie geht es jetzt weiter?
Für mich das wahrscheinlichste Szenario:
Es braucht nur ein paar schneearme Winter mit Ausfall von Ifen und Walmendingerhorn sowie überlasteter Kanzelwand und der Ruf nach Investitionen wird im Tal lauter. Da aber die KBB nach Abschuss ihres Projektes nichts unternehmen wollen, wird man versuchen, durch Einsatz von erheblichen öffentlichen Mitteln doch noch eine Modernisierung zu ermöglichen.

Fazit: viel Zeit, öffentliches Geld und Wettbewerbsfähigkeit im KWT wird verloren gehen, bis sich doch noch etwas tut am Ifen.
 
@neuschnee

Beim gegenwärtigen Projekt ist von einer isolierten Erneuerung nicht die Rede. Im Gegensatz zu damals gibt es heute keinen Widerstand mehr zur Verbindung Heubergmulde/Auenhütte.

Der Gipfel ist auch heute noch für den Sommerbetrieb tabu, doch was ist mit der Verlängerung der ersten Sektion bis zum Alpbord? Darüber sagt die Abstimmung leider nichts aus.
Ich gebe Dir recht, dass die Abstimmung zu kurz geraten ist, da nicht über Alternativen abgestimmt wurde. Jetzt gehen vermutlich wieder mehrere Jahre ins Land. Touristisch ist das m.E. für das KWT nicht gut, ich persönlich kann damit leben...

Ich teile allerdings nicht die plakative Behauptung, dass sich ein Ausbau ohne Pb oder Sommergipfelbetrieb gar nicht rechnet. Eine 8KSB obere Sektion und eine Kombibahn untere Sektion + Beschneiung und Anbindung Heubergmulde werden sie sich auch ohne Erweiterungsgenehmigung leisten können. Der Ifen wird nach dem Ausbau allein im Winter so stark frequentiert sein, dass sich diese Bahnen rechnen. Sie werden jedoch kein Goldesel, dafür braucht es zumindest das Alpbord.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Ifen mit einer zumindest Teilerschließung der oberen Sektion im Sommerbetrieb nach dem Nebelhorn die am stärksten frequentierteste Allgäuer Bergbahn werden wird.
 
Alles schön und gut aber was Soll dann mit dem Walmendingerhorn passieren? Die Panoramabahn wäre die Grundvorraussetzung für eine Modernisierung am Horn gewesen? Der Berg schreibt zwar Schwarze Zahlen aber neue Investitionen werden nicht drin sein... Solange die fam. Haller in der Mitte sitzt und die KBB Außenrum wird es leider kein Skigebiet Kleinwalsertal geben! Leider haben viele bei der Abstimmung nicht gegen das Projekt gestimmt sondern ihre persönliche Ablehnung zur KBB, der Raiba, und zu Herr kröll kund getan - in meinen Augen keine intelligente Entscheidung - geht es doch um die "kostenlose" Schaffung von Infrastruktur für alle Betriebe im Tal.
 
Das sehe ich genauso wie jodok, wobei ich mich frage, ob man nicht lieber eine andere Variante zur Anbindung des Ifens an den Rest gewählt hätte. Aber dafür wären neue Pisten notwendig und ob diese genehmigt werden würden... :roll:
 
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