Ich war Donnerstag Nchmittag noch im Rathaus und hab mir den Bauantrag angeschaut:
Es sollen alle Abfahrten oberhalb der Höfatsstation mit Beschneiung versehen werden - außer Pfannenhölzle!
Insgesamt sind 30 Stationen für Kanonen vorgesehen. Ein weiterer Speicherteich ist nicht geplant, der Teich an der Seealpe reicht aus - wenn auch nur knapp. Was mich erstaunt hat ist, dass die Wasserentnahme aus dem Faltenbach nicht sonderlich üppig ist, denn es braucht 20 Tage für eine komplette Befüllung des Teiches.
Schneifenster ist vom 1.11.-31.03.
Zusätzlich zur Beschneiung soll der Wanderweg vom Koblat zum Gipfel fahrbar breit geschottert ausgebaut werden aus mehreren Gründen:
1. Der jetzige schmale Weg (mit doch eher Pfadcharakter) sei auch für (Anm. Turnschuh-)Wanderer unzulänglich und zu steil.
2. Für den Winterbetrieb braucht die Verbreiterung, damit man eine vernünftige Basis für einen Fahrweg für die Pistenraupe schaffen kann, da diese seitlich hoch muss, um zur Winde zu gelangen. Bei der Herrichtung der Pisten vor Saisonstart gibt es dort regelmäßig Probleme. Oftmals muss per Hand ein Basisweg gebaut werden, damit die Raupen überhaupt zum Einsatzgebiet kommen (so im Bauantrag zu lesen).
3. Durch den Ausbau des Wanderweges ist dann im Winter ein durchgehend 6m breiter und beschneiter Skiweg möglich, der dann auch für Nicht-Könner gut befahrbar sein soll.
4. Die Trasse des Wanderweges soll folglich etwas flacher verlaufend etwas nach oberhalb versetzt werden. Er kommt dann direkt beim Felsen der Koblat-SB an. Begründet wird die Modifizierung mit teilweise zu starkem Gefälle sowohl im Winter wie Sommerbetrieb. Der jetzige Pfad wird zurückgebaut.
Was die Fahrbarkeit des Weges angeht, so mutmaße ich, dass hier noch ein weiterer ungenannter Aspekt wesentlich ist. Das Gipfelrestaurant soll ja in Zukunft neu erbaut werden und dafür ist ein Fahrweg von enormen Vorteil. ferner steht ja irgendwann auch ein Neubau der gesamten Nebelhornbahn an.
Das umfangreiche Umweltvertäglichkeitsgutachten hab ich mir nicht angeschaut, sonst hätte ich dort bis Abends gesessen.
Wie man mir im Bauamt mitteilte, bin ich lediglich die 3. oder 4. Person gewesen, die überhaupt an dem Bauantrag Interesse zeigte. Sofern die mitbekommen haben sind keine Naturschützer dort gewesen und bis Donnerstag ist auch kein Einwand eingegangen.
Hoffen wir mal, dass auch bis Freitag nichts eingegangen ist und dass der Bauantrag folglich problemlos genehmigt werden kann...

Man will noch diesen Sommer bauen.
Mit der Beschneiung dürfte das Nebelhorn wohl das schneesicherste Skigebiet in D werden, solange die Zugspitze trotz knapp 500m Höhenvorteil auf reinen Naturschnee angewiesen bleibt!
Ferner bin ich gespannt, wie sich die Beschneiung künftig auf den Saisonstart auswirkt - also ob das Nebelhorn künftig dann vielleicht sogar als erstes Skigebiet in D bereits zum 1 Advent Ende November planmäßig die Saison eröffnet. Wetter- und beschneiungstechnisch könnte das zumindest bis einschließlich Sonngehren in den meisten Jahren machbar sein.
Das Nebelhorn ist betriebtechnisch deutlich kostengünstiger herzurichten und zu betreiben als Fellhorn/Kanzelwand, weshalb ich mir vorstellen könnte, dass man in der nur schwach besuchten Vorsaison dann nur Nebelhorn (und ggf. Kanzelwand allein) öffnet und das GesamtskigebietFellhorn/Kanzelwand ebenso wie Ifen, Walmendingerhorn erst ab Weihnachtsferien öffnet - bzw. zumindest nur am Wochenende wie bereits vor 3 Jahren praktiziert. Wäre zwar für uns Skifahrer nicht so schön, aber betriebs- und kostentechnisch würde das durchaus Sinn ergeben. Die Bergbahnen stünden dann auch arbeitstechnisch nicht so unter Druck.