Die Planung der Bierenwang-Bahn erstaunt mich jetzt sehr - und gleichzeitig erstaunt sie mich nicht!
Erstaunt bin ich, weil wir zunächst von einer Bahn bis auf den Gipfel ausgegangen sind. Das hat mich insofern erstaunt, alss dass die Kammpiste 10 mit einer 6KSB hoffnungslos überfordert gewesen wäre, wie Zottel sehr richtig beschrieben hat. Da jedoch neue Pisten angekündigt wurden und ich diese zwischen Gipfel-Scheidtobel-Bergstation und Mittelstation angesiedelt glaubte, (weil ja dort das FFH-gebiet aufgehoben ist - siehe zurückliegende posts), dacht ich mir - ok - das wäre praktikabel mit kleinen Hindernissen.
Erstaunt bin ich andererseits nicht, weil ich für mich schon lange darüber nachgedacht habe, dass eine 6KSB Bierenwang ( wie jetzt vorgesehen ) als Alternative für den Gipfel-SL sinnvoll wäre, um die Möserbahn zu entlasten. Eine 6KSB bis zum Gipfel hab ich zuvor immer als nicht sinnvoll angesehen, weil die Kammpiste diese Kap. nicht verkraftet und unterhalb des Gipfels Naturschutz bestand.
Also wäre eine 6KSB bis oberhalb der Scheidtobel-Bergstation sinnvoll und genau das passiert jetzt!
Mit der BierenwangBahn würde man drei Pisten erreichen (Heubichl-, Möser- und Damenabfahrt). Die Möserbahn wäre dann primär zuständig für die Verbindung zur zweiländerbahn, die Piste 13 und die beiden neuen Abfahrtsvarianten im jetzigen Freeridebereich. Somit wären die Engstellen und stets früh zerfahrenen und buckeligen Bereiche der Oberen Möserpiste und obere Heubichlpiste entlastet. Die Schneehaufen würden deutlich abnehmen, weil sich die Skifahrer besser verteilen.
Allerdings ist die von den Bergbahnen skizzierten Pistenführungen der zusätzlichen Abfahrten noch nicht rund!
Die
obere neue Abfahrt muss am Beginn der Damenabfahrt enden, so dass von dieser Abfahrtsvariante auch die Möser- und die HeubichlPiste erreicht wird. Ferner braucht es eine
weitere Heubichl-Pistenvariante talwärts links an der Bierenwanghütte vorbei zur Talstation der Bierenwangbahn. denn sonst wäre das untere steile Stück der Heubicklpiste total überfordert, denn es gibt dort bereits gegenwärtig recht schnell starke Schneehaufen.
Eine solche Variante ist jedoch bislang nicht von den Bergbahnen skizziert.
Fazit: Ich verstehe die Aufregung hier im Forum über die Bierenwangbahn nicht!
Ich denke, dass vielmehr bei uns andere Erwartungen geschürt wurden, da wir mit einer 6KSB bis hoch zum Gipfel gerechnet haben.
dani schrieb:
Wenn schon neue Bahn, dann bitte bis auf den Gipfel und ne neue anständig Breite Piste direkt auf der Trasse des alten Schleppers hinzu (besonders im oberen Bereich). Dann würde man wenigstens alle Pisten und nicht nur eine (Bierenwang) erreichen.
Das Gelände unterhalb des Gipfels ist ziemlich steil und daher als potentielle Piste für viele nicht so versierte Skifahrer eher ungeeignet. Man beachte die bereits jetzt vielen Probleme an den "steilen" Nadelöhren - und diese Bereiche sind deutlich flacher. Es braucht vom Gipfel zwei weitere Abfahrtsvarianten, wenn man eine 6KSB dorthin hochzieht.
Allerdings sind auch die beiden neuen Abfahrtsvarianten unterhalb der Möserbahn ziemlich steil (zumindest dunkelrot) und daher für nicht so versierte Skifahrer nicht so geeignet. Deshalb ist ja auch die steile 13 nicht so stark befahren. So gesehen braucht es unbedingt eine Abfahrtsvariante talwärts links an der Bierenwanghütte vorbei zu den talstationen von Möser+Bierenwangbahn, denn dieses Gelände ist vergleichsweise am flachsten.
In mancher Hinsicht verstehe ich das ausgewiesene Pistenniveau auf der Skigebietskarte nicht immer!
Die obere 13 (rot) ist ebenso steil wie die schwarze Variante der Fellhorn-Talabfahrt. Auch die oberen 100m der Brantweinpiste ist mindestens ebenso steil, wie vorgenannte Abfahrten, doch ebenfalls nur als rot markiert. Genaugenommen kommen also unterhalb der Möserbahn zwei neue schwarze Varianten hinzu und wenn man eine 6KSB zum Gipfel hoch gebaut hätte, hätte man dort zwei ebenso steile Varianten (eigentlich schwarz) schaffen müssen, damit die kammpiste nicht alles verarbeiten muss.
Das sind die "Hindernisse" egal ob man eine Bahn bis zum Gipfel oder wie vorgesehen plant.