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Trotzdem frage ich mich irgendwie warum man das dann nicht beim Bau der Bierenwangbahn gleich so gemacht hat. Das Versetzen der Bahn zum Nebelhorn ist ja ein immenser kostenpunkt. Und man wusste auch damals schon dass die Scheidtobel DSB mit ihrer Verbindungsfunktion ein Engpass ist. Irgendwie wäre ein Scheidtobel Ersatz und ein stehenlassen des alten SL für mich sinniger gewesen.
 
Ich halte das auch für absurd (aber was heisst das schon?).
Ein Abbau der Bierenwangbahn und das Neuaufstellen am Nebelhorn kommt kostentechnisch einem Neubau gleich, könnte mit Abbau sogar teurer sein.
Wenn man die Schneitobel ersetzen- und gleichzeitig die blauen Pisten erhalten möchte (was sinnvoll wäre), geht das wohl auch nur auf gleicher oder etwas verlängerter Trasse (BS etwa neben der Bierenwangbahn).
 
Sind das jetzt hier alles nur wilde Fantasien oder gibt es dazu fundierte Aussagen, dass so etwas geplant ist?
 
Dede schrieb:
Hatten sie nicht damals den Bierenwanglift nicht bis zum Gipfel gemacht damit dieses Gebiet zum Ausgleich als Naturschutzgebiet zählt. Der Schlepplift ging ja zuvor bis hoch.
Genau so wars...
Dede schrieb:
Schneidtobel als 6er KSB bis Gipfel und Bierenwang abbauen fand ich aber gut. Perfekt mit Piste vom Gipfel
...und deshalb wird auch der Scheidtobel Ersatz nicht bis zum Gipfel gehen...

Aber der Abbau der Bienwanglift wird auch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Wer mal da war, weiß, dass ein Rückbau von Kapazität am Fellhorn-Plateau genau das Gegenteil von dem ist, was dem Skigebiet helfen würde.
 
Mt. Cervino schrieb:
Dede schrieb:
Hatten sie nicht damals den Bierenwanglift nicht bis zum Gipfel gemacht damit dieses Gebiet zum Ausgleich als Naturschutzgebiet zählt. Der Schlepplift ging ja zuvor bis hoch.
Genau so wars...
Dede schrieb:
Schneidtobel als 6er KSB bis Gipfel und Bierenwang abbauen fand ich aber gut. Perfekt mit Piste vom Gipfel
...und deshalb wird auch der Scheidtobel Ersatz nicht bis zum Gipfel gehen...

Aber der Abbau der Bienwanglift wird auch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Wer mal da war, weiß, dass ein Rückbau von Kapazität am Fellhorn-Plateau genau das Gegenteil von dem ist, was dem Skigebiet helfen würde.

Es war damals vom Grat die Rede nicht vom Gipfel.
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?p=5115511#p5115511

Aber das macht auch keinen sind die Bierenwang abzubauen.
Evtl tauschen sie ja einfach nur ;D
 
Ich meinte den Grat, bzw. den "Gipfel" über der KSB. Da habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.
Dass der richtige Gipfel Tabu ist sieht man ja schon an der Schutzzone um die PB.
 
Im Endeffekt war doch der Neubau der Bierenwangbahn 2016 der Versuch der Bergbahnen, in ein Nichtanfängerskigebiet eine anfängertaugliche Sesselbahn samt Pisten zu adaptieren.

Ich kenne die Situation noch mit dem Gipfelschlepplift: Damals war die Schlange an der Möserbahn zwar immer ziemlich lang, aber der Gipfelschlepper wurde aufgrund der steilen Trasse nur wenig frequentiert und war eine ideale Ausweichmöglichkeit. Zudem waren die Pisten dank nur einer 6er KSB noch nicht ganz so überfüllt.

Nun hat man eben mit der Bierenwangbahn eine zweite quasi parallele 6er KSB erschaffen. die dazugehörige "blaue" Piste wird nun gleich von 2 6er KSB's bedient und sieht selbst an Tagen mit normalem Füllungsgrad schon um 10 Uhr einem Rübenacker gleich wie anderswo Talabfahrten nach 15 Uhr. Damit hat man lediglich erreicht, dass sämtliche Anfänger mit diesen stark verbuckelten blauen Pisten hoffnungslos überfordert sind.

Habe bei meinem Besuch im Januar 2017 die Bierenwangbahn damals schon als Fehlinvestition bezeichnet. Vielleicht hat man das nach einigen Jahren in der Bergbahnleitung mittlerweile auch erkannt und versucht nun das ganze möglicherweise zu lösen.

Zum Scheidtobel: Diese war schon mal als 4er KSB projektiert, durfte aber aus Natur- und Wildtierschutzgründen nicht realisiert werden, da der ganze Scheidtobelbereich ein Schutzgebiet darstellt. Ebenso wird dort außer dem bestehenden Ziehweg niemals eine weitere Piste oder ein Ausbau der bestehenden Piste möglich sein. Möglicherweise könnte eine EUB mit wenigen, hohen Stützen im Bereich des Realisierbaren liegen.

Eine Verlängerung auf den Fellhorngrat ist einerseits aus Schutzgebietssicht ausgeschlossen (der Kompromiss beim Bau der Bierenwangbahn war, dass keine weitere Bahn bis zum Grat hochgezogen wird und die damalige Skiroute (oder war es eine schwarze Piste?) von der Bergstation Gipfelbahn in etwa parallel zum Gipfelschlepplift damals geopfert wurde um stattdessen das Scheidtobel-Schutzgebiet Richtung Gipfelbahn zu erweitern), zum anderen verträgt die schmale Fellhorn-Gratpiste keine Kapazität von > 2000 p/h.

Daher denke ich, Scheidtobel wird bleiben wie bestehend, vielleicht wird in den 2030er Jahren mal ein Ersatz auf gleicher Trasse als EUB angedacht (die DSB ist ja erst Baujahr 1995).
Bierenwang wird vielleicht ans Nebelhorn versetzt, oder auch nicht.
Am Nebelhorn ist dank der neuen Nebelhornbahn ein Ersatz der fixen 4er Koblat Sesselbahn durch 6er oder 8er KSB-B ziemlich sinnvoll. Allerdings dürfte ein Ersatzneubau nicht unwesentlich teurer kommen, als ein Abbau und Wiederaufbau der Bierenwangbahn vom Fellhorn.
 
Wie sieht das mit der Betriebserlaubnis beim Schneidtobel bzw. Eines Sessellift aus?

Mir hat nur letzte Woche eine Lifterin erzählt das 2026 die Walmendingerhornbahn ausläuft und 2026/2027 die Kanzelwandbahn.
 
Dede schrieb:
Wie sieht das mit der Betriebserlaubnis beim Schneidtobel bzw. Eines Sessellift aus?
Da wir uns ja in Deutschland befinden, sind relativ lange Laufzeiten möglich. Die älteste DSB in Deutschland ist 72 Jahre alt (Bayern: 71). Von daher ca. bis 2067. Denke aber, dass die Bahn vorher schon ersetzt wird. Nebenbei fraglich, ob die Elektronik/Steuerung bis dahin nicht auch mal erneuert werden muss.
 
Zu Kanzelwand ZUB habe ich letzte Woche auch die Info bekommen dass sie bis 2027 ersetzt wird.
Aber wie meist, nichts offizielles, sondern von einem Bergführer und Hotelier, der aber dort im Tal gut vernetz ist.

Sicherlich sind die Kanzelwand und die Walmendingerhorn-PB die nächsten großen Baustellen in KWT.
Bei der Walmendingerhorn-PB kann es ja eigentlich nur eine neue PB geben, da eine EUB ja, wenn ich das richtig im Kopf habe, abgelehnt wurde.

Danach (oder parallel) folgen dann noch 2 mittelgroße Projekte: Ersatz Höllwieslift am Söllereck mit 6KSB und Ersatz Jedermann- und Maisäß-SL mit einer 6KSB.
Ich denke letzterer kommt gemeinsam mit den neuen PB als Generalüberholung des Walmendingerhorns, ähnlich der Kompletterneuerung des Ifen
 
Wurde am Walmendingerhorn mal eine EUB diskutiert bzw. abgelehnt?
Könnte mir vorstellen dass die Spannfelder wegen Lawinengefahr und dem Graben oben schwierig werden könnten und statdessen eine ZUB wie am Nebelhorn mit 1200 p/h Kapazität in Frage kommen könnte.
Aber was das kosten würde - und hier lockt man damit nicht soviele Fussgänger an wie am Nebelhorn, die bereit sind Sommers wie Winters 52 EUR (!) für die Fahrt hinzulegen - zumal auch die Fußgänger überwiegend Urlauber sind welche im Sommer bei vielen Unterkünften das Ticket inkludiert haben. Also wäre das wohl überdimensioniert.
Eine PB dürfte vermutlich deutlich günstiger sein?
Das Problem sind bei der aktuellen 40PB mit den 400 p/h Kapazität die Wartezeiten in der „rush hour“ von oft 45 Minuten in den wenigen heissen Ferienwochen (zB Faschingswoche) - Tagesgäste hat es hier ja recht wenig.
Von daher wäre die Frage ob man eine neue PB etwas größer dimensionieren könnte, auch was die bestehenden Stationen angeht?
 
Gibt es denn etwas neues zur Verbindung Ifen-Heuberg?
 
soweit ich weiß hat Prio Kanzelwand und Walmendingerhorn.

Der Shuttlebus zum Ifen wurde mittlerweile auch direkt an die Bergstation vom Parsenn verlegt. Man muss nicht mal mehr runter zur Fuchsfarm laufen. Mir reicht das.
 
Mittlerweile ist der deutsche Teil vom Ifen Natura 2000 Gebiet. https://www.bfn.de/natura-2000-gebiet/hoher-ifen

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Verbindung noch eine Chance hat. Auch wenn die Ablehnung 2012 mit 55 Prozent sehr knapp war. Aber seitdem ist viel passiert...

Ich denke, es wird erstmal bei der - wie ich auch finde - praktischen Busverbindung bleiben.
 
Aber die deutsche Seite spielt doch für die Verbindung gar keine Rolle. Die Verbindungsbahn würde ja nichtmal am Ifen errichtet.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Aber die deutsche Seite spielt doch für die Verbindung gar keine Rolle. Die Verbindungsbahn würde ja nichtmal am Ifen errichtet.
Schon klar. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man bei einem solchen Umfeld noch die Panoramabahn bauen kann.
 
Warum nicht? Anderes Land, andere Gesetze...
 
Firn77 schrieb:
Seilbahnjunkie schrieb:
Aber die deutsche Seite spielt doch für die Verbindung gar keine Rolle. Die Verbindungsbahn würde ja nichtmal am Ifen errichtet.
Schon klar. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass man bei einem solchen Umfeld noch die Panoramabahn bauen kann.

Ist die Panoramabahn nicht ohnehin Geschichte? Ich dachte der Plan wäre eine einfache KSB oder EUB von der Auenhuette zur Heubergmulde?

Steht auch so in alten Artikeln wie zB hier: https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Oberallgaeu-Vorarlberg-Neue-Skigesellschaft-investiert-im-Kleinwalsertal-30-Millionen-id37071957.html
 
Jay schrieb:
Kannst Du das in einem Plan eintragen, wie das aussehen würde?

Hab gesehen dass mein Beitrag einen Fehler enthielt. Ich habe die Heubergmulde gemeint.

Eine solche “kleine” Verbindung war schon vor bzw mit der Panoramabahn in Diskussion. Die Gemeinden haben sie damals favorisiert, die KBB wollte aber unbedingt die Panoramabahn. Damals waren die Heubergbahnen auch noch eigenständig, während Ifen und Walmendinger Horn der KBB gehörten.

Vol.at hat damals Panoramabahn (rot) und Verbindung Ifen-Heuberg (orange) in einer Grafik dargestellt:
https://www.vol.at/nicht-ohne-die-panoramabahn/3053950

Heute fährt der Skibus ja in 5min hin und her. Also die Lift-Verbindung ist meines Erachtens nicht zwingend notwendig.
 
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