• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Neues in Saas-Fee/Saastal

Hildener schrieb:
Es gab mal Zeiten, da fuhr man wegen der wirklich großartigen, fast einzigartigen alpinen ( Gletscher ) Kulisse nach SaasFee bzw. die Landschaft generell war ein wesentlicher Faktor zur Auswahl des Skigebietes.

Heute ist wohl die Poheizung wichtiger..... :rolleyes: Duck und weg......

Ich stimme dir in weiten Teilen zu:

Früher war wohl das reine alpine, das Naturerlebnis wichtiger als heute.
Komfort wie Effizienz der Erschließung spielen heute eine andere Rolle als noch vor ein paar Jahren.

Dennoch denke, dass diese Argumentation im Falle von Saas Fee etwas zu kurz greift.

Unbestritten:
- Die landschaftlichen Reize von Saas Fee sind überwältigend, beeindruckend und finden nur wenige ihres Gleichen.
- Die Höhenlage, die Schneesicherheit und die absolvierbaren Höhenmeter sind beeindruckend.
- Die sportliche Herausforderung einiger Pisten bietet einen guten Kontrast zu den Gletscherhängen.

IMHO hat Saas Fee aber einige andere defizitäre Aspekte, die gegenwärtig diesen Ort wortwörtlich in den Schatten seiner Berge stellt:
- Faktisch handelt es sich nur mehr um eine (riesiege) Geländekammer, die zwar beeindruckt, aber wenig optische Abwechslung bietet
- Es ist im Winter über Gebühr kalt
- Die Talabfahrten sind tendenziell recht anspruchsvoll und nehmen über Gebühr Anteil an der Gesamtpistenzahl
- Das Gebiet bietet für den "Otto-normalo" recht wenig skibare Fläche abseits der Pisten
- Die innerörtliche Beförderungsstruktur ist ausbaufähig
- Die Parkplatzsituation ist fragwürdig, da recht teuer und der Weitertransport nicht so schlüssig kommuniziert wie in Zermatt
- Generell ist die Hotellerie in Saas Fee etwas in die Jahre gekommen, sehr teuer und muss sich immer mit Zermatt messen lassen (mit preisgünstigeren Destinationen sowieso)
- In Zeiten, in denen die Gesamtkosten eines Urlaubes immer mehr in den Fokus rücken, bietet Saas Fee zu wenig "spezielles", um den Vergleich mit dem "nur marginal" teurerem Z zu bestehen.


Um es ganz kurz und hart zusammen zu fassen:

Saas Fee bietet momentan in Anbetracht der aufgerufenen Preise einfach zu wenig um gegen die überstarke Konkurrenz zu bestehen.


Und bevor ihr mich nun zerpflückt:
Ich liebe SaasFee und war durchaus mehr als einmal da - doch nun schon seit längerer Zeit nicht mehr als eine oder zwei Nächte, resp. einen Tagesausflug von anderen walisischen Destinationen aus.
 
CruisingT schrieb:
Saas Fee bietet momentan in Anbetracht der aufgerufenen Preise einfach zu wenig um gegen die überstarke Konkurrenz zu bestehen.
Meine Worte...

CruisingT schrieb:
Und bevor ihr mich nun zerpflückt: Ich liebe SaasFee und war durchaus mehr als einmal da - doch nun schon seit längerer Zeit nicht mehr als eine oder zwei Nächte, resp. einen Tagesausflug von anderen walisischen Destinationen aus.
Dito.
 
@ CruisingT

Ich stimme Dir in der sachlichen Beurteilung zur Situation in SaasFee durchaus zu ( wobei die ersten Punkte Naturgegeben sind und schon immer so waren ).

SaasFee muss aufpassen, nicht abgehängt zu werden und den Anschluß an die " Neuzeit " des Skisports - wobei ich mich frage, ob man heute nicht eher weitgehend von Skivergnügen sprechen muss - zu verlieren. Man macht dort im Moment eine sehr schwierige Situation durch und ich bin gespannt, wie es in 5 Jahren aussieht.

Mein Kommentar bezog sich eher auf die allgemeine Situation bei der Auswahl eines Skigebietes und war insoweit etwas OT.
 
CruisingT schrieb:
- Die Höhenlage, die Schneesicherheit und die absolvierbaren Höhenmeter sind beeindruckend.

IMHO hat Saas Fee aber einige andere defizitäre Aspekte, die gegenwärtig diesen Ort wortwörtlich in den Schatten seiner Berge stellt:
- Es ist im Winter über Gebühr kalt
- Die Talabfahrten sind tendenziell recht anspruchsvoll und nehmen über Gebühr Anteil an der Gesamtpistenzahl


Bei den 3 Punkten spielt alles in einander. Da der Grossteil der Pisten über 2400m liegt, hat man wenig Ausweichmöglichkeiten wenn es kalt oder das Wetter Schlecht ist. Bei Wind z.b sind die Gletscherlifte so oder so geschlossen. Unten im Dorf hat es ja nur ein paar Übungslifte, die den Normalskifahrer kaum interessieren.

Was hier falsch gelaufen ist, wie erwähnt die Erhaltung oder Ausbau der Infrastruktur. Wobei man einfach sehen muss, das auf dem Gletscher nur Schlepplifte möglich sind. Trotzdem genügen 2 Sessellifte den heutigen Ansprüchen nicht mehr. Nicht alle wollen Schlepplift oder Gondelbahn fahren. Was man auch versäumt hat, ist nicht einfach Anlagen abzubauen um Kosten zu sparen, sondern diese zu ersetzen. Am Plattjen gab es mal eine 2SB die wurde einfach abgebaut. Was man dabei übersehen hat, ist das dieser im flachsten Teil des Hanges stand. Durch den Wegfall dieses Lifts ist der Hang dort nur noch für gute bis sehr gute Skifahrer interessant. Ebenso gab es eine Skilift auf der Hannigalp. Und was auch noch ein Fehler ist, das man am Hannig nur noch schlitteln kann. Was die Grösse des Skigebiets reduziert.
Satt das man in irgendwelche Höhen investiert. Deren nutzen bei den Wetterbedienungen im Hochgebirge doch recht fraglich ist (Das Feejoch würde im Winter sicher öfter geschlossen. Und für den Sommer zu wenig Rendite abwerfen > Höchste Bahn Europas? Ich will aber das Matterhorn sehen.), sollte man besser das Geld an anderen Orten investieren.
1. Die geplante Gondelbahn ist sicher ein richtiger Schritt.
2. Daneben sollte man den Tellerlift am Masten 4 durch eine KSB ersetzen.
3. Unten im Dorf eine SB oder KSB hinstellt. Auch Anfänger wollen nicht nur Schlepplift fahren.
4. Am Plattjen oben wieder eine SB oder KSB hinstellen.
5. Die Hannigalp reaktivieren in dem man oben eine KSB hinstellt und das Gebiet besser an den Rest anbindet, in dem man z.B die Gondelbahn versetzt.
6. Und zu guter Letzt den Egginerjoch Lift durch eine KSB ersetzt.

Wie ja hier auch schon erwähnt, hat die momentane Situation nicht die aktuelle Geschäftsleitung verbrochen. Sondern über Jahre die Vorgänger. Viele in Saas Fee haben die Bahn nur als Cashkuh gesehen in dem Sinn, dass die Bahn nur dazu da ist, das ich mir die Taschen mit dem Geld der Touristen vollstopfen kann. UND als Beschäftigungsmassname für Leute mit Vitamin B.
Das es so nicht möglich ist, die Schulden in vernünftiger Zeit abzubauen ist wohl jedem klar(Darum hat man sicher einige der Lifte still gelegt.) . Und was manchem in Saas Fee nicht klar ist, dass mit der Neuen Geschäftsleitung eine neue Ära angebrochen ist und die Alten Zeiten vorbei sind.
 
Wobei die neue Geschäftsleitung auch nicht unumstritten ist... nicht umsonst hat der Abgang des jetzigen CEO beim ehemaligen Arbeitgeber ziemlich viel Wirbel aufgeworfen. Und im Team der Mitarbeiter, das letztendlich dann das Aushängeschild ist, brodelt es auch gewaltig!
Zwar auch etwas OT, aber wohl doch irgendwie im Zusammenhang mit neuen Infrastukturen :)
 
@ski-chrigel
Wundert mich nicht. Das ist die prinzipielle Abneigung neuem gegen über.
 
@ski-chrigel

IMHO unterstützt deine Schilderung der aktuellen Stimmungslage Womberts Post nur.


@Wombert

Danke für diese interessante wie aufschlussreiche Zusammenstellung.


@all

Ich möchte nur kurz anmerken, dass ich in meinem vorherigen Post nicht mit einem Wort die Liftinfrastruktur als Problem erwähnt habe.
Dies habe ich nicht, da ich irgendwo zwischen den philosophischen Stühlen stehe:
Moderne, komfortable Anlagen haben durchaus ihren Reiz.
Eine sinnvolle klassische Erschließung kann IMHO aber auch funktionieren. So kenne ich zum Beispiel niemanden, der sich der Faszination einer Gondelbahnfahrt von Furie nach Trockener Steg entziehen kann.
Vergleichbares bietet Saas Fee auch.
Wombert, du hast einige interessante Aspekte bezüglich der strategischen Konzeption des Gebietes genannt. Hierin sind vielmehr die Probleme des Skigebietes zu sehen.
Letztendlich summieren sich die Defizite im Schigebiet mit denen im Ort einfach auf; es scheint auch eine Frage der Selbstwahrnehmung und des Selbstverständnisses zu sein:
Z ist einer der wenigen Orte, an denen hohe Preise bei höchstens passablen Gegenleistungen seitens der Hotellerie und Gastronomie auf Grund der einmaligen Rahmenbedingungen in Kauf genommen werden.
Sass Fee bietet diese Rahmenbedingungen allerdings nicht im gleichen Maße, die Hotellerie ist noch mal einen Tacken unter der vieler Schweizer Top-Destinationen angesiedelt und letztlich werden dennoch Wucherpreise aufgerufen.
Dieser Ort muss sich einfach erstmal wieder finden, sortieren, mental anpassen, das Angebot (in allen Belangen) auf ein zeitgemäßes Niveau hieven und dann eine realistische Preisfindung vornehmen.

Oder ohne den obigen Roman:
Anspruch und Wirklichkeit klaffen zu weit auseinander.
 
Leider kann Saas-Fee fürs Wetter nichts. Wenn man sich den Geschäftsbericht von Saas-Gund Hohsaas - hier sind alle Anlagen auf dem neusten Stand - anschaut, so hatte auch diese Unternehmung zu Weihnachten Neujahr 2011/12 einen Umsatzeinbruch von 35% - hervorgerufen durch Sturm und extremen Schneefall. Zusätzlich kam noch die Kälte im Februar hinzu. Nicht alles liegt an der Bahninfrastruktur.
 
CruisingT schrieb:
Dieser Ort muss sich einfach erstmal wieder finden, sortieren, mental anpassen, das Angebot (in allen Belangen) auf ein zeitgemäßes Niveau hieven und dann eine realistische Preisfindung vornehmen.
Dieser Satz bringt es wohl auf den Punkt.
 
ski-chrigel schrieb:
Richie schrieb:
Saas-Fee Bergbahnen AG hat in die Erneuerung der Berggastronomie investiert: Neueröffnung TheDom Glacier
Und deswegen fahre ich noch lange nicht nach SaasFee. Essen kann ich überall gut... Dieses Geld würde ich def. lieber in die veralteten Anlagen investieren!
Wo gibt es da bitte veraltete Anlagen außer längfluh? Die Schlepplifte kann man schlecht ersetzen, weil niemand bei der Kälte arbeiten will.
 
Die Gastronomie mal ein bisschen auzufrischen war sicherlich kein Luxus denn da war einiges doch schon ziemlich in die Jahre gekommen und ein Ersatz / Umbau daher nötig. Das ist jetzt alleine sicherlich kein Grund da hin zu fahren, nichts zu machen wäre aber mit der Zeit ein Grund da nicht mehr hin zu fahren.
 
Hmm, na ja, ich denke auch, dass ein neues bzw. umgebautes Restaurant nicht unbedingt viele neue Gäste anlocken wird. Da zieht eine neue Bahn schon eher, denn die meistens Skifahrer wollen heute in einem Skigebiet Komfort bei den Liften geboten haben. Wie ist denn der aktuelle Stand beim geplanten Neubau der Gondelbahn? Da ist es auch gerade sehr ruhig geworden, oder täuscht mein Eindruck?
 
"TheDom Glacier":

Wieder einmal ein überaus bescheuerter Name mehr, den man auf die ominöse Liste setzen könnte..., aber klar: Wir befinden uns ja im mondän-international angehauchten Saas-Fee, und nicht etwa in Visperterminen:-)
 
Eben ich verstehe es auch nicht, das man den Masten 4 in Morenia umtaufen musste. :stupid:
 
Ja, die Restaurantsnamen sind bescheuert, solange ich da aber gut essen kann und immer einen Platz finde ist es mir egal wie die Dinger heissen.
Das Konzessionsgesuch für die Gondelbahn wurde noch nicht eingereicht, zumindest war noch nichts im Amtsblatt des Kantons drin. Damit ist ein Baustart moch in diesem Sommer so gut wie ausgeschlossen. Da sich der Bau wegen der Dimension und Lage eh über zwei Sommer erstrecken wird wird die neue Gondelbahn also frühestens im Herbst 2015 in Betrieb gehen.
 
Wombat schrieb:
Eben ich verstehe es auch nicht, das man den Masten 4 in Morenia umtaufen musste. :stupid:
Morenia ist aber wenigstens wohl ein einheimischer alter Flurname. Nach meiner vagen Erinnerung wurde der Tellerlift am Mittaghorn in grauer Vorzeit als Morenia bezeichnet.
 
Zurück
Oben