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Neues in Saas-Fee/Saastal

Interessantes ist dem neuen Infostamm zu entnehmen:
http://www.3906.ch/dl.php/de/5aa15654e3e24/barometer_03_18.pdf

Dort ist auf der zweiten Seite die Rede von einem Ausbau der Beschneiung in den nächsten Jahren mit konkret genannten Pisten, die neu beschneit werden sollen.
Außerdem ist die Rede von einer neu angelegten Verbindungspiste zwischen dem Gebiet Mittelallalin und Morenia/Maste 4.
 
Außerdem ist die Rede von einer neu angelegten Verbindungspiste zwischen dem Gebiet Mittelallalin und Morenia/Maste 4.

Dies ist sehr sinnvoll, finde ich. Da der letzte Hang der Panoramapiste sehr steil ist, sind viele Skifahrer dort überfordert. Eigentlich müsste er schwarz und nicht rot ausgeschildert sein.
 
Stimmt. Die Steigung ist ein Thema. Da rutschen viele nur runter.

Aber auch nicht zu vernachlässigen ist der Gletscherrückgang. Ohne Alternativroute ist der Übergang vermutlich in wenigen Jahren nicht mehr nutzbar.
 
Wofür braucht es so eine hypertrophe Infrastruktur am Hannig? Das man die Bahn erhalten will ist ja lobenswert. Aber wieso versucht man nicht möglichst viel vorhandene Infrastruktur weiter zu nutzen? Man könnte auch einfach in die bestehenden Stationen und Stützen eine neue 4-EUB bauen. Klar, die zwei Grossen machen sowas nicht, aber zum Glück gibts unterdessen wieder ein paar alternative Anbieter.
 
Ohne mich mit den Gleisen einer Standseilbahn im Detail auszukennen: Wie hoch ist da die Lebensdauer von Schienen ungefähr? Bei Zahnradbahnen ist die Lebensdauer meist relativ hoch, weil ja keine Kraft übertragen wird. Bei einer Standseilbahn ist das ja analog.
Nun, der Gleisspezialist bin ich auch nicht. Aber hier mal eine kleine Rechnung für unsere SSB wo ungefähr gleich lang ist. Winterbetrieb 10min oder kürzer, Sommerbetrieb alle 10 - 15min. Sommer bis zu 10 Stunden Betrieb, ohne Extrafahrten und Transporte.
9 Stunden mit 6 Fahrten = 54 Fahrten/Tag x 280 Betriebstage = 15120 Fahrten/Jahr.
Bis zum kompletten Gleisersatz waren es 33.5 Jahre, gibt also 506520 Fahrten.
Bei jeder Fahrt kommt 2 x ein Wagen an derselben Stelle vorbei, ergibt also 1013040 Schienenüberfahrungen.

Klar wäre bei uns noch viel Schienenstücke gut gewesen, gleichzeitig wusste man aber auch dass man in den folgenden Jahren einen gewissen Teil der Revisionszeit mit Schienenwechselarbeiten ( vor allem im Bereich der Ausweiche ) hätte verbringen können. Da verlängert man dann irgendwann mal die Stillstandszeit der Bahn oder beeilt sich und pfuscht rum oder man lässt andere Sachen schleifen was dann wiederum Pannen im Betrieb erzeugen kann.
Da ist es dann irgendwann mal schlauer man steht ein mal still und wechselt gleich alles aus und hat dafür dann wieder viele Jahre ruhe.
 
@Theo

Spannende Rechnung, danke. Was mir natürlich jetzt gegenüber den Zahnradbahnen auffällt: Die Taktfrequenz ist wesentlich höher. Wenn man bspw. die Rigibahn nimmt, die einen Stundentakt hat und vereinfacht annimmt, dass die Züge in etwa gleich schwer sind und sich überlegt, dass man allerallerhöchstens 3 Züge pro Fahrt hat, dann hat man nur die halbe Belastung und dann verdoppelt sich auch die Lebensdauer.
Und 33.5 Jahre ist natürlich auch nicht ein so schlechtes Alter, da habe ich mich auch noch vertan (falsch überlegt, dass das schon so lange ist).
Anyway: So weit daneben ist das entsprechend nicht, zumal halt gerade dann dort und in dieser Höhe die Argumente der Zuverlässigkeit schon auch noch in die Überlegungen reinspielen.

Gruss Chrigi
 
Zum Ersatz der Hannigbahn:
Wovon hängt eigentlich ab, wie lange eine Bahn betrieben werden darf? Bei den kuppelbaren Gondelbahnen ist der Knackpunkt offenbar die Klemme. Die alte Platjenbahn musste damals nach 35 Jahren ersetzt werden, weil die VR101-Klemme nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen entsprach. Bei der Spielbodenbahn durfte die VR102 immerhin 40 Jahre lang genutzt werden. Hier wurde die Konzession kurz vor Schluss aber noch verlängert. Die Hannigbahn ist aber noch älter, inzwischen etwa 50 Jahre, wäre also eigentlich noch vor der Spielbodenbahn dran gewesen. Sie wurde zwar 1992 modernisiert, aber bei der Klemme handelt es sich immernoch um die original Giovanola-Schwerkraftklemme. Mir erscheint die zulässige Laufzeit etwas willkürlich, kann da jemand Licht ins Dunkel bringen?
 
Du darfst aber nicht das gar nicht mal so kleine Minus der Vorjahre ausser acht lassen, das relativiert dann schon einiges.

Führ die Hannigbahn wahr letzte Woche das Konzessionsgesuch im Amtsblatt. Das ist arg optimistisch um dieses Jahr zu bauen. Kann funktionieren, muss es aber nicht. Warum um alles in der Welt macht man das nicht schon vor 7 Monaten, dann wäre man auf der sicheren Seite.

Ebenfalls im Amtsblatt war das Konzessionsgesuch für den Ersatz vom SL Allalin 1. Dieser soll durch einen Doppel-SL auf praktisch der identischen Trasse ersetzt werden. Die Bergstation soll allerdings runter zum Ausstieg verlegt werden und nicht mehr beinahe unerreichbar in der Steilwand sein.
 
Schön, dass es aus SF mal gute Neuigkeiten gibt.

Obwohl ich mir als Skifahrer natürlich schon etwas mehr als praktisch einen doppelten 1:1 Ersatz für diesen extrem kurzen Schlepper gewünscht hätte. :(

Aber eine Verlängerung nach unten oder ein weiterer SL zum Ende der schönen Piste links davon (17a, Gletscherpromenade?) für Wiederholungsfahrten ohne Umwege bleibt wohl ein Traum~ :)
 
Meiner bescheidenen Meinung nach müsste bei einem Neu/Umbau die Talstation der Hannigbahn aber auch dringend besser erreichbar sein. War sie doch immer ziemlich weit ab vom Schuss und der Weg dorthin doch immer etwas langwierig, nervig und beschwerlich. Die Trasse soll jedoch, laut oben zitierter Broschüre, die gleiche bleiben.
Aber da ist es vielleicht wie bei der Diskussion um eine Neutrassierung der Spielbodenbahn und bei anderen Projekten, dass man an eine vernünftige Vernetzung der Bahnen untereinander lieber gar nicht mehr zu denken wagt und schon froh ist, wenn man den status quo erhalten kann...
 
Man hat von Crans-Montana offenbar gelernt. Ein ausländscher Mehrheitsaktionär, der dann sagt wo es lang geht (und auch Bahnen einfach abstellt), will man in Saas-Fee nicht. Ich verstehe sie voll und ganz.
 
Das Finanzierungskonzept, sich als Betreiber die Bahnen vom Steuerzahler (Gemeinden) und von (ausländischen) Investoren bezahlen zu lassen, die dann durch ihre Aktienmehrheit das absolute Sagen haben, ist halt nun definitiv am Ende. So geht das nicht mehr.

Wer das Geld nicht hat, soll es halt lassen - muss ich als Individuum auch.
 
Diese Aussage hier:
die dann durch ihre Aktienmehrheit das absolute Sagen haben
müsstest du für die Ausländischen Investoren ersetzen durch die Aussage:
"Die aber weil sie nicht die Aktienmehrheit haben eigentlich nichts zu sagen haben"

Der Rest stimmt eigentlich so wie du geschrieben hast.
 
"Die aber weil sie nicht die Aktienmehrheit haben eigentlich nichts zu sagen haben"
Unsinn. Sie hätten genau so viel zu sagen, wie die anderen Aktionäre auch - ausgetragen in einem Entscheidungsprozess. Aber wenn einer allein die Mehrheit besitzt, dann gibts nichts mehr zu diskutieren. Und das wollte man ganz offensichtlich nicht - zu Recht.
 
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