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Neues in Saas-Fee/Saastal

Meiner rein subjektiven Meinung nach müsste in Saas Fee stark am Amiente / Flair gearbeitet werden. Günstige Bergbahnpreise alleine reichen da nicht aus. Vor Jahren, als ich vor der Wahl stand entweder nach Saas Fee oder ins benachbarte Zermatt zu fahren habe ich mich für Z entschieden und zwar vor dem Hintergrund, dass Z ein sehr stimmiges und gepflegtes Flair verbreitet. In Saas Fee fehlt mir so die gewisse Heimeligkeit. Große Schaufensterscheiben und Leuchtreklame im Dorfkern finde ich irgendwie nicht so richtig ansprechend. An vielen Stellen wirkt der Ort wie ein Ort, in dem nur die Autos verbannt wurden, aber die dann erforderlichen städtebaulichen Maßnahmen für einen Autofreien Ort verschlaffen wurden und das in Zusammenspiel mit einem teilweise schon leicht maroden Strassen und Wegenetz.
Wenn hier Stück für Stück optimiert wird, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man ein Ruf als "Wohlfühldestination" aufbauen kann - ohne dass man so ein Werbe Schnickschnack wie Hammerdeal oder Freie Ferienrepublik benötigt. Ich erinnere mich noch an meine Jugendzeit in der Saas Fee bei vielen den Ruf von etwas "Besonderen" genoss. "Ah! in Saas Fee waren sie..., das ist ja ein ganz feines Reiseziel". Da muss die Reise hingehen.
 
Der massive Verlust im Geschäftsjahr 2017/18 (gem. Zahlen bis 31.7.2018) bei verkauften 60,000 Abos (gem. Hr. Offermann) liefert den Beweis, dass die Aktion zumindest für die Bergbahn nicht nachhaltig war
 
Die Aktion war von vorneherein nicht langfristig angelegt, sondern sollte kurzfristig Geld in die Kassen spülen, damit teilweise die überfälligen Investitionen in die Infrastruktur finanziert werden können. Leider sind die notwendigen Neuerungen (Hanigbahn, in die Jahre gekommen Schlepplifte, Verbesserung des Komforts etc.) Noch lange nicht fertiggestellt. Damit fehlt die Basis um gut gerüstet für die Zukunft zu sein. Und die verantwortliche Ratte hat das Schiff in Richtung Andermatt verlassen bevor die längerfristigen Auswirkungen der Hammer-Deal Aktion zu tragen kommen und jemand die Verantwortung übernehmen muss. Wünschen wir Andermatt mehr Glück.
 
Der Exodus von Tourismusexperten aus Saas-Fee in Richtung Andermatt geht weiter: Pascal Schär (CEO der Saastal Tourismus AG) wird der neue Chef der Marketingorganisation der Bergbahnen Andermatt-Sedrun-Disentis-.
 
Danke für den Link.
Aus diesem Interwiev:
Wenn Sie bei uns bei 2800 Meter aus der Bahn steigen, müssen sie etwa 300 Meter zur nächsten Bahn laufen. Das ist nicht zeitgemäss. Familien mit Kindern und Leute aus Holland oder sonst irgendwo im Flachland, die kriegen einen Schweissausbruch, bevor sie auf den Ski stehen. Es braucht deshalb ein Förderband. Das kostet nicht die Welt, aber es macht das Ganze angenehmer. An einigen Orten braucht es auch Rolltreppen.
Das „predige“ ich und ein paar andere hier schon seit Jahren. Wieso hat es erst einen Schröcksnadel gebraucht, bis dieser Mangel auch im Managment erkannt wird? Für mich ein Beweis, dass die bisherigen Geschäftsführer einfach unfähig waren. Beim letzten wissen wir es ja auch schon von der Lenzerheide her... Hoffentlich wird nicht auch noch Andermatt Schaden davontragen...
 
Na ja, zum Teil ist das schon ziemlich schmarrig, was der erzählt:

"Es ist vielmehr so, dass halt mit neuen Eigentümern auch Verwaltungsrat und Geschäftsführung ausgewechselt werden." - nein, das ist nicht "halt so". Wenn das Management gut war, wird ein vernünftiger Investor den Teufel tun, es auszutauschen. Wenn das bei Herrn Sch. "halt so ist", auch wenn das Management gut gewesen sein sollte, dann will er nur seine Spezln unterbringen.

"Saas-Fee ist das schneesicherste Skigebiet der Alpen. ...Deshalb wollen wir für den unteren Bereich des Skigebiets und die Talabfahrten die Schneeanlagen stark ausbauen." - aha, weil es so schneesicher ist, muß ich für Kunstschnee sorgen (letzteres ist sicher vernünftig, aber das mit der gegebenen Schneesicherheit zu begründen, ist leicht kurios).

" Wenn Sie bei uns bei 2800 Meter aus der Bahn steigen, müssen sie etwa 300 Meter zur nächsten Bahn laufen. Das ist nicht zeitgemäss. Familien mit Kindern und Leute aus Holland oder sonst irgendwo im Flachland, die kriegen einen Schweissausbruch, bevor sie auf den Ski stehen. Es braucht deshalb ein Förderband." Ein Förderband mag der Attraktivität dienen und deshalb sinnvoll sein. Wer aber nach 300 Metern (wo ist das in SF eigentlich der Fall, daß man 300 m zur nächsten Bahn laufen muß? Bei Längfluh dürften es knapp 200 m sein. Wahrscheinlich entspricht die Längenmessung der bei den Pistenkilometern) Schweißausbrüche bekommt, ist kreislaufmäßig so labil, daß er auf der Piste alsbald einen Herzinfarkt erleiden könnte und deshalb besser gleich daheim bleibt. Im übrigen laufen die Leute am KMH in deutlich größerer Höhenlage auch gute 200 Meter, ohne daß die Gäste ausbleiben. Die Attraktivität wird nicht nur durch Bequemlichkeit erzielt.
 
Markus Schröcksnadel schrieb:
Wenn Sie bei uns bei 2800 Meter aus der Bahn steigen, müssen sie etwa 300 Meter zur nächsten Bahn laufen. Das ist nicht zeitgemäss. [...] Es braucht deshalb ein Förderband.
Wer keine 300 Meter laufen kann - egal ob mit Skiern oder ohne - hat in einem Skigebiet nichts zu suchen und die falsche "Sport"art ausgewählt (* Körperbehinderte natürlich ausgenommen). Ich empfehle Hallenhalma oder Darts als alternative Freizeitbeschäftigung. Herr Schröcksnadel fordert auch Rolltreppen ... zu den Toiletten der Bergrestaurants?

Wenn ich so einen Mist lese, schwillt mir der Kamm. Auch wenn todsicher irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem auch ich keine 300 Meter mehr laufen kann. Die Bewegung in der Bergwelt erfordert ein natürliches Minimum an Fitness ... die Berge sind doch kein Kaufhaus!
 
Interessant wie sportlich sich hier einige geben, aber die meisten einen Aufstand machen, wenn eine KSB durch eine EUB ersetzt wird, weil man dann ach so mühsam jedes Mal die Skier abschnallen muss. Fact ist, dass heute kurze Wege zu/von den Bahnen ein Komfortkriterium sind, welches letztlich ein Einfluss hat, welches Skigebiet man auswählt oder eben meidet. Das sieht der Schröcksnadel schon richtig. Überall bei modernen Bahnen wird sehr stark auf ebenerdige kurze Ein-/Ausstiege geachtet und Fusswege mit Treppen, die man uns früher zumutete, sind passé. Da man deswegen aber nicht grad neue Bahnen bauen kann, oder dort, wo es nicht anders möglich ist, behilft man sich halt mit Krücken wie Förderbänder und Rolltreppen. Es gibt hunderte von solchen Beispielen. Saas Fee ist dabei eben nach wie vor das Negativbeispiel.
 
Also mich persönlich hat es nie gestört, dass ich in Saas-Fee oder auch an anderen Orten an den Bahnen tw. auch ein bisschen gehen musste. Man ist ja schliesslich im Hochgebirge und kann sich dann etwas an die dünne Luft gewöhnen. Ich musste auch über den Satz von Hr.Schröcksnadel mit den "holländischen Familien, die Schweissausbrüche bekommen" innerlich etwas lachen. Früher sah man auf dem Berg Hunderte von Skifahrern, die erstmal zum Aufwärmen 1/4h Gymnastik machten, heutzutage übernimmt das Warmwerden scheinbar eine Rolltreppe, Förderbänder oder Sitzheizungen in Sesselliften. Ob das für die Muskeln und das allgemeine Kreislaufsystem so förderlich ist, wage ich aber zu bezweifeln.
(Ich gehöre allerdings auch zu der Fraktion, die, wenn es einen Fahrstuhl gibt, lieber zu Fuß die Treppe hochgeht, um mich fitzuhalten)
Aber gut, die Zeiten ändern sich und wenn der Markt diese Maßnahmen zur Komfortsteigerung verlangt, muss man dort wohl etwas machen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, vergleicht und gewöhnt sich halt an den Komfort....

@gfm49:
(...) Wer aber nach 300 Metern (wo ist das in SF eigentlich der Fall, daß man 300 m zur nächsten Bahn laufen muß? Bei Längfluh dürften es knapp 200 m sein.) Schweißausbrüche bekommt (...)
Wenn man von der Bergstation der Längfluh PB zur Talstation des Feechatz-Lift stiefelt, kann das schon in etwa hinkommen. Vielleicht hat er das aber auch verwechselt, und meint den Tunnel oben auf Felskinn, um zur Metro zu kommen. Ich würde seine Worte jetzt aber auch nicht auf die Waagschale werfen, insgesamt hinterlässt er auf mich schon einen kompetenten Eindruck.

@ski-chrigel:
Interessant wie sportlich sich hier einige geben, aber die meisten einen Aufstand machen, wenn eine KSB durch eine EUB ersetzt wird, weil man dann ach so mühsam jedes Mal die Skier abschnallen muss. (...)
Ich oute mich hier mal als EUB-Fan, finde Gondelbahnen persönlich gemütlicher und komfortabler und zusätzlich für Nicht-Skifahrer oder den Sommereinsatz auch viel praktischer. Aber auch hier gilt natürlich, dass da jeder so seine individuellen Vorlieben hat.
 
Marmotte schrieb:
Wenn man von der Bergstation der Längfluh PB zur Talstation des Feechatz-Lift stiefelt, kann das schon in etwa hinkommen.
Wenn Herr Schröcksnadel sich mit Geschichte und Zukunft der Längfluhbahn beschäftigt, wird er sicherlich auf eine andere Lösung kommen als ein Förderband. Als die Bergstation der ersten Längfluh-Pendelbahn Ende der 1950er Jahre konzipiert wurde, gab es noch keinen Feechatzlift, und der obere Gletscher war dichter am Standort der Bergstation als heute. Die aktuelle Längfluh-Pendelbahn ist von 1977 und damit ohnehin Ersatzkandidat für die nächsten Jahre. Für den Neubau verlegt man die künftige Seilbahnbergstation halt so nah wie möglich an die Stationen von Feechatzlift und Längfluh-Sesselbahn, und schon ist das Thema 300 m Laufen vom Tisch.

Als wir Ostern 2018 in Saas-Fee waren, sind wir - wie die meisten anderen Skifahrer auch - von der PB-Bergstation Längfluh zunächst zur Sesselbahn Längfluh abgefahren, bevor es von deren Bergstation nahtlos mit dem Feechatzlift weiterging. Insofern besteht zumindest für mich auf Längfluh das Problem eines längeren Fußmarsches gar nicht.
 
Harzwinter schrieb:
Marmotte schrieb:
Wenn man von der Bergstation der Längfluh PB zur Talstation des Feechatz-Lift stiefelt, kann das schon in etwa hinkommen.
Wenn Herr Schröcksnadel sich mit Geschichte und Zukunft der Längfluhbahn beschäftigt, wird er sicherlich auf eine andere Lösung kommen als ein Förderband. Als die Bergstation der ersten Längfluh-Pendelbahn Ende der 1950er Jahre konzipiert wurde, gab es noch keinen Feechatzlift, und der obere Gletscher war dichter am Standort der Bergstation als heute. Die aktuelle Längfluh-Pendelbahn ist von 1977 und damit ohnehin Ersatzkandidat für die nächsten Jahre. Für den Neubau verlegt man die künftige Seilbahnbergstation halt so nah wie möglich an die Stationen von Feechatzlift und Längfluh-Sesselbahn, und schon ist das Thema 300 m Laufen vom Tisch.
Ja das stimmt. Die Verlegung der Längfluh-Bergstation nach oben wurde ja auch schon im Rahmen des Projektes Spielboden-Längfluh-Feekopf vor einigen Jahren aufgezeigt. Überhaupt werden sich durch den Rückzug der Gletscher bestimmt noch ganz neue Möglichkeiten auftun.
Harzwinter schrieb:
Als wir Ostern 2018 in Saas-Fee waren, sind wir - wie die meisten anderen Skifahrer auch - von der PB-Bergstation Längfluh zunächst zur Sesselbahn Längfluh abgefahren, bevor es von deren Bergstation nahtlos mit dem Feechatzlift weiterging. Insofern besteht zumindest für mich auf Längfluh das Problem eines längeren Fußmarsches gar nicht.
Diese Variante mache ich, wenn ich zum Feechatzlift möchte, auch immer. Ich wollte hier auch nur schreiben, dass es theoretisch möglich ist.
Hr.Schröcksnadel braucht dann für sofort auf der Längfluh eigentlich nur eine Rolltreppe für die 10 Stufen von der Bergstation Richtung Restaurant... :wink:
 
Das Problem ist doch nicht auf der Längfluh, sondern auf Felskinn zu finden: Wenn du im Felskinn von der PB oder der 3S auf die Metro Alpin wechselst, so ist der Fussweg durch den Tunnel schon ziemlich lang... noch länger wird er, wenn du im Felskinn aussteigst und dann über die blaue Piste abfahren willst, die gelbe Buckelpiste ist begreiflicherweise nicht eine "Jedermanns-Piste".

Natürlich ist das nicht das Hauptproblem in Saas-Fee, aber bequem und zeitgemäss ist es auch nicht.
 
Die ersten Auswirkungen des Einstiegs der Schröcksnadel-Gruppe bei den Saastal Bergbahnen sind sichtbar.
Auf Mittelallalin und Längfluh wurde jetzt offensichtlich auf Panorama-Webcams von Feratel umgestellt.
Die Feratel Media Technologies GmbH gehört ja bekanntlich zur Schröcksnadel-Gruppe, somit können wir auch wieder mit Panoramabildern im Fernsehen aus Saas-Fee rechnen, also z.B. in 3Sat, SRF, ORF, BR,...
-> https://www.saas-fee.ch/de/berge/live-am-berg/webcams/
 
Und der neue Parallelschlepper auf dem Gletscher scheint wohl bald fertiggestellt zu sein, denn in der App wurde jetzt der SL Allalin 1 durch SL Allalin 4 / 5 ersetzt~ :mrgreen:
 
Der neue Parallelschlepplift ist inzwischen fertiggestellt und wie es scheint seit ca. Weihnachten in Betrieb. Dabei wurde auch die Bergstation des SL Allalin 1 nach unten versetzt, sodass der Ausstieg wieder viel entspannter ist.
IMG_20181231_102208.jpg
Die neue Bergstation der SL Allalin 4/5. Darüber ist die alte Bergstation zu sehen, die sich inzwischen hoch über dem Gletschereis befindet. Warum werden in Saas Fee die Stationen der ehemaligen Gletscherlifte nicht demontiert? Neben dieser hier stehen ja noch die Bergstationen der SL Egginer 1 & 2 und des SL Kamel.
 
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